Dienstag, 25. April 2017

MeMadeMay 2017: bin wieder dabei


In ein paar Tagen geht es wieder los mit dem MeMadeMay. Auch im achten Jahr veranstaltet durch Zoe vom Blog "So, Zoe ... What do you know?".

Für mich wird es der dritte MeMadeMay sein. In den ersten Jahren meiner Nähkarriere hatte ich mich nicht getraut, einen Monat MeMade zu tragen, obwohl das eigentlich gar nicht gefordert ist, aber ich hatte dennoch das Gefühl, ich hatte nicht genug MeMade, um es durch den Monat zu schaffen.

Inzwischen gibt es bei mir nur noch sehr selten - bzw., wenn ich darüber nachdenke, nie - Tage, an denen ich ausschließlich Kaufkleidung trage. Nach und nach ist der Hauptteil meiner Kaufkleidungsstücke ausm Kleiderschrank gewandert und wurde durch passendere Stücke ersetzt.

Also, bevor ich euch zeige, wie das letzte Jahr erst Mal für mich lief, hier meine offizielle Anmeldung:

 'I, Muriel (Nahtzugabe5cm.de), sign up as a participant of Me-Made-May '17. I endeavour to wear me made cloth each day for the duration of May 2017. I now sew for over 7 years, so this should be not too hard as i hardly own store clothes. Therefore I would like to focus on wearing dresses and new combinations of my me made stuff. This is now the third year I take part. I had a lot of fun last years and I´m looking forward to meet all the wonderful sewing ladies all around the world. Many thanks to Zoe for making this possible.'

Ich habe mich als 213. eingetragen und das sind nur die, die sich offiziell angemeldet haben. Ich vermute mal, dass es auch noch eine Dunkelziffer an Teilnehmerinnen gibt, die einfach so mitmachen werden. :-) Das ist einfach der Wahnsinn.

Während des MeMadeMays schätze ich vor allen Dingen den tollen Austausch zwischen Näherinnen auf der ganzen Welt. Über den Tag verteilt zeigen Frauen aus der ganzen Welt, was sie Selbstgenähtes tragen. Das finde ich unglaublich spannend und auch sehr inspirierend.

Für meine eigene Kleidung ist vor allen Dingen die Rückschau auf den Monat spannend - welche Kleidungsstücke trage ich eigentlich wirklich? Deckt sich das mit meinen gefühlten Eindrücken?

Als Vorbereitung für dieses Jahr möchte ich mit euch auf meinen letzten MeMadeMay zurückschauen. Es geht jetzt eher um den Überblick - deswegen habe ich mal alle Bilder in eine Collage gepackt:
In Kleidungsarten sind das:
  • 3x Hosen: habe ich meine Ginger Jeans getragen + beinahe täglich eine meiner bequemen Daheim-Hosen (die ich jeweils aber nur 1x fotografiert habe)
  • 7x Röcke und Oberteile: Hätte gedacht, ich trage öfters eine solche Kombination. 
  • 19x Kleider: Ja, das war zu erwarten. Interessanterweise habe ich dennoch das Gefühl, dass ich zu wenige Kleider habe. Ob das Gefühl je verschwindet?
  • 31x MeMadeUnterwäsche (ohne Foto): früher hätte ich nie gedacht, dass ich sogar mal MeMade-Wäsche (BH + Panty) nähen kann.
Bezogen auf Schnitthersteller sah es so aus:
  • 13x Burda 
  • 8x ClosetCasePatterns (wegen meiner Nettie-Body-Sucht)
  • 7x Butterick
  • 5x Vogue
  • 3x Deer & Doe / Milchmonster / Schnittreif (Farbenmix) 
  • 2x McCalls
  • 1x ByHandLondon / Sewaholic / Simplicity / Schnittquelle / Onion
Obwohl ich gefühlt nie Burda-Schnitte vernähe und schon gar keine neuen Schnitte aus der Zeitschrift in den letzten 2 Jahren, trage ich laut Auswertung Burda am häufigsten. Das ClosetCasePatterns soweit oben ist, liegt einzig und allein an ihrem Bodyschnittmuster. Davon besitze ich inzwischen ca. 15 Stück (hab irgendwann nicht mehr mitgezählt).

In diesem Jahr hätte ich gerne eine Tula Pink (Stoffdesignerin)-Woche gemacht, da ich gefühlt schon viele ihrer Designs zu Kleidung vernäht habe. In Realität reicht es aber noch nicht mal für ne Arbeitswoche :-( und weil ich da zu spät dran gedacht habe, wird das in diesem Mai leider auch nichts mehr. Die diversen Nähprojekte für die Hochzeit meiner Schwester haben Vorrang. 


In diesem Jahr treffen wir uns nicht mehr auf Flickr, wie in den vergangen Jahren, sondern offiziell auch auf Instagram unter dem Hashtag #MMMay17. Schade, dass es dort nicht auch so einen Community-Bereich gibt, in dem man sich z.B. über die Motto-Freitage austauschen kann.

Wer von euch ist dieses Jahr auch mit dabei?


Also, ich freue mich schon riesig auf den gemeinsamen Monat. (Auch wenn ich am Ende sehr froh sein werde, nicht mehr täglich Fotos von mir machen zu müssen). Die anderen Teilnehmer/innen findet ihr auf dem Blog von Zoe.

Meine Posts zum MeMadeMay von 2015 und 2016.

Mittwoch, 19. April 2017

Stuttgart - Sew Along Teil 1: Planung, Stoff- und Schnittvorstellung

(das Logo könnt ihr gerne verwenden)
Nach meiner Ankündigung vor ein paar Wochen geht es heute los mit dem "Stuttgarter Sew Along" - der Sew Along zum Nähbloggerinnentreffen in Stuttgart am 27.05.17 (weitere Infos zum Treffen + Anmeldung). Organisiert wird diese Aktion und das Treffen von Elsa, Sabine und mir.

Wir freuen uns, dass so viele von Euch sich zum Treffen angemeldet haben. Teils sind es "alte" Hasen, die in den letzten beiden Jahren auch dabei waren und dann sind auch ganz neue Teilnehmerinnen dabei. Wir sind sehr gespannt.

So jetzt aber zum eigentlichen Thema von heute:

Planung, Stoff- und Schnittvorstellung:

Hier ist mein Stoff, den ich seit einem Jahr hüte und streichle, dabei immer wieder gerne an das letzte Stuttgarttreffen zurückdenke. Diesen Stoff habe ich mir extra für das Treffen gekauft oder diesen Stoffschatz möchte ich extra dafür anschneiden. 
Und das soll es werden: Erlaubt ist alles, was sichtbar ist, also Kleidung, aber genauso auch die neue Tasche oder ein schicker Hut. 

Ähhh, ja wie es sich für eine Mit-Gastgeberin gehört bin ich kein bisschen vorbereitet. Habe in den letzten Wochen schon einige Ideen gehabt, diese aber alle wieder verworfen.
Zum allerersten Mal könnte ich mir vorstellen sogar in einer Hose (Jumpsuit)! zu einem Nähevent zu gehen. Das gab es noch nie aber ich habe keinen Jumpsuit geeigneten Stoff daheim. Meist sind meine Stoffe zu sehr gemustert, dass es auf die große Fläche sehr unruhig würde oder es ist schlicht viel zu wenig Stoff. Kaufe meist zwischen 1,5-2m und für nen Jumpsuit mit langen Beinen brauche ich mehr.  Bleibt also nur ein Kleid. Was nicht schlimm ist, da ich schon länger das Gefühl habe ich habe "gar keine" Kleider. Verglichen mit anderen (fleissigen) Näherinnen, die ein Kleid nachm andern raus hauen :-)

Also folgende Schnitte /  Stoffe stehen jetzt zur Auswahl und ich würde mich über eure Rückmeldung freuen:

Zum einen ein weicher petrolfarbener Baumwollstoff, den ich letztes Jahr zusammen mit Chrissy bei Frau Tulpe in Berlin gekauft habe. Das für mich ungewöhnliche an dem Stoff ist, dass dieser nicht gemustert ist. Da tue ich mich mit der Schnittwahl immer eher schwer.

