Mittwoch, 28. Dezember 2016

Mein Weihnachtskleid 2016 - Weihnachtskleid Sew Along Finale (Teil 5)

Die Linkliste zum diesjährigen Weihnachtskleid Sew Along der MeMadeMittwoch-Crew ist nur noch ein paar Stunden geöffnet. Inzwischen haben sich dort bereits über 100 Weihnachtskleidungsstücke versammelt. Ach, wie schön die alle zusammen aussehen. Dieser Sew Along ist echt etwas ganz besonders und ich habe mich sehr gefreut, dass ich auch im sechsten Jahr wieder dabei war.

Dieses Jahr habe ich den Butterick Schnitt B5984 genäht. Dieses Kleid hat einen interessanten rechteckigen Ausschnitt mit kleinen "Klappen". Der Rock ist ein ganzer Teller.

Nach zwei Probekleidern konnte ich am 17. Dezember endlich mit dem richtigen Stoff loslegen. Das Nähen ging nach den zwei Probekleidern echt schnell. Leider legte mich eine starke Erkältung noch kurz vor Weihnachten dermaßen lahm, dass an fertignähen erstmal nicht zu denken war. Immer wieder eine Naht und dann schnell wieder ins Bett. Dafür hatte der Saum aber ein paar Tage Zeit zum Aushängen, das ist doch auch mal was. Kurz vor dem gemeinsamen Weihnachtsessen an Heiligabend war das Kleid dann endlich fertig.

Zum Glück wars vom Krankenlager zum Familyessen nicht weit, sonst wäre das dank meiner Erkältung auch noch ins Wasser gefallen, aber an Fotos war an dem Tag und den folgenden nicht zu denken. 

Foto - heute mal ausm Treppenhaus

Das Kleid hat einen kompletten Tellerrock. Hab ich bisher nur einmal genäht, nämlich bei meinem Mary Poppins Outfit und damals möchte ich ihn nicht so. Ist ja schon ein paar Jährchen her und der Rock war nicht gefüttert. Dieses Rockteil liebe ich - er schwingt wunderschön mit und zusammen mit dem Futter macht er ein tolles (leises) Geräusch beim Laufen. Ich glaube, ich gönne mir jetzt öfters mal komplette Teller. Auch die Länge - knapp Knie bedeckend - gefällt mir ausgesprochen gut.


Ich fühle ich in dem Kleid sehr wohl. Obwohl die Träger wirklich weit außen sitzen, hatte ich bisher nicht das Gefühl, da könnte was rutschen. Da haben sich die vielen Schnittanpassungen echt gelohnt. 

Was mir nicht so gefällt ist der hintere Ausschnitt. Den habe ich bei den ganzen Änderungen völlig aus dem Blick verloren. Dass dieser hinten so schräg nach unten läuft, ist mir erst am fertigen Kleid aufgefallen. Beim nächsten Mal würde ich zum einen den hinteren Ausschnitt begradigen, so dass dieser annähernd waagrecht verläuft, und zum anderen die hinteren Klappen weglassen. Das kurzärmelige Kleid war eigentlich in Kombination mit einem Bolero auch für die kühleren Jahreszeiten gedacht. "Dank" der hinteren Klappen geht das leider nicht - die Klappen sorgen unter dem Bolero für komische "Wülste" auf meinem Rücken. So muss das Kleid nun warten bis es wieder wärmer ist. Sehr schade.
Der Rückenausschnitt :-(

Dieser Kleiderschnitt war nicht mein Favorit von meinen für diesen SewAlong ausgesuchten Schnitten, aber nachdem von euch die Mehrheit dafür gestimmt hatte, habe ich mich auf das "Abenteuer" eingelassen und kann euch nun nur zustimmen. Ihr hattet recht. Das Kleid passt gut zu mir.

Ich könnte mir gut vorstellen auch mal nur das Oberteil zu nähen. Das ist wirklich was Besonders und braucht sogar keine Paspeln (was mir als Paspel-Junkie wirklich schwer gefallen ist).

Schnitt: Butterick Schnitt B5984 Variante C
Material: raffiniert gewebter Wollstoff, Futter, nahtverdeckter Reißverschluss, ver. Bügeleinlagen.
Änderungen: u.A. Rock um 23cm! gekürzt, am Oberteil sehr viele Änderungen siehe Teil 4 dieses Sew Alongs
Fazit: Sehr schöner Schnitt. Ich bin sehr froh, dass ihr mich dazu überredet habt.

Vielen Dank an uns Yvonne und Dodo von der MeMadeMittwochCrew für diesen tollen Sew Along.  Die anderen schönen Weihnachtsoutfits könnt ihr auf dem MeMadeMittwoch Blog bewundern.

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ich verziehe mich dann mal wieder aufs Krankenlager. Drückt mir die Daumen, dass ich zum Beginn des nächstes Jahres endlich wieder fit bin.

Die anderen Post zu meinem diesjährigen Weihnachtskleid findet ihr hier: Teil 1, 2, 3  und 4

Muriel

Montag, 19. Dezember 2016

Weihnachtskleid Sew Along Nr.4 - kurz vorm Finale

Wir sind schon wieder beim vorletzten Treffen vom Weihnachtskleid Sew Along veranstaltet in guter Tradition von der wunderbaren MeMadeMittwoch-Crew. Dieses Jahr führen uns Yvonne und Dodo durch Programm.

Wie Zeit mal wieder rast. Nachdem ich bei dem Sew-Along in einem guten Tempo gestartet bin, hat mich meine ca. zweiwöchige Weihnachtskleid-Sew-Along-Pause wieder ordentlich aus dem Tritt gebracht und ich musste ganz schon am Tempo zu legen.

Dieses Jahr nähe den Butterick Schnitt B5984. Diese Kleid hat einen interessanten rechteckigen Ausschnitt mit kleinen "Klappen". Der Rock ist ein ganzer Teller.

Nachdem ersten Probeteil (gezeigt am letzten Treffen) war auf einen Blick klar, da darf ich noch einiges anpassen. Wie viel es im Endeffekt war, wusste ich zu dem Zeitpunkt zum Glück noch nicht, sonst wäre das wahrscheinlich nichts mehr geworden. Beim Abstecken und dem Anpassen hatte ich wieder die hervorragende und fachkundige Unterstützung von minimale extravaganz. Ohne sie wäre das Kleid definitiv nichts geworden.

Im letzten Post dachte ich, dass ich nur am Rückenteil, den Ärmeln/Armloch und der Taille etwas ändern musste. Im Endeffekt kamen dazu dann noch das Band, welches über die Schulter läuft, alle vier "Ausschnitsklappen", sowie Änderungen am seitlichen Vorderteil und am hinteren Rockteil. Dank der vielen Änderungen "durfte" ich ein zweites Probeoberteil zuschneiden und nähen. Am Rock war zum Glück keine große Änderung notwendig ... außer der 23cm, welche ich gleich am Schnitt gekürzt hatte.

Weihnachtskleid Zuschnitt am 17.12 - so spät war ich noch nie
Am Samstag war wieder unser monatliches Nähtreffen und dort konnte ich durchstarten. Das Probekleid habe ich währenddessen fertig bekommen, dann aufgetrennt, die Änderungen auf dem Schnitt übertragen und alle Schnittteile zugeschnitten und wo notwendig mit Einlage versehen. Ich hatte Glück und habe es geschafft das Oberteil komplett mit dem Oberstoff doppeln zu können. War aber auch eine ganz schöne Puzzelarbeit.

Für die Klappen habe ich eine etwas festere Gewebeeinlage verwendet. Diese jedoch ohne Nahtzugabe zugeschnitten, damit es nicht so aufträgt und für die Streifen, welcher über die Schulter läuft nur eine dünne sehr flexible Einlage (Vlieseline G785). Der Stoff ist sehr locker gewebt und löst sich quasi beim Hinsehen schon auf, so habe ich alle Kanten so schnell wie möglich geoverlockt um ein weiteres Auflösen zu verhindern.

Das gedoppelte Oberteil
Nach dem Treffen habe ich dann daheim noch etwas weiter gemacht. Da ich ja noch soooo viel Zeit habe, habe ich mich spontan noch dafür entschieden alle Prinzessnähte am Oberteil und Oberteil-Futterteil noch abzusteppen. Trotzdem konnte ich am Sonntag Abend, trotz noch anderer Termine an dem Tag, das Kleid schon zum Aushängen des Tellerrockes aufhängen.
Was mir noch fehlt ist der nahtverdeckte Reißverschluss, die BH-Halter (heißen die so? Diese verhindern, dass das Oberteil über die Schultern rutschen kann) sowie der Saum vom Oberstoff und Futter. Das sollte ich die Tage bis zum Finale noch schaffen.
Was mir etwas mehr Sorge bereitet ist das T-Shirt für den Mann. Das Shirt bekommt eine Game of Thrones-Alambama-Chanin-Stickerei und befindet sich noch eher im Anfangsstadium.


