Sonntag, 22. März 2015

Anna-UFO-Rock

Beim UFO-Abbau im Januar ist auch endlich der Anna-Rock fertig geworden.

Zur Geschichte dieses Ex-UFOs:
Den Anna Dress-Schnitt und mich verbindet eher ein Hassliebe. Trotzdem kam ich direkt nach der Fertigstellung des Kleides auf die Idee, einen Rock nach dem Schnitt zu nähen. Das Futter war bereits zugeschnitten und der Oberstoff ausm SecondHand-Stoff war schon fertig genäht. Dieser hat mir inzwischen gar nicht mehr gefallen und ich habe den Oberstoff komplett entsorgt. In meinem Fundus habe ich noch einen grauen Rockstoff gefunden. Die Menge hat gerade so gereicht und somit konnte ich gleichzeitig UFO- und Stoffbergeabbau betreiben - ist das nicht toll?!

Normalerweise hätte ich nie einen so langweiligen grauen Rock genäht, sondern eher was mit Muster aber, wie viele von uns, leide ich auch unter dem Problem, dass man zwar viele ausgefallene Röcke und Oberteile hat aber sich nichts kombinieren lässt. Ich hoffe mal, dass ich die Lücke dem gut kombinierbaren grauen Rock jetzt ein bisschen geschlossen habe. Ich werde berichten.

Das UFO war echt fix genäht - am längsten hat noch das Basteln des innenliegenden Bundes gedauert. Beim Reißverschluss habe ich zu einem geerbten Oma-Reißverschluss gegriffen. Weil ich immer nur nahtverdeckte Reißverschlüsse nähe fällt mir das Einnähen eines normalen Reißverschlusses immer wieder schwer aber irgendwie hat es dann doch geklappt.

Schnitt: Rockteil vom Anna Dress (ByHandLondon)
Material: Futter, Einlage, Baumwolle mit Strechanteil, Reißverschluss.
Änderungen: Taille angepasst, Bund "konstruiert", Taschehinzugefügt.
Fazit: Der Schnitt spricht mich inzwischen nicht mehr so an - ist ein normaler Bahnenrock. Ist eher unwahrscheinlich, dass ich den Rock oder das Anna Dress noch mal nähe.

Muriel

Freitag, 20. März 2015

Film und Serien Sew Along 1: Inspirationssammlung


Am Wochenende ging es los mit der Inspirationssammlung zum Film- und Serien-Sew-Along von Karin (Dreikah) und Luzie (mein-wunderbarer-kleiderschrank).

Ich finde die Idee zu diesem Sew-Along klasse. Ist mal etwas anderes und ermöglicht es einem auch etwas ungewöhnlichere alltagstaugliche Pläne umzusetzten.

Haben nicht viele von uns Lieblingsoutfits aus Serien und Filmen?! Am Anfang war ich mir sehr sicher, dass ich mir ein Outfit nähen will das verschieden kombiniert sowohl mittelalterlich (aka Game of Thrones etc.) gestyled werden kann als auch für "Normal" tragbar ist.

Meine Beispiele:

Oberteil kombiniert für´s Fantasy-Mittelalter
Oberteil in Kombination mit Jeans für Abends
blaues Kleid kombiniert mit Gürtel, - taschen
und Trinkhorn
blaues Kleid mit Bolero für den Alltag
Ich hab dann auch bei Karin angefragt, ob ich die Regeln für den Alltag so auslegen dürfte... ist ja schon grenzwertig :-) und ich hätte das machen dürfen.

Allerdings sind mir bei der Rechersche die tollen Kleider aus Pushing Daisies wieder in Erinnerung gerufen worden und so habe ich spontan vom Mittelalter zur Neuzeit umgeschwenkt :-)

Meine Ideensammlung bei Pinterest:

Mein neuer Plan ist also ein Kleid im Stil von Pushing Daisies mit weitem Rock und enganliegendem Oberteil. Ich könnte mir auch gut Knöpfe im oberern Teil vorstellen. Mein Herausforderung wird nicht nur, einen passenden Schnitt zufinden sondern, dass dieser dann zu dem vorhanden grünen Stoff mit weiß/gelben Blumen passt... so unendlich viel Stoff ist das nämlich nicht.

Ich freue mich jetzt schon total auf mein neues Kleid. In meinem Kopf springe ich damit schon durch Blumenwiesen : -)

Die anderen spannenden Ideen findet ihr bei Karin.

