Mittwoch, 26. August 2015

Die Flüchtlinge sind gar nicht so weit weg - mein Erlebnis in einer Notunterkunft.

Habe nun ein paar Tage überlegt, ob ich etwas zur aktuellen Situation der Flüchtlinge schreiben soll. Bisher habe ich meinen Blog immer auf reine Nähthemen beschränkt aber die momentanen Ereignisse machen  mir sehr zu schaffen.

Danke an Lotti Katzkowski für den Anstupser und an die Bloggern, die in den letzten Tagen von ihren Erlebnissen und Gedanken rund um dieses Thema geschrieben haben (z.B. Michou). Es gäbe noch so viele mehr zu erwähnen.

Vor kurzem habe ich erfahren, dass bei mir in der Nähe in einer Flüchtlingsunterkunft noch Hilfe benötigt wird. Vor ein paar Tagen war mein erster Einsatz dort.

Die Situation selbst zu sehen und die Menschen kennenzulernen, war schon eine ganz andere Hausnummer. Im Fernsehen und in den Nachrichten kommt einem alles doch irgendwie so weit entfernt vor und dann stehe ich plötzlich in meiner Stadt in einer solchen Unterkunft.

Ich war überrascht wie viel Security vor Ort war. Schon der Zutritt zum Gelände war abgeriegelt und man musste angeben, warum man auf das Gelände möchte.

Als ich dort ankam haben wir Helfer gleich angefangen Getränke und Kekse an die dortigen Bewohner zu verteilen. Ohne die Koordination der Security wären wir Helfer in dem Ansturm der Flüchtlinge wohl untergegangen, so lief es aber relativ gut und einer kam nach dem anderen dran.

Wir hatten die Vorgabe pro Person max. 2x Kaffee/Tee + 2-3 Kekse auszugeben. Gerade bei Kindern ist mir das sehr schwer gefallen, viele kamen mehrmals. Da hart zu bleiben habe ich nicht immer geschafft. Wenn man nur eine begrenze Menge hat, egal ob es jetzt Kleidung, Essen etc. sind – wie verteilt man diese gerecht und was ist gerecht?!
Suschna hat ähnliches von ihren Erfahrungen in einer Kleiderausgabe geschrieben, sowie auch bei Kaiserinnenreich(siehe auch die Kommentare).

Die Bewohner waren alle sehr freundlich. Manchmal konnte man sich nur mit Händen und Füßen verständigen, anderes Mal ging es auf Deutsch, das meiste war auf Englisch.

In dieser Unterkunft leben inzwischen ca. 1200 Personen. Vom Baby bis ins hohe Alter waren alle Altersgruppen dabei. Sie leben zusammen in einem großen Zelt mit Stockbetten. Alle paar Bettenreihen gibt es Sichtschutzwände.
Im vorderen Bereich die Familien und hinten die allein reisenden Männer. In dem riesigen Zelt herrschte ein unglaublicher Lärm und an Privatsphäre oder eine Möglichkeit sich zurück zuziehen war dort nicht zu denken. Ich hätte nicht tauschen wollen.

Als eines der wenigen Unterkünfte (lt. Auskunft vom „Ober“-Helfer) gibt es in diesem sogar WLAN, welches von allen genutzt werden kann. Denke, wenn ich in ein anders Land flüchten müsste, wäre ich sehr froh darüber Kontakt zu Familie und Freunden aufbauen zu können, mich selbst informieren zu können etc.
Als ich abends dann daheim war, kam mir meine eigentlich eher kleine Wohnung plötzlich unglaublich riesig vor, verglichen mit dem wie die Menschen im Zelt in meiner Stadt zur Zeit wohnen.
weitere Infos:
blogger-fuer-fluechtlinge.de

Es werden momentan in vielen Städten freiwillige Helfer gesucht. Vielerorts sind es lokale Initiativen, welches sich über Web, Twitter, Facebook organisieren.
Mein Eindruck war, dass wenn man auch nur ein paar Stunden seiner Zeit erübrigen kann, ist schon viel geholfen und je mehr sich engagieren um so machbarer wird das Ganze.

Ich jedenfalls wäre sehr dankbar, wenn ich in einem fremden Land mit fremder Sprache andere Menschen hätte, die mir das Gefühl geben willkommen zu sein.

Nächste Woche gehe ich wieder hin.

Muriel

Donnerstag, 20. August 2015

BH-Sew-Along 2 - Material: Der Anfang ist gemacht.

Upps, es ist ja schon wieder BH-Sew-Along Zeit und mein Material ist noch nicht mal angekommen aber ich habe trotzdem was zum vorzeigen.

Das Thema ist Material, da ich noch Neuling bin und wie Julia so treffend geschrieben hat, Änfänger sich da erst mal reinfuchsen müssen, kann ich dazu nicht so viel beitragen. 

Ergebnis vom BH-Schlachten
Zum einen habe ich ein paar BHs aussortiert und diese geschlachtet. So habe ich jetzt Material für Probe-BHs. Hoffe ja, ich brauche nicht soo viele Versuche bis ich etwas tragbares produziere.

Zum anderen habe ich den kostenlosen Bustier-Schnitt Mallori Lane von Madalynne.com (hier Beispiele) genäht um erste Erfahrungen mit BH-Material zu bekommen. Den Stoff und Co für dieses Projekt hatte ich kurze Zeit vor dem BH-Sew-Along gekauft.

