Mittwoch, 29. Juni 2016

Film und Serien Sew-Along Teil 3: Zwischenstand

Inzwischen sind wir schon beim letzten Termin vor dem Finale des Film- und Serien Sew-Alongs von Frau minimal extravaganz angekommen. Während die anderen Teilnehmerinnen größtenteils schon am "richtigen" Nähen sind, bastele ich noch an meinem Probekleid rum. Allerdings habe ich auch eine gute Ausrede, da ich zwischenzeitlich im Sommerurlaub war.

Im ersten Teil hatte ich von meinem Plan geschrieben, ein Kleidungsstück aus der Serie "Call the Midwife" zu nähen. Entschieden habe ich mich für das Tanzkleid von Trixie:




Da ich schwarz nicht gerne trage, hab ich mich für einen grünen Stoff mit weißem Druck entscheiden (siehe Post von Teil 2).


Die nächste Frage war, welchen Schnitt soll ich nehmen. Von euch bzw. via Twitter kamen sehr gute Vorschläge. Der einzige Haken daran wäre gewesen, dass ich einen Schnitt nochmal komplett an mich anpassen müsste.

Frau minimale extravaganz hat mir angeboten aus meinem Standardoberteilschnitt (siehe z.B. Stoffwechselkleid) und einem Tellerrock den Schnitt zu entwickeln. Das ist ihr Entwurf:


So saß ich dann Freitagabends bei ihr und habe ihr andächtig beim Schnitt konstruieren zugeschaut.  Es war sehr interessant zu sehen, wie aus einem einfachen Oberteilschnitt ein Oberteil mit Knopfleiste, angeschnittenem Stehkragen und angeschnittenen Ärmeln wird. Der Rockteil ist ein Tellerrock mit insgesamt sechs tiefen Kellerfalten.

1. Probeteil (angedachte Änderungen siehe unten)
Das Gummiband markiert meine Taille.
Das erste Probeteil ist schon mal sehr viel versprechend. Die Abnäher im Oberteil treffen genau auf die Falten im Rockteil. Da merkt man schon, dass sie weiß, was sie da tut. Bin begeistert, wie gut das auf Anhieb sitzt, wie gut ich die Arme bewegen kann und dass es keine große Falten wegen der angeschnittenen Ärmel gibt. Auch von dem Tellerrock mit den Kellerfalten bin ich sehr angetan, bisher hatte ich nur "normale" Falten vernäht, die Kellerfalten gefallen mir gut. Ich glaube, diese verwende ich öfters.

Was noch geändert wird: Das Oberteil sitzt etwas eng, dort wird die Nahtzugabe ein bisschen rausgelassen. Auch ist es noch einen Tick zu lang, deswegen sitzt der Rock nicht in der Taille. Der Rockteil wird, sobald die Taillennaht final ist, noch gerade und evtl. um ein paar cm kürzer gemacht. Das richtige Kleid bekommt dann noch eine Nahttasche und das ganze Kleid wird gefüttert. Fürs Oberteil nehme ich wahrscheinlich Batist und für den Rockteil normales Viskosefutter. Beim Probeteil habe ich nur das Kragen-Knopfteil mit Einlage versehen. Ich denke, für den Stehkragen und die Knopfleiste kann es nicht schaden, auch den Oberstoff an den Stellen mit einer leichten Einlage zu versehen.

Das Kleid in Bewegung.
Ach, der Rock schwingt so toll.

Was dann noch zum Kleid aus der Serie fehlt, ist ein Unterrock mit Spitze am Saum. K.A., ob ich das in der Zeit noch schaffe und welchen Schnitt man da nimmt. Wäre das dann auch ein Tellerrock oder was Gerafftes? Für Tipps für Unterröcke wäre ich sehr dankbar.

Die anderen fleißigen SewAlong-Teilnehmerinnen findet ihr bei Frau minimale extravaganz auf dem Blog.

