Sonntag, 24. Juli 2016

Film und Serien Sew-Along Teil: Finale

Letzten Sonntag war das Finale vom Film- und Serien-SewAlong von minimale extravaganz und jetzt endlich bin auch ich mit meinem Kleid fertig. Irgendwie hat sich dieses Mal alles sehr gezogen, obwohl es vom Aufwand nicht sooo wild war.

Nochmal kurz eine Zusammenfassung für Euch:

Im ersten Teil hatte ich von meinem Plan geschrieben, ein Kleidungsstück aus der Serie "Call the Midwife" zu nähen. Entschieden habe ich mich für das Tanzkleid von Trixie:



Den Schnitt hat mir netterweise minimale extravaganz erstellt. Das ist ihr Entwurf:


Gleich der erste Versuch des Probekleids war erfolgreich. Es mussten nur noch Kleinigkeiten geändert werden. Das habe ich in Teil 3 beschrieben. Insgesamt habe ich zwei Probeteile vom Oberteil gemacht. Das Rockteil (Tellerrock mit 6 Kellerfalten) hat gleich gepasst. Den Futterschnitt habe ich versucht selbst zu erstellen, das war so semi-erfolgreich. Nach einer Nachhilfestunde bei meiner persönlichen Schnitterstellungsfee :-) wusste ich, was falsch war, und konnte die Futterteile fürs Oberteil nochmal erstellen.

Das Nähen des richtigen Kleides ging dann recht schnell, war ja schon das dritte Mal. Mit Ausnahme des fast 90°-Winkels am angeschnittenen Kragen/Rückenteil, dieser hat mich trotz Heftens einiges an Auftrennarbeit gekostet.
Mein fertiges "Call the Midwife - Trixie" Kleid
Außerdem habe ich mich bei den Knöpfen und den Knopflöchern wieder angestellt. Alleine schon die Entscheidung für die Knöpfe fiel mir sehr schwer. Entweder sahen die Knöpfe viel zu groß oder zu klein aus. Dank einem Tipp von Yacurama sind es dann beziehbare Knöpfe geworden.

Wenn möglich versuche ich Knopflöcher und Knöpfe zu vermeiden, deswegen habe meine Blusen auch bisher keine gehabt und wurden mit verdeckten Druckknöpfen (Deer&Doe, 12-Tops-Challenge) geschlossen. Wenn mir jemand die Entscheidung für Knöpfe abnehmen und die Knopflöcher noch einzeichnen würde (danke an der Stelle an Mann) - dann wäre es gar nicht so schlimm. Am Nähen liegt es nämlich nicht.

Auf dem Foto aus dem Film trägt Trixie eine Brosche. Klar, dass ich dann auch eine brauche. Auf dem Flohmarkt wurde ich fündig und habe zwei originale "Vintage"-Broschen gefunden. Ein silberfarbenes  Kleeblatt und eine Hummel. Der Gürtel ist ein Geschenk von minimale extravaganz - ihr seht, ohne sie wäre mein Projekt komplett anders geendet.


Brosche Nr. 2
Schnittmuster: Design von minimale extravaganz (Grundlage war ein Burda-U-Boot-Oberteil), Nahttasche (Butterick), Futterrock ohne Falten zugeschnitten.
Material: Oberstoff von TanteEmma, Paspel, Futter und Batist (Oberteilfutter) von FrauTulpe. Knöpfe selbstbezogen (Prym), Einlage für Knopfleiste/angeschnittenem Kragen, nahtverdeckter Reißverschluss.
Änderungen: Im Vergleich zum Probeteil wurde der Winkel des angeschnittenen Kragens noch geändert, am Oberteil an der Seite wurde was dazugegeben und die Taille nach oben versetzt.
Fazit: Der Schnitt entspricht nicht meinem üblichen Kleiderstil und es ist für mich kein Kleid für jeden Tag, aber nichts desto trotz fühlt es sich toll an und ich freue mich darauf, es zu tragen.

Vergleich Filmkleid - mein Kleid: Ich finde, ich habe das Filmkleid gut getroffen. Einzig der Unterrock fehlt noch - ob ich den jemals nähen werde? Der Rock ist länger als meine normalen Röcke, d.h. der Unterrock müsste auch länger sein und wäre für mich dann (aktuell) nur für dieses eine Kleid nutzbar und da fehlt mir die Motivation für.