Material von Wien2002

Die Anleitung für den Mallori Lane ist knapp gehalten und ich als absolute BH-Näh-Anfängerin hatte so meine Schwierigkeiten damit aber es ist toll, dass sie überhaupt einen kostenlosen Schnitt zur Verfügung stellt.
Meine Herausforderungen waren z.B. keine genauen Angaben wieviel Gummi/Stoff etc. benötigt wird oder dass die Schnittteile in der "direction of greatest stretch" ausgeschnitten werden sollten. Zum Glück hatte ich vorher den Craftsy Kurs Sewing Bras: Construction & Fit (with Beverly Johnson) angeschaut und dort erklärt Beverly genau wie man die richtige "direction" findet. Denn auch wenn man den Stoff in beide Richtungen ähnlich dehnen kann, sind nicht beide richtig.
Nachdem das Vorderteil genäht war, kam es mir sooo winzig vor, dass ich beim Rückenteil lieber noch mal 2cm in der Breite dazu getan habe.

Das Nähen mit der ultra dünnen und sehr dehnbaren Futter-Charmeuse war ungewohnt und ich durfte so manche Stelle wieder auftrennen. Der im Craftsy Kurs angesprochene Minimalismus bei Stecknadel hat bei mir (noch) nicht funktioniert.

Im Rückenteil gibt es zwei waagrechte Gummis, welche an den Träger festgenäht sind. Hoffe, dass sich die raffinierte Optik auch beim Tragen bewährt.

Mallori Lane Bustie (von hinten)

Von vorne ließ es sich leider nicht fotografieren an der Puppe,
sah furchtbar aus.
Schnitt: Mallori Lane von Madalynne.com
Material: Jersey, Trägergummi, Wäschegummi, Futter-Charmeuse.
Änderungen: Oberteil gedoppelt, Rückteil 2cm breiter
Fazit: Das Bustier ist eigentlich für heiße Tage als daheim Oberteil gedacht, wenn das Wetter aber so weitermacht muss ich mitm Anziehen noch bis nächstes Jahr warten :-(

Den ersten Craftsy BH Kurs fand ich so interessant, dass ich mir gleich noch den Folgekurs Sewing Bras: Designer Techniques geholt habe. Den habe ich aber noch nicht ganz angeschaut. Bisher ist auch dieser sehr interessant.

Damit mir beim Crafsy schauen auch nicht langweilig wird habe ich mit einem Probe-BH angefangen. Als Schnitt habe ich mir DL03 von  makebra.com ausgesucht. Als Material habe ich Funktionsjersey, Baumwolle+Vlieseline (H240 oder so als Laminatersatz) und Reste von Unterbrustgummi verwendet. Ich habe keine Ahnung vorher ich Unterbrustgummi hatte, aber egal.

Die Körbchen haben beim ersten Hinhalten einen guten Eindruck gemacht. Jetzt nach dem Einnähen ins Unterbrustband bin ich mir da nicht mehr so sicher aber jetzt muss ich erst mal auf die Lieferung vom Bügelband und Co. warten.

Aktueller Stand Probe BH: warten auf Bügel
Einen Kritikpunkt habe ich an der Anleitung von makebra. Beim Kaufschnitt ist keine Anleitung und keine Materialliste dabei sondern man findet diese online auf der Makebra Seite. Hier hätte ich mir gewünscht, dass die Anleitung gleich beim Download dabei wäre und ich alles in einem Ausdrucken könnte und nicht hinterher noch ne Webseite ausdrucken.
Auch ist die Anleitung für mich als Neuling sehr lückenhaft. Schritte, welche für mich mehrere Einzelschritte sind, werden knapp zusammengefasst auch ein paar mehr Bilder von den Zwischenschritten würden mir helfen.  Zum Glück habe ich meinen Online-BH-Kurs und etliche der für mich in der Anleitung nicht verständlichen Punkte werden dort gezeigt. (Anmerkung: Beim Post schreiben bin ich auf die Videos von MakeBra gestoßen - die schau ich mir noch an.)

Bin jetzt mal gespannt wie die erste Anprobe läuft.

Die anderen bestimmt schon sehr fleissigen BH-Näherinnen findet ihr bei Julia, welche ganz ausführlich dieses für mich noch sehr mysteriöse BH-Material beschreibt.

Vielen Dank an Julia von eben-Julia und Sandra von Rehgeschwister für diesen interessante und lehrreichen Sew-Along.

Muriel

Samstag, 15. August 2015

Podcast: Die 10. Folge - Der Spieß wird rum gedreht

Das Interview in dieser Folge führt Yacurama
von minimale extravaganz.
Ich bin nur Gast.
Ich kann´s ja fast nicht glauben, aber dies ist nun schon die 10. Folge meines Nahtzugabe5cm-Podcasts. Mir kommt es vor, als wäre es erst gestern gewesen, als ich aufgeregt die erste Folge online gestellt habe und auf Eure Reaktionen gewartet habe.

Für mich ist jede Aufnahme ein kleines Abenteuer, bis auf ein/zwei Male kenne ich meine Gäste vor dem Interview gar nicht persönlich und so ist es für beide Seiten spannend, wie das Gespräch mit einer Unbekannten läuft.

Diese Folge ist meine erste Jubiläumsfolge und da wollte ich mal was anders machen. Von der lieben Fr. minimale extravaganz kam die Idee, doch mal den Spieß umzudrehen  und eine Folge mit mir selbst als Gast zu machen.

Vor der Aufnahme war ich etwas nervös, was wird sie mich wohl fragen, kann ich ihre Antworten überhaupt beantworten, aber beim Gespräch war die Aufregung dann wie weggeblasen.

