Mittwoch, 27. Juli 2016

MeMadeMittwoch - mein ultimatives Reisekleid

Heute ist der letzte MeMadeMittwoch vor der Sommerpause, da muss ich einfach noch mal bei MeMadeMittwoch mitmachen. Das Thema heute: "Ich packe meinen Koffer".

Mein Sommerurlaub für dieses Jahr ist leider schon wieder vorbei aber dafür habe ich Tragebilder von meinem Lieblingsreisekleid - dem McCalls M6397 Schnittmuster.

McCalls Kleid und Nettie (ClosetCasefiles) Body
Das Kleid ist aus einem dehnbarem Baumwollsamt kombiniert mit einem dehnbaren Futterstoff. Das macht das Kleid schön strechtig. Die Bequemlichkeit ähnlich einem Jerseykleid und es sieht trotzdem nach einem richtigen Kleid aus. 

Entdeckt hatte ich den Baumwollsamt bei der AnNäherung Würzburg 2015. Damals hat Alexandra (mamamachtsachen) sich einen Rock aus dem Stoff in rot genäht. Leider gibt es diesen tollen Stoff nur in den zwei Farben - sonst hätte ich mir gleich noch ein Kleid daraus genäht.

Zugeschnitten hatte ich schon x Monate vor dem Urlaub. Dank meiner meditativen Nähweise (also einer sehr langsamen) blieb das Kleid dann erst Mal in der Warteschleife. Kurz vor dem Urlaub fiel mir auf, dass ich nichts zum anziehen hatte und da kam mir das bereits schon komplett zugeschnittene Projekt gerade recht. Sogar ein paar Nähten waren schon genäht.

Warum ist es für mich das ultimative Reisekleid?
  1. Dadurch, dass ich dazu gerne Nettie Bodys trage bleibt das Kleid vor mir "geschützt" und man kann es ohne Waschen mehrmals im Urlaub tragen. Das Kleid lässt sich bei warmem Wetter auch ohne Shirt drunter tragen. 
  2. Fürs Reisen super praktisch sind die großen Taschen, da kann kurz mal das Handy und Co. rein - alles hat Platz.
  3. wie schon geschrieben, durch den strechtigen Stoff ist das Kleid super bequem und man sieht trotzdem angezogen aus.
Schnitt: McCalls M6397 (leider inzwischen Out-of-Print)
Material: Baumwollsamt und dehnbares Futter (Fashion for Designers), dunkelblauen Paspel, Metallreißverschluss, Nahtband (also das mit dem Faden).
Änderungen: Änderung von Version 1 (Totenkopf-Kleid) übernommen.
Fazit: Ich liebe diesen Schnitt - da wird es bestimmt noch weitere Varianten geben.

Die anderen Urlauberinnen findet ihr auf dem MeMadeMittwoch Blog. Vielen Dank an die MeMadeMittwoch Crew für eure tolle Arbeit.

Muriel

Sonntag, 24. Juli 2016

Film und Serien Sew-Along Teil: Finale

Letzten Sonntag war das Finale vom Film- und Serien-SewAlong von minimale extravaganz und jetzt endlich bin auch ich mit meinem Kleid fertig. Irgendwie hat sich dieses Mal alles sehr gezogen, obwohl es vom Aufwand nicht sooo wild war.

Nochmal kurz eine Zusammenfassung für Euch:

Im ersten Teil hatte ich von meinem Plan geschrieben, ein Kleidungsstück aus der Serie "Call the Midwife" zu nähen. Entschieden habe ich mich für das Tanzkleid von Trixie:



Den Schnitt hat mir netterweise minimale extravaganz erstellt. Das ist ihr Entwurf:


Gleich der erste Versuch des Probekleids war erfolgreich. Es mussten nur noch Kleinigkeiten geändert werden. Das habe ich in Teil 3 beschrieben. Insgesamt habe ich zwei Probeteile vom Oberteil gemacht. Das Rockteil (Tellerrock mit 6 Kellerfalten) hat gleich gepasst. Den Futterschnitt habe ich versucht selbst zu erstellen, das war so semi-erfolgreich. Nach einer Nachhilfestunde bei meiner persönlichen Schnitterstellungsfee :-) wusste ich, was falsch war, und konnte die Futterteile fürs Oberteil nochmal erstellen.

Das Nähen des richtigen Kleides ging dann recht schnell, war ja schon das dritte Mal. Mit Ausnahme des fast 90°-Winkels am angeschnittenen Kragen/Rückenteil, dieser hat mich trotz Heftens einiges an Auftrennarbeit gekostet.
Mein fertiges "Call the Midwife - Trixie" Kleid
Außerdem habe ich mich bei den Knöpfen und den Knopflöchern wieder angestellt. Alleine schon die Entscheidung für die Knöpfe fiel mir sehr schwer. Entweder sahen die Knöpfe viel zu groß oder zu klein aus. Dank einem Tipp von Yacurama sind es dann beziehbare Knöpfe geworden.