Jetzt darf das Kleid aber erst mal in den Schrank - für ein gefüttertes Kleid ist es zur Zeit (zum Glück) definitiv zu warm. 

Die anderen fleißigen Teilnehmerinnen des SewAlongs findet ihr bei minimale extravaganz.
 @yacurama: vielen vielen Dank für diesen SewAlong und deine großartige Unterstützung bei meinem Kleid.

Ich hoffe, es gibt im nächsten Jahr wieder einen solchen SewAlong - immer wieder eine tolle Gelegenheit, mal aus seinem normalen Nähschema auszubrechen und was Neues auszuprobieren.

PS. Im letzten Jahr hatte ich ein Pushing-Daisys-Kleid genäht, welches ich sehr gerne trage. Auch das ist kein normales Alltags-Kleid.

Muriel

Mittwoch, 13. Juli 2016

MeMadeMittwoch - es war mal Sommer (kurzzeitig)

Diesen Sommer ist es echt verhext - entweder es ist brütend heiß oder es gleich wieder herbstlich. Mein "heutiges" MeMadeFoto ist von Dienstag letzter Woche - da war´s noch sommerlich.

Ich war bei Yacurama zu Besuch um den Schnitt für mein Film- und SerienSewAlong Kleid final anzupassen.


Mein heutes Outfit besteht aus einem älteren Burda-Shirt mit überschnittene Ärmeln und meinem All-Time-Favorite-Tellerrock mit breitem Bund.

Das Shirt hat inzwischen schon 4 Jahre aufm Buckel - das sieht man dem Stoff auch an. Die Farben haben an Strahlkraft verloren (siehe Oberteil-Link unten) aber alles in allem hält es sich sehr gut.

 Den Rock habe ich dieses Jahr im Rahmen des #ProjektBrotundButter (von siebenhundertsachen) genäht. Ich liebe diesen Rock.

Oberteil:
Schnitt: Abwandlung von Burda 02/1011 101 (vom Kleid das Oberteil)
Änderungen: siehe verlinkter Post
Stoff: Jersey vom Stoffmarkt
Fazit:  sehr schneller Schnitt, da dauert das Zuschneiden fast länger wie das Nähen :-)

Rock:
Schnitt: 1/2 Teller, Deer&Doe Bund, Eingriffstaschen nach Vogue (mehr Details siehe Rock-Link)
Material: weicher Jeansstoff, selbst hergestellte Paspel, Nahtverdeckter Reißverschluss, Einlage, Futter
Änderungen: Eingriffstasche: oberer am Körper anliegender Teil aus Oberstoff Rest aus Futterstoff.
Fazit: Immer noch ein toller Schnitt. Da wird es bestimmt noch weitere Varianten geben

Der heuten MeMadeMittwoch wird gleich von vier der tollen Moderatorinnen geleitet. Wer sonst noch dabei ist, seht ihr hier.

Muriel

Montag, 11. Juli 2016

Podcastepisode Nr. 16 mit Elke/Bele über die Ausstellung "Look! Fashiondesigner von A bis Z"

Ausstellung „LOOK! Modedesigner von A bis Z – Die Sammlung des MAKK“, 2015/16,
© MAKK, Foto: RBA Köln, Marion Mennicken
Im letzten Jahr hatte ich im Zuge des Bloggerinnentreffens in Köln die Gelegenheit, das Museum für angewandte Kunst Köln zu besuchen. Unsere Organisatorinnen hatten für die Teilnehmerinnen eine persönliche Führung durch die Ausstellung "Look! Fashiondesigner von A bis Z" organisiert und so konnten wir einen Blick hinter die Kulissen und auf die umfangreichen Vorbereitungen, welche für eine solche Ausstellung notwendig sind, erhalten. Die Sonderausstellung präsentierte eine Auswahl wichtiger Neuerwerbungen des Museums, welche als charakteristisch für ihre Entstehungszeit gelten.

Ich war in der Gruppe, die von Elke (einigen evtl. durch ihre Blogkommentare auch als Bele bekannt) durch die Ausstellung geführt wurde. Dies fand ich so spannend und informativ, dass ich sie zu meinem Podcast eingeladen habe. Zu meinem Glück hat das geklappt. Nun können auch diejenigen, die keine Gelegenheit hatten, die Ausstellung zu besuchen, einen Eindruck davon gewinnen.

