Sonntag, 16. Juli 2017

Film- und Serien Sew-Along 2017 Teil 4: Finale


Heute ist endlich das Finale vom Film- und Serien Sew-Along von minimale extravaganz. Wie im letzten Jahr habe ich (schon wieder) ein Kleid aus der BBC-Serie "Call the Midwifes" genäht. Nämlich das "Arbeitskleid" der Hebammen aus der Staffel 5 und 6.

Dieses Mal war ich sogar schon eine Woche vorher fertig. So was passiert mir sonst nie... da hoffe ich sonst immer auf ein Finale der Herzen bzw. eine lang geöffnete Linkliste aber dank der zusätzlichen Arbeiten für die anstehende Hochzeit meiner Schwester arbeite ich nähtechnischer effektiver denn je.

Mein Plan war folgender:

So sollte das Kleid aussehen.
Der Rock hat auch ein Knopfleiste
Bei dem Schnitt hatte ich das Glück, dass Yacurama mir den Schnitt aus meinem Basisschnitt (Burda-UBoot-Oberteil) entwickelt hat. Für den Rockteil habe ich DEN Burdarockschnitt (5/2012) (wieder) verwendet.

Beim letzten Treffen hatte ich das Probekleid gezeigt, damals noch ohne Ärmelaufschläge. Die hatte ich dann noch dran gebastelt. Am Rockteil ist der Beleg für die Knopfleiste angeschnitten, am Oberteil ist es ein separater Beleg. Yacurama hatte mir die Schnittteil fürs Oberteil konstruiert. Beim Futter musste ich dann selbst ran. Theoretisch nicht so viel Arbeit: Belege zeichnen und daraus dann die anderen Schnittteile fürs Futter entwickeln, da das Oberteil aber aus vielen Schnitteilen besteht, welche alle vom Beleg "beeinträchtig" wurden, war da dann doch einiges zu tun und so habe ich einen kompletten Abend damit verbracht.

Auch dieses Mal fand ich es sehr spannend aus einer Vorlage ein Kleid zu entwickeln.


Verwendet habe ich einen Jeans Chambray von KBC in einem tollen dunkelblau und schönen weichem Fall ohne zu leicht zu sein. Dazu dann noch dunkelrotes Leinen für die Paspeln. Der Kragen und die Ärmelaufschläge sind aus Jeans Chambray von Eulenmeisterei. Diese beiden habe ich Gewebeeinlagen verstärkt, damit beide einen guten Stand haben. Ansonsten habe ich nur die Knopfleiste mit G785 verstärkt. 


Das Nähen ging recht flott, hat aber wegen der vielen Teile doch seine Zeit gedauert. Momentan besteht meine Nähzeit wegen der anstehenden Hochzeit aus "Vor-der-Arbeit-nähen" (zw. 1,5-2,5h)  und "nach-der-Arbeit-nähen" (ca. 4h) . Das Kleid habe ab dem Zuschneiden innerhalb von 6 Tagen fertig gestellt.

Habe das komplette Kleid gefüttert. Oben mit Batist und unten aus Futterstoff. Das Füttern des Rockes war etwas kniffelig, da das Futter an der angeschnittenen Knopfleiste mitgefasst wird aber es hat geklappt.

Vor den Knöpfen / Knopflöchern hatte ich etwas Bammel. Nicht wegen der Knopflöcher, die kann meine neue Nähmaschine ebenso wie die alte sondern vor dem Anzeichnen der Knopflöcher und Plazieren der Löcher. Da tue ich mich sehr sehr schwer. Angefangen bei "wie viele Knöpfe brauche ich"? "in welchem Abstannd bringe ich diese an?" "Wie rechne ich den für die Knopfloch benötigten Plazierung aus?" usw. So ein Simflex (Link zum Bernina Blog) wäre schon was schönes. Vielleicht werde ich irgendwann mal eines haben und dann mich öfters ans Knopflöcher plazieren trauen.


Wie bei der Vorlage aus der Serie gibt es nur am Oberteil sichtbare Knöpfe. Für den Rockteil habe ich 13mm Druckknöpfe verwendet. Da muss ist es mit der Platzierung auch nicht so schlimm.


Normalerweise säume ich meine Röcke "immer" mit dem Nähmaschinenrollsaumfuß. Das geht schön schnell und sorgt für schönes Ergebnis. Dieses Mal erschien mir ein solcher Saum als nicht passend und ich habe den Jeanssaum mit der Hand genäht. Habe ja nichts gegen Handnähte aber dieses Mal hat es ewig gedauert. Dabei ist es "nur" ein halber Teller. Immerhin konnte ich den Futtesaum mit dem Nähmaschinenrollsaum nähen - das ging schön fix.

Die kleinen Eingriffstauschen oberhalb der Brust sind für mich nicht benutzbar. Ich kann meine Hand nicht in dem dafür benötigten Winkel knicken. Soweit ich mich erinnere greift in der Serie auch nie jemand in die Taschen. Die hängen nur ihre Hebammenuhren (heißen die so?) von außen dran. 

Ich fühle mich in dem Kleid sehr wohl. Wollte seit Ewigkeiten ein Hemdblusenkleid haben - jetzt habe ich endlich eines.


Schnitt: 
Oberteil: konstruiert von Yacurama mit Eingriffstaschen oberhalb der Brust, Puffärmeln mit Ärmelaufschlägen
Rockteil: Rockteil Burda 5/2012 Modell 106B, Teilungsnähte entsprechende der Nähte / Abnäher vom Oberteil verschoben, Taschenpatte weggelassen
Material: Jeans Chamb ray von KBC(Hauptstoff), Jeans Chambray (Kontraststoff) von Eulenmeisterei, Einlage G785 (Knopfleiste) sowie eine etwas festere (Ärmelaufschläge & Kragen), beziehbare Knöpfe (Prym), 13mm Druckknöpfe (Prym), Stoff für Paspel, Batist und Futter
Änderungen: siehe Text
Fazit: Ich liebe mein neues Kleid. Glaube ich brauche noch mehr Hemdblusenkleider.


Gürtel: Gummi und Schließe vom Nähkontor Anmerkung: Die Schließen sind nicht im Onlineshop, bei Interesse einfach dort anfragen.

Die anderen bestimmt nicht minder stolzen Sew-Along-Teilnehmerinnen findet ihr bei minimale extravaganz aufm Blog.