Beide Schnitte sind für mich mit anderen Näherinnen verbunden. Den Simplicty Schnitt habe ich bei einem Nähbloggertreffen vom Tauschtisch (es könnte AnNäherung Bielefeld 2017 bzw. Würzburg 2016/2015 oder einem der Stuttgarter Nähbloggerinnentreffen gewesen sein). Die Idee zum Voguekleid habe ich von Chrissy. Sie hatte mir ihr V8555 Kleid letztes Jahr geschenkt und ich liebe diesen Schnitt und wollte davon gerne noch ein Kleid haben.
Bei dem Kleid würde der Stoff allerdings nicht reichen, es fehlen 80cm (bei 114cm Stoffbreite) aber mit einem anderen Rockteil ohne so viele und tiefe Kellerfalten sollte es klappen. Beim Simplicity Schnitt reicht der Stoff, würde den Schnitt und die Taschen be-paspeln.

Zum anderen überlege ich mir schon länger diese Schnitt-Stoffkombination zu Nähen. Der blau-grüne-weiße Stoff habe ich vor 3 Jahren beim Bielefelder Bloggertreffen gekauft. Also der wäre auch bereit endlich verarbeitet zu werden. Eigentlich sollte aus dem Stoff mal eine Hose werden aber mit nicht-Jumpsuit-Hosen tue ich mich ja nach wie vor schwer. V8996 würde ich unbedingt mal gerne ausprobieren. Finde den Schnitt durch die Oberteilabnäher, die in den Rockteil übergehen sehr raffiniert.


Und zu guter letzt würde ich gerne endlich mal meinen Standardkleiderschnitt (Oberteil 2x Abnäher, Rockteil A-Linie) nochmal überarbeiten und könnte mir vorstellen, dafür entweder den blau-türkisen-petrol Farbverlaufstoff von der Nadelwelt im letzten Jahr zu verarbeiten oder einen butterweichen Liberty-Stoff vom Londontrip 2016.

Was denkt ihr?

Die anderen Teilnehmerinnen des Mini-Sew-Alongs findet ihr bei Elsa. Das Finale findet am 30.05 bei Sabine statt.


Dienstag, 11. April 2017

Taschenknödel - Reloaded

Was in meiner Handtasche nie fehlen darf, ist ein kompakter Einkaufsbeutel, in der Einkäufe und Co, welche das Volumen meiner normalen Taschen sprengen würden, untergebracht werden können. Mir ist dabei wichtig, dass die Tasche möglichst klein verstaut werden kann, keine spezielle Falttechnik notwendig ist, um diese wieder klein zu bekommen, und keine lose Hülle zur Aufbewahrung hat. Diese verliere ich nämlich immer schnell.
Der Taschenknödel
Zu meiner eigenen Schande muss ich gestehen, dass ich selbst ein vor x-Jahren eingekauftes Modell verwende, aber diesen Taschentyp sehr gerne verschenke. Ende 2015 hatte ich das erste Mal den "Taschenknödel"-Schnitt (eigentlich "faltbare Einkaufstasche" genannt) vom Stoffbüro ausprobiert und war begeistert. Beide damals genähten Taschen sind noch im regelmäßigen Einsatz.

Vor ein paar Monaten war ich auf der Suche nach einem Geschenk für eine Freundin, die erstens selber näht und zweitens schon alles hat. Zum Glück fiel mir da dieser Schnitt wieder ein.

Von Melanie (500daysofSewing) hatte ich netterweise ein Reststück Nylonstoff (sehr dünner Stoff, aber mit guter Tragkraft) geschenkt bekommen. Bei mir in der Gegend habe ich solchen Stoff noch nie gesehen. Sie hat daraus praktische, sehr leichte Obstbeutel fürs Einkaufen genäht.

Einen solchen Stoff, wie er ja auch bei den Kaufbeuteln verwendet wird, hatte ich schon lange gesucht und war sehr neugierig, wie sich dieser vernäht.
Ehrlich gesagt war es kein Vergnügen, der Stoff war extrem flutschig und das Nähen an den Kurven war eine echte Herausforderung, aber am Ende ist zum Glück tatsächlich eine Tasche entstanden.

Schnitt: "Faltbare Einkaufstasche" von Stoffbüro (kostenlos)
Material: Baumwolle, gekauftes Satinschrägband, Gummikordel, Stopper.
Änderungen: wie beim ersten Mal - Außenkreis eingeschnitten+Staystiching, Träger einen Tick verlängert.
Fazit: Die Variante aus Nylon finde ich noch praktischer, da sich diese sehr klein zusammenknüllen lässt und quasi nichts wiegt.

Sonntag, 9. April 2017

Nadelwelt 2017 - ich bin dabei


In ein paar Wochen findet wieder die Nadelwelt Messe in Karlsruhe statt. Schon in den letzten zwei Jahren habe ich dort tolle Stoffe gefunden, (Online)-Shops kennengelernt und sehr wichtig Zeit mit sehr netten anderen Bloggerinnen verbracht (meine Eindrücke von 2016 und 2015).

Beim Schreiben dieses Posts ist mir aufgefallen, dass ich zwei der drei im letzten Jahr gekauften Stoffe noch nicht verarbeitet habe - aber davon werde ich mich nicht aufhalten lassen :-) Dieses Mal bin ich vor allem auf der Suche nach einem Stoff für das Hochzeitsgastkleid für die Hochzeit meiner Schwester. Ich hoffe dass ich dort bei der großen Auswahl an Patchworkstoffen fündig werde. Hatte mich in den letzten Wochen zur Abwechslung bei den "erwachsenen" Stoffen umgeschaut und habe nichts gefunden, mein Herz schlägt einfach für Patchworkstoffkleider.

Wie im letzten Jahr werden wir am Samstag auf der Messe sein. Falls mich jemand entdeckt, gerne melden - vor lauter Stoffen bin ich (unabsichtlich) personenblind :-)

Wer kommt noch zur Nadelwelt?

Information: Für einen Bericht über die Nadelwelt können Blogger/innen freien Eintritt erhalten. An meiner Begeisterung für die Nadelwelt ändert das nichts - mehr Geld für Stoffe :-)



Sonntag, 2. April 2017

Podcast "Zwischen Nadel & Faden" Episode 2


Vielen Dank für eure netten Rückmeldungen zu der ersten Folge meines neuen Podcastformats "Zwischen Nadel & Faden". Es freut  mich sehr, dass das neue Format bei Euch auch so gut ankommt.

Heute habe ich schon die zweite Folge für euch. Auch dieses Mal wieder mit der von mir sehr wertgeschätzten Chrissy. Im gewohnten Kaffeklatschformat sinnieren wir über Chrissys neue Overlock (Babylock), dem ungeliebten Ausbessern von Kleidungsstücken, Jerseykleidern im Allgeinen, mein geplantes Hochzeits(gast)kleidoutfit, ....

Links zu dieser Episode:
So, dann will ich euch mal nicht länger auf Folter spannen - los geht es mit der neuen Folge von "Zwischen Nadel und Faden".



 
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falls nicht, bitte den Post über meinen Blog direkt aufrufen, dem Downloadlink,
via iTunes  oder einer Podcatcher App für Android / Windows Phone  (hier der RSS-Link für eure mobilen Geräte) 

 
Music "Goodwill Cowboys Ride Again" by Michael Chapman & The Woodpiles (modified by Muriel)
Available on the Free Music Archive under CC BY-NC 3.0 license


Vielen Dank an Chrissy (Chrissys Nähkästchen) für ihre Arbeit mit dem Schnitt dieser Podcastfolge. 