Das Museum hat eine umfangreiche Textilsammlung. Elke selbst ist sehr textilbegeistert. Ihr beruflicher Werdegang begann mit einer Ausbildung zur Damenschneiderin. Inzwischen arbeitet sie bereits einige Jahre als Textilrestauratorin in Köln.


Opening Ceremony, Prêt-à-porter,
Frühjahr/Sommer 2014, Neopren bedruckt,
© MAKK, Foto: RBA Köln, Marion Mennicken
Vivienne Westwood, Prêt-à-porter-Linie „Red Label”, Herbst/Winter-Kollektion „Portrait“ 1990/91,
© MAKK, Foto: RBA Köln, Marion Mennicken

Thierry Mugler, Prêt-à-porter-Kollektion „L'Été du Sahara“, Frühjahr/Sommer 1986,
© MAKK, Foto: RBA Köln, Marion Mennicken
In dieser Folge sprechen wir unter anderem über:
  • ihre Entwicklung von der Damenschneiderei über einige Zwischenstationen bis zur Textilrestauratorin
  • die Intention hinter dieser Ausstellung
  • die Herausforderungen beim Ausstellen dieser empfindlichen Ausstellungsstücke
  • museal geeignete Vitrinen, um eine Schädigung der Kleidungsstücke zu vermeiden
  • Geschichten rund um einzelne Ausstellungsstücke (Alexander McQueen, Viviene Westwood)
  • der aufwendige Entstehungsprozess der Figurinen
  • das Thierry Mugler-Prêt-à-por­ter-Kleid und die Herausforderung, dieses Outfit auszustellen.
  • die Gefahr von Klimaschwankungen für diese historischen Stücke
  • wie sich Stoffe im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte verändern
  • wie die Kleidungsstücke aufbewahrt werden
  • ihre Lieblingsstücke aus der Ausstellung
  • in wieweit sich ihr Blick auf Mode durch die Arbeit im Museum geändert hat
  • in welchem Zusammenhang sie Mode, Frauen und Politik sieht.
  • mein Bericht über die Ausstellung "Auf nakter Haut" (Stuttgart)
Die Ausstellung ist inzwischen leider schon vorbei. Wer die Stücke aus der Ausstellung sehen möchte, kann sich den gut gestalteten Ausstellungskatalog mit über 300 Seiten im Buchhandel kaufen.

Vielen Dank an Elke für deine Zeit.
 
Ausstellung „LOOK! Modedesigner von A bis Z – Die Sammlung des MAKK“, 2015/16,
© MAKK, Foto: RBA Köln, Marion Mennicken

Nun will ich Euch nicht noch länger auf die Folter spannen. Los geht es mit der Podcastepisode:

 
Hier sollte ein Player angezeigt werden, 
falls nicht, bitte den Post über meinen Blog direkt aufrufen, dem Downloadlink,
via iTunes  oder einer Podcatcher App für Android / Windows Phone  (hier der RSS-Link für eure mobilen Geräte) 

 
Music "Goodwill Cowboys Ride Again" by Michael Chapman & The Woodpiles (modified by Muriel)
Available on the Free Music Archive under CC BY-NC 3.0 license

Vielen Dank an das Museum für die Zurverfügungstellung der Fotos.
Vielen Dank natürlich auch an Chrissy (Chrissys Nähkästchen) für deine stundenlange Arbeit für den Schnitt dieser Podcastfolge. 


Weitere Infos rund um den Nahtzugabe5cm-Podcast findet ihr auf meiner Podcast-Seite.
Und jetzt bin ich gespannt, wie Euch diese Folge gefallen hat.

Wenn Euch mein Podcast gefällt, würde ich mich freuen,
wenn ihr mein Podcastlogo mit Verlinkung mit auf Euren Blog nehmt.
Vielen Dank.
"Ich höre den Podcast von Nahtzugabe5cm.de"

Muriel

Mittwoch, 29. Juni 2016

Film und Serien Sew-Along Teil 3: Zwischenstand

Inzwischen sind wir schon beim letzten Termin vor dem Finale des Film- und Serien Sew-Alongs von Frau minimal extravaganz angekommen. Während die anderen Teilnehmerinnen größtenteils schon am "richtigen" Nähen sind, bastele ich noch an meinem Probekleid rum. Allerdings habe ich auch eine gute Ausrede, da ich zwischenzeitlich im Sommerurlaub war.