Muriel

Mittwoch, 18. März 2015

MeMadeMittwoch: Der Rock mit den Löchern

Heute gibt es mal wieder das grüne Oberteil. Dieses habe ich letzten Herbst genäht und es erweist sich mittlerweile als super Kombinationsteil. Die Farbe hatte ich nur bestellt, dass es den Thermojersey bei Extremtexil zu der Zeit nur in der Farbe gab und ich neugierig auf Thermojersey war.

Der Thermojersey wärmt jetzt nicht wirklich - es fühlt sich wie ein normaler Jersey an aber das Shirt an sich mit dem etwas größeren Ausschnitt und den langen Ärmeln macht sich sehr gut. Die Farbe passt unerwarteterweise  zu sehr vielen meiner selbstgenähten Kleidungsstücke und die nächsten grünen Oberteile sind schon in Planung.


Oberteil:
Schnitt: Burda k.A. welche Ausgabe das war - könnte dieser Basicschnitt gewesen sein.
Material: Thermojersey von Extremtextil.
Änderungen: Rundhalsausschnitt, Ausschnittbündchen 5cm breit inkl. 1cm NZ
Fazit: Den Schnitt könnte ich mir sehr gut als T-Shirtbasisschnitt vorstellen. Allerdings würde ich beim nächsten mal am unteren Saum und den Ärmeln noch 2cm hinzufügen.

Rock:
Restyle Projekt von geschenktem Rock. Zackenlitze hinzugefügt und Reverse-Applikation mit orangem Patchworkstoff.

Die anderen MeMadeMittwochTeilnehmerinnen gibt es hier zu sehen.

Muriel

Dienstag, 17. März 2015

kleines Jäcken für Sommerkleider

Letztes Jahr hatte ich als Nähmotto "Mehr Kleider an die Frau". Die Aktion hat mir etliche neue Kleider beschert. Besonders Frühlings- und Sommerkleider sind einige entstanden. Schade ist nur, dass die Kleider seit Monaten nicht getragen werden konnten, einfach weil es momentan zu kalt ist.

Neues Jäckchen mit meinem
geliebten Octopuskleid
Ein zu Kleider passender Jäckchenschnitt musste also her. Eigentlich wollte ich einen Knip Schnitt nähen aber irgendwas hielt mich davon ab.

Vor kurzem bin ich beim der Schnittquelle-Rabatt-Aktion auf den Schnitt "Bolero Aachen" gestoßen - ein einfaches kurzes Jäckchen mit angeschnittenem Kragen. Die ideale Kombination zu meinen Kleidern. Die sind schon auffällig genug, da sollte sich das Jäckchen eher zurück halten :-)

Der Schnitt war noch keine zwei Stunden ausm Briefkasten gefischt und schon war ich am Zuschneiden. So schnell hab ich wirklich noch nie einen Schnitt umgesetzt.

Der Schnitt ist eigentlich für Walk gedacht und verzichtet deswegen auf eine Kantenversäuberung. Außerdem ist es wichtig, dass der verwendete Stoff zwei schöne Stoffseiten hat. Walk wäre mir in Kombination mit  meinen (gefütterten) Sommerkleider doch etwas zu schwer gewesen und so konnte ich endlich den zusätzlichen Stoffwechselstoff, den mir Fr. Nahtzugabe verarbeiten.


Schnittquelle Schnitte sind die einzigen Schnitte, die ich ohne Abpausen ausschneide - sind ja schließlich jeweils ein Ein-Größen-Schnitte. Wegen der Ein-Größen-Sache habe ich mich auch noch nicht an Nicht-Jersey-Schnitte der Firma gewagt. Diese scheinen eher groß auszufallen. Ich habe mal ein Schnittquellekleid in 36 angezogen und es war viel zu groß, da bleib ich doch lieber bei den Jerseyschnitten.

Genäht habe ich die Jacke an einem Abend nach der Arbeit, geht also wirklich super schnell. Sind ja auch nur drei Schnittteile. Der Frau-Nahtzugabe-Stoff war mein erstes Erlebnis mit Romanit und ich muss sagen, ich glaube wir werden gute Freunde. Was ich nicht gedacht hätte ist, dass der Romanti bisher keine Anstalten zum Ausfransen und Co gezeigt hat  - vielleicht lasse ich die Kragenkante einfach unversäubert - im Notfall gibt es noch einen schmalen Ovi-Rollsaum.

