Dienstag, 16. Januar 2018

Nettie-Bodysuit Patternhack: Trägerbody



Ich bin ja stolze Besitzerin von inzwischen über 15 Nettie Bodys. In Kombination mit Röcken gibt es für mich (bisher) keinen geeigneteren Schnitt. Das Shirt bleibt rein gesteckt, es kann nichts raus rutschen und man ist immer schön warm eingepackt und es kann von unten nicht kalt rein ziehen.

Deswegen fand ich es bisher immer sehr schade, dass ich mir dieses eingepackte Gefühl bei Kleidern immer fehlt. Besonders jetzt in der kalten Jahreszeit. So kam ich auf die Idee ein Träger-Shirt mit dem Nettie Bodysuit zu kreuzen.

Vor kurzem kamen yacurama (Blog: minimale extravaganz) und ich zufällig darauf, dass sie auch gerne ein Trägerbody hätte. Was liegt da näher als dass wir uns zusammen tun und wir uns zusammen Träger-Bodys nähen. 

Wie es der Zufall wollte hatte ich an unserem gemeinsamen Näh-Tag vormittags mein erstes Unterkleid genäht. Bei diesem gefällt mir besonders der obere Teil. So kam ich auf die Idee für meinen Träger-Body die beiden Schnittmuster zu kombinieren.

Ich habe mein (inzwischen mehrmals angepasstes) Nettie Schnittmuster nochmal abgepaust und habe daran das Oberteil des Butterick Unterkleidschnittes gebastelt. Das ging schneller als ich gedacht habe.


Da ich mir nicht sicher war, ob mein Experiment gelingt habe ich erst Mal nur restliches Material abgebaut. Aus dem Bambusjersey habe ich bereits ein Daheim-Shirt (nicht verbloggt) genäht.

Das Nähen war dann kein großer Aufwand. Im Vergleich zum normalen Nettie Body kamen noch dazu: Falzband annähen (yacurama hat dehnbare Paspel verwendet) und BH Träger annähen.
Insgesamt näht sich der Schnitt sehr schnell und ich werde mich sicherlich noch weitere Varianten nähen. Ich brauche auf jeden Fall noch einen in dunkelblau und einen in weiß. Dann könnte ich sogar mal meine (Kauf)-Träger-Shirts (die inzwischen schon betagt sind) austauschen.

Die Beinausschnitte sind gecovert

Schnittmuster: Oben Butterick B6031 unten Nettie Bodysuit(Closet Case Patterns)
Material: Alles Reste: Bambusjersey (Mitbringsel aus Schottland), Falzgummi (Wien2002), Träger + Ringe und Schieber (Sewy)
Änderungen: siehe Text
Fazit: Bin sehr begeistert, von dem Trägerbody und ich frage mich, warum ich mich dem Schnitt nicht schon früher gewidmet habe. @Yacurama: vielen Dank für den Anstoß.

Samstag, 13. Januar 2018

#2018DIYdontbuy - Januar: Mein dunkles Geheimnis


Lisa von mein Feenstaub hat sich für dieses Jahr ein tolle Jahreschallenge vorgenommen. In ihrer #2018DIYdontbuy Aktion geht es darum dieses Jahr möglichst keine (bis auf ein paar Ausnahmen) Kleidung zu kaufen und so bewusster im Umgang mit dem Konsum zu werden.  Es gibt dazu einen ausführlichen Blogpost mit  Infos zur Aktion und die Themen der nächsten Monate.

Nun zum Januarthema:
Ab jetzt! #2018DIYdontBuy – ich bin dabei!
....  Erzähle von dir und stell dich vor – warum ist dir das Thema ein Anliegen? Wie hast du dich zur Entscheidung durchringen können? Wie lange nähst du schon? Wie schätzt du dein Nählevel ein? Wo siehst du dich Ende des Jahres nähtechnisch? Was denkst du, wie sich deine Einstellung zu Konsum ändern wird?
Für die, die mich noch nicht kennen und die über die Aktion auf meinem Blog gelandet sind:
Mein Name ist Muriel und ich blogge hier seit 2011. Meinen Nähinterview-Podcast „Nahtzugabe5cm“ gibt es seit 2014 und im letzten Jahr kam dann noch die kleine Podcast-Schwester „Zwischen Nadel & Faden“ dazu.