Weitere Infos rund um dem Nahtzugabe5cm- und dem "Zwischen Nadel & Faden"-Podcast findet ihr auf meiner Podcast-Seite.
Und jetzt bin ich gespannt, wie Euch diese Folge gefallen hat.

Wenn Euch mein Podcast gefällt, würde ich mich freuen,
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Vielen Dank.
"Ich höre den Podcast von Nahtzugabe5cm.de"

Freitag, 31. März 2017

Klein aber fein: Ankündung "Stuttgart Sew Along"


Am 27.05.2017 findet zum dritten Mal das Bloggerinnentreffen in Stuttgart statt, wer noch kommen möchte, hier geht es zur Anmeldung.

Schon im letzten Jahr gab es zu dem Treffen einen kleinen Sew-Along. Es war schön, am Tag des Treffens mit den Anderen die Fotos fürs Finale machen zu können und die Möglichkeit zu haben, die Sew-Along-Outfits der Teilnehmerinnen nicht nur wie normalerweise auf dem Bildschirm, sondern in echt anschauen zu können.
Vielleicht hat ja auch die eine oder andere von euch "zufällig" noch einen Stoff von dem Treffen im letzten Jahr übrig und möchte diesen verarbeiten. Was liegt näher, als den Stuttgart-Stoff für das Stuttgarter Bloggerinnentreffen zu vernähen?!

Also, wenn ihr euch sowieso etwas Neues für Stuttgart nähen wolltet, endlich die bis heute gehüteten Stoffschätze vom letzten Treffen vernähen wollt, oder einen schönen Stoff habt bzw. kaufen möchtet, dann macht mit beim Stuttgart Sew-Along!

Wie auch schon im letzten Jahr gehen wir es mit "nur" zwei Sew-Along-Treffen wieder locker an:

Wir starten am 18.04.2017 mit der Planung, Stoff- und Schnittvorstellung bei Elsa:

Hier ist mein Stoff, den ich seit einem Jahr hüte und streichle, dabei immer wieder gerne an das letzte Stuttgarttreffen zurückdenke. Diesen Stoff habe ich mir extra für das Treffen gekauft oder diesen Stoffschatz möchte ich extra dafür anschneiden. 
Und das soll es werden: Erlaubt ist alles, was sichtbar ist, also Kleidung, aber genauso auch die neue Tasche oder ein schicker Hut.

Am 30.05.2017 ist dann das Finale mit der Präsentation bei Sabine:

Hier ist es, das tolle Outfit, die wunderbare Tasche oder was auch immer ... in Stuttgart bewundert und vielleicht auch fotografiert ... gerne auch mit weiteren Eindrücken und Berichten!

Also los, wir freuen uns und sind sehr gespannt auf die Pläne und darauf, dass wir die Resultate dann ja "in echt" bewundern können.

PS: für die Instagrammer unter euch: der Hashtag für die Aktion ist #NähbloggerinnentreffenStuttgart

Freitag, 17. März 2017

Podcastepisode Nr. 20 mit Anja von Ännisews

In dieser Folge mein Gast: Anja von ännisews
Heute habe ich Anja vom ännisews zu Gast. Sie lebt mit ihrem Sohn und ihrem Mann in Stuttgart. Dort bloggt und näht sie sehr eifrig. Vielleicht kennt ihr sie schon von einigen Bloggeraktionen, bei denen sie regelmäßig dabei ist, z.B. bei RUMS oder "ich nähe Bio".
Abgesehen von den super Blogfotos, finde ich es immer wieder faszinierend, wie sie es schafft, einen
Stoff sowohl für sich als auch für ihren Sohn zu verarbeiten, und der Stoff wirkt weder an ihr zu "kindisch", noch an ihm "zu erwachsen". Da hat sie ein echtes Auge für. Bevorzugt vernäht sie Schnittmuster mit klaren Linien und verleiht diesen Schnittmustern immer wieder durch Schnittänderungen ihre persönliche Note, z.B. durch Passen, raffinierte Ärmel und vielem mehr.

In der Episode sprechen wir über:
... und jetzt geht es auch schon los mit der neuen Folge:


 
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Dienstag, 7. März 2017

Der einzelne Hausschuh

Vor ein paar Monaten wollte KunterKatha sich Tilda-Hauspuschen nähen. Angeblich wäre diese für Schuhegröße 36-41. Zu meinem Glück war, das wenn überhaupt eine 36. Als Katharina erkannte, wie klein diese ausfallen hatte sie alles schon zugeschnitten und den ersten Schuh genäht. Jetzt kamen mir meine kleine Füße (35,5) zu gute und ich bekam den einen fertigen Schuh zusammen mit dem ungenähten zweiten geschenkt. Glück und kleine Füße muss man haben :-)


Ich musste dann nur noch den Schuh zusammen nähen. Habe es dann auch geschafft, dass bei meinem Schuh die Wollfilzseite anstatt innen im Fußbett unten ist. Aufgefallen ist mir das erst als alle Nahtzugaben zurückgeschnitten waren und es kein Zurück mehr gab.

Nach nun ein paar Monaten testen kann ich euch sagen, dass der Wollfilz-unten-Schuh hervorragend dafür geeignet ist Schmutz in der ganzen Wohnung aufzusammeln :-( Ja, beim nächsten kommt der Wollfilz nach innen.

Katharina hat das Schnittmuster für sich dann noch vergrößert und genäht.
@Katharina: vielen Dank für die Schuhe.

Schnittmuster: Tilda Puschen aus dem Buch Tildas Haus
Material: Baumwolle bedruckt, Wollfilz
Änderungen: keine - bis auf die ungewollte vertauschte Außen-/Innensohle
Fazit: Ich trage diese Hausschuhe sehr gerne, sind besonders für Herbst / Frühling geeignet.

Muriel

Sonntag, 5. März 2017

1. Folge vom "Nadel & Faden"-Podcast, der kleinen Schwester vom Nahtzugabe5cm-Podcast


*Trommelwirbel* Heute darf ich euch endlich von meinem neuen Podcast-Spin-Off berichten - "Zwischen Nadel & Faden". Auf Twitter und Instagram hatte ich euch ja schon angekündigt, dass es etwas Neues von mir geben wird.

Vor inzwischen über zwei Jahren habe ich ein für mich sehr spannendes Projekt angefangen: meinen Nahtzugabe5cm-Podcast. Dem damals und heute (soweit ich weiß) einzigen deutschsprachigen Näh-Interview-Podcast. In jeder Folge habe ich einen Gast aus dem vielfältigen Nähblogger-Universium. In den Episoden steckt einiges an Arbeit, sowohl von mir als auch von Chrissy, welche die Tonnachbearbeitung seit inzwischen über einem Jahr macht.
Um die Zeit zwischen den Folgen etwas zu überbrücken, kamen wir gemeinsam auf die Idee zu einem zusätzlichen Format vom Nahtzugabe5cm-Podcast. Dieses ist anders aufgebaut - Details erfahrt ihr in der Folge.

Dort verraten wir euch, wie es zu der Idee und dem Namen "Zwischen Nadel & Faden" kam, was bei uns gerade auf dem Nähtisch liegt (bzw. bei mir nicht liegt) und welche Sew-Alongs zur Zeit laufen.

Links zu dieser Episode:
So dann will ich euch mal nicht länger auf Folter spannen - los geht es mit der ersten Folge von "Zwischen Nadel und Faden".



 
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Music "Goodwill Cowboys Ride Again" by Michael Chapman & The Woodpiles (modified by Muriel)
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Vielen Dank an Chrissy (Chrissys Nähkästchen) für ihre Arbeit mit dem Schnitt dieser Podcastfolge. 

Weitere Infos rund um dem Nahtzugabe5cm- und dem "Zwischen Nadel & Faden"-Podcast findet ihr auf meiner Podcast-Seite.
Und jetzt bin ich gespannt, wie Euch diese Folge gefallen hat.