Wir sprechen über unsere Nähanfänge, wie wir als Anfängerinnen mit reinen Textanleitungen ala Burda gekämpft haben. 

Außerdem geht es unter anderem darum, wie es zu der Idee mit dem Podcast kam, wie ich meine Gäste auswähle, wie lange es dauert, bis eine Folge online geht etc.



... und schon kann es losgehen mit dieser Podcastfolge:

oder Download
Hier sollte ein Player angezeigt werden, 
falls nicht, bitte den Post über meinen Blog direkt aufrufen, den Downloadlink,
via iTunes  oder einer Podcatcher App für Android / Windows Phone .
Music "Goodwill Cowboys Ride Again" by Michael Chapman & The Woodpiles (modified by Muriel)
Available on the Free Music Archive
Under CC BY-NC 3.0 license

Weitere Infos rund um diesen Podcast findet ihr auf meiner Podcast-Seite.
So, und jetzt bin ich gespannt, wie Euch diese Folge gefallen hat.
Welche Idee habt ihr noch für den Podcast?
Wen würdet ihr gerne mal hören? 

Wenn Euch mein Podcast gefällt würde ich mich freuen,
wenn ihr mein Podcastlogo mit Verlinkung mit auf Euren Blog nehmt.
Vielen Dank.
"Ich höre den Podcast von Nahtzugabe5cm.de"

Muriel

Dienstag, 11. August 2015

Stoffwechsel Nr.3 - Mein Versuch eine Herde Zebras zu zähmen

So es ist endlich soweit die fertigen Werke der Stoffwechsel-Teilnehmerinnen dürfen gezeigt werden. Mehr Infos über diese Aktion findet Ihr bei Fr. Siebenhundertsachen.

Mein Stoff
Nachdem ich mich zu erst gar nicht mit dem Zebra-Stoff gesehen habe, habe eure netten Kommentare mich umgestimmt und hatte mir vorgenommen ein DollyClacket inspriertes Kleid zunähen.

Besonders dieses Kleid von Dolly hat es mir angetan. Mir gefällt das Ärmelose, der Ausschnitt und die Falten im Rockteil.
Zuerst dachte ich, dass ich einen meiner vorhanden Schnitte modifiziere, so dass ein Dolly-Kleid raus kommt aber dann fand ich den Schnitt Simplicity 2444 so toll, dass es unbedingt der Schnitt sein musste.
Zu dem Schnitt gibt es ein ausführliches Schritt-für-Schritt Video (englisch). Sehr gut geeignet für Anfänger.

Der Schnitt war gar nicht so einfach  zu bekommen. Die lokalen Stoffläden haben anscheinend nur noch die jeweils aktuelle Schnittkollektion von Simplicity. Alle anderen Simplicity Schnitte waren in den Läden nicht zu bekommen. Fr. Kleidermanie war dann so nett und mir den Schnitt ausgeliehen. Vielen Dank dafür.

Bei neuen Schnitten nähe ich immer erst ein Probeteil und übernehme dann die Änderungen auf den Schnitt. Dieses Mal war absolut keine Zeit für ein Probeteil. So habe ich mich entschieden beim Oberteil meinen bewährten Burda-Schnitt zu verwenden und vom 2444-Oberteilschnitt nur den vorderen Ausschnitt zu übernehmen. Der hintere Ausschnitt stammt vom Pushing Daisies Kleid. Den Rockteil habe ich nach dem Schnitt 2444 zugeschnitten.

Das Zuschneiden der Zebras war nicht so einfach, da das Muster um 90°Grad verdreht aufgedruckt war, d.h. in Richtung der Webkante und weil alle Schnittteile in eine Richtung zugeschnitten mussten. So konnte ich auch nicht sehr Stoff sparend zuschneiden. Ich habe noch ein paar größere Stücke übrig, aber ob diese für den eigentlich noch geplanten Bleistiftrock reichen, weiß ich nicht. Bei dem Futter habe ich die Rockteile mit zugelegten Falten zugeschnitten.

Vor einiger Zeit habe ich als Urlaubsmitbringsel einen Zebrastoff bekommen, bei dem ich bisher nicht wusste, was ich damit machen sollte. Ich und Tiermuster, bisher eine undenkbare Kombination. Durch den Stoffwechsel-Zebrastoff musste ich mich jetzt doch dem Tier-Thema annehmen und so kam ich auf die Idee am Ausschnitt auch noch eine Zebra-Paspel zu verwenden - wenn schon Zebra, dann ganz. Bei Twitter hatte ich gefragt, ob eine weiße oder die  Zebra Paspel besser passen würde. Da gab es kein eindeutiges Ergebnisse. Dazu kam dann noch die Idee mit einer schwarzen Paspel. Im Endeffekt ist es die Zebra Paspel geworden.

Das Nähen war einfach. Ehrlich gesagt, habe ich, bis auf die Falten im Rockteil, nicht in die Anleitung geschaut.  Ein bißchen zeitaufwändig war das Annähen und Verstürzen des Saums mit Horse Hair Braid. Dieses, in meinem Fall 5cm breite, Band habe ich beim Pushing Daisies Kleid das erste Mal verwendet und dort gefiel mir der toller Stand, den das Band besonders bei leichteren Stoffe gibt sehr gut, quasi ein Petticoat in Light.
Dieses Mal allerdings überhaupt nicht und das konnte ich erst sehen als Rock und Futter schon verstürzt waren. Somit durfte ich das komplette mit zwei Nähten befestige Horse Hair Braid wieder raustrennen, das hat "unglaublich" viel Spaß gemacht. Jetzt ist der Saum nur noch normal verstürzt und gibt auch schon etwas mehr Volumen als es beim einzelnen Versäubern von Oberstoff und Futter der Fall gewesen wäre.