Vielen Dank an Yacurama für deine Mithilfe bei dem Schnitt, ohne Dich wäre ich bei dem Sew-Along nicht weit gekommen und die tollen Fotos vom Kleid.

Donnerstag, 13. Juli 2017

Schwesternhochzeit: mein Hochzeitsgastkleid Nr. 1 - Probekleider

Anfang des Jahres war meine Schwester noch recht unentschlossen was für eine Art von Kleid sie gerne von mir zu ihrer standesamtlichen Hochzeit haben wollte. Also habe ich zuerst mit meinem Projekt für die kirchliche Hochzeit angefangen.

Die Schnittsuche gestaltet sich allerdings auch für mich als nicht so einfach. Ich glaube es lag daran, dass Kleider für mich schon zum Alltag gehören und es nicht mehr sooo viele Schnitte gibt, die mir gefallen und die ich als was besonderes empfinde. Verglichen mit dem normalen Standard da draussen sind wir (Nähnerds) ja auch im Alltag fürs allgemeine Empfinden in besonderer Garderobe unterwegs.

Eine besondere Einschränkung war dann auch, dass ich bei der Feier auch Fotos mache. Zum richtigen Shooting ziehe ich was anderes an aber auch die restliche Zeit sollte das Kleid mir eine gute Bewegungsfreiheit geben ohne, dass ich Anderen zu tiefe Einblicke gewähre. Das war nicht so einfach. Meine Wahl fiel schließlich auf Simplicity 1418.
Durch die freien Schultern ist es für mich definitiv ein besonders Kleid und gewährt auch bei Fotografieraction keine ungewollten Einblicke.
Das ein schulterfreies Kleid überhaupt in meine Auswahl kam, war nur möglich, weil ich inzwischen auch trägerlose BHs (Esplanade Bra, habe inzwischen drei Stück) nähen kann. Vorher habe ich mangels bequemem trägerlosen BH immer einen Bogen um solche Schnitte gemacht. Das ist jetzt kein Problem mehr.

Wie immer habe ich mit einem Probeoberteil angefangen. Ich war überrascht, wie wenige Änderungen ich vornehmen musste: Nur kleine Änderungen an der vorderen Prinzessnacht und an den "Ärmeln". Auch die mittlere Rückennaht konnte ich so lassen. Hatte beim ersten Probeteil vorsorglich schon ne Mittelnaht hinzugefügt, diese war aber dann überhaupt nicht notwendig. Auch bei den Rückenabnäher hat alles gepasst. Hinten musste ich gar keine Änderung vornehmen. So was gibts sonst nie.
Erstes Probekleid: Oben Simplicity,
unten Call the Midwife

Allerdings hat mir der zum Schnitt gehörige Rockteil nicht so gefallen. So habe ich den Rock vom Call the Midwife Kleid (Film- und Serien Sew-Along 2016) übernommen. Da ich meine Probeteile aufbewahre, musste ich den Rock nicht neu zuschneiden, sondern konnte diesen direkt dran stecken. Finde das sehr praktisch. Hinten passten die Nähte von Falten und Prinzess/Seitennähte sehr gut aufeinander. Beim Vorderteil könnte noch angepasst werden.

Nachdem das so gut geklappt hat habe ich mir ein tragbares Probekleid genäht. Schließlich musste die Fotografierfähigkeit in dem Kleid noch erprobt werden. Verwendet habe ich dafür eines meiner Stoffschätze. Es ist ein weicher Baumwollstoff mit Blumenmuster. Dieser stammt ausm Secondhand und war eigentlich mal Bettwäsche. Ist der nicht viel zu schade für "nur" Bettwäsche?!

Aus dem Stoff habe ich auch schon mein Anna-Dress genäht und auch nach dem Simplicity Kleid habe ich noch ein Bettdeckenbezug übrig. Es wird also irgendwann mal noch ein Kleidungsstück aus dem Stoffschatz geben.

unter den "Ärmel" verstecken sich noch Träger mit Gummiband, diese sorgen für einen guten Halt

Das fertige Kleid habe ich dann (aus zeitlichen Gründen ungesäumt) zu einer Familienfeier, bei der ich auch fotografiert habe, getragen. Das Kleid hat sich sehr gut gemacht und ich habe mich nicht eingeschränkt gefühlt. Somit stand dem richtigen Kleid nichts mehr im Wege.

tragbare Probekleid
Schnittmuster: Oben Simplicity 1418, unten Call the Midwife Kleid 1(Teller mit 6 tiefen Kellerfalten)
Material: Baumwoll-Bettwäsche ausm Second Hand, nahtverdeckter Reißverschluss, Gummiband (versteckte "Träger" unter den Ärmeln), Futter, Gürtel vom Anna-Dress
Änderungen: Ärmel angepasst, vordere Prinzessnähte
Fazit: das Kleid trägt sich sehr gut. Freue mich schon auf´s richtige Kleid - das wird allerdings noch nen Tick länger

Kleid von innen
Als ich dann mit der tragbaren Probe fertig war, hatte mein Schwester sich entschlossen, welches Kleid sie gerne hätte und so habe ich mein Hochzeitsgastkleid erst Mal für ein paar Monate zur Seite gelegt und habe mit den Nähprojekten rund ums Brautpaar angefangen. Erst in den letzten Tagen konnte ich wieder mit meinem Projekt starten.

Mittwoch, 5. Juli 2017

MeMadeMittwoch: Erster Tag mit Alltags-Petticoat

Endlich schaffe ich es mal wieder zum MeMadeMittwoch. Dieses Mal mit einem Foto von letzter Woche Mittwoch. Ich kam erst spät Abends heim, da war leider keine Zeit mehr für den MMM-Blogpost.

Schon länger bewundere ich die schönen Kleider anderer Nähbloggerinnen, welche mit einem alltagstauglichen Petticoat getragen werden (d.h. nicht zu viel Volumen). Chrissy war so nett mir ihren Alltagspetticoat für ein paar Tage auszuleihen. Ich habe mich darin wohl gefühlt, damit statt fest, ich möchte auch einen haben. Online gibt es viel Auswahl - die Mehrheit jedoch aus kratzigen Material, so einen wollte ich nicht.