Wollt ihr mal sehen, wie weit die anderen Weihnachtskleidnäherinnen sind - dann ab rüber zum MeMadeMittwoch Blog.

Die anderen Post zu meinem diesjährigen Weihnachtskleid: Teil 1 , 2 und 3 des Sew Alongs.

Muriel

Dienstag, 6. Dezember 2016

Weihnachtskleid-Sew Along Teil 3 - Das erste Probekleid


Beim diesjährigen Weihnachts Sew-Along hatte ich mich von vier Schnittmustern für euren Favoriten entschieden. Ich nähe den Butterick Schnitt B5984. Diese Kleid hat einen interessanten rechteckigen Ausschnitt mit kleinen "Klappen". Der Rock ist ein ganzer Teller.

Seit dem letzten Treffen, habe ich das Probekleid genäht. Das Nähen ging recht fix. Vom Ausschnitt her bin ich schon mal sehr angetan. Der gefällt mir richtig gut.

Nachdem ich zu erst geschrieben hatte, dass ich keine Ärmel möchte, um das Kleid besser ganzjährig mit ohne Jäckchen tragen zu können, gefällt mir der kurze Ärmel jetzt so gut, dass ich den gerne hätte.
Einmal als Oberteil und später mit Rockteil
Das Oberteil ist sehr süß, vielleicht nähe ich mir das einfach mal so. Es macht sich gut zum Frau-Siebenhundertsachen-Rock.

Das Kleid an sich braucht noch einiges an Anpassung. Die Taille hängt viel zu tief, der kurze Ärmel verhindert sehr effektiv fast jegliche Bewegungen:-( und in der hinteren Mitte kommen locker pro Seite 3cm weg. Denke ist alles aber machbar. Ab nächste Woche habe ich endlich mal wieder mehr Zeit für das Kleid und dann lege ich einen Sprint ein.

 Die anderen fleissigen Weihnachtskleidnäherinnen findet ihr auf dem MeMadeMittwoch Blog.

Teil 1 und 2 des Sew Alongs.

Muriel

Sonntag, 27. November 2016

Machwerk - mein erster Taschennähkurs

Gestern Morgen war mein erster Machwerk Taschennähkurs. Diesem habe ich seit dem Podcast-Interview mit Frau Machwerk entgegen gefiebert.
Der Kurs fand im "kleinen Stern" in Heidenheim statt. Evas Laden kannte ich bisher nur durch ihren gut ausgestatteten Dawanda Shop und war völlig geplättet, welche Schätze noch zusätzlich im Laden schlummern. Falls ihr mal in der Nähe seid, müsst ihr unbedingt mal vorbei schauen. 

meine neue Tasche in den Farben Flaschengrün und Dunkelblau

Zusammen mit einer guten Freundin ging es schon am Abend vorher los und wir haben wegen der langen Fahrtzeit eine Nacht in Heidenheim verbracht.

Ich war mir nicht sicher, welchen Schnitt ich im Kurs nähen wollte. Fest stand, dass ich auf jeden Fall eine Ledertasche machen wollte. Dafür hat Martina verschiedenfarbige Leder mit zum Kurs gebracht. Das hatte allerdings den Nachteil, dass wir außer dem Schnittmuster für den Kurs nichts vorbereiten und alles erst im Kurs zuschneiden konnten. Ich hatte mir verschiedene Baumwollstoffe mitgebracht und einer meiner gut gehüteten Tula-Pink-Stoffe ist es dann geworden. Die Farben der beiden verwendeten Leder in flaschengrün und dunkelblau finden sich in dem Motiv wieder. Dazu habe ich dann im Laden u.A. noch die Reflektorpaspel, Reißverschluss, verschiedene Einlagen und einen einfarbigen türkisen Baumwollstoff für das Futter der aufgesetzten Innentasche und der großen Reißverschlussinnentasche gekauft.

Aber welcher Schnitt sollte es werden? Seit langem liebäugle ich mit der Arya, die jedoch in nur Leder auf mich etwas langweilig wirkt. Bei dem gemeinsamen Ausflug ins Miedermuseum vor ein paar Monaten hatte Martina ihre türkisfarbene Ewa dabei. Die Tasche ging mir seither nicht mehr aus dem Kopf. War mir jedoch unsicher, ob der Schnitt was für mich ist, da die Tasche nicht über einen Hauptreißverschluss verfügt, sondern über einen Magnetverschluss und innen eine große Reißverschlusstasche. Bei der "Anprobe" der von Martina mitgebrachten Modelle stand für mich dann schnell fest - ja, ich möchte eine Ewa. Zusammen mit meiner Freundin haben wir uns für die gleiche Lederkombination und den Schnitt entschieden. Sie hat die größere Variante genäht, ich die kleinere.

vordere Reißverschlusstasche
Insgesamt waren wir zu sechst in dem Kurs. Eigentlich wäre noch Dana (cutiecakeswelt) dabei gewesen, aber leider konnte sie kurzfristig nicht - das war sehr schade. Die anderen vier Teilnehmerinnen kannten sich bereits von anderen Machwerk-Kursen. Trotzdem hatten wir beiden Neuen nie das Gefühl außen vor zu sein. Die "alten Hasen" haben uns "Taschennäh-Frischlinge" zusätzlich zu Martinas Tipps noch mit ihren persönlichen Tipps und Tricks versorgt.

Reißverschlussfach (innen)
Worüber ich mich etwas geärgert habe war, dass ich sowohl meine Rollschneider als auch das Stylefix daheim gelassen hatte. An die Rollschneider hab ich noch gedacht, dachte aber, dass ich mal wieder zu viel mitschleppe und es diese wie im anderen Kurs (BH-Nähen bei Sewy) vor Ort gibt. So bekamen wir netterweise die Rollschneider der anderen Teilnehmerinnen geliehen ... und das ein oder andere Stück Stylefix.

aufgesetzte Innentasche
Dank der guten Unterstützung durch Martina war das Leder nähen überhaupt kein Problem und lief erstaunlich stressfrei. Meine Freundin und ich haben doch recht lange für unsere Taschen gebraucht. Die anderen hatten ihre Stoffe und Leder schon im Vorfeld zur Hand und konnten daheim schon zuschneiden und die ersten Nähte nähen. Jetzt, wo ich den Schnitt einmal genäht habe, würde ich das wahrscheinlich beim nächsten Mal auch so machen. Vorausgesetzt, ich hätte das Leder zum Farbabgleich vorher zur Hand.

Ewa-Tasche von hinten

Unser Glück war, dass Martina sowie auch Eva uns nach dem offiziellen Nähkurs-Ende noch haben werkeln gelassen und so konnten wir am Ende mit zwei fertigen Taschen den Laden zu später Stunde verlassen. @Martina und Eva: sorry, nochmal, dass wir so überzogen haben und danke für Eure Geduld.

Die Anleitung zum Ewa Schnittmuster ist gut bebildert und gut beschrieben. Trotzdem habe ich mir heute Morgen noch zwei Seiten handschriftliche Tipps und Tricks zum Leder nähen im Allgemein sowie Kniffe für dieses Schnittmuster aus dem Gedächtnis aufgeschrieben.

Tasche von vorne
Jetzt nähe ich schon einige Jahre und bin immer wieder positiv überrascht, wie einfach "Näh-Angstgegner" eigentlich sind, wenn man sich ihnen (mit Hilfe) stellt.
Ich bin unheimlich fasziniert davon, dass ich eine Ledertasche nähen kann, die so von außen gar nicht nach "selbst genäht" aussieht. 

Vielen Dank an Martina für diesen tollen Tag. Ich habe sehr viel gelernt. Vielen Dank auch an Eva vom kleinen Stern, die uns über den ganzen Tag so gut mit Essen, Trinken und Material versorgt hat.

Ich bin mir sicher, ich komme wieder. 

Muriel

Dienstag, 22. November 2016

Weihnachtskleid Sew Along 2.Teil - Die Entscheidung ist gefallen

Am Wochenende ging es schon wieder weiter mit dem zweiten Teil meines geliebten Weihnachtkleid-Sew-Alongs. Dieser Sew Along wird jährlicher in der Vorweihnachtszeit vom MeMadeMittwoch Blog veranstaltet. In meinem Post von letzter Woche könnt ihr nachlesen, welche Kleider bei mir in den letzten Jahren entstanden sind.