Mit dem Nähen habe ich 2010 wieder angefangen und seitdem nicht mehr aufgehört. Mein Nähfokus lag von Anfang an auf Kleidung für mich und je mehr ich nähtechnisch gelernt habe, um so weniger wurde mein Bedürfnis mir Kleidung zu kaufen.

Für diese Aktion habe ich mir Gedanken gemacht, wann ich mir zuletzt etwas gekauft habe – es sind bestimmt ein paar Jahre (außer Socken, Stumpfhosen und Schuhen). Nach und nach sind die Kaufsachen aus meinem Kleiderschrank verschwunden und sind entweder bei meiner Schwester eingezogen oder haben ihr zweites Leben im SecondHand begonnen.
Bei mir war dies ein schleichender Prozess, ich habe mir nicht aktiv vorgenommen, nichts mehr zu kaufen.
Es hat sich mit der Zeit so ergeben, dass ich in den Kleidungsläden immer unzufriedener mit dem Angebot, der Qualität und den Größen war. Als kleine Frau (1,53m) waren immer alle Sachen zu lang - Oberteile, Röcke, Hosen und Kleider. Nichts passte wie es sollte. Bevor ich selber genäht habe, dachte ich immer Kleider sind nichts für mich, das sah immer "bescheiden" aus. Bis ich drauf kam, dass das Problem war, dass nicht nur meine Beine kürzer sind als von der Kleidungsindustrie angenommen sondern auch mein Oberkörper. Eine meiner Entdeckungen an mir war dann meine Taille. Die gab es früher nicht, einfach weil alle Kleidungstücke, die tailliert waren immer auf der Hüfte hingen, was nicht wirklich gut aussah. Seit ich selber nähe, habe ich eine Taille :-).  Außerdem hat mich das Angebot in de Läden eingeschränkt. Durch das Nähen bzw. durch die großartige weltweite Nähcommunity wurde mein Blick Mode wesentlich breiter und mein Kleidungsstil wurde dadurch nachhaltig geprägt (also Danke an euch tollen Nähbloggerinnen da draußen).  Dass ich mal einen Petticoat als „Alltagskleidungsstück“ ansehen, hätte ich früher nie gedacht.

Am Anfang meiner Nähzeit hab ich noch gemeint, "T-Shirts und so Standardsachen werde ich nicht selber nähen, da spar ich mir die Zeit“. Inzwischen bin ich zum einen um einiges schneller geworden (wenn die Zeit rechne - in die Stadt fahren, Shirt suchen, anprobieren und wieder heimfahren), hab ich in der Zeit ein Shirt aus einem meiner Jerseystoffe genäht (Standardschnitt ohne Firlefanz) – abgesehen, dass T-Shirts inzwischen nicht mehr zu meiner Standardgarderobe gehören und zum anderen habe ich so die Möglichkeit mir qualitativ bessere Materialn zu kaufen. Inzwischen nähe ich auch meine Unterwäsche (BHs und Co.) selber – es sitzt einfach besser, wenn die Kleidung für mich gemacht ist.

BH passend zum Hochzeitsgastkleid
(BH-Blogpost kommt demnächst)

Außerdem habe ich so die Möglichkeit langlebigere Kleidung zu nähen. Bei der Auswahl der Stoffe und Materialien ist es mir ein großes Anliegen, dass ich auf hochwertige Materien setze. Für billige Stoffe, die sich schnell auflösen, Pillen etc. sind mir sowohl mein Geld als auch meine Zeit zu schade. Am Anfang musste ich erst mal lernen, wie ich solche Stoffe erkenne. Inzwischen klappt das mit den langlebigen Kleidungsstücken sehr gut.

Nun zu meinem dunkles Geheimnis:

Aber auch bei mir gibt es einen dunklen Fleck - in einem Bereich habe ich bisher meine Kaufkleidung nicht abgelöst und das sind meine Klettersachen (bzw. Boulderkleidung). Inzwischen gehe ich leider nur noch unregelmäßig zum bouldern und da habe ich bisher nicht die Motivation gefunden mir dafür etwas zu nähen. Jedes Mal wenn ich dort bin ärgere ich mich aber darüber, wie schlecht (verglichen mit selbst genäht) die (inzwischen uralte) Hose sitzt, das T-Shirt könnte längerer sein etc. Habe mir versprochen, wenn ich es schaffe wieder regelmäßig in die Halle zu gehen, darf ich mir ein Outfit nähen. Habe auch schon ein paar Ideen. Mal sehen, ob ich das in diesem Jahr schaffe im Rahmen der #2018DIYdontbuy Aktion schaffe, diesen "Schandfleck" aus meinem Kleiderschrank zu entfernen.