Im ersten Teil hatte ich von meinem Plan geschrieben, ein Kleidungsstück aus der Serie "Call the Midwife" zu nähen. Entschieden habe ich mich für das Tanzkleid von Trixie:




Da ich schwarz nicht gerne trage, hab ich mich für einen grünen Stoff mit weißem Druck entscheiden (siehe Post von Teil 2).


Die nächste Frage war, welchen Schnitt soll ich nehmen. Von euch bzw. via Twitter kamen sehr gute Vorschläge. Der einzige Haken daran wäre gewesen, dass ich einen Schnitt nochmal komplett an mich anpassen müsste.

Frau minimale extravaganz hat mir angeboten aus meinem Standardoberteilschnitt (siehe z.B. Stoffwechselkleid) und einem Tellerrock den Schnitt zu entwickeln. Das ist ihr Entwurf:


So saß ich dann Freitagabends bei ihr und habe ihr andächtig beim Schnitt konstruieren zugeschaut.  Es war sehr interessant zu sehen, wie aus einem einfachen Oberteilschnitt ein Oberteil mit Knopfleiste, angeschnittenem Stehkragen und angeschnittenen Ärmeln wird. Der Rockteil ist ein Tellerrock mit insgesamt sechs tiefen Kellerfalten.

1. Probeteil (angedachte Änderungen siehe unten)
Das Gummiband markiert meine Taille.
Das erste Probeteil ist schon mal sehr viel versprechend. Die Abnäher im Oberteil treffen genau auf die Falten im Rockteil. Da merkt man schon, dass sie weiß, was sie da tut. Bin begeistert, wie gut das auf Anhieb sitzt, wie gut ich die Arme bewegen kann und dass es keine große Falten wegen der angeschnittenen Ärmel gibt. Auch von dem Tellerrock mit den Kellerfalten bin ich sehr angetan, bisher hatte ich nur "normale" Falten vernäht, die Kellerfalten gefallen mir gut. Ich glaube, diese verwende ich öfters.

Was noch geändert wird: Das Oberteil sitzt etwas eng, dort wird die Nahtzugabe ein bisschen rausgelassen. Auch ist es noch einen Tick zu lang, deswegen sitzt der Rock nicht in der Taille. Der Rockteil wird, sobald die Taillennaht final ist, noch gerade und evtl. um ein paar cm kürzer gemacht. Das richtige Kleid bekommt dann noch eine Nahttasche und das ganze Kleid wird gefüttert. Fürs Oberteil nehme ich wahrscheinlich Batist und für den Rockteil normales Viskosefutter. Beim Probeteil habe ich nur das Kragen-Knopfteil mit Einlage versehen. Ich denke, für den Stehkragen und die Knopfleiste kann es nicht schaden, auch den Oberstoff an den Stellen mit einer leichten Einlage zu versehen.

Das Kleid in Bewegung.
Ach, der Rock schwingt so toll.

Was dann noch zum Kleid aus der Serie fehlt, ist ein Unterrock mit Spitze am Saum. K.A., ob ich das in der Zeit noch schaffe und welchen Schnitt man da nimmt. Wäre das dann auch ein Tellerrock oder was Gerafftes? Für Tipps für Unterröcke wäre ich sehr dankbar.

Die anderen fleißigen SewAlong-Teilnehmerinnen findet ihr bei Frau minimale extravaganz auf dem Blog.

Muriel

Samstag, 18. Juni 2016

BH nähen - mein zweiter BH

BH Nr. 2 - wieder in Schwarz
Arghh, jetzt ist meine Postreihenfolge durcheiander gekommen. Der Post für den dritten BH ist schon vor ein paar Tagen online gegangen. Naja, jetzt ist es halt so.
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Ich hänge mit meinem Blogposts ein bisschen hinter her. Aktuell habe ich bereits drei BHs genäht.
Hier also die Info zur Nr. 2:

Seitdem ich beim BH-Sew-Along-2015 mit meinem ersten BH fertig war, wollte ich mir noch einen nähen, konnte mich aber nicht wirklich aufraffen. Da es sich in Gesellschaft immer besser näht, gab es einen gemeinsamen BH-Nähtag mit Frau minimale extravaganz.