Muriel

Samstag, 18. Juni 2016

BH nähen - mein zweiter BH

BH Nr. 2 - wieder in Schwarz
Arghh, jetzt ist meine Postreihenfolge durcheiander gekommen. Der Post für den dritten BH ist schon vor ein paar Tagen online gegangen. Naja, jetzt ist es halt so.
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Ich hänge mit meinem Blogposts ein bisschen hinter her. Aktuell habe ich bereits drei BHs genäht.
Hier also die Info zur Nr. 2:

Seitdem ich beim BH-Sew-Along-2015 mit meinem ersten BH fertig war, wollte ich mir noch einen nähen, konnte mich aber nicht wirklich aufraffen. Da es sich in Gesellschaft immer besser näht, gab es einen gemeinsamen BH-Nähtag mit Frau minimale extravaganz.

Angefangen haben wir kurz nach 15 Uhr mit gemütlichem Nähen und um 21 Uhr war der erste BH auch schon fertig. Eigentlich ist es, wenn man erst mal einen gut sitzenden BH-Schnitt gefunden hat, wirklich kein Hexenwerk mehr.


Schnitt: DL03 von MakeBra
Material: Mikrofaser für Cup, Laminat (linke Seite mit Baumwolle) + Falzband + Unterbrustband von Wien2002, Bügel + Kurzwarenzubehörpaket von Sewy
Änderungen: BH-Band um insgesamt 1cm gekürzt, obere Kante verstürzt
Fazit: Auch der zweite BH nach dem Schnitt sitzt super, ob mir das mit der umgeklappten Kante gefällt, wird die Zeit zeigen.

Sehr hilfreich zum BH-Nähen, finde ich die Craftsy-Kurse von Beverly Johnson. Inzwischen gibt es einen dritten Kurs zum Thema "Foam and Lace". Den zweiten Kurs der Reihe fand ich persönlich nicht so interessant, einfach, weil ich die dort gezeigten Techniken nicht benötige (z.B. Frontverschluss etc.).

Muriel

Donnerstag, 16. Juni 2016

Nadelwelt 2016 - so war´s


Am Wochenende war endlich die Nadelwelt Messe in Karlsruhe. Wie schon geschrieben, die Nadelwelt ist "meine" Messe, so viele schöne Patchworkstoffe auf einem Fleck. Wie im letzten Jahr war ich in netter Begleitung unterwegs und vor Ort gab´s auch wieder viele nette Begegnungen.

Die Präsentation vom "der Goldene Schnitt"(Lutterloh System) fand ich sehr aufschlussreich. Es scheint überhaupt nicht kompliziert zu sein aber mich spricht das System (bisher) nicht an. Hab schon genügend Schnitte und die Anpassungen halten sich bei mir auch in Grenzen.



Seit ich vor kurzem bei Monika (@Nahlinse) in ihrem Fiberthermometer-Podcast zu Gast sein durfte, finde ich spinnen sogar noch spannender. Von daher habe ich mich gefreut, dass die deutsche Handspinngilde e.V. einen Schäferwagen mit kleiner Ausstellung mitgebracht hatte. Dort konnte man mehr über verschiedene Schafrassen als auch ihre Wolle erfahren. Eine sehr interessante kleine Ausstellung.




Ansonsten gab es im Bereich der Quilt Ausstellung wieder eine Bloggerlounge.

Frau minimale extravaganz in der Bloggerlounge
Wir waren ab 11:30 bis ca. 18Uhr dort. Die Zeit verging rasent schnell und so konnten wir am Ende die Quiltausstelltung leider nur kurz überfliegen. Es waren dort wieder sehr interessante Stücke ausgestellt. Besonders gut haben mir die Handquilts gefallen.

Meine Mitbringsel von der Messe:

Auch dieses Jahr bin ich wieder fündig geworden. Wobei ich sagen muss, das ich in den letzten Jahren mehr kleidertaugliche Patchworkstoffe für mich gefunden habe aber es ist ja wirklich nicht so, als dass ich unter Stoffmangel leiden würde. 

2 neue (gratis) Vlieseline Proben für meine Vlieseline Mappe

Stoffausbeute:

Links: ein Farbverlaufsstoff, rechts oben: der Stoff fürs Film-und Serien SewAlong Kleid, rechts unten:
Kokkastoff (Japan) mit Nerd-Hirschen und in der Mitte breite Spitze für Unterwäsche

Für meine Nähinspirationsmagnetwand habe ich mir
zwei Garnspulenmagnete gekauft.


Ankündigung fürs nächste Jahr
Muriel

Auf ihrem Blog hat minimale extravaganz über ihren Eindruck von der diesjährigen Nadelwelt berichtet.