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Vielen Dank.
"Ich höre den Podcast von Nahtzugabe5cm.de"

Bionic Dumpling Fabric Dish

Während rund um mich mitlerweile alle Näherinnen sich mit der genialen Bionic Gear Bag ausgestattet haben, bin ich für mich immer noch misstrauisch, ob ich diese Nähwerkzeugtasche auch brauche. Schöne Varianten findet ihr u.A. bei minimale extravaganz, BrinasSewingroom und 500 days of sewing.

meine Näh-Werkzeugkiste

Ich bin häufig mit meinem Nähequipment unterwegs und so habe ich alles was ich für meine normalen Projekte brauche in einer Werkzeugkiste ausm Baumarkt. So muss ich dann jeweils nur noch das Projekt passen und alles andere ist in dem Werkzeugkoffer. Dort haben dann auch das Kopierpapier, verschiedene Vlieselineeinlagen, das 30cm Lineal etc. Platz um nur mal die größten Platzverbraucher zu benennen. Diese hätten in der Bionic Gear Bag keinen Platz und dass ich mir eine Tasche nähe und die Sachen, die dann nicht rein passen wieder rum in einer anderen Tasche tun muss und ich dann zwei anstatt einer Tasche schleppen darf,  dafür lohnt es sich nicht. Da ist mein Werkzeugkoffer für mich schon praktischer. Somit gibt es erst Mal keine schicke Bionic Gear Bag für mich.

Das E-Book zu der Bionic Gear Bag hat noch ein kleines Add-On dabei, die Bionic Dumpling Fabric Dish. Chrissy hatte sich zur AnNäherung Süd gleich zwei zugeschnittene Dumpling Fabric Dishes mitgenommen. Ein Set davon habe ich bekomme. Yeah! Ich musste dann nur noch nähen. Das ist mal ein Luxus.
Man glaubt es kaum aber die Anleitung für dieses kleine Täschchen hat 43 (ausgeschrieben "dreiundvierzig") Seiten. Viel Text mit 2-3 Bildern pro Seite. Es gleicht eher einem Roman als einer Anleitung. Ich bin relativ schnell ausgestiegen und habe das Täschchen so genäht, wie ich es mir gedacht habe.

Schnittmuster:  Bionic Dumpling Fabric Dish enthalten in der Anleitung der Bionic Gear Bag
Material: Baumwollstoff (innen, außen), Reißverschluss, evtl. Soft&Stable oder eine andere Einlage
Änderungen: keine aber evtl. wird die Tasche anders genäht (die Anleitung war nicht lesbar)
Fazit: Niedliches kleines Täschchen. Mehr als eine brauche ich davon nicht. Passt nicht wirklich viel rein. Macht vielleicht in der Verwendung der Bionic Gear Bag mehr Sinn.

Muriel

Donnerstag, 2. März 2017

Alles zu seiner Zeit: Sommer-Daheimoberteil im Winter

Vor ein paar Monaten hat Madelynn zwei BH Schnittmuster bei Simplicity herausgebracht. Von ihr habe ich bereits einen (gratis) Schnitt als Sommer-Daheim-Oberteil genäht und liebe das Oberteil.

Von ihren Simplicity Schnitten ist mir der Bustier-Racerback-Schnitt (8228 Version B) nicht mehr aus dem Sinn gegangen. Die Kombination von Spitze und dem Racerback gefällt mir sehr gut.

neues Sommer-Daheim-Oberteil
Simplicity 8228
Leider war es ein kleine Odyssee bis ich an den Schnitt kam. Zuerst wollte ich warten bis der Schnitt bei uns in Deutschland verfügbar ist. Nachdem sich da auch nach x-Monaten nichts getan hat (weiß jemand mit welcher Verzögerung wir die Schnitte bekommen?), wollte ich den Schnitt bei einem Kurztrip in London kaufen.
Leider hatten die Stoffläden, in denen ich war, "nur" Vogue, McCalls, Butterick und lokale Indie Patterns aber keine Simplicity Schnitte. So bin ich wieder ohne Schnitt zurück gekommen.
Dann hatte ich eine Webseite "SewingPatterns.com" (mit Absicht nicht verlinkt) gefunden, die den Schnitt zum selber drucken verkaufen, war auch sehr günstig. Leider konnte ich mit dem Schnitt nichts anfangen. Der Schnitt wurde aber nicht als PDF verkauft sondern in einem proprietären Format das den Download einer speziellen Software und eines Lizenzkeys erfordert. *grummel* Das hätte man auf der Webseite auch mal erwähnen können. Da ich keinen Drucker daheim habe und alle Schnittmuster online/Copyshops drucken lasse (die meisten meiner Schnittmuster sind Papierschnittmuster) konnte ich mit der Datei nichts anfangen.  Auch mein Kontakt mit dem Kundensupport, dass ich einen Hinweis auf der Webseite zu diesen "speziellen" PDFs gut gefunden hätte, war alles andere als erfreulich.

Vor ein paar Wochen war dann Sale auf der Webseite von Simplicity UK und dort habe ich mir dann das Papierschnittmuster bestellt.

Rückansicht
Die Angaben auf dem Schnittmuster zu dem Powernet und Gummiband stimmen meiner Meinung nach nicht: Anstatt der 90cm Powernet habe ich nur ca. 40cm benötigt. Vom schmalen Gummiband hätte ich eigentlich auch nur ca. 50cm benötigt. Habe dann das restliche Gummiband noch innen an die untere Kante genäht. Warum bei einem verschlusslosen BH eine BH-Schließe benötigt wird, hat sich mir auch nicht erschlossen.

Für das Schnittmuster wird Spitze in der breite von 20,5cm benötigt. Das war gar nicht so leicht zu einem günstigen Preis zu bekommen. Fündig bin ich dann (mal wieder) bei Trollgold geworden. Das restliche Material ist von Sewy.

Das Powernet wird zu Beginn auf die die Breite der Spitze geschnitten und mit Sprühzeitkleber aneinander geklebt. Das war ein bisschen fummelig und die langen Bahnen von 90cm waren nur in Teamarbeit faltenfrei auf die Spitze zu bekommen.

Detail: Rücken

Beim Zuschnitt hat es mir sehr geholfen, das ich vor ein paar Wochen Spitzen-Zuschneide-Nachhilfe von Melanie (500daysofsewing) bekommen habe. Beim Zuschneiden von Spitze ist wichtig, dass man nur das erste Teil mit den Schnittmuster zuschneidet und dann für das gespiegelt zweite Teil das erste Teil verwenden und das genau Abbild auf der anderen Spitzenseite zu finden. Der Zuschnitt und das Nähen waren an einem Abend erledigt. Super.

Detail: vordere Mitte
Das Nähen war dann im Gegensatz zu dem Schnittmusterkauf überhaupt kein Problem. An der unteren Kante ist eigentlich kein Gummiband vorgesehen. Auf dem Produktbild bei Simplicity sieht sieht man, dass die untere Kante hinten leicht absteht. Dank des Gummibands klafft bei mir da nichts auf.

Mit der Passform bin ich sehr zufrieden. Weder zu eng noch zu weit. Jetzt muss ich nur noch warten bis es endlich wieder wärmer wird. Als normaler BH würde das Bustier zu wenig halt bieten aber dafür war er auch nicht gedacht. Für daheim finde ich, gibt es genügend "Freiheit + Halt".

Schnittmuster: Simplictiy 8228 Variante B
Material: 20,5cm breite Spitze von Trollgold, Powernet und Gummibänder von Sewy.de
Änderungen: Zusätzliches Gummiband an der unteren Kante, diese wäre sonst nur Spitze gewesen.
Fazit: Sehr schönes Schnittmuster und guter Sitz. Wenn mir wieder eine breite Spitze über den Weg läuft, nähe ich noch ne Variante.