Angefangen haben wir kurz nach 15 Uhr mit gemütlichem Nähen und um 21 Uhr war der erste BH auch schon fertig. Eigentlich ist es, wenn man erst mal einen gut sitzenden BH-Schnitt gefunden hat, wirklich kein Hexenwerk mehr.


Schnitt: DL03 von MakeBra
Material: Mikrofaser für Cup, Laminat (linke Seite mit Baumwolle) + Falzband + Unterbrustband von Wien2002, Bügel + Kurzwarenzubehörpaket von Sewy
Änderungen: BH-Band um insgesamt 1cm gekürzt, obere Kante verstürzt
Fazit: Auch der zweite BH nach dem Schnitt sitzt super, ob mir das mit der umgeklappten Kante gefällt, wird die Zeit zeigen.

Sehr hilfreich zum BH-Nähen, finde ich die Craftsy-Kurse von Beverly Johnson. Inzwischen gibt es einen dritten Kurs zum Thema "Foam and Lace". Den zweiten Kurs der Reihe fand ich persönlich nicht so interessant, einfach, weil ich die dort gezeigten Techniken nicht benötige (z.B. Frontverschluss etc.).

Muriel

Donnerstag, 16. Juni 2016

Nadelwelt 2016 - so war´s


Am Wochenende war endlich die Nadelwelt Messe in Karlsruhe. Wie schon geschrieben, die Nadelwelt ist "meine" Messe, so viele schöne Patchworkstoffe auf einem Fleck. Wie im letzten Jahr war ich in netter Begleitung unterwegs und vor Ort gab´s auch wieder viele nette Begegnungen.

Die Präsentation vom "der Goldene Schnitt"(Lutterloh System) fand ich sehr aufschlussreich. Es scheint überhaupt nicht kompliziert zu sein aber mich spricht das System (bisher) nicht an. Hab schon genügend Schnitte und die Anpassungen halten sich bei mir auch in Grenzen.



Seit ich vor kurzem bei Monika (@Nahlinse) in ihrem Fiberthermometer-Podcast zu Gast sein durfte, finde ich spinnen sogar noch spannender. Von daher habe ich mich gefreut, dass die deutsche Handspinngilde e.V. einen Schäferwagen mit kleiner Ausstellung mitgebracht hatte. Dort konnte man mehr über verschiedene Schafrassen als auch ihre Wolle erfahren. Eine sehr interessante kleine Ausstellung.




Ansonsten gab es im Bereich der Quilt Ausstellung wieder eine Bloggerlounge.

Frau minimale extravaganz in der Bloggerlounge
Wir waren ab 11:30 bis ca. 18Uhr dort. Die Zeit verging rasent schnell und so konnten wir am Ende die Quiltausstelltung leider nur kurz überfliegen. Es waren dort wieder sehr interessante Stücke ausgestellt. Besonders gut haben mir die Handquilts gefallen.

Meine Mitbringsel von der Messe:

Auch dieses Jahr bin ich wieder fündig geworden. Wobei ich sagen muss, das ich in den letzten Jahren mehr kleidertaugliche Patchworkstoffe für mich gefunden habe aber es ist ja wirklich nicht so, als dass ich unter Stoffmangel leiden würde. 

2 neue (gratis) Vlieseline Proben für meine Vlieseline Mappe

Stoffausbeute:

Links: ein Farbverlaufsstoff, rechts oben: der Stoff fürs Film-und Serien SewAlong Kleid, rechts unten:
Kokkastoff (Japan) mit Nerd-Hirschen und in der Mitte breite Spitze für Unterwäsche

Für meine Nähinspirationsmagnetwand habe ich mir
zwei Garnspulenmagnete gekauft.


Ankündigung fürs nächste Jahr
Muriel

Auf ihrem Blog hat minimale extravaganz über ihren Eindruck von der diesjährigen Nadelwelt berichtet.

Sonntag, 12. Juni 2016

Film- und Serien SewAlong Teil 2: Schnitt und Stoff

So kurz vor Schluss des zweiten Teils des Film- und Serien-SewAlongs kann ich Euch endlich mein angedachtes Kleid und den Stoff zeigen. Der SewAlong wird veranstaltet von Frau minimale extravaganz.

Im ersten Teil hatte ich von meinem Plan geschrieben, ein Kleidungsstück aus der Serie "Call the Midwife" zu nähen. Entschieden habe ich mich für das Tanzkleid von Trixie:



Danke nochmal für eure hilfreichen Kommentare zur Entscheidung.