Sonntag, 12. Juni 2016

Film- und Serien SewAlong Teil 2: Schnitt und Stoff

So kurz vor Schluss des zweiten Teils des Film- und Serien-SewAlongs kann ich Euch endlich mein angedachtes Kleid und den Stoff zeigen. Der SewAlong wird veranstaltet von Frau minimale extravaganz.

Im ersten Teil hatte ich von meinem Plan geschrieben, ein Kleidungsstück aus der Serie "Call the Midwife" zu nähen. Entschieden habe ich mich für das Tanzkleid von Trixie:



Danke nochmal für eure hilfreichen Kommentare zur Entscheidung.

Mir war schnell klar, dass ich kein schwarzes Kleid haben möchte. Das ist einfach nicht meine Farbe. Ich hatte die Hoffnung, dass ich während des Urlaubs in Schottland einen Stoff finde, aber es war leider nichts dabei.

Zum Glück war dieses Wochenende wieder Nadelwelt-Messe (Karlsruhe). Meine jährliches Eldorado für Stoff. Dort wurde ich fündig. Also eigentlich hatte Frau minimale extravaganz den Stoff für mich gefunden. Mir war er erst gar nicht ins Auge gesprungen. Der Stoff hat einen angenehmen Grünton mit weißen Zweigen (?) drauf. Der Stoff ist von TanteEma (in ihrem Shop finde ich den Stoff gar nicht).


Stoff für mein Trixie-Kleid

Der Stoff ist genau so, wie ich ihn mir vorgestellt habe: Er sollte gemustert sein, aber nichts zu schreiendes, er sollte nicht zu gerade gemustert sein (mag ich an mir nicht), aber das Motiv sollte auch nicht modern sein, sondern eher in die 50er Jahre passen. In meiner Vorstellung passt er gut in die damalige Zeit. Was mir dann noch fehlt, wäre eine passende Brosche ... hätte ich da mal im Urlaub schon dran gedacht, dort gab es viele 2nd-Hand-Läden, dort hätte ich bestimmt eine passende gefunden.

Beim Schnittmuster bin ich noch am grübeln. Wie auf dem Bild oben hätte ich  gerne ein geknöpftes Oberteil mit "Steh"kragen plus einen Faltenrock. Für keines von beidem habe ich bisher einen für mich bereits angepassten Schnitt. Zu meinem großen Glück hat mir minimale extravaganz auch damit ihre Hilfe angeboten und wir werden mir was basteln. Bin schon ganz gespannt.

.... ich geh mir dann nochmal die Folge mit dem Tanzkleid anschauen, um mehr Details zum Kleid zu erspähen.

Die anderen bereits schon sehr fleissigen FUSSA-Teilnehmerinnen findet ihr hier

Muriel

Freitag, 10. Juni 2016

Hab eine Patchworkdecke geschenkt bekommen

Auf der Coach sieht die Decke dann so aus.
Seht ihr wie perfekt das Binding zu meiner türkisen Hose passt?
Seit ein paar Monaten lebt die weltschönste Patchworkdecke bei mir aufm Sofa. Geschenkt bekommen habe ich sie von Chrissy. Bin immer noch total geflasht, so ein unglaublich tolles Geschenk bekommen zu haben. Nicht nur, was da alles an Material drin steckt, auch die ganze Arbeitszeit mit Zuschneiden, Nähen, Quilten etc.

Die Decke passt super zum Sofa und ist inzwischen gar nicht mehr weg zu denken. Man kann sich ganz wunderbar darin einkuscheln.

Vielen vielen Dank liebe Chrissy, für dieses tolle Geschenk.

Die Decke in ganzer Größe

Muriel

Mittwoch, 8. Juni 2016

MeMadeMittwoch - mal in einem für mich ungewöhlichen Outfit


Heute hab ich ein für mich eher ungewöhliches Outfit an, also kein Kleid oder Rock sondern Jeans und dann sogar in Kombination mit Wanderstiefelen aber was muss das muss.

Jedenfalls haben mich die Schuhe sicher über Stock und Stein begleitet.

Ich trage meine noch unverbloggte Ginger Jeans (ClosetCaseFiles), Burda Oberteil mit Terry Prachtett-Gedenk Spruch und meine Übergangsjacke.