Beim ersten Treffen hatte ich noch die Qual der Wahl welchen Schnitt ich verwende. Dank eurer Hilfe habe ich mich für Schnitt Nr. 3 entschieden. Mein persönlicher Favorit ist immer noch das "Chrissy"-Kleid (Nr. 4) aber ich glaube für das bringe ich auch mal ohne Sew-Along die Motivation auf.

Diese Schnitte standen in Teil 1 zur Auswahl.
In den vergangen Tagen habe ich den Schnitt abgepaust. Der Rockteil besteht aus einem kompletten Teller. Hatte ich seit meinem Mary-Poppins Rock (2012) keinen mehr. Den Poppins-Rock musste ichinzwischen leider dem billigem Seidenstoff aussortieren.
Eigentlich hätte ich zu wenig Stoff um das Kleid mit Ärmeln zu nähen. Dadurch, dass ich so klein bin, konnte ich das Rockschnittteil um ganze 23cm kürzen und schon passen alle Schnittteile auf den Stoff. Für den Schnitt sind eigentlich keine Taschen angedacht aber was soll ich mit einem Kleid ohne Taschen?! Dafür habe ich auf meinen bewährten Nahttaschenschnitt von Butterick zurückgegriffen. Bei dem musste ich nur die obere Kante an die Kante vom oberen Rockteil anpassen. 

In meinem Stofflager habe ich einen schönen gewebten Baumwollstoff mit Wollanteil gefunden (Siehe Bild unten). Den Stoff hatte ich letztes Jahr bei einem Mittelalter Festival gekauft. Eigentlich sollte daraus ein historisch angelehntes Kleid werden, nun wird es ein Weihnachtskleid.  Der Stoff fällt wunderbar weich und ist trotzdem nicht zu dünn. Der Fall hat mich allerdings, was das Probeteil angeht, vor eine Herausforderung gestellt. Mein normaler Probestoff geht eher in die Richtung normale Baumwolle und fällt nicht annähert so weich, wie der geplante Stoff. Ganz hinten in der Ecke hab ich noch einen sehr weichen Probestoff gefunden. Den habe ich nun bis zum letzten Stückchen verbraucht.


Werde beim Probeteil sowohl die ärmellose Variante als auch den kurzen und den langen Ärmel testen. Mal sehen, was mir am besten gefällt. Ja, im letzten Teil hab ich geschrieben, dass ich keinen Ärmel will. Jetzt bin ich  doch neugierig geworden. Der Ärmel zu dem Schnitt hat einen Abnäher oben in der Armkugel als auch am Ellenbogen. Das ist mal etwas anders.
Aktueller Stand: links oben = Oberteil, rechts unten = Stoff
Wegen der "Klappen" am Vorder- und Rückteil und dem "Shoulder Strap" unterscheidet sich die Nähreihenfolge von normalen Kleiderschnitten und ich muss sogar mal die Anleitung verwenden :-) .

Inzwischen habe ich das Oberteil, die Ärmel und den Rockteil des Probekleides zusammen genäht.
Als nächstes muss ich die Einzelteile zusammen nähen und dann mal sehen, was geändert werden muss.
Der erste Eindruck von den Ärmeln ist gar nicht gut. Ich glaube die Armkugel ist zu groß und ich kann den Arm nicht wirklich gut heben aber jetzt erst Mal abwarten wie es im angenähten Zustand dann ist.

Auch Material muss ich noch besorgen. Noch fehlen mir Batist als Oberteilfutter, Futterstoff für den Rock und der Reißverschluss. Momentan sieht es so aus als würde ich sogar mal einen Schnitt OHNE Paspel nähen. Das ist bei mir eine Rarität aber ich glaube das wäre bei den Klappen doch etwas zu viel des Guten ... obwohl in den Prinzessnähten am Oberteil könnte das nett aussehen. Was denkt ihr?

Die anderen fleißigen Weihnachtskleidnäherinnen findet ihr auf dem MeMadeMittwoch Blog.

Muriel

Donnerstag, 17. November 2016

Es geht wieder los mit dem Weihnachtskleid-Sew-Along (Teil 1)


Es gibt einen Sew-Along, dem fiebere ich das ganze Jahr entgegen - das ist der Weihnachtskleid-Sew-Along, veranstaltet vom MeMadeMittwoch-Blog. Die Linkliste zum ersten Teil schließt in ein paar Stunden und inzwischen haben sich schon über 100 Mitstreiterinnen eingetragen - wow.

Ich habe das Glück, dass ich seit dem ersten Mal immer dabei sein konnte. Dieses Jahr allerdings ist es anders für mich. Es ist das erste Jahr ohne meine geliebte Oma und meinen Lieblingsonkel. Mit denen wurde immer gefeiert und beide haben sich immer über das extra fürs Familienfest genähte Kleid gefreut und im Vorfeld mitgefiebert, ob ich es wirklich zeitlich schaffe. Die beiden werden mir dieses Weihnachten sehr fehlen und so schwingt für mich ein bisschen Wehmut beim diesjährigen Kleid mit.

Aber ihr seid ja nicht da, um meine wehleidige Stimmung abzubekommen, sondern wollt sehen, wie meine Kleider die letzten Feiertage aussahen:

2011: Korsagenoberteil und Rock

2012 -Etuikleid mit Raffung
Inzwischen aussortiert, da die billige Seide nichts war.

2013 - in Blau-Rot
Jetzt fällt mir auf, dass ich das Kleid länger nicht mehr gesehen habe,
muss es suchen.

2014 - Tulla-Pink-Raglan-Grummel-Kleid
Inzwischen auf den Ändern-Stapel gewandert - wird ein Rock.
2015: Oma Gedenkkleid
Das Andenkenkleid habe ich auf der geerbten 60er Jahre Nähmaschine genäht.
So, und jetzt die große Frage: Was für ein Kleid wird es dieses Jahr? Ich habe für mich festgestellt, dass Kleider mit 3/4 bzw. langen Ärmeln bei mir nur bedingt funktionieren, da ich diese nur trage, wenn es kalt ist und die Kleider den Rest des Jahren ungenutzt im Schrank hängen. Deswegen bevorzuge ich ärmellose Kleider sowie Kleider mit kurzem Ärmeln, welche ich in der kalten Jahreszeit mit Jäckchen tragen kann und wenn´s wärmer ist ohne.

Als im letzten Monat der Burda Style Lena Honschek Schnitt raus kam, war ich gleich Feuer und Flamme. Das Kleid mit dem Herzausschnitt und dem Tellerrock ist einfach klasse und dennoch habe ich mich jetzt gegen den Schnitt entschieden. Zum einen bin ich mir sicher, dass ich den auch so nähen würde und die Motivation des gemeinsamen Nähens deswegen nicht brauche, und zum zweiten möchte ich für den Sew Along mein Stofflager abbauen und so kommen nur Schnitte in Frage, für die ich genügend Stoff im Haus habe.

Zur Auswahl stehen:

  1.  V8996: Der Schnitt ist sehr raffiniert, da das Vorderteil in der vorderen Mitte ein Schnittteil ist und nur die unteren Seiten eingesetzt werden. In diesen vorderen Nähten verstecken sich auch die Taschen. Ich würde die kürzere Variante A nähen.
  2. B6241: Der Jerseyschnitt ist für mich eher untypisch, aber irgendwie komme ich seit der Veröffentlichung des Schnittes nicht davon los. Ich würde die Variante C mit dem Langarm nähen. (Ja, bei Jersey ist langärmelig für mich okay).
  3. B5984: Das Kleid mit den vom Freund betitelten "Briefkastenklappen" im Ausschnitt gefällt mir eben wegen dem außergewöhnlichen Ausschnitt sehr gut. Ich würde die Variante mit dem ausgestellten Rock nähen - ob ohne Ärmel oder mit den kurzen steht noch zur Frage.
  4. V8555: Ein Out-Of-Print-Schnitt, den ich beim letzten Out-of-Print-Sale von Vouge ergattert habe. Ein Kleid nach dem Schnitt habe ich schon daheim - das war ein nettes Geschenk von Chrissy, die ihr Kleid nicht mehr wollte und so durfte es bei mir einziehen. Ich liebe dieses Kleid und brauch unbedingt noch mehr Varianten davon. Auf Instagram habe ich es mal gezeigt:
Welches der drei Kleider gefällt euch am besten?

Die anderen Teilnehmerinnen findet ihr auf dem MeMadeMittwoch-Blog. Vielen Dank an Yvonne und Dodo für diesen ersten Teil des Weihnachtskleid-Sew-Alongs.

