Dienstag, 27. September 2016

Winter-Mantel Sew Along: Inspiration

Zu meinem großen Glück gibt es auch in diesem Jahr wieder ein Winter-Mantel Sew Along. Dieser wird wieder von der wunderbaren MeMadeMittwoch Crew veranstaltet. Ohne die Jacken/ Mantel Sew Alongs der letzten Jahre hätte ich sicher noch nicht einen einzigen. Ich weiß echt nicht, warum ich so ungern Mäntel und Jacken nähe.

Diese Woche ist das erste Treffen zum Thema "Inspiration". Muss zugeben ich habe dieses Mal schon etwas vorgearbeitet.

Anfang des Jahres habe ich angefangen mir eine taillenkurze Winter-Frühlingsjacke zu nähen. Leider ließ mich meine Motivation relativ schnell im Stich, so dass das Projekt dann doch liegen blieb. Nun freue ich mich umso mehr, dass ich nun in Gesellschaft mein Kurzjacken-Projekt wieder angehen kann.

Zuerst wollte ich einen noch nicht genähten Simplicity Schnitt verwenden, das hätte bedeutet, dass ich schon wieder mit einem Probeteil starten müsste. Da kam mir die Idee, dass ich aus dem im letztes Jahr als Mantel genähten Vogueschnittmuster einfach eine taillenkurze Jacke mache.

rechts oben: ursprüngliche Idee Simplicity Schnitt
unten rechts: Vogue Schnittmuster vom letzten Jahr
Ich hatte den Vogue Schnitt letztes Jahr so angepasst, dass die Prinzessnähte nicht zur Schulter laufen sondern in den Armausschnitt. Bis auf die Länge muss ich an dem Schnitt nichts anpassen.

Schon seit Jahren hätte ich gerne eine Kurzjacke aber andere richtige Mantelprojekte hatten bisher immer Vorrang. Inzwischen bin ich da gut ausgestattet und kann mich der kurzen Jacke widmen.

Der Simplictiy Schnitt ist aus dem "Meine Nähmode" Magazin 2/2014
Mehr Details zum Voguemantel findet ihr in meinem Post vom letzten Jahr.


Die anderen fleißigen Winter-Mantel-Näherinnen findet ihr auf dem MeMadeMittwoch Blog.

Muriel

Mittwoch, 21. September 2016

MeMadeMittwoch: Zebraliebe

Man mag es kaum glauben, aber inzwischen liebe ich mein Zebrakleid. Der Anfang zwischen uns war ja nicht einfach, der Funke wollte einfach nicht überspringen. Den Stoff habe ich Rahmen der Stoffwechsel Aktion ("Stoffwechsel - bin ratlos") von der netten Lotti Katzkowski geschenkt bekommen.

Das Kleid habe ich letzten Sommer genäht und es hat nun fast ein Jahr gedauert, bis mich die Zebras rum bekommen haben. Die Zebras kamen mir viel zu riesig vor und den Blauton hatte ich bisher auch nicht im Schrank.

In der heutigen Kombination mit dem schmalen Samtgürtel und dem Bolero gefällt es mir sehr gut.

Kleid:
Schnitt: hauptsächlich Simplicity 2444, Oberteil größtenteils Burda 122 (06/2011)
Material: Baumwolle, Paspel, nahtverdeckter Reißverschluss, Futter.
Änderungen: Kleid komplett gefüttert, Paspel am Ausschnitt, Rückenausschnitt wie beim Pushing Daisies Kleid.
Fazit: Ich mag mein Zebrakleid. Der Schnitt ist so lala, k.A. ob ich den nochmal nähe.

Bolero:
Schnitt: Aachen von Schnittquelle
Material: Romanit von Stoffe.de
Änderungen: Ärmelsaum = 3cm, kein Knopf als Verschluss. Beim nächsten Mal würde ich hinten die Jacke noch 2cm kürzen, damit diese genau in der Taille endet.
Fazit: toller Boleroschnitt, passt super über Kleider

Die anderen MeMadeMittwoch-Teilnehmerinnen findet ihr auf dem MeMadeMittwoch-Blog. Dort zeigt Dodo noch ein letztes Mal Blumen. Wer wer von Dodo erfahren möchte, kann in die Podcastepisode mit ihr reinhören.

