Freitag, 29. Januar 2016

UFO Abbau Teil 3: Zweiter Zwischenstand


So meine lieben Mit-UFO-Abbauerinnen wie ist es euch in der vergangenen Woche ergangen?

Bin gespannt, wie es bei Euch gelaufen ist. Nächste Woche ist dann ja schon unser Finale. Die Zeit ging jetzt echt schnell rum.



So nun noch kurz zu meinem UFO-Fortschritt:

Kleinere Tasche für Nähtreffen:
Hab kein neues Bild für Euch. Warte noch auf das neue längere Gurtband. Lokal gab´s leider nicht "meinen" Grünton. Bin zuversichtlich, dass das Anfang nächster Woche kommt und ich die Tasche noch fertig bekomme.

Karo Rock - hoffe bis nächste Woche ist es auch wieder ein Rock
Karo Bleistiftrock:
Bei dem Rock hatte sich ein Stück der Saum-Handnaht am Futter gelöst und eigentlich wollte ich nur die Stelle wieder nähen. Jetzt hab ich beschlossen zur Sicherheit den ganzen Futtersaum nochmal neu an den Oberstoff zu nähen, nicht, dass ich demnächst wieder an anderen Stellen flicken darf.

Strampler ist fertig
Ein fertiges Stück habe ich - das geliehene Babystrampler-UFO:
Da haben nur die Bündchen noch gefehlt eigentlich eine Arbeit von unter 10min. Wenn man aber dabei eine Stecknadel in die Ovi fallen lässt und die durch Schütteln nicht mehr rauskommt, dauert so eine Ovi-Rettungsaktion gerne mal 2 Stunden - so jetzt wisst ihr was ich gestern Abend gemacht habe ;-)

Ein Teil der Fundstücke aus meiner Ovi,
leider war die vermisste Stecknadel nicht dabei
Muriel

Donnerstag, 28. Januar 2016

Nähmotto für 2016

Der erste Monat des neuen Jahres ist schon bald wieder rum und ich habe mein persönliches Jahres-Nähmotto noch nicht verkündet.

Meine bisherigen Mottos:
Schon die letzten Jahre hat mich mein jeweiliges Motto durchs Jahr begleitet. Das hat auch so immer gut funktioniert. Letztes Jahr hatte ich besonders viel Glück, da durch die 12-Tops-Challenge von Santa Lucia Patterns hatte ich "Druck" jeden Monat ein Shirt abliefern zu "müssen".

Für dieses Jahr bin ich schon ein paar Monate am überlegen und bin bis zuletzt zwischen einer "Threads Magazin"-Technik-Challenge und dem Thema "Hosen" geschwankt.

Die Threads Idee gefällt mir sehr gut, dabei würde es darum gehen, dass man alle zwei Monate eine der in der Zeitschrift gezeigten Techniken ausprobiert. Die dort gezeigten Techniken reizen mich schon sehr, nur fehlt mir oft die Motivation diese auch wirklich auszuprobieren. Alleine denke ich, komme ich da nicht so weit und hebe mir die Idee mal für eine gemeinsame Aktion auf.

Nachdem mein Bestand an Röcken und Kleider inzwischen ein gutes Maß erreicht hat erreicht hat, brauche ich mir da kein Jahresmotto vornehmen. Was für mich bisher ein weißer Fleck auf der Landkarte ist, sind Hosen.

Kaufhosen, egal ob Jeans oder Business, trage ich nur sehr ungern. Irgendwie hängen, diese immer an einer komischen Stelle, dann zieht es noch hinten rein ... Shirt rutscht hoch ... ach, ihr kennt das bestimmt auch.
Hosen und besonders Jeans sind seit etlichen Monaten vermehrt auf Nähblogs zu finden, auch auf eher Rock-Kleider-affinen-Blogs. So ist in mir die Erkenntnis gereift, dass meine Abneigung zu Hosen vielleicht eher dran liegt, dass ich bisher noch keine wirklich gut sitzende Alltagshose hatte, als daran, dass ich im generellen Hosen nicht mag. Das wird also mein Experiment für dieses Jahr.

Ich habe jetzt nicht vor jeden Monat eine Jeans/ Hose zu nähen.... nein, eher geht es darum, dass ich darauf mein Fokus legen will und mich in die Thematik über das Jahr rein fuchsen möchte. Eine meiner Inspirationen waren die Lobpreisungen auf Ginger Jeans von Bunte Kleider. Da muss man doch einfach schwach werden. Auf ihrem Blog gibt es einen Überblick über ihre genähten Hosen. Sehr interessant waren auch die Posts von Frau Lotterfix zum Thema Hosen (in ihrem Fall sogar selbst konstruiert)

Hat jemand schon Erfahrung mit den Hosenkursen auf Craftsy gemacht?

Zusätzlich zu dem jeweiligen Nähmotto, gibt es bei mir auch immer ein Farbmotto. 2014 war das Blau ... das habe ich solange betrieben bis mir die Farbe Anfang 2015 ausm Hals raus hing aber durch das Motto habe ich viele gut kombinierbare blaue Kleidung im Schrank, war also nicht sooo schlimm.

Im letzten Jahr wollte ich mich auf Curry-Senffarben sowie Türkisen Stoff konzentrieren. Ich hätte nie gedacht, dass die beiden Farben so schwer zu finden sind. Deswegen greife ich beide Farben dieses Jahr auch wieder auf. Ein paar gute Quellen wurde mir im Zuge des #ProjektsBrotundButter schon genannt. Es könnte also was werden.

Ich freue mich auf das kommende Jahr und bin sehr gespannt, ob aus mir nochmal eine Hosenliebhaberin wird.

Habt ihr für Euch ein Jahres(näh)motto?

Muriel

Mittwoch, 27. Januar 2016

MeMadeMittwoch mit Geburtstagschal und Einladung zum Nähbloggerinnentreffen

Das Besondere an meinem Outfit: Der Schal

Nachdem ich letzte Woche in gedeckteren Farben beim MeMadeMittwoch mitgemacht habe, gibt es heute wieder Farbe. Ich trage Netti (Body) und eine Jeans umgestaltet als Rock. Das besondere an meinem heutigen Outfit ist aber mein Schal. Leider habe ich vergessen davon im angezogenen Zustand Fotos zu machen aber bei minimale extravaganz könnt ihr ihn getragen anschauen. Dort findet ihr auch weitere Details zu dem Strickmuster.

Den Schal habe ich letztes Jahr zum Geburtstag von ihr geschenkt bekommen. Ist das nicht der Hammer?! Bin immer noch ganz hin und weg wie viel Arbeit minimale extravaganz sich für mich gemacht hat. Sie hatte schon im Sommer damit angefangen (mein Geburtstag war im Winter). Bin sicher, der Schal wird mich ganz lange begleiten.
Durch das Farbverlaufsgarn passt er super zu vielen meiner Kleidungstücke und so ist fast täglich im Einsatz. Bin sehr stolz auf diesen besondere Geschenk und erzähle jedem mit Handarbeitsinteresse woher ich den habe. Vielen Dank liebe minimale extravaganz.

Detailfoto vom weltschönsten Schal :-)
Merkt man mir etwa an, dass ich verliebt in den Schal bin?!
So nach all der Begeisterung nun noch kurz zurück zum Rest des Outfits:

Den Rock, aus meiner Nähanfangszeit, trage ich nur selten. Inzwischen stört mich der oben abstehende Bund. Jeans umgestalten oder sonstige Umstyleaktionen reizen mich seit ich ins Nähen mit Schnittmustern eingestiegen bin, gar nicht mehr. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich inzwischen fast nur noch selbst genähte Sachen habe, die eh schon so sind wie ich sie möchte und deswegen gar nicht der Wunsch zum Umgestalten aufkommt.

Das Oberteil ist (schon wieder :-)) Nettie, da müsst ihr jetzt durch, dass ich die ständig habe. Der Schnitt ist momentan mein meist getragener. Bei den kalten Temperaturen wird man überall trotz Rock schön warm gehalten ohne "Wärmebrücken".