Der Schnitt sieht vorne eigentlich noch einen Knopf vor aber mir gefällt die Jacke in offen viel besser und deswegen versuche ich es erstmal ohne.

Schnitt: Aachen von Schnittquelle
Material: Romanit (ich glaube Stoffe.de)
Änderungen: Ärmelsaum = 3cm, kein Knopf als Verschluss. Beim nächsten Mal würde ich hinten die Jacke noch 2cm kürzen, damit diese genau in der Taille endet.
Fazit: toller Boleroschnitt, passt super über Kleider

Muriel

Sonntag, 15. März 2015

Podcast Nr. 6 mit Sandra von Zufall, wenn´s klappt

Sandra von Zufall, wenn´s klappt
Nachdem in meinen anderen Podcastfolgen die Burda nicht unbedingt so gut weggekommen ist, habe ich mit Sandra von "Zufall, wenn´s klappt" jemand gefunden, der bekennender Burda-Fan ist.

Ihr Bloguntertitel lautet: "Vom Kampf mit Nadel, Faden, Stoff - und der ewigen Frage: Wie meint die Burda das wohl???" Das Besondere an Ihrem Blog sind nicht nur ihre schönen Kleider, sondern auch Ihre Tutorials und ihr erfolgreicher Durchbruch zum Thema Hosen nähen.

Wir reden unter Anderem über die Praktikabilität von Capes, welchen Einfluss Hunde auf die eigenen Nähpläne haben können, dem Problem, dass Gummistiefel nicht zu Röcken passen, und klären, zumindest für uns, die Frage nach der ideallen Abpausfolie.

Hier die Links zu dieser Podcastfolge:
... und schon kann es los gehen mit dieser Podcastfolge:

oder Download
Hier sollte ein Player angezeigt werden, 
falls nicht, bitte den Post über meinen Blog direkt aufrufen oder den Downloadlink verwenden. 
Music "Goodwill Cowboys Ride Again" by Michael Chapman & The Woodpiles (modified by Muriel)
Available on the Free Music Archive
Under CC BY-NC 3.0 license

Weitere Infos rund um um diesen Podcast findet ihr auf meiner Podcast-Seite.
So, und jetzt bin ich gespannt, wie Euch diese Folge gefallen hat.
Muriel

Freitag, 13. März 2015

Die ultimative Fleecejacke

Man beachte die tolle
Rückenpassform
Eigentlich bin ich kein großer Freund von Jerseyjäckchen mit Kapuze oder ähnlichem. Diese sind mir oft zu sportlich. Beim letzten McCalls Sale ist mir aber ein Schnitt ins Auge gesprungen, den sogar ich als Kapuzenverweigerin nicht liegen lassen konnte.

Das besondere an diesem Schnitt ist die raffinierte Schnittführung, die die Jacke schön auf Figur bringt. Schaut euch unbedingt mal die technische Zeichnung vom Rücken an.

Die Anleitung war, wie erwartet, sehr gut und es gab genügend Markierungen um die vielen Rundungen gut aneinander zu bekommen. Die Schnitteile, besonders der Rücken kam mir sehr lang vor und so habe ich gleich mal um 4cm gekürzt. Ein Teil davon an der Lengthen/Shorten-Linie in Taillennähe.

Für den ersten Versuch habe ich nur Probestoffe verwendet, so dass ich risikofreudig war. Im Endeffekt ist mir die Jacke unten einen Tick zu kurz. Die zweite Variante wird unten wieder ein Stück verlängert. An der Taille werde ich nichts zu geben. Die sitzt 1a.

Die Nahttaschen hatte ich erst, wie im Schnitt beschrieben aus dem Oberstoff gemacht. In meiner Version mit dem Fleecestoff wurde das aber viel zu dick. Die Taschen habe ich wieder rausgetrennt und gegen superdünne Taschen aus schwarzem Futterstoff ersetzt. Auch habe ich den Saum nicht umgeschlagen - das wäre zu dick geworden. Praktischerweise muss Fleece ja nicht versäubert werden.
Im Schnitt sind noch Bündchen mit Daumenloch vorgesehen. Die habe ich auch nach Anleitung genäht aber fand diese dann doch nicht so optimal an mir. Falls mir mal nach Daumenlochbündchen wäre, müsste ich die Arme noch ein gutes Stück kürzen.