Ach ja, drei Fragen von Lisa sind noch übrig:
Wie schätzt du dein Nählevel ein? Wo siehst du dich Ende des Jahres nähtechnisch?

Vom Nählevel her würde ich mich als erfahrene Kleidungsnäherin bezeichnen und dennoch lerne ich immer wieder Neues. Das finde ich sehr spannend (z.B. handrollierte Säume). Nähtechnisch habe ich für dieses Jahr keine konkreten Pläne – das entwickelt sich einfach mit meinen Nähprojekten – die auch sehr spontan angehe.

Was denkst du, wie sich deine Einstellung zu Konsum ändern wird?

Ich möchte versuchen, wie auch im letzten Jahr, nur Stoff zu kaufen, den ich wirklich brauche und der für konkrete zeitnahe Projekte gedacht ist. Ausnahme sind Mitbringsel von Reisen und Nähbloggertreffen. Da habe ich immer gerne Erinnerungen dran aber auch da werde ich versuchen, nur benötigte Stoffe zukaufen. Seit letzten Jahr verwende ich die Cora App (iOS App) um mein Stofflager an Kleidungsstoffen zu katalogisieren. Der Überblick tut mir gut und mein Ziel wäre es am Ende des Jahres auf ein Lager von ca. 80m zu kommen (nch weniger wäre natürlich noch besser). Aktuell bin ich bei 115m. D.h. es müssen 35m weg. Mal sehen, ob das klappt. Da ich auch bei der #12MeMade Aktion mitmachen und so regelmäßig abliefern „muss“ – habe ich zumindest schon mal eine gute Grundlage gelegt.

und was sind eure Pläne für 2018?

Donnerstag, 11. Januar 2018

The Sewing Oscars 2017 - ich bin auch dabei (Teil 1/2)

Die Rückblick LinkParty

Die liebe Nina von Vervliest und Zugenaeht ruft wieder zu ihrer tollen Sewing Oscar 2017-Aktion auf. 
Also schauen wir mal zurück auf mein Nähjahr 2017:

01. Beste/r HauptdarstellerIn - das liebste bzw. am häufigsten getragene Kleidungsstück

Da habe ich drei zur Auswahl: das 2016er Weihnachtskleid sowie der Webstoff Jumpsuit. Wobei ich das Stuttgarter Nähbloggerinnentreffen Kleid auch sehr häufig getragen habe. Entschieden habe ich mich für das Weihnachtskleid 2016. Leider sieht man dem Kleid inzwischen an, dass es häufig getragen wurde. Hoffe es bleibt mir noch einige Zeit erhalten.


02. Beste/r NebendarstellerIn - das am besten zu kombinierende Kleidungsstück

Ich habe extra nochmal alle Blogposts von 2017 überflogen und musste feststellen, ich habe kein einziges kombinierbares Teil genäht. Im letzten Jahr lag mein Fokus auf Kleidern, Jumpsuits sowie Unterwäsche. Röcke bzw. Hosen, die eine Kombination erfordern, trage ich inzwischen eher seltener. Meine Kleider/Jumpsuits sind mir lieber. Je nach Jahreszeit mit Bolero-Jäckchen kombiniert, aber da bin ich schon länger mit ausgestattet, da gab´s 2017 noch keinen neuen Bedarf.

03. Beste Regie - die aufwändigste Verarbeitung bzw. die technischste Herausforderung

Rückblickend betrachtet hatte ich letztes Jahr zwar ein paar neue Techniken gelernt, z.B. den handrollierten Saum für das Seideneinstecktuch zur Schwesternhochzeit, aber eine wirkliche technische Herausforderung war nicht dabei. Als aufwendigste Verarbeitung würde ich mein Film- und Serien-Sew Along Kleid sehen. Ich habe ein Kleid aus der BBC-Serie "Call the Midwife" nachgenäht. Es war mein erstes Hemdblusenkleid. Es ist komplett gefüttert (oben Batist, unten Futter), zu den normalen Taschen kommen noch kleine durch eine Paspel verdeckte Taschen über der Brust. Da das Oberteil von Yacurama für mich erstellt worden war, gab es keine Anleitung und ich war schon stolz auf mich, dass ich das ohne Probleme hinbekommen habe.