Muriel

Sonntag, 13. November 2016

Winter-Mantel Sew Along Teil 5: Das große Finale! Der Winter kann kommen.

Heute ist das Finale vom diesjährigen Wintermantel Sew-Along. Zusammen mit dem Weihnachtskleid-Sew-Along ist dieser Sew-Along für mich eine feste Größe in meinem Nähalltag.
Für mich ist es nun schon das dritte Jahr und zum ersten Mal bin ich am Finaltag fertig geworden und das obwohl diese Jacke sämtliche Nähenergie der letzten Wochen aus mir raus gesaugt hat. Dabei lag es überhaupt nicht am Schnitt. Im Gegensatz zu den letzten Jahren habe ich mich nicht an einem neuen Schnitt versucht sondern den Mantelschnitt Vogue V9040 vom letzten Jahr als Kurzjacke genäht. Hier Teil 1, 2,  3 und 4 des Sew-Alongs und so sieht das Ergebnis aus:
Meine neue Winterjacke *yeah*
Sie ist genauso geworden, wie ich mir sie mir vorgestellt habe. Mein Problem in den letzten Jahren war, dass ich keine passende (blaue) Jacke für meine ausgestellten Röcke hatte. Der Mantel vom letzten Jahr hat das Problem teilweise behoben, aber weil es eben ein Wintermantel ist, trage ich den nur wenn es richtig kalt ist. Meine neue Kurzjacke soll die Lücke nun schließen.

Mantel von innen. Blaue Paspel am inneren Beleg und
ein Hongkong Finish (deutscher Begriff?) am unteren Bund

Der untere Beleg war eigentlich gar nicht vorgesehen. Beim Nähtreffen gestern meinte Fr. minimale extravaganz, dass die Jacke doch recht kurz geraten wäre und ein Bund nicht schlecht wäre. Das passiert nun, wenn man denkt, man kann auf ein Probeteil verzichten. Die Idee mit dem Bund fand ich super und so habe ich auf die letzten Meter noch den Bund hinzugefügt. Die Nahtzugabe des Saumbunds habe ich mit Schrägband versäubert.


Das Einzige was ich für die Jacke kaufen musste waren die Druckknöpfe. Der Rest waren Reststücke vom letzten Jahr. Das nenne ich mal effektive Materialnutzung.

Im letzten Jahr habe ich den blauen Wollstoff von LottiKatzkowski für den Voguemantel geschenkt bekommen, dass ich daraus gleich zwei Stücke nähen kann, hätte ich nie gedacht. Vielen Dank liebe Lotti für dieses tolle Geschenk. Noch habe ich einen kleinen Rest übrig, mal sehen was daraus noch wird.

Schnitt: V9040 Ver. A in kurz
Material: hellblau mellierter Wollstoff (gekauft beim Bloggertreffen Stuttgart) für den Kragen, dunkelblaue Wolle (Geschenk von LottiKatzkowski), Windstopper/ Klimamembran (Funfabric), Gewebeeinlage von Vlieseline, Druckknöpfe 17mm 6x, Paspel, Schrägband aus Futter, Futter, Schulterpolster (PrettyWoman Leipzig), Ärmelfische (Stoff&Stil)
Änderungen: vom letzten Jahr übernommen + auf Taillenlänge gekürzt und Saumbund hinzugefügt
Fazit: auch im zweiten Jahr bin ich begeistert von dem Schnitt. Einziger Nachteil sind die fehlenden Taschen aber das ist bei der Länge nicht machbar. 

Details zum Projekt-BrotundButter-Rock findet ihr in diesem Post.

Vielen Dank an die MeMadeMittwoch Crew und ganz besonders an Karin (Dreikah) und Nina (kleidermanie) für diesen Sew Along.

Wollt ihr sehen welche fantastischen Mäntel dabei entstanden sind, dann schaut auf dem MeMadeMittwoch Blog vorbei.

Muriel

Dienstag, 8. November 2016

Winter-Mantel Sew Along Teil 4: Futter und letzte Schritte

Mein Plan: eine Kurzjacke
(Mischung aus beiden Schnitten)
Wir sind schon beim vorletzten Treffen des diesjährigen Winter-Mantel Sew Alongs.

Während ich im letzten Jahr einen Mantel genäht habe, werde ich dieses Jahr eine taillenkurze Jacken nähen. Es wird der gleiche Vogueschnitt V9040 wie im letzten Jahr nur als Kurzjacke. Hier Teil 1 ,2 und 3 des Sew-Alongs.

Meine Ergebnisse im Vergleich zu letzter Woche sind eher überschaubar aber es geht voran. Meine Motivation befindet sich nach wie vor im Keller. Ohne die zwei Nähabende in toller Gesellschaft wäre ich überhaupt nicht weiter gekommen.

Immerhin lässt sich inzwischen eine Jacke erkennen. Der Oberstoff ist bis auf den Kragen fertig. Die Ärmel liesen sich völlig problemlos einsetzen - das ist das Tolle bei Wollstoffen. Der Ärmel lässt sich vor dem Einnähen schon in Form dampfen. Als nächstes müssen die Schulterpolster eingesetzt werden. Dafür schaue ich aber lieber noch mal in den zum Schnitt gehörigen Craftsy-Kurs (Link siehe Teil 3 oben).


Am Futter bin ich auch gut weiter gekommen. Es fehlen nur noch die Ärmel und dann könnte die Jacke zusammen gesetzt werden.

Was mir dann noch fehlt ist ein Beleg für den Saum. Bei der Jacke habe ich kein Probeteil gemacht und so ist das Oberteil etwas kurz geraten aber mit nem Beleg komme ich auf die gewünschte Länge.

Paspel im Futterteil
(im gebügeltem Zustand sind da keine Falten)
Noch haben wir ein paar Tage Zeit bis zum Finale am Wochenende. Ich drücke mir selbst die Daumen, dass das noch klappt.

Die anderen sehr fleißigen Winter-Mantel Näherinnen findet ihr auf dem MeMadeMittwoch Blog.

Muriel

Dienstag, 25. Oktober 2016

Winter-Mantel Sew Along Teil 3: echter Fortschritt

Mein Plan: eine Kurzjacke (Mischung aus beiden Schnitten)
Wir sind schon wieder beim dritten Treffen des diesjährigen Winter-Mantel Sew Alongs. Diese Woche habe ich endlich mal richtige Ergebnisse zu zeigen.
Während ich im letzten Jahr einen kompletten Mantel genäht habe, werde ich dieses Jahr eine taillenkurze Jacken nähen. Es wird der gleiche Vogueschnitt V9040 wie im letzten Jahr nur als Kurzjacke. Hier Teil 1 und 2 des Sew-Alongs.

Am vergangen Wochenende war endlich wieder Nähtreffen und die Zeit habe ich genutzt die Klimamembran (Windstopper) zusammen zu nähen.

Mit der Jacke habe ich ja bereits Anfang des Jahres begonnen und so war alles schon zugeschnitten sowie die Oberstoffärmel und -oberteil waren bereits genäht und die Nahtzugaben zurück geschnitten. Leider habe ich dabei einen sehr wichtigen Punkt vergessen: nämlich die Klimamembran an den Oberstoff zu heften BEVOR die Einzelteile aneinander genäht werden. Wie mir das passieren konnte, wo ich doch erst Wochen zuvor den Mantel nach dem gleichen Schnitt fertig gestellt hatte, erklärt sich mir überhaupt nicht mehr. So musste ich zu einer Bastellösung greifen und habe die Ärmel und das Oberteil aus dem Windstopper zusammen genäht  und diese dann an den Außenkanten der Ärmel bzw. des Oberteiles mit großem Stich angeheftet. Das hat funktioniert, schön finde ich es allerdings nicht.

Klimamembran (weiß) an Oberteil und Ärmel genäht

Heute Abend bin ich bei einer lieben Arbeitskollegin zum gemeinsamen Nähen eingeladen. Ich hoffe in der Zeit mein Futter genäht zu bekommen. Ich bin immer wieder überrascht wie wenig Spaß mir Jacken/Mantel-nähen macht. Ohne den Sew-Along hätte ich schon wieder aufgehört aber da "muss" ich jetzt durch. Die Jacke könnte ich nämlich sehr gut gebrauchen. Ich habe sehr viele Blautöne im Schrank aber keine dazu passende Jacke.

Zu diesem Mantelschnitt gibt es einen Craftsykurs. Bin gerade erschrocken als ich den aktuellen Preis gesehen habe - ich habe keine 60€ dafür bezahlt. Der Kurs hat mir im letzten Jahr sehr gute Hilfestellung geleistet. Bisher habe ich noch nicht wieder ins Video geschaut .... sollte ich dringend mal machen, nicht dass ich noch weitere wichtige Schritte vergesse.