Zu den Schuhen ist es sehr praktisch, dass meine Ginger Jeans unten noch Reißverschlüsse hat und ich so die Hose über die breiten Stiefel bekomme.

Die Stickerei `Bee happy` auf der Po-Tasche ist handgestickt, darüber gibt es einen eigenen Post. 

Das eigentlich einfache Burda Shirt wird durch den Aufdruck vorne und hinten erst interessant. Den zweiten Teil vom Spruch (Rückseite) findet ihr in den Link unten zum Oberteil.

Die Übergangjacke war ursprünglich als Daheim-Jäckchen geplant aber durch den Wollanteil ist die viel zu warm und jetzt begleitet mich die Jacke an Tagen mit nicht so warmen Wetter. Der Schnitt ist für so eine Freizeitjacke sehr raffiniert und liegt dank der vielen Nähte am Rücken auch gut an. Weitere Details sieh Link unten.

Übergangsjacke:
SchnittM7026 McCalls Variante B - unbedingt die technische Zeichnung anschauen.
Material: Strickstoff mit Flauschrückseite von Extremtextil, Reißverschluss, Futterstoff für Taschen.
Änderungen:Bündchen weggelassen, Insgesamt an der Lengthen/Shortenline gekürzt wg. Taille, unten am Saum hoch etwas hinzu gegeben.
Fazit: Bin sehr begeistert von dem Schnitt. Sehr empfehlenswert.

Shirt:
Schnitt: Burda k.A. welche Ausgabe das war - könnte dieser Basicschnitt gewesen sein.
Material: dickerer Baumwolljersey von FrauTulpe
Änderungen: Rundhalsausschnitt, Ausschnittbündchen 5cm breit inkl. 1cm NZ 
Fazit: Mein Basic-Langarmschnitt. Mir gefällt besonders der weite Ausschnitt.

Jeans:
<Infos folgen noch>

Die anderen Teilnehmerinnen findet ihr bei MeMadeMittwoch.

Bitte entschuldigt diese `bunte` Mischung aus Schriftarten und Schriftgrößen. Der Post wurde mitm Tablet geschrieben und die Bloggerwebseite macht mit meinem Text was sie will. Immerhin besser als die App.

Muriel

Montag, 6. Juni 2016

mein erster selbstgenähter Sport-BH: Dunbar von Sewaholic

Dunbar Sport-BH
Seit ein paar Wochen mache ich wieder (semi-)regelmäßig Sport. Nachdem ich in der Vergangenheit von Badminton bis Fitnessstudio etc. vieles probiert habe, versuche ich mich momentan mit „Heim-Sport“ via YouTube. „Meine“ Trainerin trägt immer tolle schicke Sportklamotten. Dagegen kam ich bisher nicht an. Auch war mein bisheriger Sport-BH schon in die Jahre gekommen und musste dringend ausgetauscht werden. Was lag also näher, als mir selber was zu nähen.

Die Schnittmusterauswahl an Sport-BHs bzw. kurzen Tops, die „Halt“ versprechen für den Sport ist sehr eingeschränkt. Von Kiwi Sew (hab ich noch nie was von genäht), Fehrtrade sowie Sewaholic gibt es geeignete Schnitte. Beim Fehrtrade fand ich schon die Produktbilder nicht so schön bzw. gut passend. Entschieden habe ich mich dann für den Schnitt "Dunbar" von Sewaholic aus der Vancuver Collection. Von der Schnittserie habe ich bisher nur sehr wenig gelesen. Für das Dunbar-Top konnte ich keine deutschsprachige Bloggerin finden, welche den Schnitt schon mal genäht hat. Auch an englischsprachigen Berichten darüber gab es, verglichen mit sonstigen Sewaholic-Schnitten, nur sehr wenig (siehe Links am Ende dieses Posts).

