Montag, 18. Mai 2015

kleine Schwester der Daheim-Hose

Als ich in meiner Schnittmustersammung auf der Suche nach einem Trägershirt aus Webstoff war. Bin ich auf einen kurzen Schlafhosen-Schnitt in einer Ottobre gestoßen.
Die Idee, dass in unbedingt eine zweite kurze Daheim-Hose brauche, hatte ich schon länger – nur bei der Umsetzung hat es mal wieder gehabert.
In Berlin hatte ich mir einen schönen Stoff für eine lange Daheimhose gekauft. Davon war noch ein kleines Stückchen übrig und so kam ich auf die Idee, dass ich einfach eine kleine Version der langen Hose nähe. So spare ich mir auch das Stoffe auswählen und kann direkt loslegen.

Der Schnitt ist sehr einfach gehalten und kann locker an einem Nachmittag genäht werden. Meine Version hat zusätzlich noch Eingriffstaschen inkl. Paspeln und den Bund musste ich deswegen auch ändern. Der wäre eigentlich nur nach innen umgeklappt gewesen. Mit den Tascheneingriffen funktioniert das umklappen nicht mehr so gut :-) so kamen noch Bundschnittteile dazu. Aus vorher 2 Schnitttteile habe ich durch die Änderungen 6 Schnittteile gemacht. Das ist doch mal eine Leistung :-)

meine neue Daheim-Hose für den wämere Temperaturen
In der Anleitung wird die Hose in einer anderen Reihenfolge genäht als ich es bisher gemacht habe. Bisher: vorderes Hosenteil und hinteres Hosenteil zusammen genäht dann die Schrittnaht. In der Ottobre Anleitung näht man erst die innere Beinnaht, dann den Schritt und dann die äußere Beinnaht. Konnte jetzt keinen Vorteil dieser Variante erkennen – werde bei der gewohnten Methode bleiben.

Ich habe die Hose nun schon ein paar Tage im Test und würde den Schnitt nicht mehr nähen. Eher würde ich aus meinem erprobten Daheim-Hosenschnitt eine kurze Variante machen. Die Beinweite und Länge würde ich wie beim Ottobre Schnitt lassen aber den oberen Teil der Hose würde ich von meiner angepassten Helgoland-Hose übernehmen.

Eingriffstaschen
Am Schnitt stören mich: der extrem tiefe Schritt, schon die Helgoland sitzt locker aber der Schnitt gibt da noch ettliche cm zu. Bund aus Webstoff mit Gummiband gefällt mir weniger, die Hose wirft durch den Gummibund falten, da würde ich eher wieder einen Jersey-Umschlagbund machen. Im Gesamten ist die Hose im Bundbereich sehr reichlich bemessen, Helgoland ist locker 8cm schmaler und man kann die Hose trotzdem ohne Schlitz anziehen. Mir ist die Mehrweite einfach zu viel aber das ist Ansichtssache.

Schnitt: Sweet Dreams Ottobre 5/2011
Material: Baumwolle, Paspel, Gummiband
Änderungen: Eingriffstaschen hinzugefügt, Bund anstatt angeschnitten als extra Schnittteil
Fazit: Im Alltagstest schneidet die Hose schlechter ab als der bewährte lange Hosenschnitt. Werde beim nächsten Mal eher daraus eine kurze Hose machen. Längenmäßig würde ich mich dann an der Hose orientieren. Vorteil: Materialverbrauch nur 45cm

Falls jemand eine NÄhnerd-Pyamaparty plant … ich bin jetzt ausgestattet :-)

Muriel

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