Auf dem MeMadeMittoch Blog stellt Kleidermanie dieses mal die Frage, ob Schulterpolster gebraucht werden. Das kann ich für mich bei Wintermänteln nur bejahen. Auch wenn Schulterpolster furchtbar altbacken klingen, verändern diese den Gesamtausdruck im positiven. Bei einem leichten Frühlingsmantel geht es vielleicht auch ohne, aber bei meiner kurzen Wollwinterjacke kommen Wahrscheinlichkeit nach wieder Schulterpolster rein. Ich habe verschiedene Stärken besorgt, mal sehen, welche am besten passt.

Die anderen fleißigen Mantel-und-Jackennäherinnen findet ihr auf dem MeMadeMittwoch Blog.

Muriel

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Sporthose fürs Patenkind: Frida 2.0

Marli (mein Patenkind) ist inzwischen schon richtig groß. Schließlich ist sie inzwischen schon über 4 Jahre alt und ist aus ihrer Sporthose rausgewachsen.

Ihre Mama, meine ehemalige Mitbloggerin, hat den Schnitt rausgesucht, eine Frida 2.0 von Milchmonster, und ich habe genäht.

Den Stoff hatte ich vor ein paar Monaten lokal bei www.maja-stoffe.de für Marli gekauft. Sie ist zwar kein "rosa Mädchen", sondern eher eine Ronja Räubertochter, aber die Stinktiere fand ich so cool, dass ich es einfach gewagt habe und zumindest von der Mama gab es schon mal Zustimmung zu meiner Stoffwahl.

Ich habe die Variante mit den Taschenbeuteln genäht. In der Länge habe ich Größe 104 genommen und in der Breite 86. Die Anleitung habe ich nur überflogen und kann deswegen nichts dazu sagen. Die Hose näht sich wie jede andere Hose auch. Genäht hab ich diese auf der AnNäherung_Süd (mein Post dazu kommt noch). Es war mir schon etwas peinlich, dort Kindersachen zu nähen, aber ich habe ja auch noch erwachsene Kleidung genäht. Jetzt bin ich sehr gespannt, ob die Hose auch passt.

Sporthose fürs Patenkind
Schnitt: Frida 2.0 von Milchmonster
Material: Jersey, Bündchen und dehnbare Paspel
Änderungen: dehnbare schwarze Paspel an den Tascheneingriffen
Fazit: Der Schnitt mit dem weiten Bein gefällt mir sehr gut. Bin gespannt wie Marli die Hose findet.


Muriel

Anmerkung: Die fehlende Verlinkung zu Milchmonster ist Absicht - Details in diesem Post.

Montag, 17. Oktober 2016

Nähnerd Ausflug nach Köln mit Minibloggertreffen

Im September ging es auf zu einem Nähnerd-Ausflug nach Köln. Melanie von 500daysofsewing hatte vor ein paar Monaten die fantastische Idee, mit ein paar Anderen einen Sewy-BH-Nähkurs zu machen. Mein Fazit zu dem Kurs findet ihr in einem eigenen Post.

Da Sewy von uns aus sehr weit weg ist, wurde daraus ein ganzes Wochenende. Melanie und ich sind zusammen mit dem Auto nach Köln gefahren und haben uns dort bei Stoff und Stil mit den Anderen getroffen. Mit dabei waren noch Sabrina (brinassewingroom), Katharina (mitheissernadel) und die (noch) bloglose Annegret.

Ich war sehr standhaft und habe im Stoff und Stil bis auf einen nur Stoffe für ein größeres Projekt für meine Schwester gekauft.

Katharina und Melanie hatte ich schon mal persönlich kennengelernt. Die anderen beiden vorher noch nicht, aber beim gemeinsamen Abendessen war das Eis schnell gebrochen. Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie wenig fremd man sich beim ersten Treffen ist, obwohl man nur den Blog der Person kennt. Nähblogger sind schon ein ganz besonders sympathisches Völkchen.
Melanie hatte für uns Auswärtige eine Ferienwohnung gebucht, so dass wir den Abend zusammen schön ausklingen lassen konnten.

Meine Beute von Stoff und Stil. Nur der türkise Viskosejersey ist meiner,
der Rest für meine Schwester.

Am nächsten Tag fand der lang erwartete Sewy-Kurs statt. In dem oben verlinkten Post findet ihr mein Fazit dazu.

Für Sonntag stand dann noch ein ganz besonders Highlight an. Die Kölner&Umgebungs- Nähbloggerinnen haben uns zu einem gemeinsamen Brunch eingeladen. Ich habe mich riesig gefreut, diese tolle Truppe wiederzusehen und ein paar Gesichter endlich mal "in Echt" kennen zu lernen.

Es wurde sehr ausführlich gebruncht und sehr viel geredet. Vor lauter Begeisterung habe ich keine Sekunde daran gedacht, auch nur ein einziges Foto zu schießen.

Vielen Dank an Melanie für diese tolle Organisation von dem Wochenende. Ohne Dich hätte es dieses Wochenende nicht gegeben und danke an die lieben Kölnerinnen, dass wir bei Euch zu Gast sein durften.

Ich kann nur immer wieder betonen, wie sehr ich den Austausch und die Gemeinschaft "unserer" Nähblogs schätze. Das ist sehr bereichernd.

Wenn ihr jemanden mal in Echt kennenlernen wollt, schreibt die Person einfach an. Es lohnt sich. Wenn ihr wissen wollt, wer wo wohnt, könnt ihr Euch in die Nähnerdkarte von Chrissy eintragen lassen.

Muriel

Sonntag, 16. Oktober 2016

AnNäherung_Süd Nr.2 in Würzburg

Endlich war es wieder soweit. Die zweite AnNäherung_Süd stand an. Auch in diesem Jahr hat Alexandra von Mamamachtsachen.de dieses große Wochenendtreffen für uns organisiert. Das Treffen fand wieder in der Jugendherberge Würzburg statt. Unser Raum war dank zwei großer Fensterfronten sehr schön hell.

Ich durfte schon im letzten Jahr dabei sein. Von dem damaligen Treffen gibt es sogar eine Podcastepisode mit einigen der Teilnehmerinnen. Die Podcastepisode hatte mir viel Spaß gemacht aber mich auch viel Nähzeit gekostet, so dass ich damals nur einen Bruchteil meiner Nähpläne umsetzen konnte. So habe ich mich dieses Mal dafür entschieden dort nicht zu "arbeiten" sondern die begrenzte Zeit für mich zum Nähen zu verwenden.

mein Plan für die AnNäherung_Süd

Umgesetzt habe ich davon alles bis auf das Katzenkleid, damit hatte ich schon gerechnet, und das Kleid dann nur zum Teil zugeschnitten.

Dieses Jahr waren wir knapp 40 Teilnehmerinnen, einen Großteil davon kannte ich schon und doch waren wieder neue Gesichter mit dabei. Ich finde es immer wieder spannend wie schnell das Eis gebrochen wird und man wie selbstverständlich ins Gespräch kommt.

In diesem Jahr hatten wir an unserem Tisch mehr Platz und konnten uns, dank nicht besetzten Tisch hinter uns und noch weiter ausbreiten. Einzig die kratzigen Stuhlkanten hatte ich verdrängt, daran hatte ich mir letztes Jahr schon eine Strumpfhose ruiniert. Dieses Jahr habe ich mir einen schönen dicken Karostoff vom Tauschtisch "ausgeliehen". Der Stoff war sehr bequem und wird im nächsten Jahr wieder mitgenommen. Vielen Dank an die Spenderin dieses praktischen Stoffes.

Der Stoff auf der Rückenlehne ist der doppelte Jersey, die Rückseite hat Streifen
und auf der Sitzfläche der bequeme Wollstoff.

Ich habe den Stofftisch aber auch noch wie gedacht verwendet und mir einen doppellagigen Jersey-Batik-Streifenstoff, dehnbaren türkisen Tüll sowie Garn und Reißverschlüsse mitgenommen. Würde sehr gerne wissen, wem ich meine neuen Stoffschätze zu verdanken habe. Meine Stoffe und Schnitte haben wohl auch neue Abnehmerinnen gefunden.

diesen tollen Tüll habe ich mir auch mitgenommen

Wie schon im letzten Jahr wurde bis spät in die Nacht genäht und gequatscht. Leider war ich erkältungtechnisch etwas angeschlagen, so dass ich leider nicht so fit war und für AnNäherungsverhältnisse früh im Bett war.