Mir war schnell klar, dass ich kein schwarzes Kleid haben möchte. Das ist einfach nicht meine Farbe. Ich hatte die Hoffnung, dass ich während des Urlaubs in Schottland einen Stoff finde, aber es war leider nichts dabei.

Zum Glück war dieses Wochenende wieder Nadelwelt-Messe (Karlsruhe). Meine jährliches Eldorado für Stoff. Dort wurde ich fündig. Also eigentlich hatte Frau minimale extravaganz den Stoff für mich gefunden. Mir war er erst gar nicht ins Auge gesprungen. Der Stoff hat einen angenehmen Grünton mit weißen Zweigen (?) drauf. Der Stoff ist von TanteEma (in ihrem Shop finde ich den Stoff gar nicht).


Stoff für mein Trixie-Kleid

Der Stoff ist genau so, wie ich ihn mir vorgestellt habe: Er sollte gemustert sein, aber nichts zu schreiendes, er sollte nicht zu gerade gemustert sein (mag ich an mir nicht), aber das Motiv sollte auch nicht modern sein, sondern eher in die 50er Jahre passen. In meiner Vorstellung passt er gut in die damalige Zeit. Was mir dann noch fehlt, wäre eine passende Brosche ... hätte ich da mal im Urlaub schon dran gedacht, dort gab es viele 2nd-Hand-Läden, dort hätte ich bestimmt eine passende gefunden.

Beim Schnittmuster bin ich noch am grübeln. Wie auf dem Bild oben hätte ich  gerne ein geknöpftes Oberteil mit "Steh"kragen plus einen Faltenrock. Für keines von beidem habe ich bisher einen für mich bereits angepassten Schnitt. Zu meinem großen Glück hat mir minimale extravaganz auch damit ihre Hilfe angeboten und wir werden mir was basteln. Bin schon ganz gespannt.

.... ich geh mir dann nochmal die Folge mit dem Tanzkleid anschauen, um mehr Details zum Kleid zu erspähen.

Die anderen bereits schon sehr fleissigen FUSSA-Teilnehmerinnen findet ihr hier

Muriel

Freitag, 10. Juni 2016

Hab eine Patchworkdecke geschenkt bekommen

Auf der Coach sieht die Decke dann so aus.
Seht ihr wie perfekt das Binding zu meiner türkisen Hose passt?
Seit ein paar Monaten lebt die weltschönste Patchworkdecke bei mir aufm Sofa. Geschenkt bekommen habe ich sie von Chrissy. Bin immer noch total geflasht, so ein unglaublich tolles Geschenk bekommen zu haben. Nicht nur, was da alles an Material drin steckt, auch die ganze Arbeitszeit mit Zuschneiden, Nähen, Quilten etc.

Die Decke passt super zum Sofa und ist inzwischen gar nicht mehr weg zu denken. Man kann sich ganz wunderbar darin einkuscheln.

Vielen vielen Dank liebe Chrissy, für dieses tolle Geschenk.

Die Decke in ganzer Größe

Muriel

Mittwoch, 8. Juni 2016

MeMadeMittwoch - mal in einem für mich ungewöhlichen Outfit


Heute hab ich ein für mich eher ungewöhliches Outfit an, also kein Kleid oder Rock sondern Jeans und dann sogar in Kombination mit Wanderstiefelen aber was muss das muss.

Jedenfalls haben mich die Schuhe sicher über Stock und Stein begleitet.

Ich trage meine noch unverbloggte Ginger Jeans (ClosetCaseFiles), Burda Oberteil mit Terry Prachtett-Gedenk Spruch und meine Übergangsjacke.

Zu den Schuhen ist es sehr praktisch, dass meine Ginger Jeans unten noch Reißverschlüsse hat und ich so die Hose über die breiten Stiefel bekomme.

Die Stickerei `Bee happy` auf der Po-Tasche ist handgestickt, darüber gibt es einen eigenen Post. 

Das eigentlich einfache Burda Shirt wird durch den Aufdruck vorne und hinten erst interessant. Den zweiten Teil vom Spruch (Rückseite) findet ihr in den Link unten zum Oberteil.

Die Übergangjacke war ursprünglich als Daheim-Jäckchen geplant aber durch den Wollanteil ist die viel zu warm und jetzt begleitet mich die Jacke an Tagen mit nicht so warmen Wetter. Der Schnitt ist für so eine Freizeitjacke sehr raffiniert und liegt dank der vielen Nähte am Rücken auch gut an. Weitere Details sieh Link unten.