Das fertige Zebra-Kleid
(mit ungebügeltem Saum),
Gürtel vom Anna-Dress

Der Ausschnitt ist mir im Endeffekt etwas zu zu aber bei den Zebras hätte ein weiter ausgeschnittener Ausschnitt nicht gut ausgesehen, so konnte ich das Zebra-zerteilen auf ein Minimum beschränken. Falls ich den Schnitt nochmal nähen würde, würde ich den Ausschnitt ändern. Auch die Armausschnitte könnten noch einen Tick weiter sein.

In einer der Taschen versteckt sich eine neue Zebra-Rasse, das von mir getaufte "Tripple-Zebra" :-)

Das Tripple-Zebra: Bisher wurde es
noch nie in freier Wildbahn gesehen.

Schnitt: hauptsächlich Simplicity 2444, Oberteil größtenteils Burda 122 (06/2011)
Material: Baumwolle, Paspel, nahtverdeckter Reißverschluss, Futter.
Änderungen: Kleid komplett gefüttert, Paspel am Ausschnitt, Rückenausschnitt wie beim Pushing Daisies Kleid.
Fazit: Wenn ich mir vorstelle, dass Dolly Clacket das Kleid trägt gefällt es mir sehr gut. An mir selbst fremdel ich noch ein bisschen. Mal sehen, ob sich das mit der Zeit noch gibt.
Positiv überrascht bin ich davon, dass ich mich auch mit diesen Falten wohlfühle. Vielleicht sollte ich Falten-Schnittmustern doch nochmal eine Chance geben.

Lieber Stoffwechsel-Patin,
Du hast mich vor eine sehr große Herausforderung gestellt.
Das Kleid an sich finde ich schön aber ich weiß noch nicht, ob ich mich in dem Kleid sehe. Es fühlt sich nicht nach mir an. Hatte die Hoffnung, dass ich beim Nähen meine Begeisterung für den Stoff entwickele, leider war das bisher nicht der Fall und ich fühle mich in dem Kleid verkleidet. Weiß auch noch nicht, wann ich tragen werden. Sorry.

Meine Lektion von diesem Stoffwechsel ist, dass auch wenn ich solche Stoffe an anderen sehr schön finde, bin ich keine, die diese gerne trägt. Ich hab zwar schon Stoffe mit Tieren vernäht, dort haben sich diese aber zwischen den anderen Mustern versteckt und waren nicht so dominant (Octopus-Kleid, Weihnachtskleid 2014, etc.).

Die anderen Teilnehmerinnen und ihre großen und kleinen Herausforderungen findet ihr bei Frau Siebenhundertsachen.

Vielen Dank an Frau Siebenhundertsachen und Lotti Katzkowski für die nun schon dritte Runde des Stoffwechsels.

Muriel

Mittwoch, 5. August 2015

BH-Sew-Along 1: Inspiration und Planung

Nachdem ich ja in den letzten Monaten immer wieder behauptet habe, dass ich mir (noch) keine BHs selber nähen werde, u.A. in der Podcast-Folge mit Mema, einer erfahrenen BH-Näherin, bin ich jetzt doch schwach geworden. Julia von eben-Julia und Sandra von Rehgeschwister veranstalten einen BH-Sew-Along - yeah.


Sew-Alongs haben auf mich sehr häufig eine magische Anziehungskraft und wenn ich das Sew-Along-Thema irgendwie in meine Alltagskleidung integrieren kann, kann ich einfach nicht nein sagen. Ohne diese gemeinschaftliche Aktion mit einem praktischerweise sehr lockeren Zeitplan hätte ich das BH-Nähen noch weiter auf die lange Bank geschoben.

Am liebsten hätte ich lokal an einem BH-Nähkurs teilgenommen, aber bei uns in der Gegend habe ich nichts gefunden. Jetzt probiere ich es mal zusammen mit den anderen Sew-Along-Teilnehmerinnen. Die meisten scheinen schon BHs genäht zu haben.



Nun zu den Fragen zum heutigen Treffen "Inspiration und Planung":

Welche BHs gefallen mir? Was trage ich gerne?

Ich trage nur gefütterte BHs. Am liebsten mit einem kleinen Push-Polster und das dann bevorzugt als Balconette-BH. Spitze und sonstige Deko sind nicht so mein Fall. Der BH für den Alltag sollte möglichst schlicht sein, so dass ich möglichst viele, auch enganliegende Kleidung tragen kann, ohne dass sich was abzeichnet. Bisher dachte ich immer, bügellose BHs sind nichts für mich, aber der schwarze BH ist so super verarbeitet, dass trotzdem alles gut sitzt.

meine Lieblings-Kauf-BHs
Zur Zeit habe ich zwei Lieblings-BHs. Den einen habe ich mir vor ein paar Jahren bei Victoria Secret in den USA gekauft und den anderen habe ich dank Fr. minimale extravaganz gefunden. Sie kennt sich bei BHs gut aus (hat schon ein paar Posts zum Thema Bra Fitting geschrieben).

Welche Schnittmuster gibt es? 

Gute Frage, als BH-Näh-Anfängerin sind BH-Schnitte bisher komplett an mir vorbei gegangen.

