Montag, 17. Oktober 2011

Cousinen-USA-Deutschland-Projekt-Tunika :-)

Mit meiner Cousine (die aus Kalifornien) hatte ich geplant, dass wir zusammen etwas nähen wenn Mann und ich uns schon bei ihr "einnisten". Sie hat bisher Deko und Taschen genäht, sich aber noch nicht an Kleidung getraut.

Ich habe also den Schnitt und die Stoffe mitgebracht. Faden und Co. habe ich daheim gelassen. Bin in meinem jugendlichen Leichtsinn davon ausgegangen, dass man in einem so großen Land doch irgendwo noch hellblauen Faden auftreiben kann. Nix da, wir haben 3! „Nähläden“ in der Region abgefahren und alle hatten nur eine Minimalausstattung an Fäden, nämlich Rot, Blau, Gelb, Weiß, Schwarz, Braun. Ich konnte es nicht glauben. Schlussendlich habe ich dann aufgegeben und mein blaues Top mit weißem Faden genäht. Ein Lob an Gütermann und tolle deutsche Nähläden mit vielen Stoffen.

Schnitt: Burda 07/2010 130

Stoff: dünne Baumwolle

Änderungen: Schlitz rechts/links weggelassen, Ärmel ohne Gummizug, zusätzlicher Gürtel und in der Breite insgesamt 6cm enger gemacht.

Fazit: Schneller und recht leichter Schnitt.

Ehrlich gesagt hätte ich mir diesen Schnitt nie selber ausgesucht, zu zeltartig und überschnittene Ärmel wirken an mir immer als hätte ich was viel zu großes an aber da meine Lieblingscousine sich den Schnitt rausgesucht hat, wollte ich natürlich keinen Rückzieher machen. In Deutschland hatte ich die beiden Stoffe schon vorgewaschen und den Schnitt abgepaust. Von beiden hatte ich ca. 10cm mehr als im Schnitt angegeben gekauft. Der weiße Stoff ist beim Waschen sehr stark eingegangen, so dass nicht mehr genügend Stoff für den später noch spontan beschlossenen Gürtel übrig war. Bei meinem blauen Stoff hat es ohne Probleme noch gereicht.

Ich habe das erste Mal seit Ewigkeiten nur mit der Nähmaschine versäubert. Es funktioniert aber dauert viel länger und sieht nicht so hübsch aus wie das Versäubern mit der Ovi. Die Nähmaschine meiner Cousine kannte genau zwei Geschwindigkeiten: Stillstand und High-Speed. Dazwischen hat sie nur ein Brummen von sich gegeben. Naja, wenigstens konnten wir so unsere Fähigkeiten im Auftrennen vertiefen.

Die Herausforderung bei diesem Schnitt lag für mich ganz klar bei dem Polokragen. Hatte ich bis dato noch nie gemacht. Die Burda Anleitung war sagen wir mal sehr kryptisch geschrieben und für mich völlig unverständlich. Zum Glück bin ich dann noch nach längerer Suche durch die Hobbyschneiderin auf die tolle Anleitung von Husqvarnaviking.com und dem virtuellen Nähstudio gestoßen. Unter den Stichpunkt „Nähtechniken“ -> "Ausschnitte" -> "Kurze Knopfknopfleiste". Und plötzlich war es ganz einfach :-) Der Rest des Schnittes lies sich super einfach nähen. Einziger Vorteil von angeschnittenen Ärmel. Eine Anpassung entfällt komplett.

1 Kommentar:

  1. respekt, sogar im urlaub im fernen amerika wird genäht! :)

    lg*

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Vielen Dank für deinen Kommentar.

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