Von vorne erkennt man
dank der Punkte leider
nicht so viel.
Bin sehr begeistert wie schnell und problemlos sich die Jacke nähen ließ. Der Stoff für die richtige Variante war schnell gefunden und die Jacke zeige ich Euch dann demnächst.

Bisher habe ich als Jäckchenschnitt einen Ottobre-Schnitt verwendet. Der McCalls-Schnitt gefällt mir viel besser, da sie wesentlich figurnäher geschnitten ist und mehr Spielraum für Stoffkombinationen lässt. Außerdem gibt es zwei Varianten für den Kragen. Eine Kapuze oder den vom mir genähten kleinen Stehkragen.
Bei Kapuzen stört mich, dass das bei mir mit einer (Winter)-Jacke darüber, die evtl. auch eine Kapuze hat, es so schnell knuppelig wird und ich damit das Gefühl habe, dass ich aussehe wie Quasimodo :-)
Diese Jacke mit Stehkragen kann ich ohne Probleme unter die richtige Winterjacke ziehen.

Schnitt: M7026 McCalls Variante B
Material: Reststücke von zwei Fleecestoffen, Reißverschluss, Futterstoff für Taschen.
Änderungen:Bündchen wegggelassen, Insgesamt um 4cm gekürzt (Lengthen/Shorten Line + Saum)
Fazit: Bin sehr begeistert von dem Schnitt. Die zweite Variante auch schon fertig. Kann mir den Schnitt auch gut aus einem richtigen Stoff vorstellen.

Muriel

Mittwoch, 11. März 2015

MeMadeMittwoch - Stoffwechsel mal anders kombiniert

Heute auf dem MeMadeMittwoch-Blog zeigt Frau Nahtzugabe ihre neue schicke oversizeJacke, da liegt es doch nahe, dass ich Euch einen Stoff zeige, den ich von ihr bekommen habe.

Dank des zweiten Stoffwechsels letztes Jahres war ich "gezwungen" mich mal ans Blusennähen ran zutrauen. Ich war erst skeptisch, ob Blusen und ich überhaupt zusammen passen aber inzwischen bin ich sehr froh über den Anstoß von Frau Nahtzugabe. Von Ihr habe ich den Schnittvorschlag und den tollen Baumwollstoff bekommen.

Die Deer&Doe Bluse finde ich nicht gerade einfach zu kombinieren, da diese länger als eine normale Bluse ist und nach unten dank Falten eher etwas ausgestellt. Zuerst dachte, ich dazu passen nur Hosen aber die heutige Kombination mit schwarzem Bleistiftrock macht sich doch ganz gut.

Ohne die tolle Aktion hätte ich wahrscheinlich jetzt noch keine Bluse und würde immer noch denken, dass Blusen für mich zu förmlich sind. In der gemusterten Variante fühle ich mir sehr wohl und nicht im Ansatz verkleidet.

Ich habe fest vor im Laufe des Jahres noch eine weitere Version des Bruyere Schnitt zu nähen. Jetzt muss ich nur noch den passenden Stoff dazu finden. 

SchnittBruyere Blusenschnitt von Deer&Doe
Material: Stoffwechsel-Baumwolle von FreeSpirit, türkisfarbene Baumwolle und Drückknöpfe
Änderungen: sehr viele (siehe ursprünglicher Post)
Fazit: Die Bluse gefällt mir sehr gut. Könnte mir gut vorstellen, dass da noch weitere Versionen folgen werden.

Die anderen MeMadeMittwoch Teilnehmerinnen gibt es hier zu sehen.

Nochmal vielen vielen Dank an Frau Nahtzugabe für den tollen Stoff und Anstoß zum Blusennähen und an Frau Siebenhundertsachen für die Idee und Organisation der bisherigen Stoffwechsel.

Muriel

Sonntag, 8. März 2015

2014: Der Mann und ich im Mittelalter

Im letzten Jahr waren Mann und ich auf ein paar Mittelaltermärkten und -festivals. Wir freuen uns schon auf dieses Jahr - habe schon ein paar Ideen wie ich meine Outfits noch weiterausbauen könnte.

Jetzt zeige ich Euch aber endlich die Bilder vom letzten Jahr.

Die Schnitte, die Mann trägt sind aus dem Buch Patterns for theatricalcostumes, welches wir uns netterweise für ein paar Tage bei einer lieben Freundin ausleihen durften. Das Buch gefällt mir sehr gut und ich würde es mir auch kaufen.