04. Bester Schnitt - das Lieblingsschnittmuster 

Für mich war das definitiv der trägerlose BH Schnitt - "Esplanade Bra". Endlich habe ich gut sitzende trägerlose BHs ohne "klebende" Silikonstreifen - dies ermöglicht mir, ganz neue Schnittmuster zu nähen (so z.B. das unten gezeigte schulterfreie Kleid).
Ich habe im letzten Jahr davon vier Varianten genäht: erste Version, "Sträflingsmodel", den schwarz-weiß-roten (auf dem Bild) und einen passenden zum kirchlichen Hochzeitsgastkleid (dieser ist noch unverbloggt).



05. Bestes Drehbuch - die beste Anleitung bzw. das beste Ebook

Okay, das ist schwer. Mir bleibt eher in Erinnerung, wenn die Anleitung Murks war, aber die guten bleiben mir nicht im Gedächtnis. Von einer Anleitung erwarte ich einfach, dass sie umsetzbar ist. Eines dieser Schnittmuster war das Oberteil von Simplicity 1418 (Rockteil habe ich nicht verwendet). Das Nähen ging ohne Probleme und die Verarbeitung der versteckten Gummibänder, um die "Ärmel" in Position zu halten, hat mir gut gefallen.




06. Ehrenoscar - das schönste für jemand anders genähte Kleidungsstück 

Das ist definitiv das Standesamtkleid für meine Schwester. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass sich mich gefragt hat, ob ich das für sie machen würde. Es hat mich auch so manche Träne gekostet, aber das war es wert.
Die anderen Nähprojekte rund um die Hochzeit findet ihr unter dem Label "Schwesternhochzeit".


Von mir gibt es demnächst dann noch den zweiten Teil mit den restlichen Kategorien. Die anderen Oscar-verleihenden Näherinnen findet ihr bei Nina auf dem Blog.

Vielen Dank an Nina für diese schöne Aktion.

Montag, 8. Januar 2018

Zwischen Nadel und Faden Episode 5: 12xMeMade und weitere Sew-Alongs


Um was sollte es in einer Januar-Folge auch anders gehen als um Sew-Alongs und Näh-Challenges fürs ganze Jahr. Chrissy und ich haben uns zusammengetan und stellen euch ein paar der Aktionen vor.

Zuallererst natürlich die tolle Idee zu 12x Memade von Chrissy. Ein Jahr gemeinsames Werkeln, egal ob nähen, häkeln, stricken etc. Hauptsache, ihr macht etwas für euch selbst.

Links zu dieser Episode:
In den nächsten Tagen gibt es dann auch wieder "richtige" Podcastfolgen für euch. Ihr müsst euch nur noch ein wenig gedulden.

 
Hier sollte ein Player angezeigt werden, 
falls nicht, bitte den Post über meinen Blog direkt aufrufen, dem Downloadlink,
via iTunes  oder einer Podcatcher App für Android / Windows Phone  (hier der RSS-Link für eure mobilen Geräte)
Music "Goodwill Cowboys Ride Again" by Michael Chapman & The Woodpiles (modified by Muriel)
Available on the Free Music Archive under CC BY-NC 3.0 license
 Vielen Dank an Chrissy (Chrissys Nähkästchen) für ihre Arbeit mit dem Schnitt dieser Podcastfolge. 

Weitere Infos rund um dem Nahtzugabe5cm- und dem "Zwischen Nadel & Faden"-Podcast findet ihr auf meiner Podcast-Seite.
Und jetzt bin ich gespannt, wie Euch diese Folge gefallen hat.