Beim Walldorf Weekender am Stand von "Miss Lovett vor ein paar Wochen wurde ich dann fündig - einen zweilagigen superweichen Petticoat. Dieser hatte für den Alltag zu viel Volumen. Da er aber nur knapp über die Hälfte eines vergleichbaren Petticoats gekostet hat, habe ich die untere Lage einfach abgeschnitten. Bei den drei vorhanden Tunnel war der Petticoat für meine Röcke immer noch zu lang, deswegen habe noch einen zusätzlichen Tunnel genäht. Jetzt stimmt die Länge und das Volumen.


Mein Highlight am letzten Mittwoch war der Termin zur Abholung des Brautkleids meiner Schwester. Sie hat sich ein wirklich tolles Kleid rausgesucht. Ich freue mich schon riesig auf die Hochzeit. Wie im letzten Blogpost geschrieben habe ich ihr Standesamtkleid fertig aber etliche andere Projekte fehlen noch.

Kleid: Weihnachtskleid 2016
Schnitt: Butterick Schnitt B5984 Variante C
Material: raffiniert gewebter Wollstoff, Futter, nahtverdeckter Reißverschluss, ver. Bügeleinlagen.
Änderungen: u.A. Rock um 23cm! gekürzt, am Oberteil sehr viele Änderungen siehe Teil 4 dieses Sew Alongs
Fazit: Ich trage das Kleid sehr gerne. Dadurch, dass sich am Rückenteil auch diese Klappen am Ausschnitt befinden, eignet es sich leider nicht in Kombination mit Bolero oder Jäckchen. Diese Klappen würde ich hinten das nächste Mal weg lassen.

Die anderen Teilnehmerinnen findet ihr auf dem Blog vom MeMadeMittwoch. Dort werden heute die Urlaubskoffer gepackt.

Montag, 3. Juli 2017

Schwesternhochzeit: ihr Standesamtkleid

Im "Zwischen und Nadel-Podcast" bzw. auf Instagram habe ich schon davon berichtet, dass ich momentan im Hochzeitsvorbereitungsfieber bin. Meine kleine Schwester heiratet in ein paar Wochen und ich hatte die Ehre für sie ihr Standesamtkleid nähen zu dürfen. Über die Anfrage von ihr habe ich mich sehr gefreut.

Inzwischen ist das Ganze etwas ausgeufert und zu dem Kleid kamen noch dazu:
  • eine Handtasche für sie
  • eine Fliege und Einstecktuch für ihn
  • eine Kleid für meine Mutter
  • ein bzw. zwei Kleider für mich (Standesamt und Kirche finden an verschieden Tagen statt)
  • Facinator für mich
  • und wenn mir dann  noch langweilig ist (haha) für meine eigenen Kleider passende BHs aus dem jeweiligen Reststoff
Nachdem ich vor Monaten noch dachte ...  hab ja noch ewig Zeit. Bin ich inzwischen in den Stadium "ist sportlich aber irgendwie noch machbar". Ich werde berichten ab wann ich im "Panikmodus" angekommen bin.

Am meisten Zeit brauche ich für das Standesamtkleid meiner Schwester. Die Schnittsuche ging schon letztes Jahr vor und nach ein paar "spontanen" Umentscheidungen stand dann Anfang des Jahres endlich "der" Schnitt fest. Eine Mischung auf Vogue 8280 mit einem ganzen Tellerrock und Kauf-Petticoat (ein Geschenk von Chrissy an meine Schwester (@chrissy, vielen vielen dank)).

tragbare Probe 1, tragbare Probe 2, Probeoberteile
Anmerkung: am Hochzeitstag, trägt sie drunter noch einen Petticoat
Laut Vogue Maßtabelle müsste ich bei meiner Schwester eine Größe 10 nähen. Den von mir gewünschten Schnitt hatte ich aber leider nur bis Größe 8 da und der Schnitt war schon seit Jahren out of print. Dank der SocialMedia-Power habe ich über Dana (feinstoefflich) den 10er Schnitt innerhalb weniger Tage mein Eigen nennen dürfen. Das 10er Probeoberteil offenbarte dann, dass das viel zu groß ist und viele Änderungen notwendig wären. So habe ich meinen 8er Schnitt wieder raus gegramt und damit ein Oberteil zugeschnitten, dass saß schon viel besser. Hier hielten sich die Änderungenin Grenzen. Als Rockteil habe ich den ganzen Teller von meinem Weihnachtskleid (Schnittmuster B5954) ansteckt und für die Schnittkombination das okay, meiner Schwester erhalten. Hätte ich mal das Rockteil angenäht als nur schnell mal festzustecken, wäre mir im weiteren Arbeit erspart geblieben.

Als nächstes habe ich mit den Änderungen vom zweiten Probeoberteil ein erstes tragbares Kleid genäht. Den Stoff dazu ein "Plastik"Satin hatte ich für wenig Geld von Stoff und Stil. In einem Petrolgrün, so ähnlich sollte auch das richtige Kleid aussehen. Im Eifer des Zuschneidens hatte ich vergessen, dass der Reißverschluss in die hintere Mitte sollte. Nachdem ich den hinteren Rock im Bruch zugeschnitten hatte - war die Idee erst mal unfreiwillig vom Tisch :-( und der Reißverschluss wanderte in die Seite. Meiner Schwester ist natürlich sofort aufgefallen, aber da musste sie dann durch.

Beim ersten tragbaren Probeteil waren dann doch noch einige Änderungen notwendig und so habe ich zur Sicherheit noch eine zweite tragbare Probe gemacht.

Ich würde dieses Schnittmuster niemanden mit guten Gewissen empfehlen. Die Konstruktion ist schwierig und Anpassungen lassen sich nur schwer umsetzen. Dieses Fazit habe ich auch schon auf anderen Blogs zu dem Schnitt gefunden z.B. bei drehumdiebolzeningenieur.

Meine Schwester trägt ansonsten eher keine Webstoffkleider und schon gar keine eher enganliegenden. So wurde sie "zwangsverpflichtet" das tragbare Probeteil mind. einen Tag lang zu tragen um mir zu sagen, ob das für sie geht oder sie sich "eingesperrt" fühlt. Daraus ergaben sich nochmal ein paar Änderungen, die ich dann in der zweiten tragbaren Probe umgesetzt habe. Die Stelle an den Flügelchen ist ganz schön kniffelig und so war ich zumindest in dem Punkt sehr froh über die zusätzliche Übungsmöglichkeit bevor ich der Seide etwas antue.