Momentan tendiere ich entweder zu dem DL03 oder zur DL02-Variante - beides von makebra.com. Den 03er-BH habe ich vor kurzem bei Sewaholic entdeckt und mich spontan verliebt. Genauso sollte "mein" BH aussehen. Die 02er-Variante wäre auch nicht schlecht und meine Körbchengröße wäre sogar noch dabei.
Bei den  anderen Sew-Along-Teilnehmerinnen findet ihr viele weitere (teils schon selbst erprobte) BH-Schnittmuster.

Welche Blogs und Internetseiten kenne ich zu diesem Thema und besuche ich gerne?

Da ich bisher mich zu dem Theman noch gar nicht informiert habe, kenne ich mich da gar nicht aus. Ich stöbere dann mal in den Links der anderen Teilnehmerinnen.

Bei Allesnähbar gibt es zur Zeit auch einen BH-Sew-Along. Habe die Posts bisher nur überflogen. U.A. wird dort erklärt, wie man einen Probe-BH näht.

Was möchte ich gerne nähen?

Ich hätte gerne einen „schmucklosen“ gepolsterten T-Shirt-BH. Hab mir mal bei Wien2002 das Material zusammen geklickt und das würde nur ca. 12€ ohne Versand und ohne "Oberstoff" kosten. Oberstoff habe ich noch vom Badenixen-Sew-Along 2014 daheim.

Nach momentanem Stand werde ich zwei BHs nähen. Einen sehr einfachen für Daheim (also für dann, wenn es sehr warm ist und kein Besuch da ist) nach dem kostenlosen Schnitt Mallori Lane von Madalynne.com (hier Beispiele). Der Schnitt scheint nur für kleinere Oberweiten geeignet zu sein - viel Support wird dieser nicht geben. Mehr Infos zu dem Schnitt gibt es hier.
Das Material habe ich zufälligerweise aus einer Laune heraus schon vor zwei Wochen für irgendwann bestellt.

Als richtigen BH wird es wahrscheinlich einer der beiden oben erwähnten makebra.com Schnitte (DL03 oder DL02). Da muss ich noch Material bestellen. Weil Sewy (zur Zeit) kein Laminat hat (was ich anscheinend für die Schnitte unbedingt brauche), werde ich wohl bei Wien2002 bestellen.

Was habe ich schon genäht?

Bisher habe ich nur Pantys genäht, die aber gleich als Massenproduktion. An dem Schnitt (auch wieder ein Gratis-Schnitt) würde ich nichts mehr ändern - er passt perfekt.Wenn die Zeit reicht nähe ich mir im Rahmen der Aktion noch einen neuen.

An BHs habe ich mich bisher nicht rangetraut. Jetzt in betreuter Gruppe versuche ich mal mein Glück … im Endeffekt sind es doch nur Nähte wie bei jedem anderen Kleidungsstück auch - irgendwie schaffe ich das schon - breite Spitze hätte ich genug da.

Die Passform könnte etwas kniffelig werden aber ich werde es erst mal an einem Probe-BH versuchen.

Mein blauer BH (siehe Bild) ist nicht nur gepolstert sondern hat unten mitte-links ein kleines Push-Up-Kissen.
Hat jemand schon Erfahrung mit gepolsterten BHs mit kleinen „Push“-Kissen gemacht? – Wo gibt’s solche Körbchen zu kaufen? Welche Schnitte passen dazu?

Die anderen BH-Sew-Along-Teilnehmerinnen treffen sich bei Julia. Ebenso wie Sandra hat sie schon etliche BHs genäht. Mal sehen, ob ich die einzige Anfängerin bleibe oder sich noch andere BH-Neulinge dazu gesellen.

.... so, und weil es keinen lokalen BH-Nähkurs gibt, habe ich mir jetzt den Craftsy Kurs sewing-bras-construction-and-fit gegönnt.

Muriel

Montag, 3. August 2015

12-Tops-Challenge: Juli

Es ist schon wieder Zeit für das nächste Oberteil im Rahmen der tollen 12-Tops-Challenge von Santa Lucia Patterns, und auch wenn ich ein paar Tage später dran bin, bin ich immer noch begeistert mit dabei.

Den vergangenen Monat habe ich für meine Verhältnisse sehr wenig genäht. Der Sommer war endlich da und wollte beachtet werden und dann kam ich wegen diverser Festivals und Veranstaltungen gar nicht zum Nähen, und so waren größere Schnittexperimente von vornherein ausgeschlossen. Es sollte ein einfaches T-Shirt passend zu meinem geliebten Hollyburn Rock sein.

Der Stoff stand schnell fest - ein grüner Jersey. Den Stoff hatte ich mir bei der Nadelwelt Messe gekauft. Eigentlich wollte ich daraus ein Senas Shirt (auch von Schnittquelle) nähen, aber mit meiner Probeversion, das 12-Tops-Challenge-Mai-Shirt, bin ich nicht so glücklich.

Kurz vor Ende der Deadline für diesen Monat entdeckte ich dann bei Mrsgosqueste ihr neues China-Shirt und war hin und weg. Bei ihr sah die Kombination aus dem Shirt mit Rock einfach toll aus. Das wollte ich auch.


Den China-Shirt Schnitt von Schnittquelle habe ich zwar nicht, aber ich dachte, dass der China-Pulli der gleiche Schnitt nur mit Langarm wäre. Sicherheitshalber habe ich mir die Schnittteile angeschaut (siehe Schnittlinks oben) und gesehen, dass es zwei unterschiedliche Schnitte mit gleichem Ausschnitt sind. Mein Pulli Schnitt hat Raglanärmel, der Shirt-Schnitt hat vorne eine Raglannaht und im Rückteil angeschnittene Ärmel.
Leider hatte ich keinen bereits erprobten Raglanschnitt in der gewünschten Länge gehabt und so habe ich mir frei Schnauze eine Ärmellänge ausgesucht. Beim nächsten Mal würde ich die Ärmel noch 1,5cm länger machen.