Übergangsjacke:
SchnittM7026 McCalls Variante B - unbedingt die technische Zeichnung anschauen.
Material: Strickstoff mit Flauschrückseite von Extremtextil, Reißverschluss, Futterstoff für Taschen.
Änderungen:Bündchen weggelassen, Insgesamt an der Lengthen/Shortenline gekürzt wg. Taille, unten am Saum hoch etwas hinzu gegeben.
Fazit: Bin sehr begeistert von dem Schnitt. Sehr empfehlenswert.

Shirt:
Schnitt: Burda k.A. welche Ausgabe das war - könnte dieser Basicschnitt gewesen sein.
Material: dickerer Baumwolljersey von FrauTulpe
Änderungen: Rundhalsausschnitt, Ausschnittbündchen 5cm breit inkl. 1cm NZ 
Fazit: Mein Basic-Langarmschnitt. Mir gefällt besonders der weite Ausschnitt.

Jeans:
<Infos folgen noch>

Die anderen Teilnehmerinnen findet ihr bei MeMadeMittwoch.

Bitte entschuldigt diese `bunte` Mischung aus Schriftarten und Schriftgrößen. Der Post wurde mitm Tablet geschrieben und die Bloggerwebseite macht mit meinem Text was sie will. Immerhin besser als die App.

Muriel

Montag, 6. Juni 2016

mein erster selbstgenähter Sport-BH: Dunbar von Sewaholic

Dunbar Sport-BH
Seit ein paar Wochen mache ich wieder (semi-)regelmäßig Sport. Nachdem ich in der Vergangenheit von Badminton bis Fitnessstudio etc. vieles probiert habe, versuche ich mich momentan mit „Heim-Sport“ via YouTube. „Meine“ Trainerin trägt immer tolle schicke Sportklamotten. Dagegen kam ich bisher nicht an. Auch war mein bisheriger Sport-BH schon in die Jahre gekommen und musste dringend ausgetauscht werden. Was lag also näher, als mir selber was zu nähen.

Die Schnittmusterauswahl an Sport-BHs bzw. kurzen Tops, die „Halt“ versprechen für den Sport ist sehr eingeschränkt. Von Kiwi Sew (hab ich noch nie was von genäht), Fehrtrade sowie Sewaholic gibt es geeignete Schnitte. Beim Fehrtrade fand ich schon die Produktbilder nicht so schön bzw. gut passend. Entschieden habe ich mich dann für den Schnitt "Dunbar" von Sewaholic aus der Vancuver Collection. Von der Schnittserie habe ich bisher nur sehr wenig gelesen. Für das Dunbar-Top konnte ich keine deutschsprachige Bloggerin finden, welche den Schnitt schon mal genäht hat. Auch an englischsprachigen Berichten darüber gab es, verglichen mit sonstigen Sewaholic-Schnitten, nur sehr wenig (siehe Links am Ende dieses Posts).

Das Material habe ich von Sewy. Obwohl ich inzwischen dahinter gekommen bin, wie man nach bestimmten Farbnummern sucht, hat es wieder ewig gedauert, um eine Farbe zu finden, in der es alle meine benötigten Materialien gab. Gerne hätte ich Grün gehabt, nun ist es dunkelblau geworden – auch okay. Dazu habe ich dann noch zwei Materialsets für jeweils einen Türkisen und grünen normalen BH bestellt. Fehlt nur noch die Zeit diese zu nähen. Egal. Zurück zum Sportoberteil:

Eine berichtete davon, dass sie inkl. Abpausen nur zwei Stunden gebraucht hätte. Klang für mich wie das ideale Projekt fürs Nähtreffen …. Okay, ich lag da „etwas“ drüber, aber immerhin bin ich während des Treffens fertig geworden. Gemessen und zugeschnitten habe ich Größe 6 und war während des Nähens misstrauisch, ob das nicht evtl. zu locker ist. Nachdem das Powernet (eine Art fester dehnbarer Tüll) drin war, saß das Oberteil schon viel besser. Manchmal muss man einfach geduldig sein. Frau Minimale Extravaganz nähte währenddessen an einem türkisen BH. Das erwies sich als mein Glück. Von ihr kam die Idee zu der türkisen Paspel, welche dem Oberteil einen sportlichen Touch verleiht. Netterweise habe ich von ihr auch das dazu passende Unterbrustgummi bekommen.