Muriel

Dienstag, 20. September 2016

neuer Panty Schnitt ausprobiert: the Emse Panties von Evie la Lúve

Zur Zeit bin ich im Unterwäsche Nähfieber. Die Schnitte nähen sich, im Vergleich zu einem Kleid, so schön schnell. Außerdem kann Frau ja nie genug Unterwäsche haben.

Leider hat mein Lieblingspantyschnitt (Achtung: mit Mittelnaht vorne :-)) den Nachteil, dass immer ein Stückchen Spitze übrigbleibt. Zu viel für einen BH aber zu wenig für eine weitere Panty. Deswegen war ich auf der Suche nach einem alternativen Pantyschnitt um die Spitzenreste zu verarbeiten. Gefunden habe ich den Schnitt "the Emse Pantie" von Evie la Lúve. Dieser Schnitt benötigt nur hinten Spitze und vorne wird Jersey verwendet. Für den ersten Versuche habe ich nur Reste verwendet.

Der Schnitt lässt sich schnell nähen, das Schreiben des Blogposts hat da länger gedauert.
Mein Fazit zu der ersten Variante ist durchwachsen.


Was ich nicht so schön an dem Schnitt finde:
  • sieht vorne sehr nach Schlüpfer / Slip aus und somit weniger wie meine bevorzugten Panties / Shorts. Die hintere Ansicht gefällt mir.
  • die obere Kante wird mit Falzgummi versäubert. Ich finde, das sieht etwas lieblos aus.
  • Die Anleitung finde ich für eine Kauf-Anleitung etwas knapp gehalten, so kenne ich das eher von Gratisschnitten, kam dennoch mit der Anleitung zu recht.
Auch wenn dass jetzt alles negativ klang, ich glaube der Schnitt hat Potential.

Änderungen fürs nächste Mal:
  • Der vordere Beinausschnitt wird nur geoverlockt, umgeschlagen und festgenäht. Ich vermute, dass dieser ausleihern wird. Würde beim nächsten Mal an der Stelle noch Framiltonband annähen oder falls farblich passenden vorhaben schmales Gummiband verwenden.
  • Die vordere Ansicht gefällt mir wegen der Slip-Optik nicht so, würde versuchen meinen bisherigen Pantyschnitt fürs Vorderteil zu verwenden und so beide Schnitte zu kombinieren.
  • Die obere Kante würde ich normal mit Gummi verarbeiten oder falls farblich passend mit dehnbarer Spitze.
Schnitt: the Emse Panties von Evie la Lúve
Material: Spitze 15cm breit, Falzgummi, Viskose-Jersey für das Vorderteil, Baumwolljersey für den Zwickel.
Änderungen: keine, würde jedoch beim nächsten Male in paar Punkte ändern (siehe Text).
Fazit: Also ich weiß nicht, ich suche weiter nach einem Panty-Spitzenreste-Verarbeitungsschnitt. Vielleicht ist der slipmäßige Schnitt für mich auch einfach nur ungewohnt, ich werde es testen.

Muriel

Donnerstag, 8. September 2016

Neues Schnittmuster von Crafteln.de: Der Partyrock

Schnittvorstellung: Partyrock von Meike (crafteln.de)

Ich durfte das neue Schnittmuster von Meike (crafteln.de) nähen. Zugegeben, ich war skeptisch, ob dies ein Rockschnitt für mich ist. Ich bevorzuge Röcke mit (Form-)Bund, aber die liebe Meike kennt mich nun schon so viele Jahre, dass ich ihrer Meinung vertraue, und so viel kann ich schon mal verraten: Sie hatte Recht.

Der Schnitt besteht aus nur einem Schnittteil (das sechsmal verwendet wird) - das lästige Abpausen geht also super fix. Das Ungewöhnliche an dem Schnitt sind die raffinierten Falten, welche sich an der Seite des Schnittteils befinden. Dadurch erhält der Rock im unteren Teil ein tolles Volumen und ist oben trotzdem figurnah geschnitten.

Meine erste Tat bei Röcken nach dem Abpausen ist immer das Kürzen. Bei dem Rock durften bestimmt mind. 10cm weg. Hierbei war gut, dass ich von Meike einen Tipp bekommen habe, dass man diesen Rock nicht wie normal kürzen darf, sondern die Sache wegen den Seitenfalten anders angehen muss.