Der China-Pulli-Schnitt hat das Problem, dass der Ausschnitt gerne nach vorne klappt. Bei meiner zweiten Version in dunkelblau hatte ich an dem Schnittteil für die vordere Mitte an den Seiten ca. 1cm weggenommen. Das hat das Problem schon etwas entschärft aber beim nächsten Mal würde ich am Ausschnitt noch ein leicht gedehntes Gummi festnähen.

Shirt:
Schnitt: China-Shirt von Schnittquelle
Material: grüner Jersey von der Nadelwelt Messe
Änderungen: von der v. M. etwas an den Seiten weggenommen, Ärmel gekürzt, Halsausschnitt hinten ein paar cm weggenommen.
Fazit: Auch in kurz gefällt mir der Schnitt sehr gut. Schöne Abwechselung zu einem normalen T-Shirt Schnitt.

Rock:
Schnitt: Hollyburn von Sewaholic Ver. C
Material: weicher Jeansstoff, Patchworkstoff für Taschen, Futter, Vliesline für Bund, nahtverdeckter Reißverschluss
Änderungen: Vorderteil im Bruch zugeschnitten, anstatt dem geraden Bund einen Formbund (komplett mit Vlieseline), Rock gefüttert. Paspeln an Bundunterseite und Taschen
Fazit: Ich liebe meinen neuen Hollyburn Rock, ich brauche mehr davon. Super Fahrradtauglic.

Die anderen 12-Tops-Challenge-Teilnehmerinnen haben sich schon vor ein paar Tagen bei Santa Lucia Patterns getroffen. Sie zeigt diesen Monat gleich zwei neue Oberteile.

Muriel

Sonntag, 12. Juli 2015

Meine Cover und Ich: ein Rückblick auf die letzten 2,5 Jahre

Vor kurzem hat mich Fr. FeenFinger angeschrieben und nach meiner Erfahrung mit meiner Cover-Maschine Elna 444 gefragt. Das waren genau die Fragen, die ich mir selbst vor dem Kauf der Cover gestellt habe. Aus meinen Antworten habe ich Euch diesen Blogpost geschrieben.

FeenFinger hatte folgende Fragen:
Warum war die Eingewöhnung schwer?
Muss man viel über das Einstellen der richtigen Spannungen lernen?
Stimmt es, dass man nur teure Garne und Nadeln verwenden kann, damit alles funktioniert?
Angeblich sind die Maschinen (Janome und Elna) nicht 100% identisch, daher habe ich die Hoffnung, dass sie besser funktioniert als die Janome. Womit hattest du Probleme und wie hast du sie gelöst?
Was war das für ein Einstellmarathon?
Meine Cover habe ich 2012 gekauft, nachdem mich die Zwillingsnadel in den Wahnsinn getrieben hat. Meine Nähmaschine (Gritzner 6152/ baugleich zu Pfaff Select 4.0), die Zwillingsnadel und meine Fähigkeiten waren überhaupt nicht kompatibel. Sehr viele Nadeln gingen zu Bruch und die Nähte sind häufig nach ein paar Wäschen gerissen.

Inzwischen bin ich mit meiner Cover zufrieden. Die Eingewöhnungsphase (also mich an die Maschine :-)) war hart, aber jetzt kommen wir gut zurecht.
Die Janome habe ich nie ausprobiert, weiß nur, dass die wohl baugleich sein sollen.
Bei MadeByMiri  gab es vor kurzem einen ausführlichen Test, bei dem alle Coverpreisklassen getestet wurden. Dies fand ich sehr interessant.
Die Janome/Elna Cover ist, glaube ich, die günstigste Cover. Ich würde meine Cover wieder kaufen... die teureren klingen toll, aber für meine paar Covernähte würde sich das bei mir nicht lohnen.

Mein Cover für die Cover
Finde das Einstellen der Cover schwieriger als bei einer Nähmaschine oder Overlock. Habe mir nach dem Kauf der Maschine nie wirklich Zeit genommen, diese ausgiebig einzustellen. Jedes Mal immer nur kurz auf einem Probelappen, so dass der Stich zumindest von vorne gut aussah. Bei den letzten Stücken waren dann immer wieder einzelne ausgelassene Stiche, die ich dann mit der Nähma nachgebessert habe. Die Alternative, die Naht aufzutrennen und neu zu covern, war mir zu anstrengend.

Vor kurzem habe ich mir Zeit genommen, die Maschine richtig einzustellen und seitdem werden alle Nahtübergänge 1a ohne ausgelassene Stiche genäht.

Ich verwende für den unteren Faden immer Bauschgarn (vom "der rote Faden") und schon das hat einen Teil der Fehlstiche beseitigt. Bei den Nadelfäden verwende ich (wie auch bei der Ovi) Toldi-Garn (angeblich ist das Gütermann). Habe bei meiner Pfaff-Ovi nicht so gute Erfahrungen mit billigem Garn (z.B. Stoffmarkt) gemacht. Der Faden war nicht so glatt und hat "gestaubt".

Zurück zur Cover: außerdem mag die Maschine es nicht, wenn man während einer Naht stoppt und den Fuß hoch nimmt - das gibt immer Fehlstiche. Am Stoff leicht zu ziehen z.B. wegen Richtung, sollte man wenn möglich vermeiden. Inzwischen habe ich es raus, dass ich nicht mehr am Stoff "ziehen" muss.

