Samstag, 13. Januar 2018

#2018DIYdontbuy - Januar: Mein dunkles Geheimnis


Lisa von mein Feenstaub hat sich für dieses Jahr ein tolle Jahreschallenge vorgenommen. In ihrer #2018DIYdontbuy Aktion geht es darum dieses Jahr möglichst keine (bis auf ein paar Ausnahmen) Kleidung zu kaufen und so bewusster im Umgang mit dem Konsum zu werden.  Es gibt dazu einen ausführlichen Blogpost mit  Infos zur Aktion und die Themen der nächsten Monate.

Nun zum Januarthema:
Ab jetzt! #2018DIYdontBuy – ich bin dabei!
....  Erzähle von dir und stell dich vor – warum ist dir das Thema ein Anliegen? Wie hast du dich zur Entscheidung durchringen können? Wie lange nähst du schon? Wie schätzt du dein Nählevel ein? Wo siehst du dich Ende des Jahres nähtechnisch? Was denkst du, wie sich deine Einstellung zu Konsum ändern wird?
Für die, die mich noch nicht kennen und die über die Aktion auf meinem Blog gelandet sind:
Mein Name ist Muriel und ich blogge hier seit 2011. Meinen Nähinterview-Podcast „Nahtzugabe5cm“ gibt es seit 2014 und im letzten Jahr kam dann noch die kleine Podcast-Schwester „Zwischen Nadel & Faden“ dazu.


Mit dem Nähen habe ich 2010 wieder angefangen und seitdem nicht mehr aufgehört. Mein Nähfokus lag von Anfang an auf Kleidung für mich und je mehr ich nähtechnisch gelernt habe, um so weniger wurde mein Bedürfnis mir Kleidung zu kaufen.

Für diese Aktion habe ich mir Gedanken gemacht, wann ich mir zuletzt etwas gekauft habe – es sind bestimmt ein paar Jahre (außer Socken, Stumpfhosen und Schuhen). Nach und nach sind die Kaufsachen aus meinem Kleiderschrank verschwunden und sind entweder bei meiner Schwester eingezogen oder haben ihr zweites Leben im SecondHand begonnen.
Bei mir war dies ein schleichender Prozess, ich habe mir nicht aktiv vorgenommen, nichts mehr zu kaufen.
Es hat sich mit der Zeit so ergeben, dass ich in den Kleidungsläden immer unzufriedener mit dem Angebot, der Qualität und den Größen war. Als kleine Frau (1,53m) waren immer alle Sachen zu lang - Oberteile, Röcke, Hosen und Kleider. Nichts passte wie es sollte. Bevor ich selber genäht habe, dachte ich immer Kleider sind nichts für mich, das sah immer "bescheiden" aus. Bis ich drauf kam, dass das Problem war, dass nicht nur meine Beine kürzer sind als von der Kleidungsindustrie angenommen sondern auch mein Oberkörper. Eine meiner Entdeckungen an mir war dann meine Taille. Die gab es früher nicht, einfach weil alle Kleidungstücke, die tailliert waren immer auf der Hüfte hingen, was nicht wirklich gut aussah. Seit ich selber nähe, habe ich eine Taille :-).  Außerdem hat mich das Angebot in de Läden eingeschränkt. Durch das Nähen bzw. durch die großartige weltweite Nähcommunity wurde mein Blick Mode wesentlich breiter und mein Kleidungsstil wurde dadurch nachhaltig geprägt (also Danke an euch tollen Nähbloggerinnen da draußen).  Dass ich mal einen Petticoat als „Alltagskleidungsstück“ ansehen, hätte ich früher nie gedacht.

Am Anfang meiner Nähzeit hab ich noch gemeint, "T-Shirts und so Standardsachen werde ich nicht selber nähen, da spar ich mir die Zeit“. Inzwischen bin ich zum einen um einiges schneller geworden (wenn die Zeit rechne - in die Stadt fahren, Shirt suchen, anprobieren und wieder heimfahren), hab ich in der Zeit ein Shirt aus einem meiner Jerseystoffe genäht (Standardschnitt ohne Firlefanz) – abgesehen, dass T-Shirts inzwischen nicht mehr zu meiner Standardgarderobe gehören und zum anderen habe ich so die Möglichkeit mir qualitativ bessere Materialn zu kaufen. Inzwischen nähe ich auch meine Unterwäsche (BHs und Co.) selber – es sitzt einfach besser, wenn die Kleidung für mich gemacht ist.