Schnitt: Nettie von Closet Case Files, Variante mit Scoop Front und High Back
Material: Viskosejersey von S+S, Baumwolle, Druckknöpfe, durchsichtiges Framiltonband
Änderungen: Ärmel gekürzt, Rückenteil anstatt Bruch mit Mittelnaht.
Fazit: Zusammen mit dem Hollyburn-Schnitt ist das mein Lieblingsschnitt 2015. Inzwischen schon 6s genäht.

Die anderen Teilnehmerinnen treffen sich auf dem MeMadeMittwoch Blog.

Noch etwas in eigener Sache zusammen mit Elsa (Nährstoffe) und Sabine (langsame-schildkröte) organisiere ich das Nähbloggerinnentreffen in Stuttgart. Weitere Infos gibts hier

Muriel

Montag, 25. Januar 2016

Nähbloggerinnentreffen Stuttgart 2016

Weil es so schön war, tun wir es noch mal – BloggerInnentreffen 2016 in Stuttgart 


Eigentlich schon kurz nach dem letzten Treffen, intensiver dann bei der AnNÄHerungSüd, haben wir (Sabine, Elsa & ich) uns mit einer Neuauflage beschäftigt.

Der Termin ist Samstag, der 16.04.2016

Wir dachten, dass wir wieder so gegen 10.00 Uhr starten und den Tag miteinander verbringen. So toll war es letzte Jahr, hier z.B. bei IsaLaBella , DreiKah  oder auf meinem Blog.

Einen Programmpunkt gibt es schon:

Beim letztjährigen BloggerInnentreffen war Sabine mit einigen Teilnehmerinnen in einem alteingesessenen Kurzwarenladen, bei Berger.


Der Inhaber war doch ziemlich begeistert von und und bot spontan an, seine Knopfschätze vorzuführen und etwas darüber zu erzählen. Leider passte das aus Zeitgründen nicht, wir sind aber so verblieben, dass wir das eben ein anderes Mal nachholen. Hier der Link zum Geschäft  und auch ein kurzer Film .Das Geschäft war auch sonst wirklich sehenswert!

Weitere Details zum Ablauf folgen dann. Für heute: SAVE THE DATE! 

Wir freuen uns jetzt schon über ganz viele Zusagen. Anmeldungen via Webformular

Bei Fragen könnt ihr uns unter Bloggertreffen-Stuttgart@nahtzugabe5cm.de kontaktieren und noch eine Anmerkung: Auch ohne Blog seid ihr herzlich willkommen!

Muriel

Sonntag, 24. Januar 2016

Nähen im Miniaturformat: Puppenkleidung

Puppenkleidung

Mein Patenkind hat von ihrer Mutter (meiner guten alten Freundin und (ehemaligen) Mitbloggerin Kaddaa) ihre Puppe geerbt. Das gute Stück musste natürlich auch wieder angekleidet werden.
So wurde mir die Ehre zuteil, die inzwischen bestimmt 30 Jahre alte Puppe mit auszustatten.

Meine Schnittmusterkenntnisse in Sachen Puppenschnittmuster ist ähhhh... nicht vorhanden, und so war ich froh, dass Kaddaa mir den Tipp zu dem kostenlosen Schnittmuster von Punktiert.blogspot.com gegeben hat.

Das Schnittmusterset "Püppis Erstausstattung" enthält eine komplette Puppengarderobe von Windel über Body bis hin zur Jacke. Ich habe mich für den Pullover und die Hose entschieden.

Das Nähen ging schnell und die Anleitung war (für ein kostenloses Schnittmuster) gut verständlich. Auf Grund des Miniaturmaßes habe ich die Bündchen erst angenäht und dann die Seitennaht geschlossen. Ich glaube, anders wäre es selbst mit dem Nähfüßchen als Freiarm eine ganz schön enge Sache geworden.

Die Schnittmuster eignen sich sich gut zum Stoffreste abbauen. Die Hose ist aus einem Reststück von meinem ersten Toni-Kleid. Der Schafstoff war in meinem Adventskalender und ich bin froh, da eine Verwendung für gefunden zu haben. Mit 50cm Jersey komme ich ansonsten nicht gerade weit. Abgesehen davon, dass ich mir diese fröhlichen Schafe nicht an mir vorstellen könnte.
Das Oberteil wird hinten mit einem Klettverschluss geschlossen.



Das Patenkind hat sich über das Geschenk gefreut und die Kleidung wurde gleich angezogen. Viel Spaß beim Spielen kann ich da nur wünschen.

Muriel

Freitag, 22. Januar 2016

UFO-Abbau Teil 2: Erster Zwischenstand


Die erste Woche unseres gemeinsamen UFO-Abbaus ist schon wieder vorbei. Bin sehr gespannt, wie es Euch ergangen ist.
  • Wie seid ihr voran gekommen? 
  • Gibt es erste Entscheidungen oder vielleicht schon Ergebnisse?
Wer will kann auch gerne jetzt noch einsteigen und seine UFOs bekämpfen. Weitere Infos zum UFO-Abbau gibt es in diesem Post.




Wie manche vielleicht schon auf Twitter mitbekommen haben, leide ich momentan unter einer akuten Nähunlust. Auch meine neuen Stoffe und Schnitte motivieren mich nicht. Nähpodcast anhören hat auch nicht geholfen. Ohne den UFO-Abbau-Sew Along hätte ich mich letzte Woche gar nicht aufgerafft, so habe ich gestern eine liebe Arbeitskollegin besucht und beim gemeinsamen Nähen hab ich dann doch noch was Vorzeigbares fertig bekommen. Geht ja gar nicht, dass die "Vortänzerin" nix neues zu berichten hat.

"Oma" Schlauchschal: Ich habe doch tatsächlich etwas weitergestrickt. Leider gleich so weit, dass ich nicht mehr genug Wolle habe, um abzuketten (heißt das so, wenn man das Strickstück abschließt?). Abgesehen davon, dass ich durch meine lange Strickpause vergessen habe wie so etwas geht. Bevor ich mich aber mit dem Problem beschäftige, muss ich jetzt erst Mal rausfinden, wie man wieder zurückstrickt.

Baby-Strampler: Das war das ausgeliehene Ufo einer Freundin. Die freudige Nachricht ist, dass der Nachwuchs diese Woche auf die Welt gekommen ist. Am Sonntag darf ich zum Baby-Angucken vorbei kommen, hoffe bis dahin hab ich den Strampler fertig. Freu mich schon.

Zebrakleid-UFO: es geht voran
An dem Zebrakleid ging es inzwischen auch ein bisschen weiter. Ich habe den verstürzten Saum aufgetrennt, die Fäden entfernt und gebügelt. Als nächstes muss der Saum begradigt werden und dann wird das Futter und der Oberstoff einzeln versäubert. Bin echt mal gespannt, wie sich das Kleid mit dem dann etwas weniger voluminösen Rockteil macht. Das könnte was werden.

UFO-Nähtreffentasche: Finde das Problem
Meine neue kleinere Nähtasche für Nähtreffen: Ähhhh, ja, das eigentlich schnelle Projekt wird wohl jetzt doch länger dauern.

Nachdem ich die Seitentaschen an den Boden genäht hatte, ist mir aufgefallen, dass ich dann nicht mehr das Gurtband an den Seiten annähen kann, ohne die Innentaschen mitzufassen ... was die Taschen unbrauchbar macht.
Zum anderen ist mir, nachdem ich Seiten und Boden zusammen genäht habe, aufgefallen, dass die Tasche überhaupt nicht kleiner ist als meine bisherige und das war eigentlich der Plan. Keine Ahnung, was ich mir da letztes Jahr beim Zuschneiden gedacht habe... also alles nochmal auseinander geschnitten inkl. der Innentaschen. An auftrennen war wegen dem 3-Fach-Stich in Kombination mit dem Material (Messebauteppich) nicht zu denken. Dann hab ich alle Teile verkleinert und wieder zusammengenäht. Dieses Mal habe ich die Innentaschen erst mal weggelassen. Beim Stecken des Gurtbands, welches von einer Seite der Tasche bis zur anderen Seite verlaufen soll, kam dann der nächste Rückschlag: Das Gurtband ist 1m zu kurz *grummel* und ich hatte das extra für dieses Projekt gekauft. Muss nun neues Gurtband besorgen.