Probenähte -
bei dem blau grauen war die Cover noch nicht optimal eingestellt.
Bei den Nadeln verwende ich die Orga-Nadeln, die ich mit der Cover bekommen habe. Vermute, mal sie kosten genauso viel wie die normalen Schmetz-Nadeln.

Den Kettstich habe ich bisher nur einmal ausprobiert, nämlich nach meinem Einstellmarathon. Das hat super geklappt und möchte den jetzt bei jedem Bündchen-Shirt-Ausschnitt verwenden.
Ich nehme dafür kein Jersey-Schrägband sondern selbstgemachtes Jerseybündchen, das doppelt liegt und einfach an den Ausschnitt ge-overlockt wird.


Kettstich (2-Faden)
Der Schrägbandeinfasser für die Cover soll auch sehr speziell in der Anwendung sein. Habe mir für die Cover bisher kein Zubehör gekauft. Gerne hätte ich das Klarsichtfüßchen aber das kostet um die 40€ und das ist mir bisher für ein Stücken Plastik, und weil die Maschine nicht so oft in Gebrauch ist, zu viel. Es geht auch mit dem normalen Füßchen, man muss nur sehr genau zielen.

Einstellungen:
Bisher mit normalem Jersey (also kein dünner Viskose) und Romanit erfolgreich ausprobiert:

Covernaht 3-Faden breit: gelb 7, rot 4, grün 3. Dehnung 1.0 und Stichlänge 3.0, "Unterfaden" = Bauschgarn, Rest = Toldi. Nadeln: Organ ELx705 (80/12 SUK)
Kettstich (2 Faden): blau 8, grün 3,2 Rest wie oben

Keine Garantie, dass die Einstellung auch bei anderen Elna Covermaschinen zum guten Ergebnis führt. Habe in Foren gelesen, dass die Maschinen sehr eigen sein können. Ob das bei anderen Herstellern auch so ist, oder ob es da die ideale Einstellung "ab Werk" gibt, weiß ich nicht.  


Füßchendruck ist noch auf Werkseinstellung. Das ist an der Maschine etwas unpraktisch, dass man keine Skala an dem Füßchendruck hat und nie weiß, wo eigentlich der Normalwert ist.
Einem Cover Neuling würde ich inzwischen empfehlen, sich auf jeden Fall viel Zeit zum Einstellen der Maschine zu nehmen und nicht wie ich sie immer nur "nachts" kurz mal für ne Naht raus zu holen und sich dann zu ärgern.

Zum Probenähen beim Händler würde ich auf jeden Fall eigene Stoffe mitnehmen und auch geoverlockte Nahtübergänge (wie z.B. Seitennähte) testen. Als Material: Romanit, Jersey und Viskosejersey, da ist dann von dick/wenig dehnbar zu sehr dünn/dehnbar alles dabei.

Wenn ich jetzt die Wahl hätte, entweder Cover kaufen oder Zwillingsnadel, würde ich wieder die Cover nehmen. Einfach weil es bei mir mit der Zwillingsnadel noch schlechter lief.  Seit meiner Einstell-Orgie vor kurzem hole ich die Cover gerne raus und würde am liebsten erst mal nur Jerseysachen nähen.

 Wie sind eure Cover Erfahrungen oder habt ihr noch Fragen?

Muriel 

PS. Fr. Feenfinger ist zur Zeit auf der Suche nach einer Coverbesitzerin bzw. eine Cover-Maschinen-Partnerin im Raum München

Freitag, 10. Juli 2015

Festival-Shirt mal Anders

Top: Restyle Projekt
Hose: Deer&Doe
Obwohl ich seit Jahren eine sehr eifrige Festival- und Konzertgängerin bin, besitze ich nur drei Festival/Band-T-Shirts.
Der Grund dafür ist, dass sich diese leider nur sehr selten zu meinen selbstgenähten Sachen kombinieren lassen.
Deswegen hatte ich letztes Jahr beim "Das Fest" so lange gezögert, bis es das 30 Jahre Jubiläums-Shirt nur noch in XL gab. Hinten auf dem Shirt sind die Highlight-Bands der letzten 30 Jahre aufgedruckt. Sehr viele Jahre davon, bin ich dabei gewesen.... so "musste" das Shirt schließlich doch gekauft werden.

Seitdem lag das Shirt auf meinem Projektestapel. Das Fest bzw. das Vor-Fest startet nächste Woche und so war es Zeit das im letzten Sommer geplante Projekt endlich umzusetzen.

In meinen Operation T-Shirt Buch habe ich nicht wirklich eine passendes Idee für das Shirt gefunden. Habe einen Schnitt gesucht, der den Vorder- und Rückdruck erhält, davon gab es nicht so viel. Außerdem wollte ich unbedingt den hochgeschlossenen Halsausschnitt weg haben.

Schließlich habe ich mich für ein trägerloses Shirt entschieden. Schnelles Projekt und sieht gleich ganz anders aus als ein normales Festival-Shirt.
Trägerlose Shirts sind nicht unbedingt meine erste Wahl für Konzerte aber inkl. Vor-Fest geht das Festival fast 1 1/2 Wochen, da sollte auch mal ein nicht-hüpf-Konzert dabei sein :-)

An das obere Bündchen habe ich innen noch Gummiband mit Silikon genäht, so ähnlich wie bei einem trägerlosen BH nur in breit. Das Top sitzt jetzt bombenfest. Den unteren Bund habe ich um 13cm gekürzt und in Rot gecovert.

So und jetzt freue ich mich auf die Festtage ab nächster Woche.