Wenn Euch mein Podcast gefällt, würde ich mich freuen,
wenn ihr das Podcastlogo mit Verlinkung mit auf Euren Blog nehmt.
Vielen Dank.
"Ich höre den Podcast von Nahtzugabe5cm.de"

Sonntag, 7. Januar 2018

Morgenmantel-Sew-Along: Ankündigung



Vor kurzem hatte ich euch gefragt, ob ihr Lust auf einen Morgenmantel-Sew-Along hättet. Ich habe mich sehr über eure positiven Rückmeldungen gefreut und jetzt "müssen" wir wohl zusammen Morgenmäntel nähen. Ich danke euch schon mal für die Motivation, dass wir das gemeinsam angehen.

Ein paar von euch hatten hier aufm Blog bzw. bei Instagram (Link zu dem Post) angemerkt, dass Ende Januar zeitlich besser passen würde. Dann machen wir das doch.

27.01.: Ideensammlung: Welche Schnittmuster kommen in Frage? Welche Stoffe?
03.02.: Ich habe mich für einen Schnitt/Stoff entschieden
10.02.: Zwischenstand
17.02.: Finale: großes Schaulaufen der Morgenmäntel :-)
 
Die Linkliste wird jeweils ein Woche geöffnet sein.

So, jetzt freue mich auf unseren gemeinsamen Sew-Along.
Das Logo dürft ihr gerne für euren Blog/Instagram verwenden.

Freitag, 5. Januar 2018

12x MeMade - ich bin auch dabei


Meine liebste Chrissy organisiert dieses Jahr eine ganz besondere Aktion - nämlich die "12x MeMade"-Challenge.

Ich zitiere sie mal:
Im neuen Jahr möchte ich gerne einmal im Monat etwas für mich nähen. Mit Plan und Struktur. Bisher habe ich immer spontan vor mich hingewerkelt und dann meist nur mir schon bekannte Schnitte umgesetzt. Das würde ich gern ändern und wieder mehr neues ausprobieren. Da kam mir die Idee einer kleinen Challenge, jeden Monat ein neues Kleidungsstück nach einem (neuen) Schnittmuster. Habt Ihr Lust mir dabei Gesellschaft zu leisten? Gemeinsam werkelt es sich doch am schönsten!

Für mich passt diese Aktion hervorragend zu meinen Nähgewohnheiten, da ich ja das ganze Jahr über am Nähen bin und zum überwiegenden Teil auch nur für mich selbst. Ich freue mich schon auf den Austausch mit Euch in den Blogs und bei Instagram.

Mein Plan für Januar:

Ein Kleid mit Prinzessnähten und Tellerrock

endlich nochmal ein Webstoff-Jumpsuit
(meine erste Version von 2016 liebe ich nach wie vor)

Sowie dann noch ein paar kleinere, weniger zeitaufwändige Projekte: Unterkleider (eines habe ich schon genäht, aber ich habe da immer noch Nachholbedarf) und was auch schon lange in meinem Kleiderschrank fehlt - Trägerbodys. Bin gespannt, ob das so klappt.

Die anderen Teilnehmerinnen findet ihr auf Chrissys Blog bzw. auf Instagram unter #12xMeMade.

Mittwoch, 3. Januar 2018

Mein erstes Unterkleid (endlich)


Schon lange steht mir der Sinn nach einem schönen Unterkleid. Meine Webstoffkleider werden immer gefüttert, aber bei meinen Jerseykleidern braucht es eben ein Unterkleid darunter. Bisher habe ich ein inzwischen sehr altes Kauf-Unterkleid getragen. Beim Nähbloggertreffen in Köln im vergangenen Jahr hatten wir Teilnehmerinnen uns in einem Workshop gegenseitig vermessen. Die anderen hatten ihre schicken genähten Unterkleider an (so z.B. Frau Frauenoberbekleidung) und ich das olle, nicht gut sitzende Unterkleid. Wir hatten es in unserer Messgruppe dann davon, dass ich auch gerne eines hätte. Als dann einen Tag später der Stofftausch los ging, hat mich jemand (weiß leider nicht mehr wer) darauf aufmerksam gemacht, dass darunter auch ein Mikrofaserstoff sei - ideal für ein Unterkleid. Ich hatte Glück und konnte den Stoff ergattern. Also vielen Dank an die Spenderin. Das restliche Material hatte ich bereits daheim.

Das Schnittmuster B6031 (Butterick) - eines der Schnittmuter von Gretchen Hirsch - hatte ich schon länger.