Wenn möglich versuche ich Knopflöcher und Knöpfe zu vermeiden, deswegen habe meine Blusen auch bisher keine gehabt und wurden mit verdeckten Druckknöpfen (Deer&Doe, 12-Tops-Challenge) geschlossen. Wenn mir jemand die Entscheidung für Knöpfe abnehmen und die Knopflöcher noch einzeichnen würde (danke an der Stelle an Mann) - dann wäre es gar nicht so schlimm. Am Nähen liegt es nämlich nicht.

Auf dem Foto aus dem Film trägt Trixie eine Brosche. Klar, dass ich dann auch eine brauche. Auf dem Flohmarkt wurde ich fündig und habe zwei originale "Vintage"-Broschen gefunden. Ein silberfarbenes  Kleeblatt und eine Hummel. Der Gürtel ist ein Geschenk von minimale extravaganz - ihr seht, ohne sie wäre mein Projekt komplett anders geendet.


Brosche Nr. 2
Schnittmuster: Design von minimale extravaganz (Grundlage war ein Burda-U-Boot-Oberteil), Nahttasche (Butterick), Futterrock ohne Falten zugeschnitten.
Material: Oberstoff von TanteEmma, Paspel, Futter und Batist (Oberteilfutter) von FrauTulpe. Knöpfe selbstbezogen (Prym), Einlage für Knopfleiste/angeschnittenem Kragen, nahtverdeckter Reißverschluss.
Änderungen: Im Vergleich zum Probeteil wurde der Winkel des angeschnittenen Kragens noch geändert, am Oberteil an der Seite wurde was dazugegeben und die Taille nach oben versetzt.
Fazit: Der Schnitt entspricht nicht meinem üblichen Kleiderstil und es ist für mich kein Kleid für jeden Tag, aber nichts desto trotz fühlt es sich toll an und ich freue mich darauf, es zu tragen.

Vergleich Filmkleid - mein Kleid: Ich finde, ich habe das Filmkleid gut getroffen. Einzig der Unterrock fehlt noch - ob ich den jemals nähen werde? Der Rock ist länger als meine normalen Röcke, d.h. der Unterrock müsste auch länger sein und wäre für mich dann (aktuell) nur für dieses eine Kleid nutzbar und da fehlt mir die Motivation für.

Jetzt darf das Kleid aber erst mal in den Schrank - für ein gefüttertes Kleid ist es zur Zeit (zum Glück) definitiv zu warm. 

Die anderen fleißigen Teilnehmerinnen des SewAlongs findet ihr bei minimale extravaganz.
 @yacurama: vielen vielen Dank für diesen SewAlong und deine großartige Unterstützung bei meinem Kleid.

Ich hoffe, es gibt im nächsten Jahr wieder einen solchen SewAlong - immer wieder eine tolle Gelegenheit, mal aus seinem normalen Nähschema auszubrechen und was Neues auszuprobieren.

PS. Im letzten Jahr hatte ich ein Pushing-Daisys-Kleid genäht, welches ich sehr gerne trage. Auch das ist kein normales Alltags-Kleid.

Muriel

Mittwoch, 13. Juli 2016

MeMadeMittwoch - es war mal Sommer (kurzzeitig)

Diesen Sommer ist es echt verhext - entweder es ist brütend heiß oder es gleich wieder herbstlich. Mein "heutiges" MeMadeFoto ist von Dienstag letzter Woche - da war´s noch sommerlich.

Ich war bei Yacurama zu Besuch um den Schnitt für mein Film- und SerienSewAlong Kleid final anzupassen.


Mein heutes Outfit besteht aus einem älteren Burda-Shirt mit überschnittene Ärmeln und meinem All-Time-Favorite-Tellerrock mit breitem Bund.

Das Shirt hat inzwischen schon 4 Jahre aufm Buckel - das sieht man dem Stoff auch an. Die Farben haben an Strahlkraft verloren (siehe Oberteil-Link unten) aber alles in allem hält es sich sehr gut.

 Den Rock habe ich dieses Jahr im Rahmen des #ProjektBrotundButter (von siebenhundertsachen) genäht. Ich liebe diesen Rock.

Oberteil:
Schnitt: Abwandlung von Burda 02/1011 101 (vom Kleid das Oberteil)
Änderungen: siehe verlinkter Post
Stoff: Jersey vom Stoffmarkt
Fazit:  sehr schneller Schnitt, da dauert das Zuschneiden fast länger wie das Nähen :-)

Rock:
Schnitt: 1/2 Teller, Deer&Doe Bund, Eingriffstaschen nach Vogue (mehr Details siehe Rock-Link)
Material: weicher Jeansstoff, selbst hergestellte Paspel, Nahtverdeckter Reißverschluss, Einlage, Futter
Änderungen: Eingriffstasche: oberer am Körper anliegender Teil aus Oberstoff Rest aus Futterstoff.
Fazit: Immer noch ein toller Schnitt. Da wird es bestimmt noch weitere Varianten geben

Der heuten MeMadeMittwoch wird gleich von vier der tollen Moderatorinnen geleitet. Wer sonst noch dabei ist, seht ihr hier.