In den Designbeispielen wurde häufig fester Stoff mit Stand verwendet, da war ich neugierig, wie sich der Schnitt mit einem leicht fallenden Stoff macht. Vernäht habe ich einen gut abgelagerten Stoff vom Bloggertreffen in Bielefeld 2014. Keine Ahnung mehr, aus welchem Material dieser ist, er ist ähnlich dick wie Patchworkbaumwolle, fällt aber viel leichter und hat einen dezenten Schimmer.

Verarbeitungstechnisch war der Stoff eine Diva - wirklich furchtbar. Ich habe diverse Farben an Kreiden, Wachspapieren und Markierstiften ausprobiert und wirklich keine war auf dem Stoff auch nur annähernd sichtbar. So durfte ich jede einzelne Markierungslinie per Hand mit Faden markieren. Bei insgesamt sechs Schnittteilen, welche jeweils sechs Markierungslinien für die Falten benötigen, kommt da einiges zusammen. Mein Tipp: Verwendet für den Schnitt nur Stoff, der sich einfach markieren lässt, sonst dauert der Schnitt gleich doppelt so lang.


Der Rock hat einen angeschnittenen Bund. In der Anleitung wird nur der angeschnittene Teil mit Einlage verstärkt. Da mein Stoff im Gegensatz zu dem empfohlenen Stoff leichter ist, habe ich den kompletten Bundbereich (also auch die "Gegenseite" des angeschnittenen Bunds) mit Einlage verstärkt.

Als ich alle Falten genäht und 2x drei Teile aneinander genäht hatte, ist mir ein fataler Fehler beim Zuschnitt aufgefallen. Ich hatte, gewohnheitsmäßig, in doppelter Stofflage zugeschnitten. Sollte man bei diesem Schnitt NICHT machen. Es wird wirklich sechsmal das gleiche Teil benötigt. Meike weist in der Anleitung darauf hin, dass einlagig zugeschnitten wird. Das Warum hatte sich mir zu dem Zeitpunkt nicht erschlossen und so habe ich eigenmächtig "normal" zugeschnitten.
Guter Rat war teuer - nochmal drei der sechs Teile wollte ich auf keinen Fall aus diesem Stoff zuschneiden. So habe ich es mir einfach gemacht und die dreiteiligen Stoffbahnen aneinander genäht. Jetzt gehen bei mir die Falten nicht einmal rund herum, sondern vorne in die eine und hinten in die andere Richtung. Man könnte meinen, es ist so gewollt. :-)

So sieht die eine Seitenaht aus, wenn man falsch zugeschnitten hat. :-)
Die Falten sollen eigentlich in die gleiche Richtung verlaufen.

Für den Saum ist laut Schnitt Schrägband vorgesehen, das macht bei einem Stoff mit Stand auch Sinn. Ich wollte die Leichtigkeit meines Stoffes erhalten und habe mit dem Rollsaumfuß der Nähmaschine gesäumt.

Ich fühle mich sehr wohl in dem Rock, davon nähe ich mir sicherlich noch mehr Versionen.

Schnitt: Partyrock von crafteln.de
Material: Stoff, Gewebeeinlage (Freudenberg), nahtverdeckter Reißverschluss, Nahtband
Änderungen: Rock gekürzt, Bund komplett mit Einlage
Fazit: Toller Rock, der beim Laufen toll mitschwingt. Was mir für den Alltag fehlt, sind Taschen - aber die haben in diesem Schnitt eben leider keinen Platz.

Tipp: Auch wenn man wie ich Nähanleitungen in der Regel nur als grobe Richtlinie ansieht, macht es bei diesem durchdachten Schnitt durchaus Sinn, die Anleitung zu beachten.

@Meike: vielen Dank fürs Zurverfügungstellen des Schnittes.

Anmerkung: Mir wurde das Schnittmuster kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Beitrag ist jedoch ganz auf meinem Mist gewachsen. :-)

Das Oberteil auf den Fotos ist nach dem Vogue-Schnitt V8581.

Andere tolle Kleidungsstücke findet ihr heute auch auf dem RUMS Blog.

Muriel
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