UFO-Neuzugang: Der Karorock
Einen Neuzugang habe ich noch - meinen Karo-Bleistiftrock von 2014. Diesen hatte ich diese Woche beim MeMadeMittwoch an. Bei dem Rock hat sich die Handnaht am Saum Futter-an-Oberstoff teilweise gelöst. Außerdem ist das Futter an einer Stelle eingerissen, das muss ich auch noch flicken.

erledigtes UFO
Ein bereits erfolgreich erledigtes UFO habe ich vorzuweisen: der doppelte Rüschen-Stufen-Rock.
Bei dem Rock war der Reißverschluss kaputt und entgegen meiner Gewohnheit, nur nahtverdeckte zu vernähen, war es ein normaler. Die vernähe ich nur sehr selten und dann nur mit viel fluchen. Als ich dann gestern Abend bei meiner Arbeitskollegin in netter Runde saß, war es dann doch gar nicht so schlimm und endlich kann ich den Rock wieder tragen ... jetzt muss es nur noch wärmer werden.


Muriel

Mittwoch, 20. Januar 2016

MeMadeMittwoch: Braun und Schlammgrün

McCalls Shirt  + Burda Rock

Man mag es ja nicht vermuten aber ich habe auch gedecktere Farben im Schrank. Heute trage ich ein Outfit, welches ich 2014 genäht habe.
Die Farbe von Shirt ist mir inzwischen zu "schlammig" aber wenn es schon mal da ist, wird es auch getragen. Der Rock ist mein normaler Bleistiftrockschnitt. Ich trage ihn verglichen mit den anderen Varianten seltener aber dennoch hat er zu recht einen Platz in meinem Kleiderschrank.

Ja, ich muss zugeben, mein heutiges Outfit ist nicht gerade aufregend aber so Tage gibt es in meinem Leben auch.

Oberteil-Schnitt: M6612 von McCalls - Hier seht ihr die Himbeervariante , die grüne Version, blaue Variante und die Strickstoffvariante.
Material: Strickstoff
Änderungen: siehe Variante 1 + die Ärmel als 3/4 Ärmel zugeschnitten.
Fazit: Inzwischen gefällt mir der Schnitt nicht mehr so. Ist mir zu weit geschnitten. Passt gut zu engen Röcken und Hosen.

Rock- Schnitt: den bereits zweifach erprobten Burda-Schnitt Burda 133 06/2010  - Die anderen sieben Varianten.
Material: Karobaumwollstoff, Reißverschluss, Futter
Änderungen: Rockteil nach unten hin schmäler gemacht.
Fazit: Klasse Schnitt besonders für gemusterte Stoffe. Stoffverbrauch nur 50cm, da kann man sich auch teurere Stoffe leisten.
Die anderen Teilnehmerinnen findet ihr auf dem MeMadeMittwoch-Blog. Dort zeigt Dodo heute ihren neuen Burda Mantel. Falls ihr Dodo mal hören wollt, von ihr gibt es auch eine Podcastfolge.

Muriel

Montag, 18. Januar 2016

Podcast Nr. 14 zum Thema Grundschnitt mit Immi Mayer und Mema

Immi
In der heutigen Folge geht es um das spannende Thema Grundschnitt: Was ist das? Braucht Frau so was ...?

Glücklicherweise habe ich für diese Folge zwei wunderbare Gäste. Zum einen Immi von Immi Meyer und Mechthild von von-mema.de, die ihr vielleicht schon von der Podcastepisode 3 kennt.

Die beiden haben zur Zeit eine sehr spannende Blogpostreihe zum Thema "Unabhäniger werden von Schnittmustern Einführung (Teil1)".
Darin geht es darum, sich anhand seiner eigenen Maße einen Grundschnitt zu erstellen und aus diesem dann mit Designdetails wie Krägen, Blenden, Abnähern oder was es noch alles gibt, den gewünschten Schnitt zu entwickeln. Quasi eine Alternative zu Kaufschnittmustern.

Immi hat sich bereits vor 30 Jahren den ersten Schnitt selbst konstruiert. Mema beschäftigt sich auch schon länger mit dem Thema und hat verschiedene Kurse dazu besucht.

Mema
Ein Grundschnitt ist ein Basisschnitt, der den Körper genau abformt (d.h. genau die eigenen Maße hat), plus einer Beweglichkeitszugabe. Sozusagen eine Blaupause des eigenen Körpers. Laut der beiden braucht man, um selbst einen Grundschnitt zu erstellen, keine höheren mathematischen Kenntnisse - es ist eher Malen nach Zahlen.

In dieser Episode sprechen wir unter anderem davon:

Warum arbeitet man mit einem Grundschnitt? Welche Arten des Grundschnitterstellens gibt es? Welche Vorteile hat so ein persönlicher Grundschnitt gegenüber einem Kaufschnittmuster? Was ist ein Sloper?

Die Links zur Folge:

Anmerkung: Mit der Tonqualität hatten wir dieses Mal nicht so viel Glück, aber das Thema fand ich so interessant, dass wir es trotzdem gewagt haben.

So, jetzt gehts aber endlich los mit der Podcastfolge:



oder Download (rechts Klick)
Hier sollte ein Player angezeigt werden, 
falls nicht, bitte den Post über meinen Blog direkt aufrufen, dem Downloadlink,
via iTunes  oder einer Podcatcher App für Android / Windows Phone  (hier der RSS-Link für eure mobilen Geräte) 

 
Music "Goodwill Cowboys Ride Again" by Michael Chapman & The Woodpiles (modified by Muriel)
Available on the Free Music Archive under CC BY-NC 3.0 license


Weitere Infos rund um den Nahtzugabe5cm-Podcast findet ihr auf meiner Podcast-Seite.
Und jetzt bin ich gespannt, wie Euch diese Folge gefallen hat.

Wenn Euch mein Podcast gefällt, würde ich mich freuen,
wenn ihr mein Podcastlogo mit Verlinkung mit auf Euren Blog nehmt.
Vielen Dank.
"Ich höre den Podcast von Nahtzugabe5cm.de"

Muriel

Sonntag, 17. Januar 2016

Eulenschlüsselanhänger - Reloaded


Vor inzwischen fast fünf Jahren, in meiner noch bloglosen Nähanfangszeit, hatte ich einen süßen Schlüsselanhängerschnitt entdeckt und war fortan im Eulenfieber. Die Schlüsselanhänger waren im Freundeskreis beliebt und bald hatte jede "ihre" Eule.
Inzwischen leben von den Eulen nur noch wenige und auch die sehen inzwischen so mitgenommen aus, dass sie eigentlich eine ruhige Rentenzeit verdient hätten. So startete ich dieses Jahr die schon länger angefragte Nachproduktion der Schlüsselanhänger-Eulen.

Meine Variante ist die leicht abgewandelte Version eines kostenlosen Schnittmusters von Craftpassion.com.

Beim Vorbereiten und Nähen der fummeligen kleinen Teile ist mir wiedermal aufgefallen, wie sehr viel mehr mir das Nähen von Kleidung liegt. Von der üblichen Entspannung, die ich beim Nähen habe, war bei den Eulen nicht so viel zu spüren, aber da musste ich dann durch. Schwierig ist es ja nicht, es ist nur sehr kleinteilig.

Schnitt: owl key chain holder
Material: Stoffreste, Filz, Knöpfe, Vlisofix, Vliseline G405, Ripsband
Änderungen: Augen bestehen nur aus einem Filzkreis
Fazit: Auch nach fünf Jahren ist dies immer noch mein Lieblingsschlüsselanhänger-Schnittmuster.

Habe mir auch wieder eine Eule genäht. Von meiner alten Eule war am Ende nur noch das Bändel mit den grünen Blättern übrig.

Muriel

Freitag, 15. Januar 2016

12-Tops-Oberteil Challenge: Update zum Mai-Oberteil

Im letzten Jahr war ich bei dem Ganzjahres-Oberteil-Sew Along "12-Tops-Challenge" von Santa Lucia Patterns dabei. Im Mai hatte ich mir ein normales einfarbiges Oberteil genäht. Kurze Zeit davor, am 12. März 2015, ist mein All-Time-Lieblingsautor Terry Prattchet gestorben. Seine Bücher habe ich mit 16 entdeckt und bin nicht mehr davon losgekommen. Wobei ich besonders die älteren Bücher gerne lese.