Die Anleitung war gut geschrieben. Einzig beim Annähen vom Gummiband am Hals- und Armausschnitt ist mir ein Fehler unterlaufen, das lag allerdings daran, dass ich mir nur das Bild angeschaut und nicht den Text dazu gelesen habe. Man hätte das Band so annähen sollen, dass es links nicht zu sehen ist. Ich habe dazu Falzgummi verwendet und hätte deswegen an den Kanten die Nahtzugabe abschneiden können. So sind jetzt alle meine Kanten 1cm zu breit.

Die Materialangabe ist für das kurze Top äußerst großzügig. Von dem angeblich 0,5cm Oberstoff sowie Kontraststoff habe ich jeweils nur 0,3m benötigt. Unterbrustgummiband war mit 1,2m angegeben – ist mir rätselhaft, von welchem Unterbrustumfang Sewaholic ausgeht. Ich habe auch keine andere Stelle in der Anleitung gefunden, an der sonst noch Gummiband benötigt wird.
Schade finde ich, dass bei der BH-Variante das Unterbrustband zweimal umgeschlagen werden soll, damit es in einem Tunnel ist. Unterbrustgummi ist doch dazu gedacht direkt auf der Haut zu liegen. So hätte man auch einfach normales Gummiband nehmen können. Bei der Anleitung für das lange Top wird das Unterbrustgummiband wiederrum richtig angenäht … schade, dass das nicht auch bei der kurzen Variante so gelöst wurde.

Den Funktionstest hat das Oberteil bereits erfolgreich gemeistert. Ich brauche keinen zusätzlichen BH. Durch die verarbeitete Powernetschicht wird alles gut am Platz gehalten. Bei A- bis max. C-Körbchen würde ich sagen, hält der BH. Bei größeren Cups könnte ich mir vorstellen, dass trotzdem noch ein richtiger Sport-BH notwendig ist.

Der Schnitt sieht auch Taschen für Cups vor, das hat bei mir mit meinen normalen Cups (welche ich für BHs verwende) leider nicht geklappt. Durch die Kompressionswirkung des Oberteils passt der „Vorbau“ nicht mehr in den normalen Cup weil alles eher in die Breite verteilt wird. Da ich das Top nur für daheim vorgesehen habe, stört es nicht, wenn sich gewissen Teile abzeichnen.

Könnte mir vorstellen, mir fürs Klettern das längere Oberteil mit integriertem BH zu nähen. Bevor ich das mache, müsste ich es allerdings schaffen, das wieder regelmäßig zu betreiben. Außerdem bräuchte ich dann noch eine passende Hose. Schnöde Cargo-Hose zu so einem Top sieht nämlich nach Nix aus.

Ach ja, das Oberteil ist komplett mit der Nähmaschine genäht, Ovi oder Cover werden nicht benötigt.

Schnitt: Dunbar von Sewaholic (bestellt und super schnell geliefert von santa-lucia-patterns.de)

Material: Mikrofaser, dehnbarer Tüll mit Tupfen (gedoppelt), Powernet, Falzgummi, Jersey für Paspel, Unterbrustgummi (bis auf Unterbrustgummi und Paspelstoff alles von Sewy.de)

Änderungen: Unterbrustgummi wie normales Unterbrustgummi angenäht und nicht zweimal umgeschlagen. 1x Fehler gemacht, dass Nahtzugabe an den Ausschnitten nicht abgeschnitten wurde.

Fazit: Toller Schnitt, hält super.

Empfehlung: Guter Einstieg in die BH-Näherei, um die verschieden Materialen kennen zu lernen, man sich aber noch nicht mit der Verarbeitungsweise eines BH beschäftigen möchte.

Links zu anderen Dunbar Tops (englisch):

chainstitcher.blogspot.com
verypurpleperson.com
acolourfulcanvas.blogspot.de
patternreview.com (zwei Bewertungen)
needlesinthedesert.blogspot.de
cleverthinking99.com
handmademartini.blogspot.de

Ja, dass waren alle Posts, die ich über das Schnittmuster finden konnte (Stand: Mai 2016). Für einen Sewaholic-Schnitt ist das doch recht wenig.

Muriel
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