Falls es von Interesse ist kann ich gerne noch was zu den Schnitten schreiben.

Muriel

Freitag, 6. März 2015

Das Voguekleid des Grauens

Voguekleid des Grauens
Dieses Voguekleid ist zwar schon seit Frühjahr letztes Jahr fertig aber ich konnte mich bisher nicht aufraffen darüber zu schreiben. Der Entstehungsprozess war einfach zu frustrierend und ich bin mir sicher, dass ich den Schnitt nie wieder nähen werden.

Angefangen habe ich das Kleid schon im Sommer 2012 (!). Es lag dann erstmal bis zum UFO-Angriff 2013. Damals habe ich verkündet, dass ich das Kleid demnächst! dringend brauche und es bestimmt fertig gemacht wird. Öhmmm, ja.

Der geschäftliche Termin, für den das Kleid gedacht war, damals rückte immer näher aber die Fertigstellung wurde immer komplizierter. Nichts hat gepasst und mein Frustlevel war bald bei 150% und das bei mir als begeisterte Voguepattern Anhängerin. Im April 2013 musste ich dann zugeben, dass das erstmal nichts mehr wird mit uns beiden. Der Post hieß auch bezeichneterweise "Manchmal muss man aufgeben".

Hier kann  man gut
sehen wie die Passen
hinten nach unten
läuft
Warum war es eigentlich so schlimm: Den ersten Fehler, den ich gemacht habe, war dass ich gleich den richtigen Stoff zugeschnitten habe. 2012 fand ich Probeteile noch sehr überflüssig und dachte, man kann alle Änderungen doch irgendwie auch direkt am richtigen Stoff machen. Inzwischen bin ich schlauer und würde einen Schnitt mit so passsensiblen Schnittteilen nicht mehr ohne Probeteil angehen. Die von vorne nach hinten schräg verlaufende Passe hat überhaupt nicht zu meiner Figur gepasst und musste stark geändert werden, die Abnäher am Rock mussten auch geändert werden etc.

Inzwischen war es Frühjahr 2014 und ich hatte ein paar anstehende Bewerbungsgespräche, die ich gerne in Me-Made-Kleidung antreten wollte. Irgendwie habe ich mich in "meinen" Kleidungstücken in den Gesprächen viel wohler gefühlt als in Kaufhaus-Blazer und Co. Insgesamt hat das Kleid fast zwei Jahre gedauert und durch die langen Pausen musste ich mich jedes Mal neu in den Schnitt eindenken. 

Zu dem wichtigsten der Vorstellungsgespräche war das Kleid dann auch tatsächlich fertig. Ob die Zusage, dann wirklich mit dem Kleid was zu tun hatte wage ich zwar zu bezweifeln aber wohl gefühlt habe ich mich in meiner Haut. Das ist ja in solchen Gesprächen immer sehr wichtig.

Früher hat ein solches Kleid zu meiner normalen Businessgarderobe gehört - inzwischen darf ich normal gekleidet zur Arbeit gehen und so fristet das Kleid mit einigen Anderen ein einsames Leben im Kleiderschrank.

Schnitt: V1183 Kay Unger
Material: Baumwolle, Paspel, Futter, nahtverdeckter Reißverschluss, Vlieseline
Änderungen: unendlich viele
Fazit: nie wieder
Muriel

Mittwoch, 4. März 2015

MeMadeMittwoch: Roter Rock und Punktestrumpfhose

Heute trage ich mal einen etwas ausgestellteren Burdarock.  Bisher habe ich den Rock entweder mit weißer Bluse oder dunkelblauem Oberteil kombiniert. Jetzt versuche ich die Variante mit schwarzem Shirt und schwarzer Strumpfhose mit weißen Punkten.

Der Schnitt mit dem breiten bequemen Bund und dem ausgestellten Rockteil gefällt mir sehr gut. Heute würde ich den Rock wahrscheinlich noch einen Tick kürzer nähen.

Schnitt:
Burda 114 von 08/2004. Ein ähnlichen Schnitt gibt es von Burdastyle ("mein" Schnitt ist jedoch ohne Wickeloptik)
Material: Alcantara, nahtverdeckter Reißverschluss, Futter
Fazit: Schöner einfacher Rockschnitt.

Heute beim MeMadeMittwoch zeigt uns Ruth ihr tolles grünes Outfit. Die anderen MeMadeMittwochTeilnehmerinnen gibt es hier zu sehen.

Muriel
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