Der flutschige Mikrofaserstoff ließ sich zu meiner eigenen Überraschung sehr gut verarbeiten und das Unterkleid ließ sich schnell nähen. Ich weiß gar nicht, warum ich solange damit gewartet habe.

Ich habe ein paar Kleinigkeiten geändert:
  • Saum um 3" gekürzt, werde beim nächsten Mal wieder 1" dazu geben
  • Vorne sollte Spitzenband als Träger verwendet werden,  habe komplett Trägergummi verwendet
  • Im Schnittmuster befindet sich der Ring für den Träger vorne - habe diesen (wie bei meinen genähten BHs) hinten angebracht
  • Schlitz habe ich weggelassen - habe auch so genügend Bewegungsspielraum.
  • An der Ausschnittkante: anstatt eines schmalen Gummibands habe ich Framilton Band verwendet
Schnittmuster: B6031 (eines der Schnittmuster von Gertie) Butterick
Material: Mikrofaser (Tauschtisch), dehnbare Spitze, BH-Träger, Ringe und Schieber, Framilton-Band
Änderungen: um 3" gekürzt - würde beim nächsten Mal wieder 1" dazu geben, BH-Träger-Gummi anstatt Spitzenband, Ring befindet sich bei mir hinten anstatt vorne. Schlitz weggelassen, habe Bewegungsspielraum, Framilton-Band am Ausschnitt,
Fazit:Ich bin sehr begeistert von dem Unterkleid. Werde für mich noch mindestens ein weiteres nähen (aus etwas dickerem, besser kaschierendem) Mikrofaser und meine Schwester hat auch schon ihren Bedarf angemeldet.

Dienstag, 2. Januar 2018

Und es geht doch - der XO Bra


Nachdem ich doch schon etwas deprimiert von dem Misserfolg mit dem Soft-BH-Schnittmuster "Euler Bralette" (Sophie Hines) war, wollte ich es mit einem anderen Soft-BH-Schnittmuster nochmal probieren. Ich dachte mir "es muss doch machbar sein, dass ich einen zu mir passenden Schnitt finde".

Auf meiner Liste der war noch der XO Bra von Evie La Luve. Auch von ihr hatte ich bisher kein Schnittmuster genäht, es hätte also größentechnisch auch wieder ein Reinfall werden können. Bei BH-Schnittmustern sind in der Regel immer Unterbrustumfang und Brustumfang angegeben. Bei dem XO Bra-Schnittmuster geht es nur nach dem Brustumfang. Das ist eher ungewöhnlich aber bei einem Soft-BH lasse ich das gerade mal noch durchgehen. Aber ich muss sagen, bei der Euler Bralette hat mir die Angabe von Unterbrustumfang und Brustumfang auch nicht geholfen (das gute Stück war um Welten zu klein).
Da ich mir sicher war, dass ich mich bei meinen Maßen nicht vermessen habe, habe ich für den XO Bra diese Maße als Grundlage verwendet und - so viel kann ich schon verraten - dieser hier sitzt hervorragend. *yeah* *freu*

Evie la Luve hat auch einen YouTube Channel auf dem sie u.A. viele ihrer Schnittmuster zeigt. Zu meinem Schnitt gab es keine Videoanleitung, aber von Näh-Videoanleitungen bin ich eh kein großer Fan (die bremsen mich in der Regel nur aus).

Für diesen BH habe ich, wie immer bei neuen BH-Schnittmustern, Reste von anderen BH-Projekten verwendet. So ist es nicht ganz so schade ums vergeudete Material, wenn es nichts wird.
  • Die BH-Träger + Ringe und Schieber stammen von meinem ersten selbst genähten BH (2015). Dieser wurde inzwischen zerlegt, da ich dort noch kein Powernet verwendet habe und dieser sich innerhalb kürzester Zeit ausgeleiert hat.
  • den schwarzen Mikrofaser habe ich vor x-Jahren aus den USA mitgebracht. Keine Ahnung, was ich ursprünglich damit vorhatte. 
  • der türkise "Sträflings"-Stoff ist ein Rest von meinem zweiten Esplanade Bra. Habe immer noch was übrig.
Ich habe den BH anhand ihrer ausführlichen Anleitung genäht und kam sehr gut damit zu Recht.  Die Anleitung enthält viele Bilder und ich denke, auch wenn sie angibt, dass der BH Skill Level "Intermediate" ist, wäre das auch ein guter Schnitt, um ins BH nähen einzusteigen, um die Materialien kennen zu lernen.