Am meisten hatte ich mich auf meinen Jumpsuit gefreut, vorher habe ich allerdings noch zwei Wickeljäckchen (BurdaStyle) sowie eine Kindersporthose genäht. Durch ein paar doofe Fehler meinerseits wurde ich mit dem Jumpsuit nicht mehr während dem Treffen fertig. Fotos von meinen fertigen Werken gibt es später noch in einzelnen Posts.

Das gesamte Wochenende war wieder unglaublich toll und ging viel zu schnell vorbei. So viele tolle Gespräche und etliche neue Schnitte habe ich entdeckt. Die Abschlussrunde, bei der jede ihre Werke des Wochenends vorstellt, war sehr spannend. Ich bin immer wieder fasziniert, was andere innerhalb kurzen Zeit geschafft haben.

Die Abreise gestaltete sich dieses Mal dank eines Marathons als sehr kompliziert und Chrissy (Chrissys Nähkästchen) und ich haben mehrere "interessante" Runden durch Würzburg gedreht, bis wir endlich am Parkplatz an kamen. Da waren alle anderen von denen ich mich gerne verabschieden hätte, schon längst auf dem Heimweg. Hoffen wir, dass im nächsten Jahr der Marathon nicht an "unserem" Wochenende stattfindet.

@Alexandra: Vielen Dank für die tolle Organisation. Ihren Bericht findet ihr auf ihrem Blog.

So und jetzt freue ich mich auf die AnNäherung in Bielefeld im Januar - da war ich bisher noch nie mit dabei. 

Muriel

Freitag, 14. Oktober 2016

Sewy BH-Nähkurs - mein Fazit

Zusammen mit Melanie (500daysofsewing.de) (die dieses Treffen überhaupt erst möglich gemacht hat), Sabrina (brinassewingroom), Katharina (mitheissernadel) und der (noch) bloglosen Annegret war ich vor kurzem bei einem Sewy-BH-Nähkurs in Weilerswirst (Nähe Köln). Für uns war die Anfahrt sehr weit und so haben wir ein ganzes Wochenende daraus gemacht. Dazu gibt es später noch einen eigenen Post - das würde diesen Rahmen sonst sprengen. Hier geht es "nur" um mein Fazit zu dem Sewy-Kurs.

Wir hatten einen "Samstagskurs mit Beate" gebucht. Eigentlich hätten wir noch eine uns fremde Teilnehmerin dabei gehabt, diese kam dann aber nicht, so dass wir Nähnerds die Kursleiterin ganz für uns hatten. Melanie, die diesen Ausflug organisiert hat, hat darauf geachtet, dass alle Teilnehmerinnen schon BHs genäht haben, und so waren alle von uns im Kurs auf dem selben Level. Das war sehr angenehm.

Der Kurs fand in den Räumen bei Sewy statt. Jeder von uns hatte einen eigenen ausreichend großen Tisch und die Zuschneidetische waren in zwei verschieden Stehhöhen, das war sehr praktisch. Der ganze Raum war schön hell. Man konnte entweder auf der eigenen Nähmaschine nähen oder sich eine (Elna)-Nähmaschine ausleihen. Trinken (Kaffee, Tee und Wasser) war im Kurspreis enthalten.
Dadurch, dass der Kurs in den Räumen von Sewy stattfand, konnten wir jederzeit einen Raum weiter in den Laden (von uns auch das "Paradies" genannt) und uns mit weiteren BH-Materialien eindecken. Ich habe von der Möglichkeit regen Gebrauch gemacht. Wie ich im letzten BH-Post schon geschrieben habe, kann eine Onlinebestellung farblich auch mal daneben gehen. So konnte ich mir vor Ort meine Farben aussuchen. Die Auswahl im Ladengeschäft ist umfangreicher als im Onlineshop. Wer also in der Nähe wohnt - es lohnt sich.

Ein Teil meiner Beute von Sewy ... fällt auf, dass ich eine türkise Phase habe? :-)
Nun zurück zum eigentlichen Kurs: Alle außer mir haben (wie es auch angedacht ist) ein Sewy-Schnittmuster genäht. Die Kursleiterin hatte eine Vielzahl an genähten Sewy-BH-Modellen zum Anprobieren dabei. Ich wollte meinen bevorzugten Schnitt "DL03" von der BH-Nähexpertin anpassen lassen und nach einer kurzen Abklärung im Vorfeld war dies okay. Dies ging aber nur, weil ich bereits wusste, wie man den Schnitt näht und ich keine Hilfestellung zu den einzelnen Nähschritten benötigt habe.

Als Vorbereitung für den Kurs sollten wir "unseren" BH Probe nähen und die Schnittteile ohne Nahtzugabe vorbereitet mitbringen. Unsere Kursleiterin Beate Hirschfelder (nählust.de) hat mit jeder von uns eine "Begutachtung" gemacht, um den gewählten Schnitt im Vorfeld bereits anzupassen. Ich war unsicher, wie so eine "Begutachtung" abläuft. Beate hat das hervorragend gemacht und ich habe mich gleich wohl gefühlt.
Bei meinem BH war nur eine Miniänderung von 5mm mehr am Cup notwendig. Ich war überrascht, dass eine so kleine Änderung es schon gewesen sein sollte. Neugierig habe ich mich ans Werk gemacht und die Änderung auf den Schnitt übertragen und zugeschnitten. Ich habe im Kurs ein bereits im Vorfeld gekauftes Sewy-BH-Set verwendet, aber man hätte seine Materialien auch erst vor Ort einkaufen können. Als Vorbereitung zu dem Kurs hatte ich das breite Band vom Boylston Bra an mein Band vom DL03-BH-Schnitt angeflanscht und dieses, anstatt wie in meinem Schnitt vorgesehen, in zwei Teile geteilt. So spare ich Stoff beim Zuschnitt. Diese erste Variante hatte ich zwei Tage vor dem Kurs schnell zusammengezimmert. Beate hat mir dann noch Tipps zum Optimieren des Bands gegeben. U.A. hatte ich den Teil unter den Cups zu breit gemacht.


Von Beate gab es immer wieder hilfreiche Tipps und Tricks rund um die einzelnen Schnitte. Ich selbst habe mir das BH-Nähen letztes Jahr mit Hilfe des BH-Sew-Alongs von eben-Julia als auch mit den Craftsy-Kursen von Beveryl Johnson beigebracht. Ich fand es interessant, nun auch mal die Techniken von jemand anderen kennen zu lernen. Von Beates Techniken hat mir besonders die saubere Verarbeitung des bezogenen Laminatcups sehr gut gefallen. Ich mache das ab jetzt immer so. Ich schaue, dass ich Euch beim nächsten Nähen noch ein paar Fotos davon mache.
So schön sieht der obere Cuprand aus,
wenn man die Beate-Technik verwendet.
Auch das Thema "Annähen der verschiedenen Gummibänder" hat Beate uns sehr gut erklärt. Anstatt mit weichen Angaben ("jetzt dehnt das Gummi ein wenig") zu arbeiten, hat sie uns je nach Gummiart präzise Prozentzahlen an die Hand gegeben.

Die Vorgehensweise beim Annähen des Bügelbands unterscheidet sich bei Beverly und Beate grundsätzlich. Das Ergebnis ist beides mal das gleiche. Persönlich liegt mir die "Bügelband"-Technik von Beverly mehr.

Sehr interessant fand ich auch die Lerneinheit zum Thema Spitzenverarbeitung. Diese wurde Anhand von Melanies Projekt gezeigt. Eine Vorschau auf ihren tollen Spitzen-BH findet ihr auf ihrem Blog.

Bei meinem Projekt sind mir bei der Verarbeitung leider ein paar Fehler unterlaufen. Unter anderem habe ich es geschafft, mit meiner an dem Tag gekauften Applikationsschere, welche eigentlich verhindern soll, dass man in den Stoff schneidet, zwei Löcher in den Oberstoff zu schneiden. Da ich im Laufe des Kurses unbedingt fertig werden wollte, damit Beate die Passform nochmal beurteilen kann, habe ich diese "kreativ" gestopft und weiter genäht. Ich habe es dann tatsächlich (als Einzige) geschafft, mit meinem BH fertig zu werden.

"böse" Schere
(klassischer Anwenderfehler, andere können damit umgehen)
Als der BH dann bis auf den Verschluss fertig war, ist mir aufgefallen, dass der Verschluss anstatt drei Hakenreihen in Längsrichtung nur zwei hatte. Zum dem Zeitpunkt hatte der Sewy Laden bereits geschlossen. Somit konnte ich den nicht mehr umtauschen. :-( So saß der BH zuerst etwas stramm, aber inzwischen sitzt er genau so, wie ich ihn haben wollte. Habe ich nochmal Glück gehabt. Ist mir bisher noch nicht aufgefallen, dass es auch nur zwei Hakenreihen geben kann. Das war für mich ungeschriebenes Gesetz, dass das immer drei Reihen sind, egal ob der Verschluss ein, zwei oder drei Haken breit/hoch ist.