Nach seinem Tod wurden via Twitter (angeblich von seiner Tochter) folgende nun auf meinem Shirt verewigten Tweets verbreitet:


Als langjähriger Scheibenwelt-Fan war ich sehr ergriffen von den Worten und mir war klar, daraus möchte ich was machen, so kam ich auf die Idee mit dem Shirt. Gerne hätte ich noch Rattentod als Plottermotiv gehabt, aber "komischerweise" war keine Skelettratte mit Sense aufzufinden.

Dank des Shirts kann ich in der Firma herausfinden, wer noch so seine Bücher liest. :-) Ansonsten versteht den Aufdruck nämlich keiner.

Bei der Recherche für den Post bin ich auf diesen kleinen Comic gestoßen:
Ist es nicht süß, wie Truhe ihnen hinterherläuft?!


Oberteil:
Schnitt: Burda k.A. welche Ausgabe das war - könnte dieser Basicschnitt gewesen sein.
Material: dickerer Baumwolljersey von FrauTulpe
Änderungen: Rundhalsausschnitt, Ausschnittbündchen 5cm breit inkl. 1cm NZ
Fazit: Mein Basic-Langarmschnitt. Mir gefällt besonders der weite Ausschnitt.

Rock:
Schnitt: angelehnt an den bereits mehrfach erprobten Burda-Schnitt Burda 133 06/2010 (Roller-Rock, Vasen-Rock, Weihnachtskleid-Rockteil, der Karo-Rock und der Noche-de-los-muertos-Variante)
Material: Sweatstoff, Futter, Bündchen, Gummiband 2,5cm breit
Änderungen: sehr viele  - siehe Text
Fazit: super bequemer Rock

Muriel

UFO-Abbau: Zeigt her Eure UFOs


Heute geht es los mit unserem gemeinsamen UFO-Abbau. Wie Anfang Januar geschrieben, bauen sich UFOs (unfertige Objekte/Projekte) in der Regel leider nicht von alleine ab. Gehen wir das Ganze doch mal zusammen an.

  • Welches eurer Projekte liegt schon länger und warum ist es ein UFO geworden?
  • Was muss noch getan werden? Hat das Projekt noch eine Chance?
Mitmachen darf jeder mit angefangen Näh-/Strick-/Häkel- etc. Projekten. 


So, nun bin ich mal gespannt, welche UFOs Ihr habt:


Viel Erfolg schon mal bei eurem UFO-Abbau.


Meine UFOs halten sich zur Zeit (für meine Verhältnisse) in Grenzen. Beim UFO-Abbau letztes Jahr konnte ich da noch eine größere Sammlung beisteuern. Damals hatte ich insgesamt 11 Projekte, die aus den verschiedensten Gründen schon länger rumlagen.

Ich arbeite häufig an mehreren Projekten gleichzeitig. In der Regel klappt das sehr gut, nur gibt es immer wieder Projekte, die dann doch liegen bleiben, oft weil die Motivation fehlt. Schauen wir doch mal, woran es dieses Mal lag.

Unfertige Projekte:

"Oma"-Schlauchschal
Im letzten Jahr ist meine Oma gestorben. Ich habe sie immer gerne besucht und wenn ich bei ihr war, hatte ich häufig Strickzeug dabei. Sie hat es gerne gesehen, wenn ich genäht oder gestrickt habe. Ich hatte ihr mal gesagt, dass sie nicht gehen dürfte, bevor der Schal fertig wäre, damit sie diesen noch in fertig sehen kann. Sie hat mir versprochen, dass wir das so machen. Das hat mein Stricktempo für den Schal dann doch stark runter gefahren, ich wollte doch nicht ohne Oma sein. Leider konnte auch mein Schneckentempostricken es dann irgendwann doch nicht mehr verhindern. Seitdem liegt das Projekt. Irgendwie kommt es mir komisch vor, den Schal ohne sie zu stricken.

ausgeliehenes UFO von Nähfreundin
Beim letzten Besuch bei meiner Lieblings-Kaddaa meinte sie, dass sie für ihre Tochter (inzwischen fast 5 Jahre) mal einen Baby-Strampler angefangen hatte. Jetzt könnte sie den eigentlich demnächst wieder gebrauchen, leider fehlt ihr die Motivation. Kurzerhand habe ich selbstlos :-) erklärt, dass ich ihr UFO fertigstelle und sie es dann Nachwuchs Nr. 2 anziehen könnte. Viel ist nicht mehr zu tun. Es fehlen nur noch die Bündchen und Druckknöpfe

Nähtreffentasche-UFO
Normalerweise nehme ich zu richtigen Nähtreffs gerne meine extra große und sehr stabile Nähtrefftasche, welche ich 2010/2011 genäht habe, mit. In diese große Version passt mein Nähewerkzeugkoffer, Bügelunterlage aka Bettlaken, Bügeleisen, Bügelei, Bügelrolle, Abpausfolie, mind. 4 Projekttüten, Lampe, Mehrfachsteckdose, Ovi-Fußpedal, Nähzeitschriften ... also wie ihr seht, das Ding ist nicht klein. Bisher fehlt mir eine kleine Ausgabe dieser Tasche, so für kürzere Nähtreffen, wo ich nur ein oder zwei Projekte mit mir rumschleppe. Zugeschnitten habe ich die kleinere Tasche irgendwann Anfang 2015 und seitdem liegt sie.

Flick-/Änderungs-UFOs:

Zu UFOs werden auch gerne Kleidungsstücke, an denen man "nur " kurz was ändern muss. Leider zählt flicken nicht gerade zu meinen Lieblingsaufgaben und so zögere ich das gerne mal heraus.

Korsett - Schrägband erneut annähen

Bei meinem blauen Korsett (genäht 2012) hat sich das Schrägband an ein paar Stellen gelockert. Es muss eigentlich nur wieder angenäht werden. Arbeitszeit unter 30 Min, aber ich habe mich jetzt erfolgreich schon ein dreiviertel Jahr darum gedrückt. Das muss doch im Laufe des UFO-Abbaus möglich sein.

Zebra-UFO (Stoffwechselkleid)


2015 war der Stoffwechsel eine ganz schöne Herausforderung für mich. Ich habe einen "Riesen"zebrastoff bekommen. Sagen wir mal so, es war keine Liebe auf den ersten Blick. Dennoch habe ich mich tapfer durchgekämpft. Nachdem das Kleid fertig war, fiel mir auf, dass das am Saum verstürzte Futter hinten etwas rausschaut .... und schwups war das Kleid ein UFO. Meine Motivation, von einem Kleid, von dem es ungewiss ist, ob ich es trage, Futter abzutrennen, zu kürzen und wieder zu verstürzen war sehr gering. Heute kam mir die Idee, dass ich Rockoberstoff und -futter doch auch einfach einzeln säumen könnte. Das Verstürzen hatte ich damals nur gemacht, weil ich Horse Hair Braid verwenden wollte, leider sah das an dem Schnitt nach gar nichts aus und das Band kam wieder raus. Der zu dem Zeitpunkt bereits verstürzte Saum blieb. Vielleicht kann ich mich mit dem Kleid noch anfreunden, wenn durch das Einzelnversäubern etwas Volumen aus dem Rockteil genommen wird. Wir werden sehen.

Proberock für Steampunk

kaputter Reißverschluss

Ja, bei diesem Rock aus dem "schönen" Ikeastoff muss der Reißverschluss ausgetauscht werden. Der Rock war damals als tragbares Probeteil gedacht. Leider habe ich einen älteren geerbten Reißverschluss verwendet, das hat sich nach ca. 2 Jahren gerächt - der Reißverschluss ging kaputt. Ist mir bisher mit meinen neu gekauften noch nie passiert. Naja, werde wohl nicht drumrum kommen, diesen auszutauschen. Ach ja, die fertige Version des Schnittes sieht so aus.