Hose, zum ersten Mal letztes Jahr gezeigt (dort sieht man die Hose auch besser):
SchnittChataigne von Deer and Doe
Material: Strechdemin, Paspel, Einlage und nahtverdeckter Reißverschluss
Änderungen: arghhhhh, siehe Text.
Fazit: Der raffinierte und etwas höhrere Bund mit der Spitze gefällt mir besonders gut und trägt sich auch gut. Die Hose und ich fremdeln noch ein bißchen was daran liegt, dass ich sonst keine kurzen Hosen trage.

Muriel

Mittwoch, 8. Juli 2015

MeMadeMittwoch: Die See ruft!

Endlich ist es mal wieder etwas kühler. Die hohen Temperaturen der letzten Tage waren mir viel zu heiß, da war an nähen oder bloggen gar nicht zu denken.

So freue ich mich jetzt, dass es wieder etwas kühler ist.

Heute trage ich eines meiner Mai Tops (von der 12-Tops-Challenge). Ich bin immer noch nicht so ganz warm geworden mit dem Schnitt. Der hintere Ausschnitt (mit Beleg) steht ein bisschen ab und ich wüsste nicht wie ich bei dem Teil (wird im Bruch zugeschnitten) oben einen kleinen Keil raus nehmen könnte. Außerdem klappen die Streifenteile beim Arme nach vorne nehmen unschön auf.
Falls ich von dem Schnitt mal ne zweite Variante nähen, würde ich etwas dünneren Stoff nehmen und an dem jetzigen Streifenteil ein bisschen weg nehmen, damit dieser auf Spannung gehalten wird.

Schnitt: Senas von Schnittquelle
Material: 2 eher feste Jerseys (beides Reste anderer Shirts)
Änderungen: Shirt um 12cm! gekürzt, gedrehter Träger per Hand festgenäht, damit die Drehung auf beiden Seiten gleichbleibt.
Fazit: Naja, ich weiß nicht, ob ich den Schnitt nochmal nähe. Wenn dann in einem leichteren Jersey.

Den roten Rock habe ich 2011 nach einem Burda-Schnitt genäht und trage ihn heute auch noch sehr gerne. 

Schnitt: 114 von 08/2004 (meiner ältestens Burda). Ein ähnlichen Schnitt gibt es immer noch bei Burdastyle (mein Schnitt ist ohne Wickeloptik)
Material: Alcantara-Kunstleder, Futter, nahtverdeckter Reißverschluss

Änderungen: Keine (bis auf die Länge aber da ich die Länge IMMER ändern muss, erwähne ich dass nicht jedes Mal).

Die anderen Teilnehmerinnen gibt es beim MeMadeMittwoch zu sehen. Dort zeigt Kleidermanie ihr schönes neues Sew over it Kleid.

Muriel


Montag, 6. Juli 2015

12 Tops Challenge - Juni

Meine drei neuen Jäckchen
Schon wieder ist ein Monat rum und ich schmuggel mich noch schnell zur 12-Tops-Challenge von Santa Lucia Patterns dazu.

Bei der Aktion geht es darum, falls möglich jeden Monat die bei vielen grassierende Oberteilschwäche zu bekämpfen.
Diesen Monat ist Halbzeit und ich habe es geschafft,  jeden Monat mindestens ein Oberteil abzuliefern. Bin stolz auf mich.

Dieses Mal sah es fast so aus, als würde ich es nicht schaffen. Meine Oberteile waren zwar rechtzeitig fertig, aber die Temperaturen von über 35°C haben jegliches Fotografieren verhindert und selbst heute war es grenzwertig. Deswegen gibt es jetzt  nicht drei verschiedene, zu den Jäckchen passende Kleider, sondern ihr dürft euch das vorstellen. :-)

Im Juni war es nicht wirklich warm und ich habe mir immer wieder ein passendes Jäckchen für meine Kleider gewünscht. Da ich schon mal dabei war, habe ich gleich drei genäht.

Das Jäckchenschnittmuster "Aachen" ist von Schnittquelle. Die erste Version war türkis-blau. Der Romanit der ersten Version hat mir gut gefallen und so kommt der Stoff auch wieder von Stoffe.de, nämlich creme, schwarz und curry/senf. Obwohl alle drei Stoffe die selbe Zusammensetzung haben, ist der creme-farbene Stoff dicker und fester als die eher dünne curry/senf-Variante. Die schwarze Variante dagegen fällt wie "normaler" Romanit aus.

Nachdem ich den Schnitt jetzt vier Mal genäht habe, kann ich gut auf die viel zu knappe Anleitung verzichten. Einzig schwierig ist das Nähen des angeschnittenen Schalkragens. Ich hab hinten am Rücken nach vorne auslaufend noch 2cm weg genommen, so dass der Schnitt jetzt genau in der Taille endet.

So, und wenn es jetzt irgendwann wieder kühler ist, mache ich noch Fotos mit den zu den Jäckchen passenden Kleidern.

Schnitt: Aachen von Schnittquelle
Material: Romanit von Stoffe.de
Änderungen: Ärmelsaum = 3cm, kein Knopf als Verschluss. Beim nächsten Mal würde ich hinten die Jacke noch 2cm kürzen, damit diese genau in der Taille endet.
Fazit: toller Boleroschnitt, passt super über Kleider

Die anderen 12-Tops-Challenge-Teilnehmerinnen, die sich vor einer Woche bei Santa Lucia Patterns getroffen haben, sind bestimmt schon mit ihrem Juli-Teil beschäftigt.

Muriel


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