Das Material habe ich von Sewy. Obwohl ich inzwischen dahinter gekommen bin, wie man nach bestimmten Farbnummern sucht, hat es wieder ewig gedauert, um eine Farbe zu finden, in der es alle meine benötigten Materialien gab. Gerne hätte ich Grün gehabt, nun ist es dunkelblau geworden – auch okay. Dazu habe ich dann noch zwei Materialsets für jeweils einen Türkisen und grünen normalen BH bestellt. Fehlt nur noch die Zeit diese zu nähen. Egal. Zurück zum Sportoberteil:

Eine berichtete davon, dass sie inkl. Abpausen nur zwei Stunden gebraucht hätte. Klang für mich wie das ideale Projekt fürs Nähtreffen …. Okay, ich lag da „etwas“ drüber, aber immerhin bin ich während des Treffens fertig geworden. Gemessen und zugeschnitten habe ich Größe 6 und war während des Nähens misstrauisch, ob das nicht evtl. zu locker ist. Nachdem das Powernet (eine Art fester dehnbarer Tüll) drin war, saß das Oberteil schon viel besser. Manchmal muss man einfach geduldig sein. Frau Minimale Extravaganz nähte währenddessen an einem türkisen BH. Das erwies sich als mein Glück. Von ihr kam die Idee zu der türkisen Paspel, welche dem Oberteil einen sportlichen Touch verleiht. Netterweise habe ich von ihr auch das dazu passende Unterbrustgummi bekommen.

Die Anleitung war gut geschrieben. Einzig beim Annähen vom Gummiband am Hals- und Armausschnitt ist mir ein Fehler unterlaufen, das lag allerdings daran, dass ich mir nur das Bild angeschaut und nicht den Text dazu gelesen habe. Man hätte das Band so annähen sollen, dass es links nicht zu sehen ist. Ich habe dazu Falzgummi verwendet und hätte deswegen an den Kanten die Nahtzugabe abschneiden können. So sind jetzt alle meine Kanten 1cm zu breit.

Die Materialangabe ist für das kurze Top äußerst großzügig. Von dem angeblich 0,5cm Oberstoff sowie Kontraststoff habe ich jeweils nur 0,3m benötigt. Unterbrustgummiband war mit 1,2m angegeben – ist mir rätselhaft, von welchem Unterbrustumfang Sewaholic ausgeht. Ich habe auch keine andere Stelle in der Anleitung gefunden, an der sonst noch Gummiband benötigt wird.
Schade finde ich, dass bei der BH-Variante das Unterbrustband zweimal umgeschlagen werden soll, damit es in einem Tunnel ist. Unterbrustgummi ist doch dazu gedacht direkt auf der Haut zu liegen. So hätte man auch einfach normales Gummiband nehmen können. Bei der Anleitung für das lange Top wird das Unterbrustgummiband wiederrum richtig angenäht … schade, dass das nicht auch bei der kurzen Variante so gelöst wurde.

Den Funktionstest hat das Oberteil bereits erfolgreich gemeistert. Ich brauche keinen zusätzlichen BH. Durch die verarbeitete Powernetschicht wird alles gut am Platz gehalten. Bei A- bis max. C-Körbchen würde ich sagen, hält der BH. Bei größeren Cups könnte ich mir vorstellen, dass trotzdem noch ein richtiger Sport-BH notwendig ist.

Der Schnitt sieht auch Taschen für Cups vor, das hat bei mir mit meinen normalen Cups (welche ich für BHs verwende) leider nicht geklappt. Durch die Kompressionswirkung des Oberteils passt der „Vorbau“ nicht mehr in den normalen Cup weil alles eher in die Breite verteilt wird. Da ich das Top nur für daheim vorgesehen habe, stört es nicht, wenn sich gewissen Teile abzeichnen.

Könnte mir vorstellen, mir fürs Klettern das längere Oberteil mit integriertem BH zu nähen. Bevor ich das mache, müsste ich es allerdings schaffen, das wieder regelmäßig zu betreiben. Außerdem bräuchte ich dann noch eine passende Hose. Schnöde Cargo-Hose zu so einem Top sieht nämlich nach Nix aus.

Ach ja, das Oberteil ist komplett mit der Nähmaschine genäht, Ovi oder Cover werden nicht benötigt.

Schnitt: Dunbar von Sewaholic (bestellt und super schnell geliefert von santa-lucia-patterns.de)

Material: Mikrofaser, dehnbarer Tüll mit Tupfen (gedoppelt), Powernet, Falzgummi, Jersey für Paspel, Unterbrustgummi (bis auf Unterbrustgummi und Paspelstoff alles von Sewy.de)

Änderungen: Unterbrustgummi wie normales Unterbrustgummi angenäht und nicht zweimal umgeschlagen. 1x Fehler gemacht, dass Nahtzugabe an den Ausschnitten nicht abgeschnitten wurde.