Der BH sitzt 1a, es hat wirklich nur noch diese Miniänderung gefehlt. Der Verlauf der oberen Bandkante war noch nicht so schön, den haben wir angepasst. Das teste ich dann beim nächsten Mal.

mein fertiger BH aus dem Sewy-Kurs
Die Zeit im Kurs verging wahnsinnig schnell. Ich kann einen solchen Kurs nur wärmstes empfehlen und bin mir sicher, wir kommen wieder. Es gibt noch so viel, was ich in dem Bereich noch lernen könnte. Bei Brina findet ihr einen Bericht von ihrem Sewy-Kurs im Sommer mit einer anderen Kursleiterin.

@Melanie: Vielen Dank für die Organisation dieses Kurses und des gesamten Wochenendes. Es war toll.

Muriel 

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Winter-Mantel Sew Along: Stoff und Schnitt - Die Entscheidung

So dieses Mal habe ich es nicht mehr rechtzeitig auf die Linkliste zum zweiten Teil des Mantel-Sew-Alongs der MeMadeMittwoch Crew geschafft. Meinen Post dazu gibt es jetzt doch noch.

Mein Plan: eine Kurzjacke (Mischung aus beiden Schnitten)

Während ich im letzten Jahr einen kompletten Mantel genäht habe, werde ich dieses Jahr nur eine taillenkurze Jacken nähen. Für den Schnitt hatte ich mich schon beim letzten Treffen entschieden, es wird der gleiche Schnitt wie im letzten Jahr nur als Kurzjacke.

Habe im Frühjahr schon mit dem Projekt angefangen, dann wurde es relativ schnell warm und ohne Mitnäherinnen war meine Motivation dann weg. Deswegen freue ich mich jetzt wieder in Gesellschaft zu nähen.

Nachdem ich es mir mit dem Schnitt einfach gemacht habe, mache ich das gleiche mit dem Stoff. Ich werde die Reststücke vom Mantel verwenden. Nur dieses Mal in umgekehrter Verwendung. Im letzten Jahr sah der Mantel so aus:

Mantel vom letzten Jahr
Der blau melierte Stoff wird dieses Jahr als Akzentstoff am Kragen verwendet und der Hauptteil der Jacke wird aus dem dunkelblauen Wollstoff genäht. Dieser Stoff war ein Geschenk von LottiKatzkowski.

Nachdem das Projekt nun einige Monate in der Ecke stand, musste ich mir erst Mal wieder einen Überblick schaffen. Ich habe tatsächlich schon den Oberstoff zusammen genäht, die Ärmel sind auch genäht. Die Klimamembran ist zugeschnitten aber warum ich diese nicht, wie letztes Jahr, VOR dem Nähen an den Oberstoff geheftet habe erschließt sich mir überhaupt nicht. Wohl oder übel muss ich die Membran hinterher noch rein basteln.  

Vielleicht nähe ich diese an der Nahtzugabe fest? Oder könnte ich die einfach auch mit dem Futterstoff zusammen verarbeiten? Habt ihr eine Idee?

Im letzten Jahr sah das so aus:

Mantel vom letzten Jahr: Klimamembran wurde an Oberstoff geheften,
und dieses dann als eine Lage weiter verarbeitet.
Das Futter am Saum durch Tags gesichert.
Kleidermanie hat zu dem "heutigen" Treffen auf dem MeMadeMittwochBlog ein paar Fragen gestellt:

  • Und wie haltet ihr es so mit den Einlagen? Gehört ihr eher zu den Minimalisten oder zu den Belegbüglerinnen bis zur Perfektion oder pendelt ihr irgendwo dazwischen?
  • Und hattet ihr schon Zeit und Muße loszulegen?
Bei Einlagen halte ich mich in der Regel an die Anleitung, falls mir mein Stoff zu dünn vorkommt z.B. an einem Taillenband, dann verstärke ich diesen. Früher war die leichte Vlieseline Einlage G785 meine Lieblingseinlage, inzwischen bevorzuge ich die festeren Gewebeeinlagen (auch von Freudenberg).

Zur zweiten Frage: In den letzten Wochen war ich sehr viel unterwegs (BH-Nähkurs, London Besuch, AnNäherung_Süd) und hatte leider keine Zeit für meine Jacke. Ich verspreche bis zum nächsten Termin echte Ergebnisse vorzulegen.

Die fleissigen Mantelnäherinnen, die es rechtzeitig auf die Linkliste geschafft haben, findet ihr auf dem MeMadeMittwoch Blog.

Muriel

Dienstag, 27. September 2016

Winter-Mantel Sew Along: Inspiration

Zu meinem großen Glück gibt es auch in diesem Jahr wieder ein Winter-Mantel Sew Along. Dieser wird wieder von der wunderbaren MeMadeMittwoch Crew veranstaltet. Ohne die Jacken/ Mantel Sew Alongs der letzten Jahre hätte ich sicher noch nicht einen einzigen. Ich weiß echt nicht, warum ich so ungern Mäntel und Jacken nähe.

Diese Woche ist das erste Treffen zum Thema "Inspiration". Muss zugeben ich habe dieses Mal schon etwas vorgearbeitet.

Anfang des Jahres habe ich angefangen mir eine taillenkurze Winter-Frühlingsjacke zu nähen. Leider ließ mich meine Motivation relativ schnell im Stich, so dass das Projekt dann doch liegen blieb. Nun freue ich mich umso mehr, dass ich nun in Gesellschaft mein Kurzjacken-Projekt wieder angehen kann.

Zuerst wollte ich einen noch nicht genähten Simplicity Schnitt verwenden, das hätte bedeutet, dass ich schon wieder mit einem Probeteil starten müsste. Da kam mir die Idee, dass ich aus dem im letztes Jahr als Mantel genähten Vogueschnittmuster einfach eine taillenkurze Jacke mache.

rechts oben: ursprüngliche Idee Simplicity Schnitt
unten rechts: Vogue Schnittmuster vom letzten Jahr
Ich hatte den Vogue Schnitt letztes Jahr so angepasst, dass die Prinzessnähte nicht zur Schulter laufen sondern in den Armausschnitt. Bis auf die Länge muss ich an dem Schnitt nichts anpassen.

Schon seit Jahren hätte ich gerne eine Kurzjacke aber andere richtige Mantelprojekte hatten bisher immer Vorrang. Inzwischen bin ich da gut ausgestattet und kann mich der kurzen Jacke widmen.

Der Simplictiy Schnitt ist aus dem "Meine Nähmode" Magazin 2/2014
Mehr Details zum Voguemantel findet ihr in meinem Post vom letzten Jahr.


Die anderen fleißigen Winter-Mantel-Näherinnen findet ihr auf dem MeMadeMittwoch Blog.

Muriel

Mittwoch, 21. September 2016

MeMadeMittwoch: Zebraliebe

Man mag es kaum glauben, aber inzwischen liebe ich mein Zebrakleid. Der Anfang zwischen uns war ja nicht einfach, der Funke wollte einfach nicht überspringen. Den Stoff habe ich Rahmen der Stoffwechsel Aktion ("Stoffwechsel - bin ratlos") von der netten Lotti Katzkowski geschenkt bekommen.

Das Kleid habe ich letzten Sommer genäht und es hat nun fast ein Jahr gedauert, bis mich die Zebras rum bekommen haben. Die Zebras kamen mir viel zu riesig vor und den Blauton hatte ich bisher auch nicht im Schrank.

In der heutigen Kombination mit dem schmalen Samtgürtel und dem Bolero gefällt es mir sehr gut.

Kleid:
Schnitt: hauptsächlich Simplicity 2444, Oberteil größtenteils Burda 122 (06/2011)
Material: Baumwolle, Paspel, nahtverdeckter Reißverschluss, Futter.
Änderungen: Kleid komplett gefüttert, Paspel am Ausschnitt, Rückenausschnitt wie beim Pushing Daisies Kleid.
Fazit: Ich mag mein Zebrakleid. Der Schnitt ist so lala, k.A. ob ich den nochmal nähe.

Bolero:
Schnitt: Aachen von Schnittquelle
Material: Romanit von Stoffe.de
Änderungen: Ärmelsaum = 3cm, kein Knopf als Verschluss. Beim nächsten Mal würde ich hinten die Jacke noch 2cm kürzen, damit diese genau in der Taille endet.
Fazit: toller Boleroschnitt, passt super über Kleider

Die anderen MeMadeMittwoch-Teilnehmerinnen findet ihr auf dem MeMadeMittwoch-Blog. Dort zeigt Dodo noch ein letztes Mal Blumen. Wer wer von Dodo erfahren möchte, kann in die Podcastepisode mit ihr reinhören.