Die Stoffsuche nach "dem" Stoff gestaltete sich als schwieriger als gedacht. Petrolfarbene Seide habe ich nur beim roten Faden gefunden. Noch schwieriger war die Suche nach dunkelblauen Dupionseide für die Paspel, Gürtel und Handtasche. Entweder waren es ganz dubiose Onlineshops (kein SSL, keine Stoffproben bestellbar, Mindestabnahme 2,5m etc.) oder es gab kein Dunkelblau. Teilweise war das Dunkelblau sehr sehr dunkel also eher schwarz, das geht bei dem Hochzeitskleid natürlich nicht. Als Futter hätte ich auch gerne ein Seidenfutter verwendet - leider war in keinem der rar gesäten Shops, die solches führen genügend Futter vorhanden :-( So musste ich mein Seidenvorhaben in dem Punkt aufgeben und habe nun für das Oberteil Batist und für den Rockteil Venziafutter verwendet. Zwischendrin war ich ziemlich verzweifelt - ich wollte doch für meine Schwester "das" Kleid nähen.

Seit ein paar Tagen ist das Kleid nun fertig. Nach der standesamtlichen Hochzeit zeige ich euch dann Fotos von ihrem Kleid.

Sonntag, 2. Juli 2017

Podcastepisode Nr. 21 mit Daniela (DamnedSnob) vom ausfasernd Podcast


Diese Folge man schon fast als Special bezeichnen könnte. Dieses Mal ist zum ersten Mal eine andere Podcasterin bei mir zu Gast. Die liebe Daniela alias Damned Snob vom Podcast ausfasernd. Wir kannten uns bisher nur via Twitter und ich war sehr gespannt auf unsere gemeinsame Podcastfolge. Da wir beide das Sprechen vor virtuellem Publikum gewohnt sind, haben wir uns für diese Folge mal was anderes überlegt -  Daniela hat es bei den Vorbereitungen so schön treffend als Strippoker-Episode bezeichnet.
Zusammen gehen wir Kleidungsschicht für Kleidungsschicht durch und sprechen über unsere Näh- und Strick-Erfahrungen damit.

Danielas Winterjacke
Links zur Folge :
.. und jetzt geht es auch schon los mit der neuen Folge:


 
Hier sollte ein Player angezeigt werden,
falls nicht, bitte den Post über meinen Blog direkt aufrufen, dem Downloadlink,
via iTunes  oder einer Podcatcher App für Android / Windows Phone  (hier der RSS-Link für eure mobilen Geräte) 

 
Music "Goodwill Cowboys Ride Again" by Michael Chapman & The Woodpiles (modified by Muriel)
Available on the Free Music Archive under CC BY-NC 3.0 license


Vielen Dank an Chrissy (Chrissys Nähkästchen) für ihre Arbeit mit dem Schnitt dieser Podcastfolge. 

Weitere Infos rund um dem Nahtzugabe5cm- und dem "Zwischen Nadel & Faden"-Podcast findet ihr auf meiner Podcast-Seite.
Und jetzt bin ich gespannt, wie Euch diese Folge gefallen hat.

Wenn Euch mein Podcast gefällt, würde ich mich freuen,
wenn ihr das Podcastlogo mit Verlinkung mit auf Euren Blog nehmt.
Vielen Dank.
"Ich höre den Podcast von Nahtzugabe5cm.de"

Dienstag, 27. Juni 2017

Film- und Serien Sew-Along 2017 Teil 3: Zwischenstand

Es geht weiter mit dem Film- und Serien Sew-Along von minimale extravaganz. Inzwischen sind wir schon beim dritten Teil - dem Zwischenstand.

Bei mir wird es das Arbeitsoutfit der Hebammen aus der 5. Staffel von "Call the Midwife":

Entwurf zum Kleid.
Eine Änderung gibt es noch, die Knopfleiste geht komplett durch
Yacurama war so nett und hat mir aus meinem Möchte-Gern-Grundschnitt (Burda-Oberteilschnitt, den ich als "Grundschnitt" verwende) das Oberteil für das Kleid konstruiert. Besonders war ich auf die beiden Eingriffstaschen oberhalb der Brust gespannt. Dank der vielen Passzeichen war das Nähen gar kein Problem. Bis auf eine kleine Änderung an der Brust und an der Seite saß der Schnitt auf Anhieb. Ich bin immer wieder begeistert, wie Yacurama das macht.

die roten Linien aufm Oberteil könnt ihr ignorieren - die brauche ich später zum Abnehmen des Schnittes.
Der (noch nicht fertige) Gürtel ist vom Nähkontor (auf Anfrage)
Den Rockteil habe ich dran gebastelt. Es ist "der" Burdarock (5/2012 116) an dem ich die Nähte entsprechend der Nähte am Oberteil verschoben habe. Diesen Rockschnitt habe ich vor kurzem auch schon für mein Stuttgarter-Bloggerinnentreffen-Kleid verwendet.

Für die Ärmel habe ich zwei Anläufe gebraucht. Die erste Variante (von euch ausgesehen rechts) hatte noch zu wenig Volumen. Es sollte ein Puffärmel sein außerdem war der Ärmel zu eng am Oberarm. Die linke Variante sitzt super, hat genügend "Puff" :-) und ich kann den Arm darin sehr gut bewegen.

Der Kragen ist gestern Abend bei einem Nähkränzchen bei Yacurama entstanden. Nun fehlen nur noch die Ärmelaufschläge und dann könnte ich sogar schon mit dem Nähen des eigentlichen Kleides anfangen. Noch sind es knapp unter drei Wochen bis zum Finale - es erscheint mir noch machbar.

Die anderen sehr fleißigen Teilnehmerinnen findet ihr bei Yacurama aufm Blog.

Mittwoch, 7. Juni 2017

MeMadeMittwoch: Streifen Motto

Dank der Erinnerung von Kleidermanie auf Instagram gestern, habe ich es geschafft, mich Motto gerecht zum MeMadeMittwoch zu kleiden. Heute stehen Streifen aufm Programm.

Streifen und ich, das ist irgendwie nicht das Wahre. Gerade mit Jersey ist mir das zu sportlich aber in meinem Schrank habe ich sogar noch zwei Streifenshirts von vor Urzeiten gefunden. Wetterbedingt habe ich mich heute für den Pullover entschieden. Die Alternative wäre ein lockerfallendes ärmelloses Strickshirt gewesen - viel zu kalt für heute.