Fazit: Toller Schnitt, hält super.

Empfehlung: Guter Einstieg in die BH-Näherei, um die verschieden Materialen kennen zu lernen, man sich aber noch nicht mit der Verarbeitungsweise eines BH beschäftigen möchte.

Links zu anderen Dunbar Tops (englisch):

chainstitcher.blogspot.com
verypurpleperson.com
acolourfulcanvas.blogspot.de
patternreview.com (zwei Bewertungen)
needlesinthedesert.blogspot.de
cleverthinking99.com
handmademartini.blogspot.de

Ja, dass waren alle Posts, die ich über das Schnittmuster finden konnte (Stand: Mai 2016). Für einen Sewaholic-Schnitt ist das doch recht wenig.

Muriel

Freitag, 3. Juni 2016

Endlich ein farbiger BH :-) + Panty

Endlich kann ich euch meinen neuen Me-Made-BH zeigen und zum ersten Mal ist es sogar ein Set.

Das Gemeine beim BH-Nähen ist ja, dass man den BH zum ersten Mal zwecks Probe etc. anziehen kann, wenn er quasi schon fertig ist und dort Fehler an sich nicht mehr korrigiert werden können.


Um von dem doch schon nicht allzu günstigen BH-Material nicht zu viel Ausschuss zu haben, habe ich meine beiden ersten BHs aus schwarzem Reststoff von der Spitzentoni genäht. Nachdem diese beiden BHs sich als meine absoluten Lieblings-BHs entpuppt haben, stand fest, jetzt "darf" ich auch das gute Material von Sewy.de anschneiden.

Das BH-Nähen an sich macht mir viel Spaß, allerdings ist das Bestellen der Zutaten, gerade wenn man alles in einer bestimmten Farbe möchte, sehr sehr zeitaufwändig. Man kann zwar bei beiden Anbietern, Wien2002 und sewy, inzwischen auch nach Farbnr. suchen, aber das heißt noch lange nicht, dass man dann auch alle Materialien in der Farbe findet. Mal fehlt das Trägerband, mal das Unterbrustband, also nochmal von vorne suchen in einer anderen Farbe. :-(

Einfacher kann man sich das Leben mit den fertigen Packs von Sewy machen, allerdings weiß man vorher nur, welchen Oberstoff man bekommt. Ob die sonstigen Zutaten in der gleichen Farben sind oder in Kontrast, weiß man nicht. Diese Pakete sind sehr großzügig dimensioniert, so dass ich, obwohl ich einen BH und eine Panty genäht habe, noch diverses Material (abgesehen von Träger und Bügeln) für eine weitere Variante habe. Einzig das mitgelieferte Laminat habe ich nicht verwendet. Es war weißes dabei, das hätte ich unter der gemusterten Spitze nicht so schön gefunden. Ich hatte Glück, dass ich beim Nähtreffen zugeschnitten habe und so habe ich von Yacurama (meiner persönlichen lokalen BH-Nähqueen) ein Stückchen von ihrem farbig hervorragend passenden Laminat in türkis (glaube von Wien2002) bekommen.


Als BH-Schnitt verwende ich den DL03 von Makebra.com. Dieser Schnitt hat mir auf Anhieb gepasst, einzig das Unterbrustband habe ich noch etwas gekürzt. Bei dieser Variante habe ich wieder, wie bei der Variante 2, den Oberkanten-Oberstoff umgeschlagen, anstatt Falzgummi zu verwenden. Eine sehr gute Anleitung findet ihr bei eben-Julia. Den Stoff hätte ich noch einen Tick mehr spannen können, war mir bei dem Stoff unsicher, wieviel geht. Naja, ist ja noch keine BH-Näherin vom Himmel gefallen.