Von dem Schnitt zeigt Madelynne  auf ihrem Blog noch eine sehr interessante Variante mit BH-Trägern. Diese möchte ich auch mal ausprobieren.

Muriel

Montag, 27. Februar 2017

Blog "grüner Nähen" - das Näh-Nerd- Interview mit mir


Letzte Woche erreichte mich eine sehr nette Email von Karin vom Blog grüner Nähen. Sie hat mich eingeladen, bei ihrer Interview-Reihe "Näh-Nerd-Interview" dabei zu sein. Ich habe mich riesig über die Anfrage gefreut.

Sie interviewt regelmäßig Nähblogger rund um unser liebstes Thema. Mit dabei waren u.A. schon Greenfietsen, Metterlink, Zwerkenstücke (wir wohnen in der gleichen Stadt, aber haben uns noch nie getroffen - hoffe das wird mal was) und Just sewn. Ich reihe mich also ein in eine ganze Reihe toller und interessanter Nähbloggerinnen.
Ich finde diese Interview-Reihe ist eine wunderbare Idee, verschiedene Nähbloggerwelten zusammen zu bringen. Ich bin sehr gespannt, wer noch alles bei Karin zu Gast sein darf.

Ihre Fragen an mich waren gar nicht so einfach zu beantworten. So durfte ich "für 150€ (leider nur gedanklich) einkaufen", mir meine Traumnähmaschine vorstellen, über Schnittmusterhersteller sinnieren, über meine "Special"-Muriel-Nähtechnik berichten und und und.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen. -> Hier gehts zu dem Interview.

Donnerstag, 23. Februar 2017

Maggie´s Stay-On Baby Booties

Beim Durchschauen der Schnittmustersammlung von KunterKatha bin ich auf einen süßen Daheim-Schuhe-Schnitt gestoßen: den  "Tween-Adult-Slippers" von beautifulpieshop.etsy.com. An Daheim-Schuhen ist mir kein Erwachsener eingefallen, der solche Schuhe braucht / anziehen würde. Ich selbst bevorzuge Rein-Schlüpf-Schuhe für Daheim. Hingegen als Baby-Kinder-Variante fand ich den Schnitt sehr süß. War mir nur nicht sicher, ob das nur etwas ist was Leute ohne Kinder toll finden oder es sich auch in der Praxis an echten Kindern bewährt. Eine kleine Umfrage bei befreundeten Eltern ergab, dass diese sehr praktisch wären, da diese dank den Schaft nicht so einfach von den kleinen Rackern ausziehbar sind :-)

Baby-Booties in den Größen von 0 -18 Monate
(KamSnaps fehlen noch)
So habe ich zwischen den Jahren einen kleinen Rundumschlag gemacht und ein paar Schüchchen genäht. Zu meinem "Glück" waren alle benähten Kinder in verschiedenen Altergruppen, so dass ich das Schnittmuster gleich dreimal abpausen durfte.
Der Materialbedarf ist sehr gering und eignet sich auch gut zur Restverwertung.

Die Anleitung ist eine Anleitung mit Fotos. Ich bevorzuge Anleitungen mit Grafiken aber bei solchen "privaten" Schnittmustern sind es nun mal in der Regel Fotos. Manchmal musste ich schon raten, da die Stoffauswahl zwar schön war, aber für Fotos nur so semi-geeignet war.
Ein Schritt in der Anleitung hat mir gar nicht gefallen: Innen an der Ferse befindet sich die Nahtzugabe innen, wo auch der Fuß ist. Das hat mir optisch nicht so gefallen und ich stelle mir das auch nicht so bequem vor. Beim zweiten Paar habe ich die Naht dann zwischen dem Schaft und dem "Innenschuh" versteckt. So gefällt es mir wesentlich besser. Warte nun noch auf das Fazit der Eltern.

Zwei fertige Schuhe: Einmal (links) nach Anleitung, rechts meine geänderte Variante.
Hab leider vergessen ein Foto von dem fertigen Schuhen machen aber es haben ja beim oberen Bild nur noch die KamSnaps gefehlt. Habe das erste mal KamSnaps verarbeitet. Für meine Prym-Zange habe ich die entsprechenden Aufsätze gekauft. Hat sehr gut damit geklappt.

Die beiden größeren Paar Schuhe habe ich noch mit Sockenlatex versehen. Die Kleinen sollen ja einen sichern Stand haben.

Schnittmuster: Maggie's Stay-On Baby Booties in drei verschiedenen Größen
Material: Reststoffe von anderen Projekten, Fleece, Gummiband, Kamsnaps, Sockenlatex
Änderungen: Schuhinnennaht zwischen Schaft und Innenschuh
Fazit: Ich finde die Booties super niedlich. Bin gespannt, auf die ersten Tragebilder und Rückmeldung zur Passform

Muriel

Sonntag, 19. Februar 2017

Podcastepisode Nr. 19 mit Sandra von Rehgeschwister

Sandra von Rehgeschwister
Heute habe ich wieder eine neue Nahtzugabe5cm-Podcast-Episode für euch.
Wir (Chrissy, welche netterweise viele Stunden für die Nachbearbeitung jeder Folge opfert, und ich) werden unser Bestes geben, um Euch wieder regelmäßig mit neuen Folgen zu versorgen. Zwei weitere sind schon im Kasten. 

In dieser Folge ist Sandra vom Blog Rehgeschwister mein Gast. Sie näht strickt, stickt und noch vieles mehr.
Ihren Blog gibt es nun schon seit Ende 2014.
Sie schreibt über ihre selbst genähte Kleidung, die für ihre Töchter und die für ihren Mann. Wohingegen andere Näherinnen bevorzugte Schnittmusterfirmen haben, findet sich bei ihr ein bunter Strauß an Schnittmusterfirmen. Bei der Recherche kam ich auf 38 unterschiedliche Schnittmusterhersteller. Das muss man erst Mal schaffen.

Wir sprechen über ihre momentane Strickleidenschaft, ihre Meinung zum Thema Probenähen, wie ihre tollen Blogfotos entstehen und über ihre komplett hangenähten Alabama Chanin Stücke. Sie verrät auch, wie es zu ihrem Blognamen kam und wofür man die Umverpackung von Druckerpapier nutzen kann.

Shownotes zu dieser Episode:

 Nun will ich Euch nicht noch länger auf die Folter spannen. Los geht es mit der Podcast-Episode:


 
Hier sollte ein Player angezeigt werden, 
falls nicht, bitte den Post über meinen Blog direkt aufrufen, dem Downloadlink,
via iTunes  oder einer Podcatcher App für Android / Windows Phone  (hier der RSS-Link für eure mobilen Geräte) 

 
Music "Goodwill Cowboys Ride Again" by Michael Chapman & The Woodpiles (modified by Muriel)
Available on the Free Music Archive under CC BY-NC 3.0 license


Vielen Dank an Chrissy (Chrissys Nähkästchen) für ihre stundenlange Arbeit für den Schnitt dieser Podcastfolge. 


Weitere Infos rund um den Nahtzugabe5cm-Podcast findet ihr auf meiner Podcast-Seite.
Und jetzt bin ich gespannt, wie Euch diese Folge gefallen hat.

Wenn Euch mein Podcast gefällt, würde ich mich freuen,
wenn ihr das Podcastlogo mit Verlinkung mit auf Euren Blog nehmt.
Vielen Dank.
"Ich höre den Podcast von Nahtzugabe5cm.de"

Freitag, 17. Februar 2017

Dinkelkissen in klein und kleiner (Pacman)

Eines meiner liebsten Geschenkprojekte für frisch gebackene Eltern sind Dinkelkissen. Gerade für Herbst-Winter-Babies ist das eine tolle Sache.