Das Shirt ist das "China Shirt" von Schnittquelle, diese war mein erster Versuch mit dem Shirt. Der Ausschnitt klappt immer wieder nach vorne, bei den folgenden Versionen habe ich am Übergang zum Raglanärmel was weggenommen, dadurch ist es besser geworden.

Der Rock ist mein Alltime Favorit oder wie es Mamamachtsachen sagen würde ein "Workhorse". Der Rock hat einen Bund von einer Deer&Doe Hose, die versteckte Eingrifftasche zwischen Rock und Bund ist von einem Vogue Schnitt und der Rockteil ist ein 1/2 Teller.

Shirt (Ursprungspost von 2014):
Schnitt: China Shirt von Schnittquelle
Material: Streifenjersey von Dawanda
Änderungen: Ärmel um 10cm gekürzt, Länge um ein paar cm gekürzt, Seitennähte in Taillenbereich enger gemacht, hinteren Ausschnitt geändert. Klingt jetzt viel aber das sind meine normalen Jerseyshirt Änderungen.
Beim nächsten Mal werde ich von der v. M. noch etwas weg nehmen.
Fazit: Ich habe zu erste etwas mit dem Shirt gefremdelt - bin ich das überhaupt aber inzwischen fühle ich mich sehr wohl darin.


Rock (Ursprungspost von 2016) :
Schnitt: 1/2 Teller, Deer&Doe Bund, Eingriffstaschen nach Vogue (mehr Details siehe Text)
Material: weicher Jeansstoff, selbst hergestellte Paspel, Nahtverdeckter Reißverschluss, Einlage, Futter
Änderungen: Eingriffstasche: oberer am körperanliegender Teil aus Oberstoff Rest aus Futterstoff.
Fazit: Immer noch ein toller Schnitt. Da wird es bestimmt noch weitere Varianten geben

Schuhe: Ruby Shoo

Die anderen Teilnehmerinnen, mit und ohne Streifen, findet ihr auf dem MeMadeMittwoch Blog.
Vielen Dank an die Crew für das Motto. Durch Mottos entdecke ich häufig ganz neue Kombinationen. Auch die heutige Kombination hatte ich noch nie an.

Dienstag, 6. Juni 2017

Film- und Serien Sew-Along Teil 2 : Planung, Stoffe und Schnitte

Also im diesjährigen Film und Serien Sew Along (veranstaltet von minimale extravaganz) werde ich ein Kleid aus der TV-Serie "Call the Midwife" nähen. Im ersten Teil hatte ich auch über die Alternative (Kinofilm: Hidden Figures) gesprochen. Die fällt, wegen noch nicht Verfügbarkeit der DVD leider flach. Aber auch mit der Entscheidung (schon wieder, wie im letzten Jahr) ein Call the Midwife Kleid zu nähen, bin ich sehr zufrieden.

Es soll das neue Hebammen-Kleid aus der 5.Staffel werden. Yacurama hat mir da mal was gezeichnet:

Entwurf zum Kleid.
Eine Änderung gibt es noch, die Knopfleiste geht komplett durch


Dieses Kleid ist schon eine echte Herausforderung - mit Knopfleiste von oben bis unten, in den Schnitt eingearbeiteten Brusttaschen etc. Der Kragen ist sogar abnehmbar, ob ich das auch machen werden, weiß ich noch nicht. Wenn ich Zeit habe, probiere ich das mal aus.

Das Kleid in der Serie ist aus hellblauem Stoff mit weißem Kragen und Ärmelaufschlägen sowie roten Paspeln als Akzent. In Hellblau würde es mir zu sehr nach Uniform aussehen, deswegen habe ich mir einen leichten Jeansstoff in dunkelblau geholt (mein Mitbringsel vom KBC Lörrach). Aus welchem Stoff ich den Kragen als auch die Ärmelaufschläge mache, weiß ich noch nicht. Momentan tentiere ich zu einem Chambray in einem helleren Blau. Den müsste ich aber erst kaufen, da ich zur Zeit Stoff abbauen möchte, schaue ich, ob ich da nicht noch eine Alternative in meinem vorhandenen Lager finde.

Yacurama war so nett und hat mir das Schnittmuster für den oberen Teil des Kleides schon konstruiert. Den werde ich die nächsten Tage probenähen. Bei dem Rockteil verwende ich dem beim diesjährigen Stuttgart-Nähbloggerinnentreffen-Kleid verwendeten Burdarock als Basis. Auch an dem müssen noch ein paar Änderungen gemacht werden (Position der Nähte, Verlauf der Taschen). Alles in allem ist es für mich ein sehr spannendes Projekt. Ich freu mich.


Die anderen Teilnehmerinnen findet ihr bei minimale extravaganz auf dem Blog. Ich finde es toll, welche Projekte da noch am Entstehen sind. Sehr spannend.

Dienstag, 30. Mai 2017

Nähbloggerinnentreffen in Stuttgart - so war's und Infos zum neuen Kleid


Seit Monaten fieberte ich dem diesjährigen Nähbloggerinnentreffen in Stuttgart entgegen. Am vergangen Wochenende war es endlich soweit. Insgesamt 33 Teilnehmerinnen (mit und ohne eigenen Blog) haben an dem von Sabine, Elsa und mir organisierten Treffen teilgenommen. Wir waren eine schöne Mischung aus "alten" Hasen (war schließlich schon das dritte Treffen) und neuen Gesichtern.

Das Orgateam: Elsa, Sabine und ich

Man meint ja, als Organisatorin kann man nicht mehr überrascht werden, aber Sabine hatte für alle Teilnehmerinnen Bonbons mit unserem Logo dabei. Ich war begeistert.