Bei Yacurama hatte ich gesehen, dass sie bei einem BH die Cups - anstatt sie aus Einzelnteilen zuzuschneiden - einfach mit Stoff bezogen hat und die Mehrweite in Abnäher gelegt hat. Die Variante hat mir gut gefallen (gibt anscheinend keinen Post von ihr zu dem BH), dass ich dieses Mal eine Abwandlung davon ausprobiert habe. Anstatt den gemusterten Oberstoff in drei Teilen zuzuschneiden, habe ich ein großes Stück genommen, die obere Kante knappkantig festgenäht (siehe Julia-Link weiter oben), umgeschlagen und die Mehrweite als kleine Raffung mittig unten am Cup verteilt, die untere Kante festgenäht und den überstehenden Stoff abgeschnitten. Hat super funktioniert und ist eine tolle Variante für gemusterte Stoffe, welche man nicht zerschnippeln möchte.

Einen kleinen Wermutstropfen hat der BH, dank des Spitzenstoffes eignet er sich nicht dazu, unter engeren Jerseyoberteilen getragen zu werden z.B. Nettie Body. Darunter passen meine glatten schwarzen BHs besser, da diese sich nicht so abzeichnen. Eine weitere farbige glatte Variante in Grün liegt schon bereit, muss "nur" noch genäht werden.


Schnitt: DL03 von MakeBra
Material:  Laminat (Wien2002), Spitzenstoff (dehnbar) + Unterbrustband + Bügel + Kurzwarenzubehörpaket von Sewy
Änderungen: BH-Band um 0,5cm gekürzt. Obere BH-Kante anstatt mit Falzband mit Stoff eingefasst, Oberstoff anstatt 3-Teilig in einem Stück und Mehrweite in Falten gelegt.
Fazit: Ich bin total begeistert davon, dass ich jetzt auch BHs nähen kann, über den Sitz und wie schnell das geht.

Panty:
Schnitt: Ladies Undies von So Sew Easy
Material: Reststück vom BH-Spitzenstoff , Jerseyrest (für Zwickel)
Änderungen: keine
Fazit: Also der Schnitt eignet sich nicht für Spitzenstoffe ohne Spitzenabschluss. Mit angenähtem Gummiband am Bein / oben sieht es getragen nach nichts aus. Den Schnitt werde ich wie bisher nur aus breiter Spitze nähen, da ist kein Gummiband notwendig.


Muriel

Dienstag, 31. Mai 2016

Das Kleid, dass schon mein Lieblingskleid war, bevor es überhaupt fertig war.

Durch meine Teilnahme beim MeMadeMay merke ich, wie oft ich bisher Ungebloggtes trage. Sonst fällt das nicht auf, durch das tägliche zeigen meiner Outfits leider schon.


Den Kleiderschnitt mit dem vorderen Reißverschluss habe ich schon ewig und wollte ihn immer nähen. Beim Weihnachtskleid vom letzten Jahr wäre es dann sogar fast so weit gewesen. Schnitt, Stoff und Zubehör waren schon zusammengesucht, aber dann hatte ich mich doch für einen anderen Schnitt entschieden.

Da alles Material schon so schön zusammen lag, habe ich mich dann im März 2015 dem Schnitt angenommen. Ich weiß gar nicht, warum ich diesen tollen Schnitt so lange missachtet habe. Die großen Taschen sind toll, der Frontreißverschluss ist klasse, etc. Bin begeistert.

Ich weiß schon gar nicht mehr, woher ich den tollen Woll-Fischgrät-Stoff habe. Er war irgendwann einfach da. Den Taschenstoff mit den "gestickten" Totenköpfen habe ich 2011 in den USA gekauft und seit dem gerätselt, was daraus wird. Den Metalreißverschluss hatte ich vor kurzem von meiner Mutter bekommen, sie hatte ihn wo rausgetrennt. Dank des blauen Reißverschlussbandes passt der super zu den blauen Paspeln und den teilweise blauen Totenköpfen. Das Futter habe ich auch vom Lager genommen. Oben und unten sind es jetzt zwar zwei verschiedene Grautöne, aber außen sieht man das ja nicht. So konnte ich das Kleid insgesamt ohne neue Kosten nähen.

Zum ersten Mal habe ich das Kleid bei meinem Trip nach Berlin getragen und es ist seit dem ständig in Gebrauch. Es trägt sich super bequem, hätte ich bei dem fast bleistiftartigen Rockteil gar nicht so erwartet.

Eigentlich bräuchte ich unbedingt noch weitere Versionen davon. Einziger Nachteil ist, dass es durch den engen Rockteil nicht fahrradtauglich ist, aber dann "muss" ich halt an den Tagen mitm Auto fahren.

