Mittwoch, 29. Juni 2016

Film und Serien Sew-Along Teil 3: Zwischenstand

Inzwischen sind wir schon beim letzten Termin vor dem Finale des Film- und Serien Sew-Alongs von Frau minimal extravaganz angekommen. Während die anderen Teilnehmerinnen größtenteils schon am "richtigen" Nähen sind, bastele ich noch an meinem Probekleid rum. Allerdings habe ich auch eine gute Ausrede, da ich zwischenzeitlich im Sommerurlaub war.

Im ersten Teil hatte ich von meinem Plan geschrieben, ein Kleidungsstück aus der Serie "Call the Midwife" zu nähen. Entschieden habe ich mich für das Tanzkleid von Trixie:




Da ich schwarz nicht gerne trage, hab ich mich für einen grünen Stoff mit weißem Druck entscheiden (siehe Post von Teil 2).


Die nächste Frage war, welchen Schnitt soll ich nehmen. Von euch bzw. via Twitter kamen sehr gute Vorschläge. Der einzige Haken daran wäre gewesen, dass ich einen Schnitt nochmal komplett an mich anpassen müsste.

Frau minimale extravaganz hat mir angeboten aus meinem Standardoberteilschnitt (siehe z.B. Stoffwechselkleid) und einem Tellerrock den Schnitt zu entwickeln. Das ist ihr Entwurf:


So saß ich dann Freitagabends bei ihr und habe ihr andächtig beim Schnitt konstruieren zugeschaut.  Es war sehr interessant zu sehen, wie aus einem einfachen Oberteilschnitt ein Oberteil mit Knopfleiste, angeschnittenem Stehkragen und angeschnittenen Ärmeln wird. Der Rockteil ist ein Tellerrock mit insgesamt sechs tiefen Kellerfalten.

1. Probeteil (angedachte Änderungen siehe unten)
Das Gummiband markiert meine Taille.
Das erste Probeteil ist schon mal sehr viel versprechend. Die Abnäher im Oberteil treffen genau auf die Falten im Rockteil. Da merkt man schon, dass sie weiß, was sie da tut. Bin begeistert, wie gut das auf Anhieb sitzt, wie gut ich die Arme bewegen kann und dass es keine große Falten wegen der angeschnittenen Ärmel gibt. Auch von dem Tellerrock mit den Kellerfalten bin ich sehr angetan, bisher hatte ich nur "normale" Falten vernäht, die Kellerfalten gefallen mir gut. Ich glaube, diese verwende ich öfters.

Was noch geändert wird: Das Oberteil sitzt etwas eng, dort wird die Nahtzugabe ein bisschen rausgelassen. Auch ist es noch einen Tick zu lang, deswegen sitzt der Rock nicht in der Taille. Der Rockteil wird, sobald die Taillennaht final ist, noch gerade und evtl. um ein paar cm kürzer gemacht. Das richtige Kleid bekommt dann noch eine Nahttasche und das ganze Kleid wird gefüttert. Fürs Oberteil nehme ich wahrscheinlich Batist und für den Rockteil normales Viskosefutter. Beim Probeteil habe ich nur das Kragen-Knopfteil mit Einlage versehen. Ich denke, für den Stehkragen und die Knopfleiste kann es nicht schaden, auch den Oberstoff an den Stellen mit einer leichten Einlage zu versehen.

Das Kleid in Bewegung.
Ach, der Rock schwingt so toll.

Was dann noch zum Kleid aus der Serie fehlt, ist ein Unterrock mit Spitze am Saum. K.A., ob ich das in der Zeit noch schaffe und welchen Schnitt man da nimmt. Wäre das dann auch ein Tellerrock oder was Gerafftes? Für Tipps für Unterröcke wäre ich sehr dankbar.

Die anderen fleißigen SewAlong-Teilnehmerinnen findet ihr bei Frau minimale extravaganz auf dem Blog.

Muriel

Kommentare:

  1. Huhu Muriel,
    das sieht echt ganz toll aus! Ich bin schon so gespannt aufs fertige Kleid :) Wegen des Unterrocks, warum lässt du das Futter nicht frei hängen und machst die Spitze daran?
    Liebe Grüße,
    yacurama

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    1. Hi Yacurama,
      alles dein Verdienst mit dem Schnitt!
      Ich hätte gerne einen einzelnen Unterrock - so wie ihn Chrissys Nähkästchen oder LottiKatzkowski tragen.
      Lieber Gruß,
      Muriel

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  2. Das wird wunderschön. Die Steh-/Kelchkragenlösung steht Dir gut. Du könntest die Oberteillänge auch so lassen, wenn Du einen Gürtel einplanst, mir gefallen die Proportionen jetzt (es sei denn, hinten wäre das Oberteil etwas länger als vorne, das sieht man nicht so recht hier).
    Für den Unter- oder Futterrock würde ich entweder den Rock ohne Falten nehmen, falls er auf einem Kreis basiert, oder einen maximal halben Tellerrock. Und die Spitze zum Beschweren an diesen ansetzen. Beim Tanzen macht sich ein "unabhängiger" Unterrock gern selbständig und dreht sich mit. Er müsste entweder angeknöpft werden oder vielleicht doch besser gleich als Futterrock in der Taille mitgefasst. Viel Erfolg, das wird sich lohnen!

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    1. Hi Tily,
      danke für den Hinweise mit dem "Kelchkragen". Mir ist der richtige Begriff für diesen Kragentyp nicht eingefallen.
      Lieber Gruß,
      Muriel

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    2. stimme voll und ganz zu!
      futterrock mit fakten gibt nur unnötige dicke-daher glocke oder maximal halbenteller.
      auch bei den poportioenn- gefällt mir ausgesprochen gut so,wie es ist! es ist einfach perfekt!
      was ich allerding etwas verändern würde- deer angeshcnittenen kragen. der steht zu weit ab. ich würde winkel etwas verändern damit er näher am hals anliegt.

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    3. Hallo Sewing Galaxy,
      danke für den Tipp für den Kragen. Haben diesen geändert.
      Lieber Gruß,
      Muriel

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  3. Eine wahre Künstlerin war da am Werk. Ich bin in Schnittkonstruktion leider total unbegabt. ich bin sehr gespannt auf das fertige Kleid!
    LG Dana

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  4. Ihr zwei seid ein Klasse Team! Das Probekleid sieht fantastisch aus. Darin steckt sicher wahnsinnig viel Arbeit und ich bin schon gespannt, wie das richtige aussehen wird. LG Carola

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  5. Ich bin auch sehr angetan. Ein wirklich schönes Gemeinschaftsprojekt.

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  6. Ich stimme Sewing Galaxy zu und rate zum Halbtellerfutterrock. Du könntest ja noch eine Lage Tüll als Bausch dazwischenpacken, falls du einen leichten Petticoat-Effekt möchtest!

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  7. Das sieht schon richtig klasse aus! Schön, wenn man jemanden hat, der weiß wie man Schnitte ändert ;) Das wird sicher richtig klasse werden!

    Liebe Grüße, Jessica

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  8. Wow, das Probekleid sieht schon sehr, sehr gut aus. Ich würde es ja glatt einfärben und tragen ;-) Bin gespannt aufs Endergebnis.
    Liebe Grüße
    Constance

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    1. Hi Constanze,
      meine Probekleider eigenen sich leider nicht zum Färben, da ich dort mit Edding drauf rum male z.b. geänderte Nahtlinien, Bemerkungen etc.
      Lieber Gruß,
      Muriel

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