Muriel

Dienstag, 20. September 2016

neuer Panty Schnitt ausprobiert: the Emse Panties von Evie la Lúve

Zur Zeit bin ich im Unterwäsche Nähfieber. Die Schnitte nähen sich, im Vergleich zu einem Kleid, so schön schnell. Außerdem kann Frau ja nie genug Unterwäsche haben.

Leider hat mein Lieblingspantyschnitt (Achtung: mit Mittelnaht vorne :-)) den Nachteil, dass immer ein Stückchen Spitze übrigbleibt. Zu viel für einen BH aber zu wenig für eine weitere Panty. Deswegen war ich auf der Suche nach einem alternativen Pantyschnitt um die Spitzenreste zu verarbeiten. Gefunden habe ich den Schnitt "the Emse Pantie" von Evie la Lúve. Dieser Schnitt benötigt nur hinten Spitze und vorne wird Jersey verwendet. Für den ersten Versuche habe ich nur Reste verwendet.

Der Schnitt lässt sich schnell nähen, das Schreiben des Blogposts hat da länger gedauert.
Mein Fazit zu der ersten Variante ist durchwachsen.


Was ich nicht so schön an dem Schnitt finde:
  • sieht vorne sehr nach Schlüpfer / Slip aus und somit weniger wie meine bevorzugten Panties / Shorts. Die hintere Ansicht gefällt mir.
  • die obere Kante wird mit Falzgummi versäubert. Ich finde, das sieht etwas lieblos aus.
  • Die Anleitung finde ich für eine Kauf-Anleitung etwas knapp gehalten, so kenne ich das eher von Gratisschnitten, kam dennoch mit der Anleitung zu recht.
Auch wenn dass jetzt alles negativ klang, ich glaube der Schnitt hat Potential.

Änderungen fürs nächste Mal:
  • Der vordere Beinausschnitt wird nur geoverlockt, umgeschlagen und festgenäht. Ich vermute, dass dieser ausleihern wird. Würde beim nächsten Mal an der Stelle noch Framiltonband annähen oder falls farblich passenden vorhaben schmales Gummiband verwenden.
  • Die vordere Ansicht gefällt mir wegen der Slip-Optik nicht so, würde versuchen meinen bisherigen Pantyschnitt fürs Vorderteil zu verwenden und so beide Schnitte zu kombinieren.
  • Die obere Kante würde ich normal mit Gummi verarbeiten oder falls farblich passend mit dehnbarer Spitze.
Schnitt: the Emse Panties von Evie la Lúve
Material: Spitze 15cm breit, Falzgummi, Viskose-Jersey für das Vorderteil, Baumwolljersey für den Zwickel.
Änderungen: keine, würde jedoch beim nächsten Male in paar Punkte ändern (siehe Text).
Fazit: Also ich weiß nicht, ich suche weiter nach einem Panty-Spitzenreste-Verarbeitungsschnitt. Vielleicht ist der slipmäßige Schnitt für mich auch einfach nur ungewohnt, ich werde es testen.

Muriel

Donnerstag, 8. September 2016

Neues Schnittmuster von Crafteln.de: Der Partyrock

Schnittvorstellung: Partyrock von Meike (crafteln.de)

Ich durfte das neue Schnittmuster von Meike (crafteln.de) nähen. Zugegeben, ich war skeptisch, ob dies ein Rockschnitt für mich ist. Ich bevorzuge Röcke mit (Form-)Bund, aber die liebe Meike kennt mich nun schon so viele Jahre, dass ich ihrer Meinung vertraue, und so viel kann ich schon mal verraten: Sie hatte Recht.

Der Schnitt besteht aus nur einem Schnittteil (das sechsmal verwendet wird) - das lästige Abpausen geht also super fix. Das Ungewöhnliche an dem Schnitt sind die raffinierten Falten, welche sich an der Seite des Schnittteils befinden. Dadurch erhält der Rock im unteren Teil ein tolles Volumen und ist oben trotzdem figurnah geschnitten.

Meine erste Tat bei Röcken nach dem Abpausen ist immer das Kürzen. Bei dem Rock durften bestimmt mind. 10cm weg. Hierbei war gut, dass ich von Meike einen Tipp bekommen habe, dass man diesen Rock nicht wie normal kürzen darf, sondern die Sache wegen den Seitenfalten anders angehen muss.

In den Designbeispielen wurde häufig fester Stoff mit Stand verwendet, da war ich neugierig, wie sich der Schnitt mit einem leicht fallenden Stoff macht. Vernäht habe ich einen gut abgelagerten Stoff vom Bloggertreffen in Bielefeld 2014. Keine Ahnung mehr, aus welchem Material dieser ist, er ist ähnlich dick wie Patchworkbaumwolle, fällt aber viel leichter und hat einen dezenten Schimmer.

Verarbeitungstechnisch war der Stoff eine Diva - wirklich furchtbar. Ich habe diverse Farben an Kreiden, Wachspapieren und Markierstiften ausprobiert und wirklich keine war auf dem Stoff auch nur annähernd sichtbar. So durfte ich jede einzelne Markierungslinie per Hand mit Faden markieren. Bei insgesamt sechs Schnittteilen, welche jeweils sechs Markierungslinien für die Falten benötigen, kommt da einiges zusammen. Mein Tipp: Verwendet für den Schnitt nur Stoff, der sich einfach markieren lässt, sonst dauert der Schnitt gleich doppelt so lang.


Der Rock hat einen angeschnittenen Bund. In der Anleitung wird nur der angeschnittene Teil mit Einlage verstärkt. Da mein Stoff im Gegensatz zu dem empfohlenen Stoff leichter ist, habe ich den kompletten Bundbereich (also auch die "Gegenseite" des angeschnittenen Bunds) mit Einlage verstärkt.

Als ich alle Falten genäht und 2x drei Teile aneinander genäht hatte, ist mir ein fataler Fehler beim Zuschnitt aufgefallen. Ich hatte, gewohnheitsmäßig, in doppelter Stofflage zugeschnitten. Sollte man bei diesem Schnitt NICHT machen. Es wird wirklich sechsmal das gleiche Teil benötigt. Meike weist in der Anleitung darauf hin, dass einlagig zugeschnitten wird. Das Warum hatte sich mir zu dem Zeitpunkt nicht erschlossen und so habe ich eigenmächtig "normal" zugeschnitten.
Guter Rat war teuer - nochmal drei der sechs Teile wollte ich auf keinen Fall aus diesem Stoff zuschneiden. So habe ich es mir einfach gemacht und die dreiteiligen Stoffbahnen aneinander genäht. Jetzt gehen bei mir die Falten nicht einmal rund herum, sondern vorne in die eine und hinten in die andere Richtung. Man könnte meinen, es ist so gewollt. :-)

So sieht die eine Seitenaht aus, wenn man falsch zugeschnitten hat. :-)
Die Falten sollen eigentlich in die gleiche Richtung verlaufen.

Für den Saum ist laut Schnitt Schrägband vorgesehen, das macht bei einem Stoff mit Stand auch Sinn. Ich wollte die Leichtigkeit meines Stoffes erhalten und habe mit dem Rollsaumfuß der Nähmaschine gesäumt.

Ich fühle mich sehr wohl in dem Rock, davon nähe ich mir sicherlich noch mehr Versionen.

Schnitt: Partyrock von crafteln.de
Material: Stoff, Gewebeeinlage (Freudenberg), nahtverdeckter Reißverschluss, Nahtband
Änderungen: Rock gekürzt, Bund komplett mit Einlage
Fazit: Toller Rock, der beim Laufen toll mitschwingt. Was mir für den Alltag fehlt, sind Taschen - aber die haben in diesem Schnitt eben leider keinen Platz.

Tipp: Auch wenn man wie ich Nähanleitungen in der Regel nur als grobe Richtlinie ansieht, macht es bei diesem durchdachten Schnitt durchaus Sinn, die Anleitung zu beachten.

@Meike: vielen Dank fürs Zurverfügungstellen des Schnittes.

Anmerkung: Mir wurde das Schnittmuster kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Beitrag ist jedoch ganz auf meinem Mist gewachsen. :-)

Das Oberteil auf den Fotos ist nach dem Vogue-Schnitt V8581.

Andere tolle Kleidungsstücke findet ihr heute auch auf dem RUMS Blog.

Muriel
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