Was ich geändert habe: Habe zusätzlich noch die Nähte abgesteppt - bin ich so gewohnt vom BH nähen - und die Träger habe ich ca. 1,5cm weiter außen positioniert als im Schnittmuster vorgesehen.

Schnittmuster: XO Bra von Evie la Luve (Größe XS)
Material: Alles Reste, das meiste von Sewy: Powernet, BH-Träger, Ringe +Schieber, Mikrofaser, BH-Schließe (3-fach), türkiser Mikrofaser, Unterbrustgummi + Falzband (Wien2002)
Änderungen: Träger um ca. 1,5cm weiter außen positioniert.
Fazit: Ich freue mich, dass der so gut passt. Ich schaue jetzt mal, wie er sich als Daheim-BH macht. Beim nächsten Mal : würde ich ein etwas festeres Unterbrustgummi verwenden - habe sorge, dass sich das günstige von Wien2002 relativ schnell ausleiert.

Sonntag, 31. Dezember 2017

Euler Bralette - das war wohl nichts.

Der wäre schön geworden.

Anmerkung: da beim Unterbrustgummi absehbar war, dass das nicht passt
habe ich nicht mehr allzu sauber genäht - sonst sehen meine Sachen nicht so aus.

Ja, ich habe mal wieder einen Reinfall beim Thema BH-Nähen erlebt. Anfang des Jahres hatte ich von meinem Misserfolg mit den Watson Bra und Boylston Bra-Schnittmustern geschrieben.
Wie schon damals erwähnt, ist der Haken am eigentlich spaßigen BH-Nähen, dass man den BH erst anprobieren kann, wenn er so gut wie fertig ist. Durch die kleinen (Zick-Zack)Stiche "lohnt" sich auseinandernehmen nicht. Ich rette dann meinst nur die BH-Schließe und die Träger.
Deswegen bin ich sehr froh, dass ich mit DL03 (hier aus Spitze) und Esplanlade Bra zwei für mich gut sitzende BH-Schnittmuster gefunden habe, die ich einfach so "runternähen" kann.

Ich hätte jedoch gerne für daheim noch einen Softbra. In der Richtung habe ich außer dem bereits erwähnten Watson-Reinfall noch erfolgreich zwei Schnitte von Madelynn (Simplicity 8228 Racerback sowie den gratis Schnitt Mallori Lane) genäht. Gerne wollte ich noch weite Soft-Bra-Schnitte ausprobieren. So bin ich unter anderem auf die Euler Bralette von Sophie Hines gestoßen.

Inzwischen gibt es zu dem Schnittmuster auch ein Modifaction Pack mit zwei weiteren Varianten.  Ich habe mich an Variante zwei aus dem Modification Pack entscheiden, d.h. mit einem normalen Backband (sorry, dadurch, dass ich nur englischsprachige BH Schnittmuster nähe, fehlen mir da die deutschen Begriffe - ist es das "Rückenband"?).

In weiser Vorraussicht habe ich, wie immer bei neuen BH-Schnittmustern, nur Reste von anderen Projekten verwendet - so ist es ein bißchen weniger schlimm, wenn es nichts wird. Das Nähen an sich war auch schon ein Krampf. Obwohl das nicht mein erster BH ist, habe ich an vielen Stellen nicht verstanden, was sie mir versucht zu erklären. Dadurch, dass ich das Modification Pack verwendet habe, musste ich auch immer wieder zwischen der ursprünglichen Anleitung und der Modification Anleitung hin und her springen - was meine Verwirrung nicht verbessert hat.