Unsere Bonbons

In diesem Jahr waren wir wieder im Stoffmarkt sowie bei Stoff-Ideen. Vor dem Vortrag bei A. Berger hatten wir noch Zeit und sind spontan noch zur "besten Eisdiele in Stuttgart" (da waren sich die Stuttgarter einig), und ich muss sagen es war schon sehr lecker, aber wir haben dort doch für ne ganz schön lange Schlange gesorgt. :-)

Der Vortrag bei A. Berger, in diesem Jahr über Einlagen, war wieder sehr interessant. Für mein Film- und Serien Sew Along-Kleid habe ich mir zwei für mich neue Einlagen für den Kragen mitgenommen. Leider habe ich mir nicht aufgeschrieben, wie diese heißen. Auf jeden Fall waren es keine Standardeinlagen, die ich in meinem doch schon recht großen Nähladen bekomme.

mein Mitbringsel
Ich hatte mir vorgenommen, dass ich mir keinen Stoff kaufe, und habe die dadurch frei werdende Zeit sinnvoll genutzt und habe andere zum Stoffkauf verführt. :-) Im Endeffekt musste dann doch ein Stoff mit, allerdings ist der nicht für mich, sondern für meine Schwester, und das zählt doch dann nicht, oder? :-)

Bei mir ist es zur Zeit sowohl auf der Arbeit als auch Privat recht stressig und der gemeinsame Tag war wie Urlaub für mich. Vielen Dank an alle, die dabei waren. Ich freue mich schon aufs nächste Jahr.
Sabine hat keine Kosten und Mühen gescheut und hat
sich thematisch passend "tätowiert" :-)
 So und nun noch zu meinem Stuttgart-Kleid:

Wie im letzten Jahr haben wir im Vorfeld einen kleinen Sew-Along veranstaltet. Schließlich müssen die (in Stuttgart) gekauften Stoffe auch mal verarbeitet werden und das fällt, zumindest mir, in Gesellschaft wesentlich leichter.
Ich hatte vier Schnitte und vier Stoffe in der Auswahl (siehe Link oben) - geworden ist es das Simplicity 2174, naja wenigstens zum Teil.

Von der Version, welche ich nähen wollte, gab es auf dem Schnittmusterumschlag kein Foto, sondern nur eine technische Zeichnung. Stört mich eigentlich nicht. In dem Fall wäre es aber gut gewesen, wenn ich vorher eine Onlinesuche nach genähten Versionen des Schnittes gemacht hätte. Dann hätte ich gesehen, dass der auf der Zeichnung ausgestellte Rock eher eine schmale A-Linie ist und der Ausschnitt sehr "zu" ist.

Erstes Probeteil, Ausschnitt schon geändert. Rockteil noch Original

Vom ersten Probeteil war ich echt enttäuscht. Den Ausschnitt hatte ich gleich geändert und größer gemacht vorne um 1,5cm und hinten anstatt dem hochgeschlossenen einen runden tieferen, auch für wärme Temperaturen geeigneten Rückenausschnitt genommen.

Eigentlich nähe ich meine Kleider bevorzugt ohne Ärmel, da ich so die Kleider eher übers ganze Jahr tragen kann. Wenn's kühler ist, mit Jäckchen/Bolero drüber und ansonsten ohne. Dieses Mal wollte ich mal wieder eine "Arm-Variante" ausprobieren. Leider konnte ich meinen Arm auch nach mehreren Änderungen am Ärmel nicht gut bewegen und so wurde es wieder eine ärmellose Variante.

Der SimplicityRock war mir wesentlich zu schmal, so was trage ich inzwischen gar nicht mehr gerne. Um mir größere Änderungen am Schnitt zu sparen, habe ich die Gelegenheit genutzt und endlich mal "den" 2012er Burda Rock genäht (schöne Varianten gibt es u.A. bei Lotti (vom LiebeFreundinnen Blog)Yacurama und Anmasiii). Dieser Rock steht seit dem Erscheinen des Heftes auf meiner Wunschliste.
der neue Plan= oben Simplicity unten Burdastyle

Wiedermal musste ich feststellen, dass ich das Burdastyle-Nähdeutsch nicht gewöhnt bin. Ich hatte keine Ahnung was die mir beim Nähen der Tasche sagen möchten und so habe ich einfach mal genäht - hat ohne Probleme geklappt.

Von dem Taillenmaß haben beide Schnitte sehr gut aneinander gepasst. Ich musste nur noch die Nähte am Rock so verschieben, dass diese zum Oberteil (Seitennähte und Prinzessnähte) passten. Diese Änderung habe ich nur am Schnitt gemacht und dabei ist mir wohl ein Fehler unterlaufen, denn ich musste das "Side Back" Rockteil (da ich meist englische Schnittmuster nähe, fallen mir oft nur die englischen Begriffe ein) ziemlich einhalten, damit ich dieses an das kürzere Oberteil bekomme. Solche Punkte ärgern mich, hätte ich doch einfach nach der Änderung die Strecken nochmal vergleichen können

Die Paspel am vorderen Ausschnitt hat mich einige Nerven gekostet und besser habe ich die Ecken einfach nicht hin bekommen.

Passend zum Kleid habe ich noch einen einfachen Gürtel mit vier Druckknöpfen genäht. Diese Art von einfachen Gürtel trage ich gerne und habe inzwischen einige verschiedenfarbige im Schrank.

Das Simplicity Schnittmuster hatte ich mal von einem Tauschtisch mitgenommen. Beim Auspacken fiel mir ein orange gemustertes Stück Stoff aus dem Schnittmusterumschlag. Von dem Muster sowie der Farbe habe ich spontan auf Sabine (langsame Schildkröte) getippt. Als sie dann am Samstag erzählt hat, dass sie ihre Schnitte in der Regel immer ausschneidet anstatt abzupausen, hab ich sie dann doch mal gefragt, ob das vielleicht mal ihr Schnitt war und wir kamen zum Schluss, dass ich den Schnitt wohl von ihr habe. :-) Ist das nicht ein toller Zufall, dass ich zum Treffen "ihr" Kleid getragen habe? Inzwischen habe ich ihre Variante des Schnittes auf ihrem Blog gefunden. Es ist vom Blümchenmonat Mai 2013.

In der Regel vernähe ich am liebsten gemusterte Stoffe und tue mich besonders beim Kauf mit einfarbigen Stoffen sehr schwer. Diese erscheinen mir im Vergleich immer recht langweilig. Aber bei dem Kleid gefällt mir das "langweilige einfarbige" sehr gut. Wer weiß, vielleicht könnte ich mich daran gewöhnen.