Schnitt: McCalls M6397 (leider inzwischen Out-of-Print)
Material: Woll-Fischgrätstoff, Baumwolle mit Totenköpfen für die Taschen, Futter, selbst gemachte Paspel, Metalreißverschschluss, Nahtband (also das mit dem Faden).
Änderungen: an der Seite ein bißchen rausgelassen, Hinten angepasst, vordere Teilungsnaht auch angepasst.
Fazit: Toller Schnitt, die zweite Variante ist schon in Planung.

Muriel


Freitag, 27. Mai 2016

Film und Serien Sew-Along Teil 1: Inspiration und Ideensammlung

Es ist endlich soweit und der Film- und Serien Sew-Along geht in die zweite Runde. Dieses Jahr veranstaltet von minimale extravaganz.

Wer sich noch unsicher ist  welche Serien in Frage kommen, kann in meine neue Podcastepisode über Filme und Serien rein hören.

Im letzten Jahr beim Film- und Serien Sew-Along veranstaltet von Dreikah und Luzie  ist mein "Pushing Daisies" inspiriertes Kleid entstanden:


Das Kleid trage ich sehr gerne und ohne den Sew-Along hätte ich dieses Kleid bestimmt nicht im Kleiderschrank. Den Schnitt möchte ich unbedingt noch mal nähen, dann auch wieder mit Horse Hair Braid im Saum.

Soweit zum Vorgeplänkel, nun aber zum heutigen Thema:

  • Welche Filme /Serien inspirieren mich in der Wahl meiner Kleider  bzw. Kleidungsstücke?
  • Welches Kleidungsstück aus einem Film ist mein heimlicher Traum?
  • Was wollte ich schon immer mal tragen, um mich darin wie  eine Heldin zu  fühlen?
  • Welchen Rock, welches Oberteil, welches Kleid möchte ich gerne nachnähen, weil es mir so gut gefällt?

Vor ein paar Monaten habe ich die BBC-Serie "Call the Midwife" für mich entdeckt. Bis Staffel 4 habe ich alle Folgen angeschaut, die aktuelle Staffel 5 fehlt mir noch.
Die Serie spielt in einem Londoner Stadtteil in den 50er / 60er Jahren und in die Richtung gehen auch meine Outfitideen.

Außer ihren Hebammenoutfits tragen die angestellten Hebammen liebevoll ausgewählte Kleidung aus dem jeweiligen Jahrzehnt.

Besonders hat es mir die Rolle von Trixie angetan. Sie legt großen Wert auf ihre Kleidung. Auf meinem Pinterest Board könnt ihr Fotos von ihr finden. Trixie ist die mit den kurzen blonden Haaren.

Was ich allerdings davon nähen möchte, weiß ich noch nicht. Trixie hat einen gut gefüllten Kleiderschrank. Während in den ersten Staffeln die Darstellerinnen, keine Hosen tragen gibt es inzwischen sogar Hosen, also solche schicken engen Capri-Hosen.

Momentan schwanke ich zwischen folgenden Kleidungsstücken:

Dem schwarzen (Tanz)-Kleid aus der ersten Staffel. Mir gefällt besonders die Mini-Knopfleiste und der kleine Kragen. Der Rock scheint in Falten gelegt zu sein:


Dieses Outfit bestehende aus einem Mantel und einem Etuikleid finde ich der Hammer. So was (jedoch nicht in weiß) hätte ich auch gerne. Dafür reicht die Zeit beim Sew-Along aber wahrscheinlich leider nicht.


Dann gebe es da noch ein Outfit bestehend aus Bluse, Tellerrock und Unterrock. Auch sehr schön und dafür liefert die Zeitschrift Fashion Style (Ausgabe 4/2016) praktischerweise alle benötigten Schnitte.

Auch schicke Capri-Hosen hat Trixie zu bieten. Jedoch bin ich mir bei mir nicht sicher, ob Capri-Hosen für mich passen und ob, ich mit so ner "komischen" Zwischenlänge mich wohlfühlen würde.

Die anderen Teilnehmerinnen treffen sich noch bis mind. Sonntag bei Yacurama auf dem Blog. @Yacurama: vielen Dank fürs Organisieren.

Muriel
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