BH passend zum Hochzeitsgastkleid
(BH-Blogpost kommt demnächst)

Außerdem habe ich so die Möglichkeit langlebigere Kleidung zu nähen. Bei der Auswahl der Stoffe und Materialien ist es mir ein großes Anliegen, dass ich auf hochwertige Materien setze. Für billige Stoffe, die sich schnell auflösen, Pillen etc. sind mir sowohl mein Geld als auch meine Zeit zu schade. Am Anfang musste ich erst mal lernen, wie ich solche Stoffe erkenne. Inzwischen klappt das mit den langlebigen Kleidungsstücken sehr gut.

Nun zu meinem dunkles Geheimnis:

Aber auch bei mir gibt es einen dunklen Fleck - in einem Bereich habe ich bisher meine Kaufkleidung nicht abgelöst und das sind meine Klettersachen (bzw. Boulderkleidung). Inzwischen gehe ich leider nur noch unregelmäßig zum bouldern und da habe ich bisher nicht die Motivation gefunden mir dafür etwas zu nähen. Jedes Mal wenn ich dort bin ärgere ich mich aber darüber, wie schlecht (verglichen mit selbst genäht) die (inzwischen uralte) Hose sitzt, das T-Shirt könnte längerer sein etc. Habe mir versprochen, wenn ich es schaffe wieder regelmäßig in die Halle zu gehen, darf ich mir ein Outfit nähen. Habe auch schon ein paar Ideen. Mal sehen, ob ich das in diesem Jahr schaffe im Rahmen der #2018DIYdontbuy Aktion schaffe, diesen "Schandfleck" aus meinem Kleiderschrank zu entfernen.

Ach ja, drei Fragen von Lisa sind noch übrig:
Wie schätzt du dein Nählevel ein? Wo siehst du dich Ende des Jahres nähtechnisch?

Vom Nählevel her würde ich mich als erfahrene Kleidungsnäherin bezeichnen und dennoch lerne ich immer wieder Neues. Das finde ich sehr spannend (z.B. handrollierte Säume). Nähtechnisch habe ich für dieses Jahr keine konkreten Pläne – das entwickelt sich einfach mit meinen Nähprojekten – die auch sehr spontan angehe.

Was denkst du, wie sich deine Einstellung zu Konsum ändern wird?

Ich möchte versuchen, wie auch im letzten Jahr, nur Stoff zu kaufen, den ich wirklich brauche und der für konkrete zeitnahe Projekte gedacht ist. Ausnahme sind Mitbringsel von Reisen und Nähbloggertreffen. Da habe ich immer gerne Erinnerungen dran aber auch da werde ich versuchen, nur benötigte Stoffe zukaufen. Seit letzten Jahr verwende ich die Cora App (iOS App) um mein Stofflager an Kleidungsstoffen zu katalogisieren. Der Überblick tut mir gut und mein Ziel wäre es am Ende des Jahres auf ein Lager von ca. 80m zu kommen (nch weniger wäre natürlich noch besser). Aktuell bin ich bei 115m. D.h. es müssen 35m weg. Mal sehen, ob das klappt. Da ich auch bei der #12MeMade Aktion mitmachen und so regelmäßig abliefern „muss“ – habe ich zumindest schon mal eine gute Grundlage gelegt.

und was sind eure Pläne für 2018?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Daten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google.

Wenn Du die Kommentare zu diesem Beitrag durch Setzen des Häkchens abonnierst, informiert Dich Google jeweils durch eine Mail an die in Deinem Googleprofil hinterlegte Mail-Adresse. Durch Entfernen des Hakens löscht Du Dein Abbonement und es wird Dir eine entsprechende Vollzugsnachricht angezeigt. Du hast aber auch die Möglichkeit Dich in der Mail, die Dich über einen neuen Kommentar informiert, über einen deutlichen Link wieder abzumelden.

Vielen Dank für deinen Kommentar.

Kontaktformular

Name

E-Mail *

Nachricht *