Schnitt: Oberteil Simplicity 2174 und Rockteil Burda 5/2012 Modell 106B, Gürtel: Rechteck
Material: uni Baumwolle (Kokka oder Robert Kaufman) (Frau Tulpe, gekauft zusammen mit meiner liebsten Chrissy in Berlin letztes Jahr), Batist (Oberteilfutter) von Frau Tulpe, Veneziafutter, selbst hergestellte Paspel, nahtverdeckter Reißverschluss
Änderungen: Oberteil: Ausschnitt vorne/hinten tiefer, Prinzessnähte vorne/hinten angepasst // Rock: ohne Knopfleiste d.h. vordere Mitte im Bruch zugeschnitten, Nähte so verlegt, dass diese zu den Nähten am Oberteil passen.
Änderungen fürs nächste Mal: "Side Back"-Rockteile an Oberteil anpassen und Rückenausschnitt einen Tick höher
Fazit: Ich liebe dieses Kleid. Fühle mich super wohl darin und bin sicher, davon nähe ich noch weitere Versionen.


Die anderen Teilnehmerinnen dieses Sew-Alongs bzw. Berichte für das Nähbloggerinnentreffen findet ihr bei Sabine auf dem Blog.Vielen Dank an meine beiden tollen Mitorganisatorinnen.

PS: Meine Blogpost vom ersten Treffen (2015) sowie vom letzten Jahr.

Montag, 29. Mai 2017

Film und Serien Sew Along Teil 1: Inspiration und Ideensammlung

Endlich geht es wieder los mit dem Film und Serien Sew Along. Dieses Jahr schon zum dritten Mal und zum zweiten Mal veranstaltet Yacurama (minimaleextravaganz) diesen ganz besonderen Sew-Along.

Logo von Yacurama
Als Einstimmung gab es für euch eine "Zwischen Nadel & Faden" Podcastepisode. Darin hat Yacurama schon mal ein paar Sachen verraten und von ihren Plänen berichtet.

Für mich ist es dann schon das dritte Jahr. Im ersten Jahr hab ich ein "Pushing Daisies" und im letzten Jahr ein "Call the Midwife"-Kleid genäht. Beide Kleider sind inzwischen ein fester Bestandteil meiner Alltagsgarderobe und sind nicht mehr weg zu denken. Ich hoffe, dass klappt in diesem Jahr wieder so.

Ich war bis Anfang dieses Jahres felsenfest davon überzeugt, dass ich wieder ein Outfit aus meiner Lieblingsserie "Call the Midwife" nähe und dann bekam ich von Kunterkatha den Tipp, mir den Kinofilm "Hidden Figures" anzuschauen. Schon nach ein paar Minuten war ich verliebt in dort gezeigten Outfits. Der Film spielt in den 60er Jahren. Die Hauptdarstellerinnen tragen bezauberende Kleider mit jeweils passenden Jäckchen. So was hätte ich auch sehr gerne.
Leider leider, kommt die DVD erst in ein paar Wochen auf dem Markt. Was für mich bedeutet, dass ich vorher keine Recherche machen kann. Naja, vielleicht dann im nächsten Jahr.

Also zurück zu meinem ursprünglichen Plan mit "Call the Midwifes". Zu Beginn der 5. Staffel (aktuell ist die 6.Staffel) erhalten die Hebammen neue Arbeitskleider und genau diese haben es mir angetan:


Das Kleid wird vorne geknöpft. Die oberen Knöpfe sind sichtbar, die unteren verdeckt angenäht. Der ausgestellte Bahnenrock hat zwei große Taschen mit Paspeln. Dazu kommt dann noch ein (abnehmbarer) Kragen, hoch sitzende "Brust"taschen sowie halblange Ärmel mit (vielleicht abnehmbaren) weißen breiten Ärmelaufschlägen. Komplettiert wird das Outfit durch einen breiten dehnbaren Gürtel mit auffälliger Schließe. Bei kühleren Temperaturen wird das Outfit noch durch rote Strickjacken ergänzt. Da ich nicht stricke, fällt der Teil des Outfits für mich eh flach. Wer weiß, vielleicht finde ich mal ein schickes rotes Jäckchen.

Schnitttechnisch werde ich für den Rock den Burdastyle Schnitt 106 von 5/2012 verwenden und beim Oberteil habe ich das Glück auf die Schnittkonstruktionskenntnisse von Yacruarma zurückgreifen zu dürfen. 

Also dann schaue ich mal bei Minimale Extravaganz, was die anderen Teilnehmerinnen so alles vorhaben.
@Yacurama: vielen Dank für die Organisation.

Mittwoch, 17. Mai 2017

MeMadeMittwoch im Anna Dress

Inzwischen ist schon über der halbe Monat wieder rum und ich habe es noch nicht geschafft, meine MMMay2017 Outfits auf dem Blog zu zeigen aber immerhin habe schaffe ich es zum MeMadeMittwoch, das ist doch schon mal was.


Heute trage ich mein einzigesAnna-Dress (ByHandLondon). Das Kleid habe ich 2014 genäht und dabei sehr viel geflucht. Ich musste am Oberteil sehr viel anpassen.
Die Falten unterhalb der Brust als Alternative zu Abnähern gefallen mir immer noch sehr gut. Irgendwann möchte ich nochmal so ein Kleid haben, aber dann mit einem ausgestellteren Rockteil und ohne angeschnittene Ärmel.

Schnitt: Anna Dress von By Hand London
Material: Baumwolle ausm Second-Hand, Futter, Nahtverdeckter Reißverschluss
Änderungen: siehe Text + Gürtel
Fazit: Sagen wir mal so, ich trage das Kleid weils im Schrank ist. So würde ich es nicht mehr nähen.

Der Blumenstoff ist ausm Second Hand und war eigentlich mal Bettwäsche. Aus dem Stoff ist inzwischen ein weiteres Kleid, die tragbare Probe zum Hochzeitsgastkleid entstanden (Blogpost fehlt och):



Was ich diesen Monat beim MeMadeMay noch gar nicht gezeigt habe ist, dass ich inzwischen nur noch MeMade-Unterwäsche trage. Zur Zeit trage ich folgende BHs in Rotation. Alle Träger-BHs sind nach dem abgewandelten Schnitt DL03 (makebra) und die drei trägerlosen Esplanade BHs von Orange Lingerie.



Was wohl die Anderen heute beim MeMadeMittwoch tragen? Auf dem Blog findet ihr die Antwort. Dort zeigt Katharina (sewing addicted) heute ihr neues sommerliches FashionStyle Kleid.