Dinkelkissen hab ich der Vergangenheit schon einige genäht, darunter kleine mit nur 150gr. - 200gr (blaue Punkte, fürs Patenkind inkl. Namen) und Kissen für Erwachsene von 500gr bis 1kg (Männervariante, blaue Punkte Ver.2, Eulen und Schildkröten)

Trotz der vielen Dinkelkissen habe ich noch kein Schnittmuster. Das entscheide ich immer spontan. Beim Inlay, welches mit Dinkel gefüllt wird, macht das noch einigermaßen Sinn. Bei der Kissenhülle mit Hotelverschluss ärgere ich mich jedes Mal, dass ich schon wieder rum rechnen muss.

Innenkissen inkl. Füllung

Bei den kleinen Babykissen mache ich keine Unterteilung um mehrere Kammern zu haben. Bei den größeren Kissen gibt es je nach Gewicht immer mehrere Kammern.

Dieses Mal ist ein kleines Kissen entstanden, so wie ein größeres mit 500gr. Füllung für den Mann. Jetzt ratet mal welches für ihn ist: :-)

Babydinkelkissen und Mann-Dinkelkissen


Den PacMan Stoff von Spoonflower hätte ich gerne als Kleid. Weil ich mir wegen der Motivgröße und der Haptik des Stoffes nicht sicher war, habe ich zu erst nur einen FatQuater als Probestück bestellt. Bis ich mich dann entschlossen hatte, gab es das Pacman Motiv nicht mehr auf Spoonflower. :-( Die anderen PacMan Motive gefallen mir leider so überhaupt nicht. Ich wollte schon genau dieses Motiv haben und hätte soooo gerne ein Pacman Kleid. Jetzt muss ich mich halt an dem kleine Stückchen Stoff festklammern und davon träumen.
Ich hab Mann schon gesagt, was für eine Ehre das für ihn ist, dass er "nur" um beim Computerspielen warme Füße zu haben, den Stoff angeschnitten bekommt. Er hat versprochen, das Dinkelkissen gut zu behandeln. 

Schnitt: Rechteck - habe mich an der gewünschten Dinkelmenge orientiert. Bezug mit Hotelverschluss.
Material: fester Baumwollstoff für das Innenkissen und bedruckte Baumwolle für die Kissenhülle, Dinkel (150gr / 500gr).

Muriel

Donnerstag, 16. Februar 2017

Ankündigung: Nähbloggerinnentreffen in Stuttgart



Aller guten Dinge sind ja mindestens 3, deshalb gibt es in diesem Jahr die dritte Auflage des Nähbloggerinnentreffens in Stuttgart. Und wir (Sabine, Elsa und ich) würden uns riesig freuen, wenn ihr wieder oder erstmalig dabei wärt!

Das Treffen findet am 27.05.2017 statt. Bei Elsa gibt´s die Berichte vom letzten Jahr!

Das Programm wird im wesentlichen ähnlich sein. Wir treffen uns am Hauptbahnhof, wandern durch verschiedenen Stoffläden, dann gäbe es die Möglichkeit wieder im Kurzwarenladen Berger eine extra für uns organisierte Veranstaltung zu besuchen. Herr Berger würde uns etwas über Einlagen erzählen.


Und danach erholen wir uns bei Essen und Trinken, mit open end......

Weitere Details zum Ablauf folgen.

In letzten Jahr gab es ja einen kleinen Sew Along im Vorfeld, hättet ihr Lust dazu euch in diesem Rahmen etwas für das Treffen zu nähen? Und wir würden gerne wissen, völlig unverbindlich, ob ihr Interesse am Besuch bei der Firma Berger habt?  Hier geht´s zum Anmeldungsformular. 
Und noch eine Anmerkung: Auch ohne Blog seid ihr herzlich willkommen!

Wir freuen uns jetzt schon über eure Zusagen.

Fragen gerne per Email an bloggerinnentreffen@nahtzugabe5cm.de.


Dienstag, 14. Februar 2017

"Was wir tragen, was wir sind" Teil 3: Stilvorbilder


Im Sauseschritt geht es weiter mit Teil 3 der wunderbaren Blogserie "Was wir tragen, was wir sind". Die Aktion wurde initiiert von Nicole vom Blog ArtundStil.de.

In dieser Folge beschäftigen wir uns mit diesen Fragen:
  1. Was bewunderst du an der Art, wie andere Frauen auftreten?
  2. Viele Leute sagen, sie wollen sich «wohl fühlen», oder sie bewundern Menschen, die »selbstbewusst» wirken. Was bedeutet das für dich?
  3. Fallen dir Frauen auf Straße auf? Falls ja, welche Art von Frauen ziehen deine Aufmerksamkeit auf sich?
  4. Welche bewunderst du? Wenn nicht Bewunderung, wie würdest du das Gefühl beschreiben, das eine interessant angezogene Frau auf der Straße bei dir auslöst?
Dann lege ich mal los.

1. Was bewunderst du an der Art, wie andere Frauen auftreten?
Wie auch schon Nicole (ArtundStil) und Nadine (Nadelbernd) geschrieben haben, habe ich auch ein Problem mit dem Wort "bewundern". Für mich schwingt da irgend ein Unterton mit, den ich jetzt nicht wirklich für mich greifen kann. Wüsste jetzt auch nicht wessen Auftreten ich in dem Sinne bewundere.

2. Viele Leuten sagen, sie wollen sich "wohlfühlen", oder sie bewundern Menschen, die "selbstbewusst" wirken. Was bedeutet das für dich?
"Wohlfühlen" ist für mich ganz wichtig. Ich muss mich in der Kleidung die ich an dem Tag trage, unbedingt wohlfühlen. Da geht es gar nicht darum, dass das Schlabberklamotten sind, sondern darum, dass die Kleidung zu meiner aktuellen Tagesstimmung passt. So gibt es Tage für Bleistiftröcke und an anderen Tagen muss es zum Wohlfühlen das Kleid mit dem Tellerrock sein. "Hosen-Wohlfühltage" gibt es bei mir eigentlich erst, seit ich meinen Webstoff-Jumpsuit genäht habe. Vorher waren Hosentage (Gingerjeans) einfach die Tage, an denen mir nach nix anderem war - sozusagen die Notfalllösung.
"Selbstbewusst" wirken kann für mich durchaus durch Kleidung unterstrichen werden. Dennoch finde ich, es ist mehr eine innere Haltung.

3. Fallen dir Frauen auf der Straße auf? Falls ja, welche Art von Frauen ziehen deine Aufmerksamkeit auf sich?
Ja, definitiv hat sich mein Blick auf meine Umwelt durch das Nähhobby geändert. Ich gehe interessierter an anderen Menschen durch die Stadt. Abgesehen von den Beispielen, bei denen ich mich frage, ob diese einen Spiegel daheim haben (viel zu kleine Jeans und dadurch Speckröllchen), fallen mir Frauen auf, die ein stimmiges Outfit tragen. D.h. jetzt für mich nicht, dass es ein Farbbrei sein muss, sondern, dass es ein harmonisches Gesamtbild gibt - bzw. ein Statement ist. Ich würde sagen, da haben sich Frauen im Alter 25-30 Jahren (geschätzt) in den letzten Jahren sehr gemausert. In meinem Alter (eher Mitte 30) lässt es da dann oft schon wieder nach. Es sind in den Jahren oft andere Sachen wichtiger als "schnöde" Kleidung.

4. Welche bewunderst du? Wenn nicht Bewunderung, wie würdest du das Gefühl beschreiben, das eine interessant angezogene Frau auf der Straße bei dir auslöst?
Generell muss ich zugeben, dass ich meine Stilvorlieben durch das Blog lesen und den Austausch mit anderen Näherinnen in den letzten Jahre sehr verändert haben. Das ist eine Richtung, die man auf der Straße eher weniger findet (weite Röcke, Kleider, schwingende Mäntel, "untrendige" Farben, um nur ein paar Elemente zu nennen), somit habe ich eher weniger Aha-Momente auf der Straße. Aber es kommt hin und wieder vor. An manchen Tagen (leider viel zu selten) schaffe ich es der Trägerin kurz ein Kompliment zuzurufen.