Burda-Kleid
Dieses eigentlich sehr schön Burdakleid habe ich vor ca. 4 Jahren genäht. Meine Nähtechnik und Einstellungskenntnisse, was Overlock und Zwillingsnadel anging, war zu der Zeit noch nicht sooooo ausgereift und so hat das Kleid mit der Zeit angefangen, sich an den Nähten aufzulösen. Es müsste am Band (unter der Brust), dem Saum und den Seitennähten nachgebessert werden. Puhhhh, da bin ich noch am überlegen, ob ich das möchte. Den Schnitt finde ich auch heute noch schön, würde ich gerne nochmal nähen.
Muriel

Mittwoch, 13. Januar 2016

MeMadeMittwoch - Lieblingskleidung 2015

Traditionell fängt auch dieses Jahr beim MeMadeMittwoch mit einem Rückblick auf unsere Lieblingsstücke vom letzten Jahr an.

2014 habe ich das erste Mal bei diesem schönen Jahresrückblick mitgemacht. Damals war mein Lieblingsstück aus 2013 ein bodenlager Simplicity Rockschnitt. Alle diese Röcke werden immer noch getragen. Was mir allerdings immer noch fehlt ist eine dazu passende kurze Jacke.

Letztes Jahr konnte ich mich gar nicht entscheiden und habe gleich drei Kleidungsstücke gekürt. Zum einen meine Stoffwechsel-Deer&Doe-Bluse, Toni Kleid sowie der Trägerrock. Auch diese drei Kleidungstücke sind bei mir immer noch Lieblingsstücke. Wobei leider das Toni-Kleid langsam mitm Pilling anfängt :-(

Nun was war mein Lieblingsstück aus 2015? In dem Jahr habe ich, hauptsächlich durch die ganze Arbeit für den Podcast, weniger genäht als in den Jahren davor.
Viele 2015er-Teile trage ich unheimlich gerne. Schön zu merken, dass man mit der Zeit sicherer in der Auswahl der Stoffe und Schnitte wird.

Sehr stolz bin ich auf meinem Wintermantel. Das war mein bisher aufwendigstes Nähprojekt. Den Mantel trage ich seit der Fertigstellung täglich. Er macht sich im Alltag sehr gut. Dank dem bisher hier im Süden Deutschlands warmen Winter konnte ich richtige Wintertemperaturen noch nicht testen. Bin da aber zuversichtlich.

Vogue Wintermantel
Zum anderen das Hochzeitsgastkleid, welches ich für die Hochzeit einer guten Freundin genäht habe. Es ist eine tolle Erinnerung an einen ganz besonderen Tag. Gleichzeitig hatte ich das Glück genau zu der Zeit als Gastbloggerin beim MeMadeMittwoch zu sein und konnte das Kleid dem dortigen Publikum zeigen. Das war ganz schön aufregend.

Hochzeitsgastkleid
Dank dem Film-und-Serien-Sew-Along von Karin (Dreikah) habe ich ein tolles sommerliches Kleid. Zur Zeit wartet es auf wärmeres Wetter, da selbst mit Bolero mir der Stoff zu sommerlich ist.

Pushing Daisys Kleid
Die Kleider sind jedoch keine Kleider, die ich jeden Tag trage, da muss ich schon in Stimmung dafür zu sein um so etwas "ungewöhnlicheres" verglichem mit dem normalen Jeans-Shirt-Standard zu tragen.

Als unkomplizierte Alltagskleidung haben sich im Laufe des letzten Jahres Hollyburn sowie der Netti Schnitt einen Platz in meinem Herzen ergattert. Inzwischen besitze ich drei Hollyburns sowie sechs Netties.

Nettie (Body) und Hollyburn (Rock)

So dann schauen wir doch mal, welche anderen Lieblingsstücke heute auf dem MeMadeMittwoch Blog noch gezeigt werden. Claudia (bunte kleider) berichtet dort von  ihrer neuen Lieben den selbstgenähten Hosen. Inspiriert durch sie will ich mich dieses Jahr auch mal an das Thema wagen.

ps. In meiner Outfitübersicht findet ihr alle meine genähten Kleidungsstücke von 2015 und davor.

Muriel

Sonntag, 10. Januar 2016

#ProjektBrotundButter - Ich bin auch dabei

Die liebe Frau Siebenhundertsachen ruft zum #ProjektBrotundButter auf. Bei dieser tollen Aktion geht es darum, dass man den Kleiderschrank um Alltagsstücke erweitert bzw. Lücken schließt. Es ist ja leider so, dass man durch die ganzen Sew-Alongs (bei denen ich gerne mitmache) oft schöne besondere Kleidungsstücke näht und die Alltagskleidung da eher mal auf der Strecke bleibt. Ist bei mir nicht anders. Um so mehr freue ich mich auf die nächsten drei Monate mit dem gemeinsamen Nähen von Basics.

Seit bestimmt mindestens einem Jahr habe ich eine immer weiter wachsende Liste an meiner Näh-Pinwand, auf die ich, besonders morgens, aufschreibe, wenn mir zum Kombinieren bestimmte Kleidungstücke fehlen. Eher halbherzig arbeite ich die Liste ab. Dank der 12-Tops-Challenge letztes Jahr habe ich zumindest ein paar Oberteile von der Liste streichen können, aber bei den Röcken sieht es noch etwas mau aus.

Was trage ich hauptsächlich?

Super gerne und oft trage ich meinen Hollyburn Rock. Um da mehr Auswahl zu haben, habe ich in den letzten Tagen noch zwei weitere Versionen genäht (Post kommt noch). Da brauche ich somit erst mal keine mehr. Der Schnitt ist ein unverzichtbares Stück in meinem Kleiderschrank.

Zu meiner seit Monaten andauernden Liebe zum Nettie Body-Schnitt brauche ich wohl nichts mehr sagen. Dieser Schnitt ist für mich die Entdeckung des Jahres. Ideal fürs Röcke tragen in der kühleren Jahreszeit. Davon brauche ich noch ein paar farbige Versionen.

In Heavy Rotation ist auch der Siebenhundertsachen-Trägerteller-Rock. Den Rock habe ich im Sommer 2014 genäht und seitdem wollte ich mir noch eine Version nähen.

Meine Kleider nähe ich bevorzugt mit kurzen Ärmeln, da brauche ich für die restlichen Jahreszeiten passende Boleros. Davon möchte ich mir noch zwei nähen. Momentan gibt es mind. drei Kleider, zu denen mir ein passender cremefarbener Bolero fehlt. Bei dem Schnitt setze ich auf einen alten Bekannten, nämlich Aachen von Schnittquelle. Bei dem Schnitt gefällt mir, dass die Jacke keinen Verschluss hat und nur bis zur Taille geht.

Häufig trage ich auch das McCalls M6997-Kleid. Dieses Kleid ist schmal geschnitten, hat große Taschen und einen sichtbar eingenähten Frontreißverschluss. Das Kleid habe ich bereits Anfang 2015 genäht und alle Fotografieversuche sind bisher gescheitert. Dieses Lieblingskleid lässt sich einfach nicht fotografieren. Hoffe, dass es mit der geplanten Version dann eher funktioniert.

Was steht so auf meiner Basic-noch-zu-nähen-Liste:

  • Netties (Body) in Grün, Schwarz, Türkis und Curry
    Grünen und dunkelgrauen Stoff habe ich bei meinem Überraschungsausflug nach Freiburg vor ein paar Tagen gekauft. Die anderen Stoffe suche ich noch. Gerade mein gewünschter Türkisfarbton und Curry/Senf ist nicht einfach zu finden.
  • Jeansrock (ausgestellt)
    Stoff vorhanden. Schnitt bin ich noch am überlegen
  • Aachen (Bolero) in creme/beige, dunkelblau
    Romanitstoff muss ich noch besorgen.
  • Langarm-Shirt in creme für unter die Mittelalterkleidung (als Unterhemd)
    Stoff noch benötigt
  • Kostüm-Sew-Along-Rock (Schößchen hinten) in alltagstauglich.
    Noch keine Ahnung, wie der Rock aussehen soll.
  • Curry/Senf-farbens T-Shirt für Milchmonster-Rock
    Stoff in dem speziellen gelben Farbton sind leider sehr schwer zu finden. Kennt da jemand eine Quelle?
  • Dunkelblaues Jäckchen für den Frühling
    Schnitt Simplicity und Stoff (Reststoff vom Wintermantel-Sew-Along 2015) schon vorhanden.
  • Curryfarbener Rock passend zur rostroten Nettie
  • Siebenhundertsachen Träger-Tellerrock Nr. 2
  • McCalls M6997-Kleid. Eines meiner absoluten Lieblingskleider. Davon hätte ich gerne noch eine Version. Stoff weiß ich auch schon, den tollen curryfarbenen Stretchbaumwolle von Fashion-for-Designers 
Was kann in in den drei Monaten fertig bekommen?