Montag, 15. Mai 2017

Nadelwelt 2017 - so war´s


In diesem Jahr habe ich besonders auf die Nadelwelt hingefiebert. Zum einen eben wegen der Messe und zum anderen, weil ich an dem Wochenende meine liebste Chrissy zu Besuch hatte. *freu*

Zusammen mit Yacurama (minimale extravaganz), Madame Monty (inzwischen leider ohne Blog), Kunterkatha, Chrissy und einer weiteren auch (noch) bloglosen Freundin ging es Samstags zur Nadelwelt. Bei uns hat sich der Samstag eingebürgert, und auch in diesem Jahr fand ich es nicht zu voll (wobei wir in dem Punkt innerhalb der Gruppe unterschiedlicher Meinung sind).

Die kleinste Schneidematte der Welt?
Ist das ein Untersetzer oder verwendet man diese Größe wirklich?
Mein Plan war zum einen, mir ein Inch-Lineal (vergleichbar mit dem 15x60cm) zu kaufen, sowie einen Stoff für das Hochzeitsgastkleid zu finden. Beim ersten Punkt war ich mir sehr sicher, dass ich fündig werden würde und beim Stoff hatte ich große Hoffnung. Im Endeffekt bin ich mit einem tollen sommerlichen Patchworkstoff, aber ohne Lineal heim gekommen. Wer ahnt denn, dass es auf der Patchworkmesse keine großen Inch-Lineale gibt?! Dachte, so gut wie alle Anleitungen in dem Bereich sind in Inch und dass ich dort aus einer großen Auswahl auswählen könnte. Nix war’s. Werde es mir nun online bestellen müssen. Anmerkung: kleine Inch-Lineale sowie eine sehr große Auswahl an cm-Linealen gab es.

Die Suche nach "dem" Stoff für mein Hochzeitsgastkleid für die Hochzeit meiner kleinen Schwester gestaltet sich als schwierig. Hatte vorher schon wochenlang online gesucht und die Messe war meine letzte Hoffnung. Auf der Messe hatte ich die großartige Unterstützung durch unsere Truppe. Meine Kriterien waren: der Stoff sollte von den Farben her sommerlich sein, aus Baumwolle, gerne mit Blumendruck, aber keine "erwachsenen" Blumen und auch nicht zu kindlich. Am Ende hatten wir gemeinsam den perfekten Stoff für mich gefunden: Ein gelbes Blumenmuster - den Stoff kann ich mir sehr gut für ein Kleid im Hochsommer vorstellen und vom Druck her unterscheidet er sich von meinen sonstigen Stoffen - so dass er etwas besonderes in meinem Kleiderschrank darstellt (Foto siehe ganz unten im Blogpost). Was mir allerdings noch fehlt, sind die passenden Schuhe, aber jetzt muss erst mal das Kleid genäht werden.

meine neue große Schneidematte:
endlich kann ich große Schnittteile ohne störende Kante dazwischen zuschneiden
Ein Zufallsfund war meine neue Schneidematte mit 120cm * 80cm. Eine solche Matte wollte ich schon lange, mich hatte bisher aber immer der Preis etwas abgeschreckt - ab 100€ aufwärts. Beim Stand der Nähwelt Flach habe ich dann meine Matte gefunden. Aufgrund der Größe (ich bin nur 30cm größer als die Matte) haben wir diese erst ganz am Ende abgeholt, aber auch so waren Chrissy und ich der Hingucker, als wir die Matte zu zweit quer über die Messe und zum Auto getragen haben. :-) Die neue Matte ist nun schon ein paar Tage im Einsatz und ich muss sagen, das Zuschneiden damit ist einfach nur Klasse. Bisher hatte ich auf der selben Fläche drei Matten. Die Kanten zwischen drin haben mich jedes Mal beim Schneiden geärgert.

die "winzige" Matte in ihrer Transportverpackung
Besonders schön fand ich dieses Jahr die zufälligen Treffen mit anderen Näherinnen/Bloggerinnen. Unter anderem wurde ich von mir Unbekannten auf meinen Podcast angesprochen. Das hat mich sehr gefreut, dass der Podcast inzwischen so einen Bekanntheitsgrad hat.

An dem Tag hatte ich mein Call the Midwifes-Kleid an, in Kombination mit einem von Chrissy geliehen Petticoat. Das Kleid trage ich ansonsten auch normal im Alltag und für mich ist es nix Besonderes. Allerdings in Kombination mit meiner gut gekleideten Begleitung sind wir zwischen den hauptsächlich Shirt und Jeans tragenden Besucherinnen schon aufgefallen. Das war witzig. Hätte eigentlich mit mehr schönen, selbst genähten Kleidungsstücken gerechnet.


Ein weiteres Highlight war, dass ich zufällig der Stoffdesignerin von meinem Call the Midwife-Kleidstoff begegnet bin. Der Stoff ist von Tante Ema. Sie war hin und weg, als sie gesehen hat, was aus ihrem Stoff geworden ist. Diesen hatte ich letztes Jahr auf der Nadelwelt gekauft - ob das damals an ihrem Stand war, weiß ich nicht mehr.

 



Von dem Stoffangebot auf der Messe war ich dieses Jahr etwas enttäuscht. Mein Eindruck war, dass es noch mehr Jersey gab, als in den Jahren davor und dafür weniger meiner geliebten Patchworkstoffe. Warum gibt es bei einer Patchworkmesse so viel Jersey?! Das fand ich sehr schade und hoffe, dass sich das im nächsten Jahr nicht noch fortsetzt. Ich gehe gerade wegen der Spezialisierung dieser Messe so gerne dort hin. Für Jerseys gibt’s über’s Jahr verteilt in der Gegend noch etliche andere Messen.

Gekauft habe ich eine Nähmaschinentasche (für meine Pfaff Performance 5.0), 3x3m endlos Reißverschluss für Taschenprojekte, den gelben geblümten Stoff fürs Hochzeitsgastkleid, einen blau-weißen Robert-Kaufman-Stoff und als Ersatz für mein inzwischen wieder zerlegtes Weihnachtskleid von 2015 nochmal den gleichen Tula Pink Stoff als "Entschädigung" für ein neues Kleid. 

Insgesamt  bin ich sehr stolz auf mich, dass ich mich an meinen Plan gehalten habe und keine "unnötigen" Stoffe gekauft habe. Mein Lager hat langsam sein max. Volumen erreicht und ich muss erst mal Abbau betreiben. Hoffe, ich schaffe das beim demnächst anstehenden Bloggerinnentreffen in Stuttgart auch.


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