So, das war es auch schon wieder mit dem Teil 3. Ich bin sehr gespannt auf die Fragen des nächsten Teils. Die Antworten der anderen Teilnehmerinnen findet ihr wie immer bei Nicole.

@Nicole: vielen Dank für diese wundervolle Aktion.


Montag, 13. Februar 2017

"Was wir tragen, was wir sind" mit "Stilprägung": Teil 2


Ja, ich hänge (mal wieder) einer Blogaktion hinterher, aber die Aktion von ArtundStil ist auch keine gewöhnliche, wo man "nur" was nähen muss. Nein, ihre Fragen rund um den großen Themenkomplex "Was wir tragen, was wir sind" regen sehr zum Nachdenken an und so fällt mir das Antworten auch nicht gerade leicht.

In Teil 2 geht es um die folgenden Fragen:

  1. Welchen kulturellen Hintergrund hast du, und wie beeinflusst er deinen Kleidungsstil?
  2. Hast du von deinen Eltern etwas über Kleider, Anziehen oder Stil gelernt? Woran erinnerst du dich konkret? Haben sie dir diese Dinge beigebracht oder hast du sie dir abgeschaut?
  3. Zeig uns ein Foto von deiner Mutter aus der Zeit, bevor sie Kinder hatte, und beschreibe, was du siehst.
  4. Kannst Du etwas dazu sagen, inwiefern deine Figur und Dein Stil mit deiner Mutter zu tun haben, oder auch nicht?
Dann lege ich mal los:

1. Welchen kulturellen Hintergrund hast Du und wie beeinflusst er deinen Kleidungsstil?

Mhmm, also ich würde sagen, dass mich mein zur Hälfte afrikanischer Hintergrund nicht wirklich beeinflusst. Vielleicht liegt es daran, dass sich auch die afrikanische Verwandtschaft sehr mainstreamig (nicht afrikanisch) kleidet und ich in dem Gebiet für mich per se zwischen denen und mir keinen großen Unterschied sehe.

2. Hast du von deinen Eltern etwas über Kleider, Anziehen oder Stil gelernt? Woran erinnerst du dich konkret? Haben sie dir diese Dinge beigebracht oder hast Du sie dir abgeschaut?

Ja, da muss ich sagen, dass meiner Schwester und mir, solange ich denken kann bzw. das für uns ein Thema war, die Kleidung unserer Eltern eher unter dem Motto "hoffentlich sieht keiner, dass wir verwandt sind" gelaufen sind und es bis heute noch so ist. Da liegen Welten zwischen uns. Was aber auch nicht schlimm ist. Gerade mein Dad ist immer wieder für klamottentechnische "Highlights" bekannt - ihm ist das alles egal. :-) Und das ist dann doch immer wieder auch recht cool.

3. Zeig uns ein Foto von deiner Mutter aus der Zeit, bevor sie Kinder hatte, und beschreibe was Du siehst.

Meine Mum mit ihrem Dad. Irgendwann in den 60er.
Sie war ca. 16 Jahre alt.
Dies Frage fand ich am spannendsten. Von meiner Mum habe ich von der Zeit bevor sie uns hatte nicht so viele Bilder daheim. Dennoch bin ich fündig geworden und dabei ist mir aufgefallen, dass sie in ihren Jugendjahren (60er/70er) modisch stilsicher unterwegs war. Die Kleidung, die ich auf den Fotos entdeckt habe, würde ich auch tragen. Dann kamen die Bilder aus den 80er Jahren und da... ähhh naja, ihr wisst ja wie man sich damals gekleidet hat. Von den Bildern ausgehend würde ich sagen, dass sie durchs Mutter sein kleidungstechnisch weniger beeinflusst wurde, ich glaube ihr Stil ging schon vorher eher mehr zu praktischer Kleidung.

4. Kannst Du etwas dazu sagen, inwiefern deine Figur und dein Stil mit deiner Mutter zu tun haben, oder auch nicht?

Von meinen beiden Elternteilen bin ich meiner Mutter am ähnlichsten. Während meine Schwester vom Körperbau eher in die Richtung von meinem Dad bzw. der afrikanischen Verwandtschaft geht.
Meine Mutter ist von der Figur her eher normal/schlank, auch jetzt wo sie schon ein paar Jährchen älter ist. Was wir inzwischen beide haben, ist ein kleines ähhh tiefsitzendes Bäuchchen. Das hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht. ;-)
Von meinem Stil her kann ich wirklich sagen, dass meine Mutter damit wirklich nichts zu tun hat (zum Glück ;-)). Der ist eher den Einflüssen von euch anderen Bloggern geschuldet.

So, das war es dann mit den Fragen aus Teil 2. Die Antworten der anderen Teilnehmerinnen findet ihr bei Nicole.
Den Blogpost für Teil 3 habe ich schon geschrieben, den bekommt ihr in den nächsten Tagen zum Lesen.

Vielen Dank an Nicole von Art und Stil für diese Aktion.


Freitag, 10. Februar 2017

Mein erster trägerloser MeMade-BH: Esplanade Bra

mein erster Esplanade Bra (Orange Lingerie)

Vor kurzem hat Orange Lingerie einen neuen BH-Schnitt veröffentlicht, den Esplanade Bra, und das besondere daran ist, dass dieser endlich mal trägerlos ist. Bisher hatte ich keine Schnittmuster für trägerlose BHs entdeckt.

Ich war sofort verliebt in den Schnitt. Einen Longline-BH (gibt es dafür auch eine deutsche Bezeichnung?) wollte ich eh mal nähen, hatte aber bisher keinen Schnitt dafür gefunden, und ein trägerloser BH stand auch aufm Plan. Somit erfüllt der Schnitt gleich zwei meiner Wünsche. Besser geht es nicht. Ich glaube, so schnell hab ich noch nie nen BH-Schnitt gekauft.

Im Gegensatz zu normalen BH-Schnittmustern kann man sich hier Schieber und Ringe sowie Träger sparen. Dafür kommen noch Plastikstäbe und Tunnel dazu (diese verhindern, dass das breite Band Falten wirft). Ansonsten gibts keine Unterschiede zum normalen BH.

Nach meinem Misserfolg mit dem Boylston Schnittmuster (Schnitt ist auch von Orange Lingerie) hatte ich nicht damit gerechnet, dass der erste Versuch überhaupt was wird.

Beim Boylston Schnitt hatte ich u.A. festgestellt, dass die von Orange Lingerie verwendete Messmethode zur Bestimmung der Cup-Größe (Full Bust minus Upper Bust) bei mir überhaupt nicht passt und so habe ich dieses Mal ich gleich einen Cup größer angefangen als gemessen und bin dann noch eine Cup-Größe hoch.

Um mir dieses Mal die ganze Arbeit mit dem Abpausen + Zuschneiden der falschen Größe zu ersparen, habe ich nur einmal die Laminat-Cupteile genäht. Bei dem einzelnen Laminat-Cup habe ich dann geschaut, ob der Cup die Brust voll bedeckt (also weder quetscht noch absteht) und noch Nahtzugabe da ist. Das war beim 32C-Cup der Fall. Bei BHs ohne Laminat funktioniert diese Anprobe-Methode wahrscheinlich nicht. Das geht nur dank dem eigenen Stand des Laminats. So beschränkte sich mein Material- und Zeiteinsatz zur Ermittlung der richtigen Cup-Größe auf ein Minium.

Oberstoff an oberen Cuprand stecken. Darauf achten, dass die Stecknadeln auf der Rückseite nicht zu sehen sind.
Beim Zuschnitt unterscheidet sich der BH nicht von anderen. Bisher habe ich Oberstoff und Futter, wenn es als ein Teil verarbeitet werden sollte, immer per Hand geheftet. Dieses Mal habe ich es mit Sprühzeitkleber versucht (z.B. verwendet Madalynne diesen auch bei ihren Simplicity-BH-Schnitten (den 8228 Racerback habe ich schon genäht - Blogpost kommt demnächst)). Das hat bei der Kombination von Wäschetüll und (unelastischem) Futter/Einzugware sehr gut funktioniert. Bei dem doppelten Powernet hingegen überhaupt nicht.