An einigen Stellen kam ich nur dank Fotorecherche auf Instagram (Hashtag #Eulerbralette) überhaupt weiter. Obwohl ich selbst kein Fan von Nähanleitungsvideos bin - hier hätte ich gerne ein Video gehabt. Ihre Methode, Falzband, ohne dieses umzuklappen, zu vernähen und dennnoch keine offene Kanten zu haben, hat mich schier zur Verzweiflung gebracht. Um mich selbst vor einem Nervenkollaps zu bewahren (okay, jetzt übertreibe ich ein wenig), habe ich das Falzband am Armausschnitt so angenäht, wie Falzband normalerweise angenäht wird (d.h. über die offene Kante geklappt und dann mit einem ZickZackstich beide Seiten erfassen). Ich muss sagen, die gezeigte Verarbeitung ist sehr sauber, alle Nahtzugaben liegen zwischen Futter und Oberstoff. An keiner Stelle gibt es offene Kanten, das gefällt mir schon.
Ob ich da jetzt bei der Anleitung völlig aufm Schlauch stand oder die Anleitung wirklich verschwurbelt geschrieben ist, kann ich nicht sagen.

saubere Innenverarbeitung (ohne offene Kanten)
Schon beim Nähen kam mir der BH niedlich vor, deswegen habe ich die Träger und die BH-Schließe nur drangesteckt, um einen ersten Eindruck zu bekommen und dieser war sehr ernüchternd. Die wichtigen Bereiche waren noch nicht mal bedeckt bzw. mussten händisch "runter" geklemmt werden :-( und das Unterbrustband war zu weit. Dem Cup fehlt einiges an Stoff um bedeckend zu sein, aber auch in einer größeren Größe würde es vermutlich nicht passen, da, das vermute ich jetzt, der Schnitt davon ausgeht, dass die Oberweite weiter außen liegt und nicht wie bei mir eher Richtung Mitte. Bei Bügel-BH-Schnitten fällt mir meine Abweichung von der Norm u.A. dadurch auf, dass ich aus der vorderen Mitte immer etwas raus nehmen muss.


Wenn man die Fotos ihrer fertigen BHs mit dem Schnittmuster vergleicht fällt auf, dass vorne die Cups im Schnittmuster nur minimal überlappen (ca. 0,5 -1cm max.) auf ihren Produktbildern jedoch eine größere Überlappung vorhanden ist. Das sorgt dafür, dass alles mehr mittig gehalten wird.
Bei dem Fotos vom Modification Pack stimmt das Foto mit dem Schnitt überein. Diese Erkenntnis kam mir aber erst nachdem ich das gute Stück so gut wie fertig genäht habe.

Ich finde es sehr schade, dass der Soft-BH mir nicht passt. Denke, ich werde den Schnitt nicht nochmal nähen - ich schaue mich eher nach anderen Schnittmustern um. Als nächstes probiere ich mich am XO Bra von Evie la luve

Schnittmuster: Euler Bralette + Euler Modification Pack Size XS
Material: Alles Reste von anderen BH Projekten: Powernet, Mesh, Mikrofaser, dehnbare Spitze, Unterbrustgummi, BH-Verschluss, BH-Träger inkl. Ring und Versteller, Falzgummi
Änderungen: keine - zu klein ist zu klein
Fazit: Der BH-Schnitt ist nicht für meine Anatomie. Sehr schade - auf Fotos gefällt mir der BH recht gut. Ich persönlich würde sagen, der Schnitt ist für A-, max. B-Körbchen angedacht (im Schnitt ist angegeben, dass der Cup bis D) geht.

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Lust auf einem Morgenmantel-Sew-Along



Frau Siebenhundertsachen hat diese Woche mit einem Tweet eine kleine Welle an Morgenmantel-Interessierten zu Tage gebracht:


Unter anderem war ich eine derjenigen, die da auch einen dringenden Bedarf haben. Seit ein paar Wochen (oder ist es vielleicht sogar schon länger?) habe ich es mir angewöhnt, morgens vor der Arbeit in den kuscheligen aber gekauften Bademantel durch die Wohnung zu hüpfen ... okay, es ist eher ein sehr langsames schlurfen, aber egal. Diesen Bademantel würde ich gerne ablösen, aber allein fehlt mir die Motivation. Deswegen die Frage an euch:

Wer hätte Lust bei einem kleinen Morgenmantel-Sew-Along dabei zu sein?

Wir könnten uns über passende Schnittmuster und geeignete Stoffe austauschen und uns gegenseitig beim Nähen motivieren. Der Sew-Along würde wahrscheinlich irgendwann im Januar starten.

Bin gespannt auf eure Antworten.


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