Muriel

Montag, 11. Juli 2016

Podcastepisode Nr. 16 mit Elke/Bele über die Ausstellung "Look! Fashiondesigner von A bis Z"

Ausstellung „LOOK! Modedesigner von A bis Z – Die Sammlung des MAKK“, 2015/16,
© MAKK, Foto: RBA Köln, Marion Mennicken
Im letzten Jahr hatte ich im Zuge des Bloggerinnentreffens in Köln die Gelegenheit, das Museum für angewandte Kunst Köln zu besuchen. Unsere Organisatorinnen hatten für die Teilnehmerinnen eine persönliche Führung durch die Ausstellung "Look! Fashiondesigner von A bis Z" organisiert und so konnten wir einen Blick hinter die Kulissen und auf die umfangreichen Vorbereitungen, welche für eine solche Ausstellung notwendig sind, erhalten. Die Sonderausstellung präsentierte eine Auswahl wichtiger Neuerwerbungen des Museums, welche als charakteristisch für ihre Entstehungszeit gelten.

Ich war in der Gruppe, die von Elke (einigen evtl. durch ihre Blogkommentare auch als Bele bekannt) durch die Ausstellung geführt wurde. Dies fand ich so spannend und informativ, dass ich sie zu meinem Podcast eingeladen habe. Zu meinem Glück hat das geklappt. Nun können auch diejenigen, die keine Gelegenheit hatten, die Ausstellung zu besuchen, einen Eindruck davon gewinnen.

Das Museum hat eine umfangreiche Textilsammlung. Elke selbst ist sehr textilbegeistert. Ihr beruflicher Werdegang begann mit einer Ausbildung zur Damenschneiderin. Inzwischen arbeitet sie bereits einige Jahre als Textilrestauratorin in Köln.


Opening Ceremony, Prêt-à-porter,
Frühjahr/Sommer 2014, Neopren bedruckt,
© MAKK, Foto: RBA Köln, Marion Mennicken
Vivienne Westwood, Prêt-à-porter-Linie „Red Label”, Herbst/Winter-Kollektion „Portrait“ 1990/91,
© MAKK, Foto: RBA Köln, Marion Mennicken

Thierry Mugler, Prêt-à-porter-Kollektion „L'Été du Sahara“, Frühjahr/Sommer 1986,
© MAKK, Foto: RBA Köln, Marion Mennicken
In dieser Folge sprechen wir unter anderem über:
  • ihre Entwicklung von der Damenschneiderei über einige Zwischenstationen bis zur Textilrestauratorin
  • die Intention hinter dieser Ausstellung
  • die Herausforderungen beim Ausstellen dieser empfindlichen Ausstellungsstücke
  • museal geeignete Vitrinen, um eine Schädigung der Kleidungsstücke zu vermeiden
  • Geschichten rund um einzelne Ausstellungsstücke (Alexander McQueen, Viviene Westwood)
  • der aufwendige Entstehungsprozess der Figurinen
  • das Thierry Mugler-Prêt-à-por­ter-Kleid und die Herausforderung, dieses Outfit auszustellen.
  • die Gefahr von Klimaschwankungen für diese historischen Stücke
  • wie sich Stoffe im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte verändern
  • wie die Kleidungsstücke aufbewahrt werden
  • ihre Lieblingsstücke aus der Ausstellung
  • in wieweit sich ihr Blick auf Mode durch die Arbeit im Museum geändert hat
  • in welchem Zusammenhang sie Mode, Frauen und Politik sieht.
  • mein Bericht über die Ausstellung "Auf nakter Haut" (Stuttgart)
Die Ausstellung ist inzwischen leider schon vorbei. Wer die Stücke aus der Ausstellung sehen möchte, kann sich den gut gestalteten Ausstellungskatalog mit über 300 Seiten im Buchhandel kaufen.

Vielen Dank an Elke für deine Zeit.
 
Ausstellung „LOOK! Modedesigner von A bis Z – Die Sammlung des MAKK“, 2015/16,
© MAKK, Foto: RBA Köln, Marion Mennicken

Nun will ich Euch nicht noch länger auf die Folter spannen. Los geht es mit der Podcastepisode:

 
Hier sollte ein Player angezeigt werden, 
falls nicht, bitte den Post über meinen Blog direkt aufrufen, dem Downloadlink,
via iTunes  oder einer Podcatcher App für Android / Windows Phone  (hier der RSS-Link für eure mobilen Geräte) 

 
Music "Goodwill Cowboys Ride Again" by Michael Chapman & The Woodpiles (modified by Muriel)
Available on the Free Music Archive under CC BY-NC 3.0 license

Vielen Dank an das Museum für die Zurverfügungstellung der Fotos.
Vielen Dank natürlich auch an Chrissy (Chrissys Nähkästchen) für deine stundenlange Arbeit für den Schnitt dieser Podcastfolge. 


Weitere Infos rund um den Nahtzugabe5cm-Podcast findet ihr auf meiner Podcast-Seite.
Und jetzt bin ich gespannt, wie Euch diese Folge gefallen hat.

Wenn Euch mein Podcast gefällt, würde ich mich freuen,
wenn ihr mein Podcastlogo mit Verlinkung mit auf Euren Blog nehmt.
Vielen Dank.
"Ich höre den Podcast von Nahtzugabe5cm.de"

Muriel
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