Anschließend konnte ich endlich mit dem Nähen loslegen. Ich war immer noch sehr misstrauisch und so habe ich einen Stoff, einen sehr hellblauen Wäschetüll mit Punkten, welcher sich als Onlinefehlkauf entpuppt hat, verwendet. Da wäre es nicht schade darum gewesen.

Die Anleitung ist in großen Teilen sehr gut geschrieben. Die Grafiken sind sehr gut gemacht. Einzig bei dem Annähen des Bügelbands und der Bänder für die Stäbe wären, zumindest für Erst-BH-Näherinen, mehr Details bestimmt hilfreich. Ich bin da ja, zugegebenermaßen, schon warmgelaufen. :-)

Bei diesem Probe-BH habe ich mich an die Devise von Beverly Johnson (der Fairly Bramother) gehalten: "Don´t do your very best work". Also Dekoabsteppnähte durften auch mal etwas schiefer sein - schließlich ging es nur darum herauszufinden, was beim zweiten Mal geändert werden muss.


Auf dem großen Bild sieht man gut, wie sich die Cupform durchs Einstecken der BH-Bügel ändert. Links ist dieser drin, rechts noch nicht. Die unteren Bilder sind aus dem Entstehungsprozess bzw. zeigen die Temp-Schließe für die erste Anprobe.

Der BH ist, auch dank der fehlenden Träger, wirklich sehr schnell genäht. Die Plastikstäbe hatte ich noch daheim (eigentlich für waschbare Korsagen gekauft) und durch meine bereits genähten Korsetts mit Metallstäben sind die Plastikstäbe keine Herausforderung mehr. Man muss eh nur einen Tunnel nähen und dort die die Stäbe anschließend einschieben. Also, wer Bügelband aufnähen kann, kann auch die Tunnel aufnähen.
Meine Stäbe sind Meterware und mussten auf die benötigte Länge zurecht geschnitten werden. Dabei ist zu beachten, dass man die Enden anschließend noch mit einem feinen Schmirgelpapier abrundet. Sonst kann der Stab sich durch den Stoff arbeiten.


Durch das sehr breite Unterbrustband kann keine normale BH-Schließe verwendet werden und es muss auf Meterware zurückgegriffen werden. Bei Wien2002 gabs ein paar Farben zur Auswahl. Leider kein Schwarz, dabei hätte ich das als Standardfarbe angesehen. Bei Sewy gibts auch schwarz, aber da ist die Meterware auch "vergoldet". Hatte eh noch ne ausstehende Wien2002 Bestellung und da habe ich mir dann für jeweils 4,50€ 1m Meterware in versch. Farben bestellt. Wenn ich im April wieder bei Sewy bin, hole ich mir noch die schwarze Meterware. Finde das im Generellen sehr praktisch.

Von der ersten Anprobe (noch mit gehefteter) BH-Schließe war ich begeistert. Bis auf ein paar kleinere machbare Änderungen saß er auf Anhieb super. Kein Vergleich zu dem Drama mit dem nicht tragbaren Bolyston Bra (siehe Link oben).

Änderungen (in Grün): links unterer Rand - habe ich bereits bei dem BH so genäht.
Rechts die Cup-Änderung mache ich beim nächsten Mal
Geändert habe ich noch:

  • Back Band Material: anstatt nur einer Lage Powernet habe ich zwei Lagen verwendet. Das mache ich auch bei meinen anderen BHs so. So halten die BHs länger, da diese weniger ausleiern.
  • Back Band hintere Mitte: trotz der zusätzlichen Lage Powernet hatte ich das Gefühl, dass der BH noch nen Tick zu locker sitzt und so habe ich an der hinteren Mitte noch jeweils 0,5cm weggenommen.
  • Back Band Stäbe: zwei zusätzliche Stäbe hinten an der BH-Schließe. Ohne diese Stäbe hatte das Backband Falten geworfen, weil nichts da war, dass dieses breite Teil oben (faltenfrei) gehalten hat. Die Idee kam mir, weil dies bei Korsetts auch so gemacht wird.
  • Am unterem Saum habe ich rundherum etwas weggenommen. Durch meinen vergleichsweise kurzen Oberkörper ging der BH 1-2cm über meine Taille hinaus (also nach unten). Habe diesen so gekürzt, dass er nun rundherum in meiner Taille endet und so hat der BH keine Chance, nach unten abzuhauen. 
  • Frame: Für dieses Teil soll laut Anleitung ein nicht dehnbarer bzw. nur minimal dehnbarer Stoff verwendet werden. Mein verwendetet Wäschetüll fällt definitiv nicht in diese Kategorie und so habe ich diesen mit nicht dehnbarem BH-Futter gedoppelt.
  • Geplant fürs nächste Mal: Wie schon bei meinen ersten Versuchen mit dem DL03-BH liegt auch dieser bei mir in der vorderen Mitte im oberen Bereich nicht an. Unsere Sewy-Kursleiterin hatte mir am DL03-Schnit gezeigt, dass dieses Problem durch einen kleinen 0,5cm Keil an den Cup-Schnittteilen an der vorderen Mitte behoben werden kann. Bin zuversichtlich, dass ich die Änderung hinbekomme.
Für das Heften der BH-Schließen nehme ich gerne auswaschbaren Kleber.
In dem Fall den neonfarbenen von Prym.


So sieht das gute Stück von hinten aus.
BH-Schließe in Meterware
Was mich überrascht hat war, dass dieser trägerlose BH ohne Gummibänder mit Silikonbeschichtung funktionieren soll. Trägerlose Kauf-BHs kenne ich nur mit Silikon-Gummibändern. Von dem her war ich misstrauisch, ob das funktioniert und ich muss sagen, dank des taillenlangen Bandes braucht es den "Silikonklebe"-Effekt gar nicht. Hätte ich wirklich nicht erwartet und hatte geistig schon mit nachträglich befestigten Trägern gerechnet. 

Der BH trägt sich traumhaft toll. Wie schon bei meinen Korsetts liebe ich dieses Gefühl, gut "beschützt" zu sein. Das muss man allerdings mögen. Kann mir gut vorstellen, dass bei manch anderen ein "beklemmendes" Gefühl aufkommen könnte. Durch das breite Band schneidet der BH nirgends ein und es gibt auch unter anliegenden Tops ein schönes Gesamtbild (sowohl vorne als auch besonders hinten). 


fertiger BH - noch mit Kreidemarkierung :-)
Schnittmuster: Esplanade Bra (Orange Lingerie)
Material: Punktetüll und Kurzwarenpaket (Sewy), Plastikstäbe (aus eigenem Lager), Meterware BH-Schließe (Wien2002)
Änderungen: ein paar - siehe Text
Fazit: Ich liebe diesen Schnitt. Er sieht einfach klasse aus und trägt sich unglaublich toll. Zweite Variante ist schon teilweise zugeschnitten.

Habe den BH gestern das erste Mal ganztags getragen und bin immer noch schwer begeistert. Der trägerlose BH blieb brav an seinem Platz. Wenn ihr auf der Suche nach einem trägerlosen BH-Schnitt seid und nichts gegen Longline habt - probiert den Schnitt unbedingt aus.

Muriel

Update nach zwei Tagen tragen:
Beim nächsten Mal werde ich alle Tunnel bis mind. Mitte Unterbrustgummi laufen lassen. Das Unterbrustgummi "faltet" sich in den Bewegungszonen (vorne seitlich) einen Tick nach oben. Eben genau bis dahin wo die Tunnel anfangen. 
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