Das gehe ich spontan nach Lust und Laune an. Dank der schon länger gesammelten Projektliste habe ich eine schöne Auswahl an Projekten. Mal sehen, was ich im Rahmen des #ProjektBrotundButter-Nähens fertig bekomme. Das Schöne ist, dass der Großteil der Projekte einfache Stücke sind, die sollten sich zeitlich jeweils im Rahmen halten.

Die anderen Teilnehmerinnen findet ihr bei Frau Siebenhundertsachen.
Vielen Dank an Frau Siebenhundertsachen für diese tolle gemeinsame Aktion.

Muriel

Freitag, 8. Januar 2016

Neues Zuhause für den Akkupack


Vor kurzem bin ich Besitzerin einer PowerBank (Deutsch: externer Akkupack für Smartphone, Tablet und Co.) damit kann ich auch unterwegs, quasi in der Handtasche meine elektronischen Helferlein aufladen. Sehr praktisch.

Damit das gute Stück gut eingepackt ist und auch Stöße gut überstehen kann habe ich eine gepolsterte Hülle genäht. Geschlossen wird das ganze mit einem Samtband. Durch das Umklappen der oberen Kante ist die Powerbank rund um gut geschützt. z.B. wäre dies bei einem Reißverschluss nicht der Fall.

Schnitt: Freischnauze nach Maßen der Powerbank inkl. USB-Kabel
Material: Wachstuch (Mitbringsel aus Schweden), Flanell (als Futter) und Volumenvlies, Samtband für Verschluss
Fazit: Powerbank ist gut geschützt und steckt dank Wachstuch hoffentlich auch kleinere Wasserattacken ab

Diesen Typ an "Umklapptaschen" habe ich 2013 schon mal für meine Schwimmbad-Duschzeug-Tasche verwendet. Die Tasche macht sich sehr gut und ist immer noch im Einsatz. Bei der nächsten Variante würde ich auch außen Wachstuch verwenden.

Muriel

Mittwoch, 6. Januar 2016

Taschenknödel

Der Taschenknödel
Vor ein paar Monaten hat Constanze (Santa Lucia Patterns) auf ihrem Blog eine tolle Sammlung an Einkaufstaschenschnitte gezeigt. Unter anderem hat sie einen kostenlosen Schnitt von Stoffbüro verlinkt.

Der Schnitt hatte genau das praktische Feature, welches ich schon lange gesucht hatte. Nämlich, dass man die Tasche schnell klein verstauen kann und es keine extra Hülle gibt. Bisher kannte ich das nur von Kauf-Taschenbeuteln und da auch meist nur mit Extrahülle, die ich bestimmt innerhalb kürzester Zeit verloren hätte. Bei diesem klasse Schnitt ist es unmöglich die Hülle zu verlieren, weil diese nämlich in die Außenhülle eingebaut ist.

Variante Nr. 1 als Probetasche
Ich war etwas misstrauisch, wie ich das mit dem Einnähen des Kreises hin bekommen würde und so habe ich zu erst eine Probeversion genäht. Das Einnähen des Kreises hat bei meinem ersten Versuch nicht geklappt. Obwohl ich sehr sorgfältig gesteckt habe, sind beim annähen quasi ausm Nichts x Falten erschienen *grummel*. Eigentlich wollte ich den Kreis nicht einschneiden, wie ich es sonst bei Rundungen mache, einfach weil die Tasche ja einiges an Gewicht aushalten sollte und jeder Einschnitt die Tasche "schwächt" aber es ging nicht anders.

Als ich die fertige Tasche meiner Schwester gezeigt habe, hatte sie plötzlich einen dringenden Bedarf an so einer Einkaufstasche. :-) Naja, ich kann mir ja noch eine nähen.

Nach der Kreis-Erkenntnis konnte ich die zweite Variante nähen. Auch wieder komplett aus Restmaterialen.

Aus dem gemusterte Waxprintstoffe habe ich schon eine Daheim-Hose genäht, der schwarze Stoff ist Rest vom Hemd für den Mann, der Stopper und das Band ist von einem aussortiertem Rucksack.

Das Einnähen des zweiten Kreises hat nachdem ich den Außenkreis ge-staystitched und eingeschnitten habe, sehr gut geklappt. Die Naht habe ich mit dem Dreifachgeradstich genäht. Hoffe es hält.


Taschenknödel in "zusammen gefaltet"
Madamulma hat auch eine Variante der Tasche genäht und nennt ihren liebevoll "Taschenknödel". Den Namen finde ich so süß und passend, dass ich den gleich übernommen habe.

Schnitt: "Faltbare Einkaufstasche" von Stoffbüro (kostenlos)

Material: Baumwolle, Schrägband, Kordel, Stopper.
Änderungen: Aus Stoffmangel musste ich zwei Stoffe kombinieren, Außenkreis eingeschnitten+Staystiching, Träger einen Tick verlängert.
Fazit: Toller raffinierter Schnitt, Tasche eignet sich gut zum verschenken.

Muriel

Montag, 4. Januar 2016

UFO-Abbau Sew Along - Auf in eine neue Runde

Im letzten Jahr gab es hier auf dem Blog einen UFO-Abbau Sew Along (deutsch: Unfertige (Näh)projekte). Lotti (Kamel im Nadelöhr) hat vor eine paar Tagen via Twitter gefragt, ob es dieses Jahr eine Neuauflage gibt. Welch eine tolle Idee.

Übers Jahr hat sich doch so manches Projekt angesammelt, welches kurz vor der Fertigstellung liegen geblieben ist, auch hätte ich noch die ein oder andere Änderung/Flickzeug zu tun.

Gerne könnt ihr das Logo verwenden
Ich lade Euch hiermit alle ein, beim diesjährigen UFO-Abbau mitzumachen... ob Kleidung, Patchwork... einfach alles was rum liegt und wozu Euch bisher die Motivation gefehlt hat. Zusammen schaffen wir das!

Los geht es am Donnerstag. Insgesamt läuft diese Aktion vier Wochen, wir treffen uns Freitags und die Linkliste ist jeweils 5 Tage offen.

Termine:
15.01. (Freitags) – Zeigt her Eure UFOs (unfertige Objekte):
Warum ist aus dem Projekt ein UFO geworden? Was muss noch getan werden? Evtl. schon eine Reihenfolge der Abarbeitung festlegen.

Zwischenstandstermine:
22.01. und  29.01.: Wie kommt ihr voran? Gibt es schon erste Erfolge zu vermelden?

05.02. Abschlusstermin:
Wir zeigen stolz, welche UFOs wir erfolgreich erledigt haben oder welche Projekte endgültig abserviert wurden.

Die Idee zum gemeinsamem UFO-Abbau stammt von Miss Margerite, welche 2013 zum ersten UFO-Angriff aufgerufen hat.

Der UFO-Abbau-Sew Along passt thematisch wunderbar zur #projektbrotundbutter Aktion von Frau Siebenhundertsachen. Ich freue mich schon auf die drei gemeinsamen Monate fürs, von mir oft vernachlässigte, Nähen von Alltagskleidung.


Muriel

 

Samstag, 2. Januar 2016

Meine Nähmaschine - ein Erfahrungsbericht

Nähmaschine Erfahrungsberichte

Marja Katz sammelt auf ihrem Blog Erfahrungsberichte zu Nähmaschinen. Finde das eine fantastische Idee. Auf den Herstellerseiten klingen alle Nähmaschinen immer ganz toll, aber die kleinen Tücken findet man oft erst im Nähalltag.

Gerne mach ich bei dieser tollen Linkaktion mit meiner Gritzner mit.

Gritzner Tipmatic 6152
Nähfläche. Die Klebestreifen sind meine Orientierung für versch. Nahtzugaben.

Anschaffung und Folgekosten

  • Welches Modell hast Du, welchen Preis hatte Deine Nähmaschine und wann hast Du sie gekauft?

    Ich habe eine Gritzner Tipmatic 6152 (Baugleich zu Pfaff Select 4.0). Gekauft habe ich diese 2010 für 599 €.
    Vor dem Kauf hatte ich mir eine Liste von "Must have"/"Nice to have"/"Nicht benötigt" erstellt und anhand dieser bei Händlern verscheide Hersteller und Maschinen Probe genäht. Zu dem Probenähen hatte ich meine Problemstoffe dabei, um sicher zu gehen, dass "meine" Stoffe schön damit genäht werden und nicht nur die Demostoffe vom Händler.
     
  • Findest Du das Preis-Leistungs-Verhältnis angemessen?

    Ja, auf jeden Fall. Auch heute 5 Jahre nach dem Kauf bin ich mit den Funktionen noch sehr zufrieden. Einen Schaden hatte die Maschine in der Zeit trotz vielem Nähen keinen.
     
  • Welche Eigenschaften waren für Dich ausschlaggebend für die Kaufentscheidung?

    Wie schon erwähnt habe ich mir eine ausführliche Liste gemacht. U.A. war mir wichtig, dass die Nähmaschine ein gutes Stichbild hat, Elastikstiche (3fach Geradstich, 3fach Zickzack), schönes Knopfloch, wollte keine "Plastiknähmaschine", eher was Robustes, die Maschine sollte unter 1000€ kosten. Ich wollte lieber eine gute mechanische Nähmaschine als eine billige Computernähmaschine.
     
  • Wieviel Zubehör wird mitgeliefert und wie teuer ist ein eventuelles Nachrüsten von Zubehör, z.B. Nähfüßchen?

    Etliche Spulen waren dabei, Reißverschlussfuß, Schmalkantenfuß, Knopflochfuß, Klarsichtfuß, Rollsaumfuß (klein), Blindstich/Overlockfuß (noch nie verwendet), Führungslineal, kleine Schere, Nähmaschinenöl, Freihandfuß, Nähmaschinennadeln, Hartschalencover, Reinigungspinsel, "Special"-Stecknadeln fürs Kreisnähen.

    Pfafffüßchen sind i.d.R. nicht so teuer. Die meisten meiner zusätzlich gekauften Füßchen haben unter 20 € gekostet. Ausreißer war der Ruffler/Faltenlegerfuß für 70/80 € (wobei ich den geschenkt bekommen habe).

    Alles Zubehör lässt sich in dem Fach in der Nähmaschine verstauen. Sehr praktisch. Einzig die Geradstichplatte habe ich im Hardschalendeckel, weil diese für das Fach zu breit ist.
     
  • Wieviel Zubehör gibt es insgesamt für Deine Nähmaschine, welches davon hast Du und welches davon nutzt Du am meisten? Welches möchtest Du unbedingt noch anschaffen?

    Für die Nähmaschine gibt es sehr viel Zubehör, da das Pfaff-Zubehör passt. Von Gritzner selbst hab ich noch nie Zubehör gesehen.
    Welches Zubehör ich noch gekauft habe:
    Nahtverdeckter Reißverschlussfuß
    Geradstichplatte
    Paspelfuß (groß)
    Rollsaumfuß (groß) (Bin nicht so zufrieden mit diesem Fuß, komme mit dem kleinen besser zurecht)
    Mehrstichkräusler/Ruffler
    Füßchenhalterschraube gegen Flügelschraube getauscht. Sehr praktisch beim Wechseln vom Rufflerfuß zum normalen Fußhalter, das geht jetzt ohne Werkzeug
    1/4" Fuß z.B. fürs BH nähen oder andere Schnittmuster mit 1/8-1/4" Nahtzugabe.
    Momentan brauche ich kein weiteres Zubehör.
     
  • War Deine Nähmaschine schon einmal kaputt? Kannst Du eine Aussage darüber machen, ob die Reparatur- oder Wartungskosten hoch sind (z.B. aufgrund aufwendiger Elektronik)?

    Meine Nähmaschine hatte bisher keinen Defekt. Einmal ist mir der "Fadenholer" vom Einfädler abgebrochen. Das Ersatzteil hat 4 € gekostet und war einfach auszuwechseln. Das Ersatzteil habe ich beim lokalen Händler bekommen.

    Die eigentlich regelmäßig empfohlene Wartung habe ich bisher erst einmal gemacht. Ölen und Säubern mache ich regelmäßig.

    Ein Lob muss ich noch für "meine" Werkstatt los werden. Wenn man in der Nähe von Karlsruhe wohnt, kann ich diese Firma nur wärmstens empfehlen. So gut wie alle Näherinnen, die ich kenne, bringen ihre Maschinen (verschiedene Hersteller) auch dort hin für Wartung und Co.
  • Wo würdest Du Dein Modell einordnen (Holzklasse, Mittelklasse, Luxusklasse) und für wen würdest Du es empfehlen (Anfänger, Fortgeschrittene, Profi)?

    Mittelklasse, auch für Fortgeschrittene.
Fach in der Nähmaschine
Unteres Fach in der Nähmaschine

Praktikabilität

  • Wie groß und wie schwer ist Deine Nähmaschine?

    Mittelgroß, finde, eine gute Größe für den regelmäßigen Transport. Gewicht irgendwas zw. 7 und max. 10 kg.
     
  • Kommt Deine Nähmaschine für einen Auf- und Abbau bei flexiblen Arbeitsplätzen in Frage oder ist sie eher für feste Arbeitsplätze geeignet?

    Sehr gut. Weitere Infos siehe nächster Punkt.
     
  • Wie aufwendig ist Abbau/Verpackung/Transport für gemeinsame Nähkränzchen?

    Obere Klappe schließen, Fußpedal in Kofferhaupe, Kofferhaupe aufsetzen - los gehts. Alles Zubehör ist auch beim Transport gut in der Nähmaschine verstaut. Der Faden kann oben drin bleiben.
     
  • Lässt sich die Nähmaschine gut reinigen oder kommst Du an einige Stellen gar nicht heran?

    Maschine lässt sich gut reinigen. Stichplatte kann einfach ohne Werkzeug entfernt werden und dann mit dem mitgelieferten Reinigungspinsel gesäubert werden.
     
  • Wie ist die Helligkeit der Beleuchtung?

    Verglichen mit der modernen LED-Beleuchtung anderer Maschinen ist die Glühbirne eher dunkel aber okay. Je nach Stofffarbe verwende ich zusätzlich noch die tolle "mit heißer Nadel"-Nählampe (habe die kleine Variante).
     
  • Wie laut ist die Maschine?

    Normal für eine mechanische Nähmaschine. D.h. lauter als die computerisierten Nähmaschinen, aber leiser als eine Overlock.
     
  • Ist die Maschine intuitiv bedienbar?

    Ja, bis auf ein paar Zierstiche.
     
  • Ist die Bedienungsanleitung ausführlich genug?

    Ja, die Anleitung ist sehr ausführlich. Viele Schritt für Schritt-Anleitungen. Die Übersetzung ist leider nicht so gut, aber man versteht es.
     
  • Kann man die Nähmaschine auch ohne Pedal bedienen?

    Nein, als ich große Pfaff-Nähmaschinen ausprobiert habe, bin ich mit der "Ohne-Pedal-Näherei" nicht gut klar gekommen. Gerade die unterschiedlichen Tempi, die ich z.B. beim Nähen von Kurven oder Geraden benötige, gelingen mir mit dem Fuß besser, als wenn ich die Hand vom Stoff nehmen muss und das Tempo an der Maschine "ständig" anpasse.
Stichübersicht (weiße Stiche = nicht dehnbar, türkis hinterlegt = Strechtstiche)

Stichlängeneinstellrad und Stichauswahl

 Näheigenschaften

  • Welche Nähmaschine(n) hattest Du bisher? Wie schätzt Du Deine Maschine im Vergleich dazu ein?

    Einen recht ausführlichen Test habe ich 2013 auf drei High-End Pfaff-Maschinen gemacht. Dies waren für mich die ersten Computernähmaschinen, die ich ausführlich ausprobiert habe. Mein Fazit war gemischt. Zumindest hat keine der Maschinen einen "brauch ich unbedingt"-Reflex ausgelöst. Das beim Probenähen mit den Maschinen getestete Kreisnähen kann meine Maschine auch.
     
  • Wie oft nähst Du? Was nähst Du hauptsächlich und findest Du Deine Nähmaschine dafür ungenügend, perfekt ausreichend oder etwas oversized?

    Ich nähe mehrmals in der Woche. Zu 97% Kleidung, davon ca. 80% Webstoff und 20% dehnbare Stoffe. Die restlichen 3% sind Geschenke (u.A. kleine Täschchen und Co.). Patchwork oder extensives Taschen nähen mache ich nicht.
    Für meine Ansprüche reicht die Nähmaschine dafür vollkommen.
     
  • Welches Feature fehlt Dir für Deine Näharbeiten und auf welches Vorhandene möchtest Du auf gar keinen Fall verzichten?

    Ich hätte gerne das "automatisches Absenken des Füßchens beim Losnähen", aber das gibt es nur bei den computerisierten Nähmaschinen, aber bisher schaffe ich es, das Füßchen selber runter zu machen.
    Die Nähmaschine hat auch den bei Pfaff viel gelobten Oberfußtransport "IDT". Das ist ein sehr nettes Feature, welches ich normalerweise immer "angeschaltet" habe. Nur beim nahtverdeckten Reißverschlussfuß sowie dem normalen Reißverschluss, welche ich nur in der nicht IDT-Variante habe, muss ich den Transport ausschalten. Diese Füße gäbe es jedoch auch fürs IDT.
    Auch auf die vielen Nadelpositionen (glaube es sind 15) möchte ich nicht mehr verzichten.
    Ich glaube ich könnte nicht auf das Fußpedal verzichten, mit dem ich gezielt das Tempo verändern kann und nicht die Hände vom Stoff nehmen muss.

    Super praktisch finde ich auch, dass alles Zubehör in einem Fach schön verstaut werden kann.

    Der Durchlass ist normal groß, da ich kein Patchwork mache und beim Kleidungsnähen der Stoff immer links von der Nadel ist, reicht dieser Durchlass für mich aus.
     
  • Hat Deine Nähmaschine Features, die Du für unsinnig hältst?

    Unsinnige und auch ganz unansehnliche Stiche. Von den 85 Stichen verwende ich zu 98% den Geradstich und dann noch Zickzack und die 4 Stretchstiche - mehr brauche ich nicht.
    Die Zierstiche verwende ich wenn dann zum Zunähen von Geschenkpapier. :-)
     
  • Welche Knopflochfunktion(en) hat Deine Nähmaschine und bist Du damit zufrieden? Was könnte besser sein?

    Die Maschine hat ein 4-Stufen-Knopfloch. Ich komme damit gut zu recht. Jedoch sollte ich vielleicht anmerken, dass Frau minimale extravaganz mal für Knopflöcher an meiner Nähmaschine war und gar nicht zufrieden damit war. Meine Nähmaschine braucht für die rechte Raupe eine andere Stichlänge als für die linke Raupe. Auch "darf" man die Länge des Knopfloches selber einstellen. Wohingegen die (auch mechanische) Nähmaschine von Fr. minimale extravaganz die Knopflochlänge und auch das Nähen automatisch macht (1-Stufen-Knopfloch). Mann hat auch schon etliche Knopflöcher auf meiner Maschine genäht und war bisher zufrieden. Falls man Unmengen an Knopflöcher näht, wäre ein 1-Stufen-Knopfloch bestimmt besser, für "Gelegenheits"knopflöcher komme ich mit dem mehrstufigen Knopfloch sehr gut zurecht.
     
  • Potentielle Problemzonen

    • Wie näht Deine Nähmaschine enge Rundungen?

      Sehr gut, der Stoff lässt sich gut führen. Dennoch kommt genug Druck vom Nähfuß, so dass der Stoff nicht unkontrolliert rumwandert.
       
    • Ist das Stichbild sauber, auch bei sehr dickem Nähgut oder sehr schnellem Nähen?

      Beim Übergang von sehr dicken Stellen zu dünnen Stellen kann es sein, dass die Stiche kleiner werden, aber das kommt nur sehr selten vor. In der Regel vernähe ich normal dicke Baumwoll- und Jerseystoffe. Auch Walkstoff oder ähnliches macht da keine Probleme, eher die Kombination von sehr dickem Stoff zu dünnem Stoff.
       
    • Ist der Stofftransport gerade und gleichmäßig, auch wenn Du den Stoff nicht aktiv führst?

      Ja, der Stofftransport ist gerade und gleichmäßig. Bestimmt auch wegen dem Oberfußtransport.
       
    • Ist ein sauberes Nähen an Stoffkanten möglich, ohne dass sich die Naht oder der Stoff zusammenzieht? (Nahtanfänge, versäubern)

      Ja, ist möglich. Für ganz feine Stoffe (Chiffon, Spitze und Co.) verwende ich meine Geradstichplatte. Die hat nur ein ganz kleines Loch und verhindert so, dass Stoff nach unten gezogen werden kann.
       
    • Werden elastische Stoffe problemlos genäht oder wellt der Stoff?

      Ja, elastische Stoffe werden ohne Probleme genäht. Dazu verwende ich den eingebauten Oberfußtransport. In der Regel "hefte" ich meine Jerseyshirts erst mit der Nähmaschine und overlocke dann.
       
    • Wie ist die Kontrolle über Nähgeschwindigkeit? Ist sehr schnelles oder sehr langsames Nähen (Stich für Stich) möglich?

      Ja, ist möglich. Erfordert aber etwas Eingewöhnung. Inzwischen kann ich via Fuß auch einzelne Stiche nähen. Was ich nicht steuern kann, ist, ob die Nadel oben oder unten stehen bleibt, dazu müsste die Nähmaschine computerisiert sein.
       
    • Bei welchen Nähfragen kommst Du an die Grenzen Deiner Nähmaschine? Was funktioniert überhaupt nicht?

      Ehrlich gesagt macht meine Nähmaschine alles brav mit. Mit der Zwillingsnadel bei dehnbaren Stoffen bin ich nicht glücklich geworden und habe deswegen eine Cover, aber ich glaube, da saß das Problem eher vor der Nähmaschine.

Freiarm

Wie ist Dein abschließendes Gesamturteil in Kurzform? Auf einer Skala von 1 bis 5 – wieviele Sterne würdest Du Deiner Nähmaschine geben und warum?

Ich gebe meiner Maschine 5 Punkte. Habe nichts auszusetzen und beim alltäglichen Nähen fehlt nichts wirklich.

Wenn ich mir eine neue Nähmaschine kaufen würde, hätte ich gerne u.A.:
  • automatischer Fadenabschneider (wobei ich das nochmal probieren muss, wie weit der Faden abgeschnitten wird, wenn ich eh noch mit der Schere ran muss, dann brauche ich das nicht)
  • automatisches Absenken des Nähfußes: Hab ich in einem Craftsy-Kurs gesehen. Die "Trainerin" konnte beide Hände am Stoff lassen und der Fuß ging automatisch beim Losnähen nach unten.
  • kleines Alphabet; Goldengelchen hat den Schnittnamen bei ihrem Rock in den Bund gestickt. Ich finde, das ist ein süßes Gimmick.
Aller Wahrscheinlichkeit nach würde ich wieder eine Pfaff-Maschine nehmen, einfach, damit ich meine inzwischen größere Anzahl an Füßen und sonstigem Zubehör weiterhin verwenden kann.

Kaddaa (meine (ehemalige) Mitbloggerin) hat auch schon mal über ihre Nähmaschine, eine Gritzner Tipmatic 1035, das kleinere Modell meiner Nähmaschine, geschrieben. Sie hatte die Maschine 2012 gekauft und ist immer noch zufrieden damit.

Die komplette Liste aller beschrieben Nähmaschinen findet ihr bei Marja Katz. Soweit ich weiß, bleibt die Linkliste "für immer" offen. Ihr könnt also jederzeit Euren Erfahrungsbericht noch hinzufügen.
@Marja Katz: Vielen Dank für diese tolle Idee.

Außer meiner Nähmaschine habe ich noch eine Pfaff 788 (Overlock), Elna 444 Cover und die geerbte Dürkopp Nähmaschine von 1960. 2012 hatte ich schon mal über meine Nähmaschine (damals seit zwei Jahren im Gebrauch) geschrieben.
Muriel
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